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Schwere Vorwürfe gegen Tierschutzorganisation: Die Schocktruppen des WWF
AFP

Haben sie Paramilitärs ausgerüstet, die mit großer Brutalität operierten? Wie Buzzfeed berichtet, sollen sich Umweltschützer des WWF in Afrika und Asien mit kriminellen Wildhütern zusammengetan haben. Das sind die Vorwürfe.

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Borussia 1909 05.03.2019, 15:22
30. Gewalt vs Gewalt: Man vergesse nie die Korruption!

Wie sollen Polizei und Militärs in allzu bekannten Ländern den WWF schützen, in denen jeder zweite korrupt ist und nur dem zur Seite steht, der mehr bezahlt? Glaubt wirklich jemand, dass die Polizei oder das Militär in einem Land wie Kamerun sich auch nur einen Dreck um Flora und Fauna kümmert? Da hat Kommentator TOKH1 nicht ganz seine Hausaufgaben gemacht. Es ist einfach den WWF zu verurteilen, ohne darauf einzugehen, dass seine Wildhüter jeden Tag massiven Bedrohungen und - leider auch - Tötungen durch Wilderer ausgesetzt sind und Wildhüter in genannten Ländern weniger Unterstützung durch das Land erfahren, wie Wilderer! Sollen die Wildhüter sich unbewaffnet vor die Barbaren stellen und ihren Namen tanzen? Darf ein Wilderer Gewalt anwenden und Tiere bestialisch töten, ein Wildhüter sich und das Leben der gefährdeten Tierarten aber nicht verteidigen? Sollten die Missbrauchsvorwürfe sich bestätigen - was sie bei weitem noch nicht sind - wäre das natürlich fatal. Aber Wildhüter entwaffnen? NO WAY!

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Kohlenkeller 05.03.2019, 15:23
31. Krasse Einstellung

Zitat von SirSmackalot5
Die Gewalt ist alternativlos. Mut gut zureden wird nichts erreicht. Millionen Jahre Evolution und nur wenigen Restexemplaren einer Spezies sind diese besonders zu schützen und sehr viel mehr wert als ein paar Menschen. Menschen gibts bald 8 Milliarden(!). Bei einigen Tieren gibt es nur noch ein paar hundert. Kann man irgendwo direkt an die Paramilitärs spenden?
Dass aber - man weiß ja noch nichts Genaues - da auch unbeteiligte Zivilisten "erwischt", bestraft, vergewaltigt worden sein sollen, das sind dann für Sie Kollateralschäden?

Wüsste gerne, wie Sie das sehen würden, wenn es Sie, Ihre Freundin, Ihre Kinder, Ihre Mutter getroffen hätte. Sind doch nur ein paar Menschen. Wenn dafür ein Tier überlebt - alles gut, richtig?

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Thilo_Knows 05.03.2019, 15:24
32. Vorsicht mit vorschnellen Anklagen

Keine Frage, wenn hier Unschuldige oder Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind, muss das geklärt werden. Aber die Arbeit des WWF ist viel zu wichtig, um diese Organisation nun pauschal an die Wand zu nageln. Ich unterstütze weiterhin - auch mit meinem bescheidenen Beitrag - ausdrücklich ALLE Maßnahmen, die im Kampf gegen Wilderer und der Natür ggü. rücksichtslosen Einheimischen zielführend sind. Mitleid kann und will ich für diese Plünderer beim besten Willen nicht aufbringen. Wildhüter riskieren täglich ihr Leben, um unsere Natur und die Tiere zu schützen. Schwarze Schafe gibt es leider überall.

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cobaea 05.03.2019, 15:26
33. inzwischen renommierte Recherchen

Zitat von m.klagge
aber nicht jeder weiß, dass die US Gerüchte Klitsche in die Ecke "Huffington Post" gehört und was davon zu halten ist. Mit dieser Info, die man sich also selbst ergoogeln muss, stellt sich auch SPON in eine Ecke, die mit seriösem Journalismus eher nichts mehr am Hut hat Es stellt sich also die Frage ob es sich hier um eine Information oder eine Lüge handelt. Womit sich für erwachsene Menschen jede Diskussiuon erledigt hat und das möglicherweise noch in Resten vorhandene Vertrauen in den Spiegel wieder mal ein Stück gegen Null gesunken ist.
"Buzzfeed" ist auch ein Unterhaltungsangebot wie die "Huffington Post" und wurde ursprünglich mit Katzenvideos bekannt. Inziwschen allerdings ist es seit einigen Jahren auch ein auch ein ernst zu nehmendes Recherchemedium. So hat Buzzfeed die russische Einflussnahme im US-Wahlkampf 2016 aufgedeckt. 2018 erhielt Buzzfeed den Otto-Brenner-Preis für seine Langzeitrecherche über sexuellen Missbrauch und Ausbeutung in der Tomaten- und Erdbeerproduktion ("Vergewaltigt auf Europas Felder"). Das Schweizer Fernsehen hat sich 2017 mit der Glaubwürdigkeit von "Buzzfeed" beschäftigt. Zum Nachlesen: https://www.srf.ch/news/international/buzzfeed-steckt-viel-arbeit-und-ressourcen-in-die-recherche

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bobrecht 05.03.2019, 15:26
34. Die Wilderer haben Waffen und ...

