Forum: Wissenschaft
Sind Operationen in Tageskliniken zu riskant?

Tageskliniken können mittlerweile viele Arten von Operationen übernehmen. Sind sie im Gegensatz zu stationären Krankenhäusern mit einem höheren Risiko für die Patienten verbunden?

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barillion 02.02.2012, 01:44
10.

Es besteht in der Tat die Gefahr einer Entwicklung von Fließbandpraktik, hinzu kommt der Erfolgsdruck bei den Ärzten. Fehler werden noch schneller vertuscht, im Verlauf dieser Entwicklung bleiben die Patientenrechte auf der Strecke. Flüchtigkeitsfehler sind da unvermeidbar, auch wenn die Krankenkassen jubeln.

Wer übernimmt denn die Nachsorge, wenn es zu Hause zu Komplikationen kommt?

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Brigitte68 02.02.2012, 17:32
11.

Hallo,
Ich finde das nicht zu riskant..............auch im Krankenhaus wird man kurze Zeit später schon wieder entlassen.

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Anhaltiner 03.02.2012, 11:18
12. Routine

Zitat von barillion
Es besteht in der Tat die Gefahr einer Entwicklung von Fließbandpraktik... Fehler werden noch schneller vertuscht...,
Man kann es Routine nennen, was nicht unbedingt schlecht sein muss.
Ob es einfacher ist Fehler zu vertuschen ist die Frage, Operateur und nachsorgender Arzt sind dann keine Kollegen, die sich vielleicht täglich sehen.

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pcpero 09.02.2012, 15:41
13. weiter gedacht!

Zitat von barillion
Es besteht in der Tat die Gefahr einer Entwicklung von Fließbandpraktik, hinzu kommt der Erfolgsdruck bei den Ärzten. Fehler werden noch schneller vertuscht, im Verlauf dieser Entwicklung bleiben die Patientenrechte auf der Strecke. Flüchtigkeitsfehler sind da unvermeidbar, auch wenn die Krankenkassen jubeln. Wer übernimmt denn die Nachsorge, wenn es zu Hause zu Komplikationen kommt?
Ihre Hochrechnung mit interessanten, kritischen Ergebnissen hat in der Synthese noch zusätzliches Kritikpotenzial, nämlich dass sich heute niemand mehr außerhalb einer engmaschigen Evaluation Gedanken über die weitläufigeren Folgen einer Handlung macht!
Bei ambulanten Operationen wird es völlig der Einschätzungs-/Prognosefähigkeit des Arztes überlassen, ob und wie weit der Patient überhaupt Komplikationen ausbildet oder ausbilden wird und der Nachsorge bedarf. Hier findet eine evidenzbasierte, statistisch reliable Gleichschaltung statt, die völlig dem Verantwortungsbereich der Ärzte überlassen wird. Daraus resultiert Selbstschutz durch Gleichgültigkeit. "Schöne neue Welt".
gez. Der Wilde

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pcpero 09.02.2012, 15:49
14. weiter gedacht!

Zitat von barillion
Es besteht in der Tat die Gefahr einer Entwicklung von Fließbandpraktik, hinzu kommt der Erfolgsdruck bei den Ärzten. Fehler werden noch schneller vertuscht, im Verlauf dieser Entwicklung bleiben die Patientenrechte auf der Strecke. Flüchtigkeitsfehler sind da unvermeidbar, auch wenn die Krankenkassen jubeln. Wer übernimmt denn die Nachsorge, wenn es zu Hause zu Komplikationen kommt?
Ihre Hochrechnung mit interessanten, kritischen Ergebnissen hat in der Synthese noch zusätzliches Kritikpotenzial, nämlich dass sich heute niemand mehr außerhalb einer engmaschigen Evaluation Gedanken über die weitläufigeren Folgen einer Handlung macht!
Bei ambulanten Operationen wird es völlig der Einschätzungs-/Prognosefähigkeit des Arztes überlassen, ob und wie weit der Patient überhaupt Komplikationen ausbildet oder ausbilden wird und der Nachsorge bedarf. Hier findet eine evidenzbasierte, statistisch reliable Gleichschaltung statt, die völlig dem Verantwortungsbereich der Ärzte überlassen wird. Daraus resultiert Selbstschutz durch Gleichgültigkeit. "Schöne neue Welt".
gez. Der Wilde

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pressefeind 20.02.2012, 09:45
15. Alte Gegener sind die besten

