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Software-Update: So will Boeing die 737 Max sicherer machen
Stephen Brashear / Getty Images / AFP

Nach zwei Abstürzen wegen eines offenbar fehlerhaften Sicherheitssystems bleiben alle Boeing 737 Max weltweit am Boden. Der Hersteller arbeitet fieberhaft an einer Lösung - jetzt wurden erste Details bekannt.

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toll_er 26.03.2019, 11:34
1. Kennzeichnung

Irrsinn, im Bereich der Luftfahrt von "sicherer" zu sprechen. Ein Passagierflugzeug hat immer sicher zu sein. Ich schlage aber jetzt eine Kennzeichnungspflicht vor: gelbe Nase für "sicher", blaue Nase für "sicherer" und grüne Nase für "am sichersten". Natürlich auch verbunden mit einer Preisstaffelung.

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Ratzekarl 26.03.2019, 11:36
2. Die Beschreibung klingt fast schlimmer als das Original

MCAS war für ein bestimmtes Problemgebiet gedacht, nämlich dem unwillkürlichen Nose-Up der Maschinen entgegenzusteuern. Nun kommt etwas heraus, als als Gesamtheit, aber auch in jeder Einzelheit bedenklich und gemehmigungspflichtig ist. Boeing erweist sich mit desorientierten Schnellschüssen einen Bärendienst.

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markusma 26.03.2019, 11:37
3. Bin mir unsicher, ...

ob ich persönlich , egal welche Nachbesserungen Boeing macht, noch mit einer 373 MAX fliegen will ...
Wer weiß, ob nicht noch ein anderer, gravierender Softwarefehler vorhanden ist und nur nicht zum tragen kam, weil der "erste" griff ....

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rooonbeau 26.03.2019, 11:48
4. Warnleuchte gegen Aufpreis

Klingt wie ein Witz. Eine Leuchte für 1,20€ als Aufpreisauswahl... zwischen wievielten warnleuchten muss sich der Käufer eigentlich entscheiden? Scheint ja wahnsinnig anstrengend ein Flugzeug umbestellen...

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Schmama 26.03.2019, 11:52
5. Herr Jarzombek....

der Koordinator für Luft und Raumfahrt im Auftrag der Bundesregierung, hat sich doch noch am Tage der Entscheidung, dass die besagten Maschinen am Boden bleiben, folgendermaßen geäussert(sinngemäß):
Ihr alle habt keine Ahnung von der Luftfahrt. Für Abstürze gibt es viele Gründe,hier jetzt Aktionismus zu praktizieren sei vollkommen falsch. Später behauptete er auf seinem Twitteraccount genau das Gegenteil, zum Schutz der Passagiere müssten die Dinger am Boden bleiben.
Heilige Einfalt, wie gerne hätte ich mal Sachverstand auf solchen Ebenen.
Ich finde, damit disqualifiziert sich der Gute für seinen Posten.
Das könnte man auch mal thematisieren.
Solch ein Eiertanz führt nämlich meiner Meinung nach maßgeblich in eine Richtung: Noch mehr Politikerverdrossenheit.

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sikasuu 26.03.2019, 11:54
6. Software-Update von der US-Luftfahrtbehörde FAA geprüft. Erst ...

.... wenn die ihre Freigabe erteilt, kann es aufgespielt werden und die 737-Max-Flotte wieder starten.
#
Wenn die ANDEREN Staaten die Freigabe durch die FAA ohne Fragen akzeptieren & übernehmen.
.
Da gab es schon ziemlich deutliche Hinweise, dass das bei dem Flugzeugtyp nicht so einfach passieren soll & sich z.B. die EASA, China usw. eine eigene Prüfung vorbehalten.
.
Nicht nur BOEING auch die FAA hat viel vertrauen verspielt, das erst wieer aufgebaut werden muss. Ist ja wahrscheinlich Kosten-& Zeitsparend, die Prüfungen & Zertifizierung an den Hersteller aus zu lagern, aber in dem Fall 737 MAX wurde wohl zu viel gespart.

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Nutzer ohne Namen 26.03.2019, 11:57
7. So wie MCAS beschniten wird...

... erweckt Boeing den Eindruck, als ob die MAX das System gar nicht benötigt.
Frage die mir sich stellt, wenn das System jetzt jederzeit überstimmt werden kann, steigt dann nicht die Gefahr des Strömungsabrisses durch Pilotenfehler deutlich an? Denn die kritische Aerodynamik durch die vorgelagerten Triebwerke wird nicht verändert!

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at.engel 26.03.2019, 11:58
8.

"Software-Update..." Das ist ja inzwischen ein quasi magisches Wort... Da schaffen sie - ähnlich wie beim Dieselskandal - mit einem simplen Update etwas, was sie vorher in jahrerlanger Entwicklung nicht geschafft haben. Das geht dann plötzlich problemlos und kostet natürlich auch nicht viel!
Man fragt sich ja nur, warum sie nicht gleich daruf gekommen sind...!?

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_spontan_ 26.03.2019, 11:59
9. Die Frage ist auch ...

... auf welche weiteren sicherheitsrelevanten aufpreispflichtigen Systeme Fluggesellschaften verzichten konnten.
Meines Erachtens dürfte dies generell nicht der Fall sein.
Vielleicht gibt es ein internationales Gremium, das auf der Basis aktueller Entwicklungen verpflichtende Systeme vorschreibt, die auch rückwirkend in ausgelieferte Maschinen einzubauen sind. Gleiches gilt für die Schulung von Piloten.

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