... anderes militärisches Gerät. Sie sind Teil eins kriminelles Geschäfts von gigantischem Ausmaß. Wenn Wildhüter Ihnen entgegentreten sollen,so können Sie das tatsächlich nicht mit bloßen Händen und guten Sprüchen tun. Der „Kampf“ gegen die Wilderer ist durchaus vergleichbar mit dem Kampf gegen die Drogenmafia. Natürlich darf eine derartige „Ausrüstung“ keinesfalls gehen unschuldige Menschen verwendet werden. Gleiches gilt aber eben auch beim beim Kampf gegen Drogenkartelle. Nur, wer kann das kontrollieren?

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Kohlenkeller 05.03.2019, 15:27
35.

Zitat von SirSmackalot5
Die Gewalt ist alternativlos. Mut gut zureden wird nichts erreicht. Millionen Jahre Evolution und nur wenigen Restexemplaren einer Spezies sind diese besonders zu schützen und sehr viel mehr wert als ein paar Menschen. Menschen gibts bald 8 Milliarden(!). Bei einigen Tieren gibt es nur noch ein paar hundert. Kann man irgendwo direkt an die Paramilitärs spenden?
Genau. Und außerdem sind das doch sowieso nur ein paar Wilde. Da kann man sich von zu Hause vom warmen Sofa aus schon mal drüber auslassen, dass die doch lieber verhungern sollen als Tiere zu wildern.

Solange es nicht einen selbst oder das unmittelbare Umfeld betrifft, sind die Tiere viel wichtiger. Und wenn dann mal ein paar völlig Unbeteiligte getötet werden - hey, was solls, das kommt eben vor.

Ich habe auch wenig Sympathien für Wilderer, egal, ob sie aus Armut oder Gewinnstreben handeln. Aber solche unempathischen Kommentare finde ich noch viel schlimmer!

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cobaea 05.03.2019, 15:31
36.

Zitat von permissiveactionlink
...Mein Mitleid für Wilderer hält sich in Grenzen. Gut gemacht, WWF ! Ihr unternehmt wenigstens was, während andere nur Lippenbekenntnisse abgeben, Däumchen drehen und endlos verhandeln !
Da macht's ja dann auch nichts, wenn ein paar Einheimische gefoltert werden, sterben, vergewaltigt werden - obwohl der WWF ja keine Polizei ist und kein Gericht über die Betroffenen urteilte? Was sind schon ein paar Einheimische gegen ein Nashorn? Meinten Sie das? Ehrlich: Wenn für uns Wohlstandsbürger im bequemen Sessel der Tiger wichtiger wird als die Menschen, die in den betroffenen Gegenden leben, dann ist da etwas aus dem Ruder gelaufen.

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Emal 05.03.2019, 15:33
37. Hört ihr euch eigentlich zu?

Bei diesen teils menschenverachtenden Kommentaren unter dem Artikel bekommt ein mehr als mulmiges Gefühl.
Es scheint für einzelne Kommentatoren tatsächlich vollkommen legitim zu sein, Schocktruppen einzusetzen. Ein paar Tote. Kein Problem! Sind wahrscheinlich sowieso nur unzuvilisierte "Wilde". Vergewaltigung ist anscheined auch in Ordnung. Geht schließlich um das Tierwohl. Und wer ein Opfer dieses Vorgehens wird, soll selbstschuld sein oder hat es verdient? Natürlich denn irgendwie muss man möglichst übertrieben Brutal gegen Kriminelle vorgehen... Und jedes Opfer ist zwangsläufig dadurch kriminell.

Hört ihr euch zu?

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pm40 05.03.2019, 15:33
38. Wow, tolle Rechtsauffassung

Zitat von Malshandir
Gleiches gilt für die Waljagd. Die Tiere müssen geschützt werden, dazu muss es auch legitim sein, die Walfänger auch mit Torpedos zu versenken.
Wird das dann auch in allen anderen Bereichen so gemacht, wo man nicht so spurt, wie Sie & Ihre Weltretterkomplizen es gerne hätten.

In einigen Ländern ist Walfang nun mal erlaubt. Ob der deutsche Empörungsbürger das nun gut findet oder nicht.

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cobaea 05.03.2019, 15:34
39.

Zitat von Manitou-01@gmx.de
Auch bei uns sind Wildhüter, die hier förster heißen, bewaffet. Denn jeder Förster mach eine Ausbildung zum Berufsjäger und darf deswegen Jagdwaffen (incl. Pistole/Revolver als Fangschuß-Waffe) führen. Auch bei uns dürfen Jäger und Förster auf frischer Tat ertappte Wilderer festsetzen und der Polizei übergeben (Festnahme nach Jedermannsrecht) und dies ggf. mit der Waffe durchsetzen (Wen der Wilderer Widerstand leistet, ist die Gewaltanwendung gegen den Wilderer Notwehr)
Aber kein Förster darf einen Wilderer töten, nur weil er vermutet, der habe einen Hirsch in der Schonzeit erlegt. Oder den Wilderer verprügeln, weil er den beim Wildern erwischte. Wenn sich der Wilderer wehrt (ohne dem Förster mit dessen Tod zu drohen) und ihn der Förster deshalb erschiesst, ist das keine Notwehr, sondern ein Notwehrexzess - und der wird streng bestraft.

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