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Sensationsfund in Österreich: Archäologen entdecken Gladiatorenschule

Im Winter konnten die Kämpfer sogar in einer beheizten Halle trainieren: Rund 40 Kilometer vor Wien haben Forscher in der Erde eine Gladiatorenschule aus der Römerzeit gefunden - sie ist so groß wie die beim römischen Kolosseum. Das Bodenradar verrät schon jetzt Details aus dem Leben der Sklaven.

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Putinfreund 05.09.2011, 14:57
1. Siedlungsgebiet

Ob die Nachfahren der alten Römer jetzt Teile von Österreich als römisches Gebiet betrachten und dort siedeln wollen? Natürlich müßten sie dazu die jetzigen Bewohner mit Hilfe der des Militärs auch vertreiben, denn es ist doch seit 2000 Jahren angestammtes römisches Land. Was wohl Berlusconi dazu sagt, als neuer Ursupator von österreichischen Lande.
In anderen Teilen der Welt ist doch so eine Handlungsweise usus und wird allgemein geduldet.

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caecilia_metella 05.09.2011, 15:05
2. Bedarf an Gladiatoren

"Der Bedarf an Gladiatoren dürfte groß gewesen sein, denn immerhin gab es in Carnuntum gleich zwei Amphitheater."

Anders herum gelesen würde die Meldung lauten: Es gab zeitweilig so viele Kriegsgefangene (Sklaven; z.B. nach dem Krieg gegen Parther und dem Jüdischen Aufstand), dass zwei Amphitheater errichtet wurden.

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Sique 05.09.2011, 16:16
3. Ein paar Geschichtskenntnisse wirken da sehr ernüchternd.

Zitat von Putinfreund
Ob die Nachfahren der alten Römer jetzt Teile von Österreich als römisches Gebiet betrachten und dort siedeln wollen?
Ganz Östereich war römisches Gebiet - und zwar zum Teil zur Provinz Raetia gehörend, zum Teil zur Provinz Noricum. Das ist weder neu noch überraschend. Ganz Westeuropa mit der Ausnahme Nordschottlands war römisch, Mitteleuropa westlich des Rheins und südlich von Neckar und Donau ebenfalls. (Und Libyen war nicht nur italienische Kolonie, sondern auch römisches Gebiet.)

Zitat von Putinfreund
Natürlich müßten sie dazu die jetzigen Bewohner mit Hilfe der des Militärs auch vertreiben, denn es ist doch seit 2000 Jahren angestammtes römisches Land.
Die Römer haben in den seltensten Fällen die einheimische Bevölkerung vertrieben, mit wenigen Ausnahmen wie z.B. Sardinien oder Judäa nach dem Ende des jüdischen Aufstandes. Den Römern war es viel wichtiger, die Bevölkerung in das bestehende römische System zu integrieren. Nur wichtige Funktionen wurden mit Römern besetzt und zur Überwachung eine römische Legion (mit Soldaten aus einem ganz anderen Teil des Imperiums) stationiert.

Zitat von Putinfreund
Was wohl Berlusconi dazu sagt, als neuer Ursupator von österreichischen Lande.
Ein Usurpator ist das, was wir heute "Putschist" nennen, also jemand, der die Gewalt im Staat mit Macht an sich reißt, ohne dafür vorher legitimiert zu sein.

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karmamarga 05.09.2011, 16:29
4. Eben.

Zitat von Putinfreund
Ob die Nachfahren der alten Römer jetzt Teile von Österreich als römisches Gebiet betrachten und dort siedeln wollen? Natürlich müßten sie dazu die jetzigen Bewohner mit Hilfe der des Militärs auch vertreiben, denn es ist doch seit 2000 Jahren angestammtes römisches Land. Was wohl Berlusconi dazu sagt, als neuer Ursupator von österreichischen Lande. In anderen Teilen der Welt ist doch so eine Handlungsweise usus und wird allgemein geduldet.
Es besteht das Recht auf Rückkehr von wieviel Millionen inzwischen? Und das Recht auf Widerstand gegen die Usurpatoren, die den heiligen Boden Römischer Nation besiedeln natürlch! Eigentlich sollten schon täglich mal so ein paar Raketen aus dem Süden über die Alpen fliegen zur Anmeldung der Ansprüche.

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joachim_m. 05.09.2011, 16:36
5. Anspielungen

Zitat von Putinfreund
Ob die Nachfahren der alten Römer jetzt Teile von Österreich als römisches Gebiet betrachten und dort siedeln wollen? Natürlich müßten sie dazu die jetzigen Bewohner mit Hilfe der des Militärs auch vertreiben, denn es ist doch seit 2000 Jahren angestammtes römisches Land. Was wohl Berlusconi dazu sagt, als neuer Ursupator von österreichischen Lande. In anderen Teilen der Welt ist doch so eine Handlungsweise usus und wird allgemein geduldet.
Klar, und dann holen sie sich Frankreich, Spanien, Nordafrika von Marokko bis Ägypten zurück, den Nahen Osten mit Jordanien und Palästina, die Türkei, Griechenland und den Balkan. Nur Deutschland bleibt weitgehend verschont und wenn nicht, gibt es eben eine Varusschlacht II.

