Forum: Wissenschaft
Sicherheitsmängel: Dokumente enthüllen Unfälle auf Nordsee-Bohrinseln

Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gelobten viele Ölmultis Besserung in Sachen Sicherheit. Dokumente britischer Behörden enthüllen jetzt ein anderes Bild: Allein in den letzten beiden Jahren haben sich*mehr als hundert Unfälle auf Bohrinseln in der Nordsee ereignet - oft unbemerkt.

Nonvaio01 06.07.2011, 23:05
1. Unfaelle passieren immer

Hallo,
Unfaelle passieren immer, das ist kein Geheimnis. Wer denkt das Oelfoerderung in der Nordsee anders ablaufen sollte als im Golf von Mexico ist einfach blind.

Sorry aber das gehoert zum Geschaeft.

Und wer sich aufregt hier im Forum sollte sein Auto stehen lassen oder 5€ fuer den Lieter als angemessen ansehen, denn soviel wird man zahlen muessen wenn man totale Umwelt sicherheit haben will. man kann nicht billiges benzin verlangen und dann nach der Umwelt rufen sowas ist einfach nur gelaber ohne nachzudenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hamberliner 07.07.2011, 09:21
2. entwürdigende Schikanen gegen Auftragnehmer

Zitat von sysop
Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gelobten viele Ölmultis Besserung in Sachen Sicherheit. Dokumente britischer Behörden enthüllen jetzt ein anderes Bild: Allein in den letzten beiden Jahren haben sich*mehr als hundert Unfälle auf Bohrinseln in der Nordsee ereignet - oft unbemerkt.
Mir sind manche "Ölmultis" schon öfter unangenehm aufgefallen, weil sie Auftragnehmer, die etwas entwerfen, konstruieren, berechnen oder mit Modellversuchen untersuchen sollen, mit einem extrem bürokratischen, totalitären, gängelnden, bevormundenden Regelwerk über deren Arbeitsumfeld zu traktieren versuchen, das arrogant und selbstherrlich angepriesen wird mit "If you decide to break the rules, you decide not to work for XXX". Da wird gemeckert, wenn im Bürogebäude des Auftragnehmers mal eine Treppe nicht beidseitig ein Geländer hat, oder - das übelste - es werden Raucher mit Alkoholikern und Heroinjunkies auf eine Stufe gestellt, so als sei es ein Sicherheitsrisiko, wenn (nicht auf einer Ölplattform, sondern an Land im Büro) geraucht wird. Da ja auch Kaffee eine Droge ist darf man wörtlich genommen bei der Arbeit auch keinen Kaffee trinken.
Wenn man eine Anfrage von denen bekommt ist es üblich, dass man zwanigmal soviel Zeit aufwenden muss dieses Regelwerk zu studieren als das eigentliche Angebot auszuarbeiten.
Es wundert nicht, wenn diejenigen Ingenieurbüros und Technologiefirmen, die sichere und exzellente Lösungen entwickeln könnten, an solchen Auftraggebern kein Interesse haben und die Aufträge stattdessen an Pfuscher gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JungVonMutti 07.07.2011, 09:39
3. "Ich bin für den Weltfrieden, auch wenn die Waffe das Geld ist."

Zitat von Nonvaio01
Hallo, Unfaelle passieren immer, das ist kein Geheimnis. Wer denkt das Oelfoerderung in der Nordsee anders ablaufen sollte als im Golf von Mexico ist einfach blind. Sorry aber das gehoert zum Geschaeft.
Nur, weil es niemanden gibt, der es besser macht. Möglich wäre das schon.

Zitat von Nonvaio01
Und wer sich aufregt hier im Forum sollte sein Auto stehen lassen
Werde ich ab jetzt tun. Nutze es eh kaum.

Zitat von Nonvaio01
oder 5€ fuer den Lieter als angemessen ansehen, denn soviel wird man zahlen muessen wenn man totale Umwelt sicherheit haben will. man kann nicht billiges benzin verlangen und dann nach der Umwelt rufen sowas ist einfach nur gelaber ohne nachzudenken.
Gelaber ist etwas anderes. Der heutige Spritpreis setzt sich zu wie viel Prozent aus Steuern zusammen? Und wie stark ist der Ölpreis vom Goodwill der Spekulanten abhängig, so wie auch Weizen und Zucker?

Diesen Blick über den Tellerrand traue ich zwar nicht jedem Menschen zu - aber man sollte den "weissen Schimmel", den "Raubtier"-Kapitalismus, zumindest im sich selbst demokratisch schimpfenden Teil der Welt, endlich unterbinden.

"Ich bin für den Weltfrieden, auch wenn die Waffe das Geld ist."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hase+frida 07.07.2011, 10:28
4. Kontrolle?

Zitat von sysop
Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gelobten viele Ölmultis Besserung in Sachen Sicherheit. Dokumente britischer Behörden enthüllen jetzt ein anderes Bild: Allein in den letzten beiden Jahren haben sich*mehr als hundert Unfälle auf Bohrinseln in der Nordsee ereignet - oft unbemerkt.
Als "kleiner" Bürger werde ich immer und überall kontrolliert. Wenn ich meine Steuererklärung zu spät abgebe, wenn ich betrunken fahre, oder wenn ich meinen Müll nicht ordnungsgemäß trenne. Wer kontrolliert die Multies?
Die Floskel von der freiwilligen Selbstkontrolle ist doch ein Witz! Die raffen Geld und versauen für Generationen die Umwelt und niemanden in den Behörden interessierts. Und sollte irgendein Beamter auf die Idee kommen einem Unternehmen unangenehm zu werden, schaffen die Lobbyisten es immer wieder, diese unliebsamen in die Wallachei zu schicken. Pfui!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Teile1977 07.07.2011, 12:30
5. Soso

Zitat von Nonvaio01
Hallo, Unfaelle passieren immer, das ist kein Geheimnis. Wer denkt das Oelfoerderung in der Nordsee anders ablaufen sollte als im Golf von Mexico ist einfach blind. Sorry aber das.....
Diese Firmen machen absolut traumhafte Gewinne, und da Sicherheit etwas davon schmälern würde, es im gegenzug aber nicht kontroliert wird wird es eben eingespart.
Ich Denke nach, und komme zu dem Ergebnis das ein paar tausend Euro für funktionierende Sicherheitsventiele nicht zuviel ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren