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Schweinepest: Im Kampf gegen die Seuche 836.865 Wildschweine erlegt
DPA

Nachbarländer melden die Ausbreitung der Schweinepest - noch kann sich Deutschland gegen die tödlichen Tierseuche schützen. Einen wichtigen Beitrag leisten Jäger - und ein neuer Elektrozaun.

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mustermann76 03.01.2019, 06:58
1. Billiger Aktionismus?

Wenn die schweinepest inzwischen schon in Belgien, Tschechien und Polen angekommen ist, dann wird sie wohl über kurz oder lang auch in Deutschland ankommen. Dies nun mit dem massenhaften Abschuss von wildschweinen (wie im Artikel erläutert nicht die hauptgefahrenquelle) verhindern zu wollen, kommt mir eher wie aktionistisches Getue vor. Vielleicht geht es ja auch schlicht darum die abschussquoten zu erhöhen und etwas mehr Geld mit der Jagd zu verdienen (oder damit einfach nur Spaß zu haben....).

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quark2@mailinator.com 03.01.2019, 07:18
2.

Boah. Die armen Schweine. 850.000 Abschüsse sind mehr als ich gedacht hätte.

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hausfeen 03.01.2019, 08:08
3. Was passiert mit den geschossenen WIldschweinen. Im Prinzip ...

... ist selbst das Fleisch infizierter Tiere ja genießbar. Könnte also zumindest in Fertiggerichten, Konserven, Tiernahrung bedenkenlos verwendet werden.

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cyberpommez 03.01.2019, 08:09
4. Menschen nicht gefährdet!

Okay. Wer bezahlt denn dann diese Schutzmaßnahmen für unsere Schweinezüchter? Da wir CDU regiert sind, wissen wir das ja, aber eigentlich ist das nicht okay. Ich möchte mich nicht mit Steuergeldern an solchen Aktionen beteiligen, ausserdem finde ich es ziemlich krank hunderttausende gesunde Wildschweine zu töten, nur um Schweinebauern zu retten. traurig

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_gimli_ 03.01.2019, 08:16
5.

Zitat von quark2@mailinator.com
Boah. Die armen Schweine. 850.000 Abschüsse sind mehr als ich gedacht hätte.
Um den Schwarzwildbestand in Deutschland zu senken, müssten erheblich mehr Wildschweine geschossen werden. Das sagt sich allerdings leichter, als es getan ist. Viele Jäger tun sich schwer, die Quoten zu erfüllen, weil Wildschweine nicht ganz einfach zu bejagen sind und das Fleisch in einigen Gegenden Deutschlands wegen der Cäsiumbelastung (hat natürliche Ursachen) nicht verkauft werden darf.
Pro Jahr werden in Deutschland übrigens 1,2 Mio. Rehe geschossen. https://www.jagdverband.de/jagdstatistik

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Kannebichler 03.01.2019, 08:22
6. Unsinniges Massaker

Es ist ja glaube ich erschöpfend diskutiert, dass das Abschiessen von Wildschweinen die Ausbreitung der Schweinepest nicht verhindern kann. Die erkrankten belgischen Wildschweine sind ja nicht von Polen unter freundlicher Auslassung Deutschlands nach Belgien eingewandert. Die armen Schweine wurden wohl vom Menschen angesteckt, der kontaminierte Nahrung mitgebracht hat. Da man aber Aktion zeigen möchte und osteuropäische LKW Fahrer nicht bejagen kann, hat man sich jetzt die Wildschweine als zu vernichtende Bösewichte ausgesucht. Arme Natur.

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zia-zaruba 03.01.2019, 08:28
7. mich würde mal interessieren

wo die Wildschweine rein gewurstet wurden und werden. MAHLZEIT

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viceman 03.01.2019, 08:31
8. diese seuche ist ein

guter vorwand , die wildschweinbestände zu reduzieren.
das ist sicher auch notwendig, denn die wölfe konnten da , bisher , auch wenig erreichen ... aber rein für die verhinderung der weiteren ausbreitung ist das reiner aktionismus . solange menschen - auch und gerade in deutschen städten - wildschweine füttern...

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Pless1 03.01.2019, 08:56
9. Was soll die reißerische Überschrift?

Da wird der Eindruck erweckt, diese 800.000 Schweine würden allein wegen der ASP getötet, das stimmt aber nicht. Die Abschüsse steigen seit Jahren, weil der Schwarzwildbestand seit Jahren massiv ansteigt. Es gibt viele gute Gründe, das Schwarzwild intensiv zu bejagen, die ASP ist eigentlich eher ein schwacher Grund. Denn der Versuch, mit jagdlichen Mitteln den Bestand so auszudünnen, dass die Infektionswege im Ausbruchsfall der ASP unterbrochen sind ist zum Scheitern verurteilt.

Der beste Grund für die Bejagung: Das Schwarzwild ist eine natürliche Ressource gesunden und schmackhaften Fleisches, ganz ohne (Massen-) Tierhaltung, importierte Futtermittel oder Antibiotikaeinsatz. Mehr Bio geht nicht, ein artgerechteres Leben ebenfalls nicht. Wie sollten daher alle mehr Wild aus heimischen Regionen essen.

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