Aber jetzt einmal im Ernst, was soll der Kommentar hier? Die Anspielung ist eindeutig und ebenso eindeutig in diesem Zusammenhang völlig deplaziert. Außerdem, egal, was man davon hält, es gibt zwischen Israel und den Gebieten des ehemaligen Römischen Reiches einen wesentlichen Unterschied: Außer der Gegend um und die Stadt Rom selbst waren die Gebiete der Römer nicht deren angestammten Gebiete sondern eroberte Gebiete. Dies gilt selbst für große Teile Italiens. Insoweit kann man hier gar nicht diskutieren, bezüglich Israel schon - egal, ob man im Ergebnis meint, es gäbe ein Recht oder es gäbe kein Recht der Juden, sich dort anzusiedeln und gar einen eigenen, jüdischen Staat zu gründen, oder es hätte in anderer Form oder irgendwie anders passieren müssen.

Vielleicht überlegen Sie einmal, ob Sie Ihrer Sache wirklich einen Gefallen tun, wenn Sie selbst Themen, die erst nach 5x um die Ecke denken irgendwie zu Ihrem Anliegen passen, für die Propagierung Ihrer Sache benutzten, nicht letztlich sogar wohlmeinende Menschen irgendwann einmal nur noch nerven.

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Teile1977 05.09.2011, 16:37
6. Paralelle

Zitat von Sique
Die Römer haben in den seltensten Fällen die einheimische Bevölkerung vertrieben, mit wenigen Ausnahmen wie z.B. Sardinien oder Judäa nach dem Ende des jüdischen Aufstandes. Den Römern war es viel wichtiger, die Bevölkerung in das bestehende römische System zu integrieren. Nur wichtige Funktionen wurden mit Römern besetzt und zur Überwachung eine römische Legion (mit Soldaten aus einem ganz anderen Teil des Imperiums) stationiert. .
Ich glaube er meinte ein anderes Land als Beispiel, eines indem sich die Bevölkerung darauf beruft das das gesammte Land ihnen vor 2000 Jahren gehört hat, und somit ihr heutiges rechtmäßiges Eigentum ist. Die Bevölkerung wird zur Durchsetzung mit Gewalt vertrieben, und Grenzen willkürlich gezogen bzw. garnichterst annerkannt.

Welches Land könnte das sein?

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isp 05.09.2011, 17:50
7. Die Nachfahren der Römer sind schon da. Wir sind es.

Zitat von Putinfreund
Ob die Nachfahren der alten Römer jetzt Teile von Österreich als römisches Gebiet betrachten und dort siedeln wollen?
Die Nachfahren der alten Römer siedeln immer noch in ganz Europa, so wie auch die Nachfahren des alten Norikum in ganz Europa wie auch in Italien siedeln.

Es spricht in der EU auch nichts dagegen, dass heutige Italiener (Nachfahren der alten Italiker, Griechen, Kelten und Germanen) sich in beliebigen Teilen des heutigen Österreichs oder in der sonstigen EU ansiedeln.

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snickerman 05.09.2011, 19:16
8. Blablabla...

Zitat von Teile1977
Ich glaube er meinte ein anderes Land als Beispiel, eines indem sich die Bevölkerung darauf beruft das das gesammte Land ihnen vor 2000 Jahren gehört hat, und somit ihr heutiges rechtmäßiges Eigentum ist. Die Bevölkerung wird zur Durchsetzung mit Gewalt vertrieben, und Grenzen willkürlich gezogen bzw. garnichterst annerkannt. Welches Land könnte das sein?
Ist mir egal, welche unsinnigen Finten die Antisemiten hier produzieren, es bleibt Quatsch und hat mit dem Thema des Artikel auch nichts zu tun.

Gladiatoren jedenfalls waren zum Teil die "Pop-Stars" von damals mit Fanclubs, sie wurden gut behandelt und versorgt und genossen eine stattliche Rente.

Man darf halt Filme wie "Gladiator" nicht mit der historischen Wirklichkeit verwechseln...

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interstitial 05.09.2011, 19:21
9. eben

Zitat von isp
Die Nachfahren der alten Römer siedeln immer noch in ganz Europa, so wie auch die Nachfahren des alten Norikum in ganz Europa wie auch in Italien siedeln. Es spricht in der EU auch nichts dagegen, dass heutige Italiener (Nachfahren der alten Italiker, Griechen, Kelten und Germanen) sich in beliebigen Teilen des heutigen Österreichs oder in der sonstigen EU ansiedeln.
Ganz genau. Und um noch ein bisschen mit Öl rumzugießen:
Es gibt Leute, die meinen, die Varusschlacht sei kein Befreiungsschlag, sondern eine Meuterei römisch-germanischer Auxiliartruppen und Führung eines egomanischen römischen Ritters (Arminius, jaja) gewesen.
Und fand auf dem Rückmarsch einer Operation statt, deren Ziel die Verschiebung der römischen Einflussgrenze von der Weser an die Elbe war.
Und warum 200-300 Jahre später Germanien nicht gehalten werden konnte? Weil es dort nichst gab, was zu erobern gewesen wäre, keine Infrastruktur, die übernommen werden konnte, nichts außer gewaltigen Investitionen über riesiges, dünn besiedeltes Gebiet, und das alles für ein paar Möhren, Honig und Bernstein.
So.
Also, bitte, bitte, lassen wir die Kirche im Dorf, die politische Mottenkiste dort, wo sie hingehört und fruen uns an einem interessanten und informationreichen Fund aus dem Altertum. Meine Güte!

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