Zitat von sysop
Tageskliniken können mittlerweile viele Arten von Operationen übernehmen. Sind sie im Gegensatz zu stationären Krankenhäusern mit einem höheren Risiko für die Patienten verbunden?
Kaum ist die unseelige Affäre Wulf ausgestanden zieht der Spiegel wieder gegen seinen alten Lieblingsgegner, die deutsche Ärtzeschaft ins Feld. Und das in bewährter Manier. An Einzelfällen wird gegen ein bewährtes und auch von den Krankenkassen gefördertes Prinzip Stimmung gemacht. Wieviele Patienten mussten denn im Krankenhaus trotz angeblich besserer Überwachung und Betreuung nach Operationen Schaden hinnehmen oder sogar sterben. Wieviele ambulante Operationen werden täglich in Deutschland durchgeführt und wie hoch ist den die Komplikationsrate. Hier ist die statistische Relevanz ähnlich wie bei den Vorwürfen mit der Wiederaufbereitung.
Wir können froh sein. dass wir mehr sind wie Herr Wulf und nicht so exponiert stehen, sonst müssten wir auch bald gehen, so der Spiegel es will.

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krassopoteri 01.03.2012, 16:51
16.

Zitat von pressefeind
Kaum ist die unseelige Affäre Wulf ausgestanden zieht der Spiegel wieder gegen seinen alten Lieblingsgegner, die deutsche Ärtzeschaft ins Feld. Und das in bewährter Manier. An Einzelfällen wird gegen ein bewährtes und auch von den Krankenkassen gefördertes Prinzip Stimmung gemacht. es will.
In Tageskliniken können die Ärzte doch eigentlich nur kleinere OP's vornehmen. Da erhebt sich doch die Frage, ob man die nicht selbst zuhause erledigen kann. Ich hatte mir letztes Jahr ein Chirurgenbesteck und einige sonstigen, notwendigen med. techn. Geräte aus Burkina Faso mitgebracht (Made in France).
Ausser einigen Fistel OP's habe ich mich schon an eine Leisten - OP, mit örtlicher Betäubung herangewagt. Die habe ich bei mir selbst vorgenommen. Hatte allerdings vergessen eine Drainage zu legen, mit der unangenehmen Folge, dass ich 14 Tage mit einem Hämatom herumlief und das sah in der Sauna nicht so gut aus.
Um die nötigen Handgriffe zu erlernen, gibt es das Handbuch "Wie schneide ich richtig" von Prof. Dr. Ioannis Chopsis.
Im übrigen kann man an seinen Haustieren die handwerklichen Fähigkeiten sehr gut üben.
Obwohl meine Nachbarin meiner doityourself Methode zuerst sehr positiv gegenüberstand, hat sie dann doch Abstand genommen sich von mir den Appendix herausnehmen zu lassen.

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miruwa 01.03.2012, 21:51
17.

Zitat von krassopoteri
In Tageskliniken können die Ärzte doch eigentlich nur kleinere OP's vornehmen. Da erhebt sich doch die Frage, ob man die nicht selbst zuhause erledigen kann. Ich hatte mir letztes Jahr ein Chirurgenbesteck und einige sonstigen, notwendigen med. techn. Geräte aus Burkina Faso mitgebracht (Made in France). Ausser einigen Fistel OP's habe ich mich schon an eine Leisten - OP, mit örtlicher Betäubung herangewagt. Die habe ich bei mir selbst vorgenommen. Hatte allerdings vergessen eine Drainage zu legen, mit der unangenehmen Folge, dass ich 14 Tage mit einem Hämatom herumlief und das sah in der Sauna nicht so gut aus. Um die nötigen Handgriffe zu erlernen, gibt es das Handbuch "Wie schneide ich richtig" von Prof. Dr. Ioannis Chopsis. Im übrigen kann man an seinen Haustieren die handwerklichen Fähigkeiten sehr gut üben. Obwohl meine Nachbarin meiner doityourself Methode zuerst sehr positiv gegenüberstand, hat sie dann doch Abstand genommen sich von mir den Appendix herausnehmen zu lassen.
Sie können davon ausgehen, dass ihre Nachbarin sich nur geweigert hat weil neben ihren chirurgischen nur ihre Fähigkeiten als Anästhesist nicht glaubhaft waren.

Ich kann nach ausführlichen Selbstversuchen nur "Back to the roots: Die Bratpfanne" von mir selbst empfehlen. Die Ergebnisse an Haustieren dürfen sie dabei allerdings nicht entmutigen.

Mit kollegialen Grüssen.

Ich

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pitterpotter1 10.04.2012, 05:32
18. Haben Sie schon bemerkt,

dass die Beiträge, auf die Sie sich beziehen, Meinungen von Lesern sind?

Guten Morgen sagt
PitterPotter

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pitterpotter1 10.04.2012, 05:36
19. Kann es sein,

dass viele Menschen (ich gehöre leider nicht dazu) keine Probleme haben z. B. einen Zahnarzt aufzusuchen? Was ist denn z. B. das Bohren oder Ziehen eines Zahnes? Eine ambulante Operation! gelle

PitterPotter

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