Forum: Wissenschaft
Seltenes Naturphänomen: Wild nach Erdbeermond
DPA

In der Nacht zu Dienstag kam es am Himmel zu einem seltenen Phänomen: Der Juni-Vollmond leuchtete genau in der Nacht der Sommersonnenwende - in einem satten Orange-Rot.

Seite 1 von 2
guilty 21.06.2016, 13:16
1.

ein seltenes phänomen und ich verschlaf es einfach .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 21.06.2016, 13:20
2.

Wäre es dann nicht sinnvoll gewesen, darauf ein Tag früher hinzuweisen, wie beim Erntemond letztes Jahr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Khaanara 21.06.2016, 14:13
3. Der Blutmond

am 04.11. des letzten Jahres sah schöner aus und man hatte zumindest klaren Himmel dabei, um ihn zu beobachten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 21.06.2016, 14:14
4. ...

Liebe Mitforisten, macht euch keinen Kopf, solche ko(s)mischen Koinzidenzen, so selten sie auch sind, sind doch eher langweilig. Sowas wie den Merkurtransit neulich, das muß man mitkriegen. Oder mal etwas Zufälliges, wie ein Halo um die Sonne, das kann man nicht planen. Ob der Vollmond mit dem Sommeranfang zusammenfällt ist sowas von unwichtig.

Immerhin, es war diesmal ein Erdbeermond und kein Blutmond, wie es die Bild immer schreibt, bei Finsternissen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
permissiveactionlink 21.06.2016, 16:56
5. Lichtbrechung ?

Natürlich ist es plausibel und nicht anders erklärbar, dass bei einer totalen Mondfinsternis wie am 04.11 letzten Jahres das Licht der Sonne in der Erdatmosphäre um die Erde herum gebrochen wird ("atmosphärische Refraktion") um dann auf den Mond im Kernschatten der Erde zu gelangen. Andernfalls könnten wir ihn gar nicht sehen : Der Mond wird nur von der Tagseite der Erde passiv beschienen ("Earthshine"), nicht von der Nachtseite. Die Farbe diese "Kupfermondes" kommt aber nicht durch Lichtbrechung zustande, sondern durch Lichtstreuung in der Erdatmosphäre, sog. "Rayleigh-Streuung". Gestern Nacht gab es aber gar keine Mondfinsternis ! Vor ca. sechs Tagen war der Mond am weitesten von der Erde entfernt. Am Horizont (und nur dort !) gelangt das vom Mond kommende, dort reflektierte Sonnenlicht tangential durch die Erdatmosphäre zum irdischen Beobachter. Auf dem Weg dorthin verliert das Licht ( bes. bei weit entferntem Mond) seinen Blauanteil und wird rötlich (höher am Himmel ist dieser Effekt viel geringer, da der Weg durch die Atmosphäre kürzer ist). Das ist auch bei der Sonne so, wenn sie nahe am Horizont steht. Mit Lichtbrechung hat das aber nichts zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
undnochmeinsenfdazu 21.06.2016, 19:08
6. Hmmja... viel Wirbel um NIX...

Warum war er denn von der gesamten Nordhalbkugel zu sehen? Auf der Südhalbkugel nicht oder was? Im Gegenteil: Dort erreichte er den höchsten Stand. Und die angeblich niedrigste Kulminationshöhe binnen 70 Jahren: Das schafft der Mond locker alle 18 Jahre, wenn sich die Neigung der Mondbahn zu jener der Ekliptik addiert, zuletzt 2007 und das nächste mal im Juni 2025. Wie so oft bei SPON-Wissenschaft: Schlampig recherchiert und unsinnige Inhalte. Leider.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kommanditente 21.06.2016, 22:18
7. Seltenes Phänomen? Selten so gelacht...

Hier ist das gut zusammengefasst:
http://sternwarte-hannover.de/erdbeermondhype2016
Aber da niemand mehr den Himmel beobachtet, fällt natürlich auch keinem mehr auf, dass der Mond halt nunmal beim Aufgang so aussieht. Das einzige "besondere" war, dass der Vollmond nahe Sommeranfang aufgegangen ist. Herr, schick Hirn...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mariakäfer 21.06.2016, 22:48
8. Ehrlich,

warum schreibt ihr nicht einen Tag vorher davon?????

Beitrag melden Antworten / Zitieren
f_wohlgemuth 22.06.2016, 16:30
9. Deutsch und Religion

Zitat von permissiveactionlink
Natürlich ist es plausibel und nicht anders erklärbar, dass bei einer totalen Mondfinsternis wie am 04.11 letzten Jahres das Licht der Sonne in der Erdatmosphäre um die Erde herum gebrochen wird ("atmosphärische Refraktion") um dann auf den Mond im Kernschatten der Erde zu gelangen. Andernfalls könnten wir ihn gar nicht sehen : Der Mond wird nur von der Tagseite der Erde passiv beschienen ("Earthshine"), nicht von der Nachtseite. Die Farbe diese "Kupfermondes" kommt aber nicht durch Lichtbrechung zustande, sondern durch Lichtstreuung in der Erdatmosphäre, sog. "Rayleigh-Streuung". Gestern Nacht gab es aber gar keine Mondfinsternis ! Vor ca. sechs Tagen war der Mond am weitesten von der Erde entfernt. Am Horizont (und nur dort !) gelangt das vom Mond kommende, dort reflektierte Sonnenlicht tangential durch die Erdatmosphäre zum irdischen Beobachter. Auf dem Weg dorthin verliert das Licht ( bes. bei weit entferntem Mond) seinen Blauanteil und wird rötlich (höher am Himmel ist dieser Effekt viel geringer, da der Weg durch die Atmosphäre kürzer ist). Das ist auch bei der Sonne so, wenn sie nahe am Horizont steht. Mit Lichtbrechung hat das aber nichts zu tun.
Dank an permissiveactionlink für diese Richtigstellung.

Ich frage mich immer wieder, warum aus gerechnet die, die in der Schule den Mathe-und Physikunterricht verschlafen haben, meinen, als Journalisten über diese Themen schreiben zu müssen. Der untergehende rote Mond bzw. die untergehende rote Sonne gehören zu als Streuungs-Beispiele zum Anschaulichsten, was die Oberstufenphysik unserer Schulen zu bieten haben. Wenn nicht mal das hängengeblieben ist .....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2