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Software-Update: So will Boeing die 737 Max sicherer machen
Stephen Brashear / Getty Images / AFP

Nach zwei Abstürzen wegen eines offenbar fehlerhaften Sicherheitssystems bleiben alle Boeing 737 Max weltweit am Boden. Der Hersteller arbeitet fieberhaft an einer Lösung - jetzt wurden erste Details bekannt.

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vernetzt weiblich denken 27.03.2019, 08:16
100. Problem mit Übergewicht

Die Triebwerke sind zu weit vorne angebracht
Die 737Max 8 hatte
immer schon Gleichgewichtsprobleme.
Das mit Software abzufangen ist gespenstisch.
Und und das jetzt mit noch mehr Software zu fixen
ist einfach irr.

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Rüdiger321 27.03.2019, 08:27
101. Boeing 737Max8 = 8x schneller in den Tod

ein betagtes Erfolgsmodell, welches aus reiner Profitgier und Zeitdruck nur noch mithilfe von einer "Rettungs-Software" am Himmel bleibt??. Entgegen den Gesetzen der Aerodynamik und Physik gebaut um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Und nun soll die Software, die den Flieger am Himmel halten soll, sich nach einmal Warnen von alleine abschalten? Ja was denn nun? Dieses Menschen - verachtende "Herumgeeiere" von Boeing rund um die Max8 kann für mich als Vielflieger nur eines bedeuten: ich werde keinen Fuß mehr in eine Boeing Maschine setzen, gleich welcher Typ. Gottlob gibt es genügend Alternativen!

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RamBo-ZamBo 27.03.2019, 09:04
102. asdf

Die eigentlich relevante Frage ist doch: Wie wirkt sich das Softwareupdate auf die Stickoxidemissionen aus?

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Zündkerze 27.03.2019, 09:42
103. ich Frage mich,

warum dieser Flugzeugtyp mit von Haus gravierenden Mängeln von der Luftfahrtbehörde as OK bekommen hat. Wie kann es sein, das bei einem solchen System bewusst auf Redundanz verzichtet wurde und eine Warnlampe als Zusatzaustattung geordert werden muss. Das ist doch ein schlechter Witz oder ? Ich warte ja nur drauf das beim nächsten Wartungsintervall und einem fälligen Service Update der Software der alte Fehler plötzlich wieder drin ist. Wäre nicht das erste mal. In dieses Flugzeug steigt doch keiner mehr ohne ein grübeln ein.

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juliuszapfe 27.03.2019, 11:24
104. Das wissen Sie doch bei keinem Verkehrsmittel...

Zitat von markusma
ob ich persönlich , egal welche Nachbesserungen Boeing macht, noch mit einer 373 MAX fliegen will ... Wer weiß, ob nicht noch ein anderer, gravierender Softwarefehler vorhanden ist und nur nicht zum tragen kam, weil der "erste" griff ....
... Nicht mal bei ihrem eigenen Auto. Fakt ist, dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass sie sterben, wenn sie mit dem auto irgendwohin fahren als wenn sie irgendwohin fliegen.
Ich kann verstehen, dass man um sein eigenes Leben besorgt ist aber sie werden zudem Kaum eine Wahl haben sich das Flugzeug auszusuchen. Des Weiteren vermute ich, dass Sie den Unterschied zu einem Anderen 737 Modell gar nicht bemerken würden...

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juliuszapfe 27.03.2019, 11:28
105.

Zitat von Dr.Web
und nun soll ein "simples" Softwareupdate diese Fehlkonstruktion flugfähig machen? Hier scheinen sich Relationen aber schon gewaltig verschoben zu haben. Ich jedenfalls steige in eine 737 Max freiwillig nie mehr ein.
Warum soll dieses bewährte Modell eine komplette Fehlkonstruktion sein, wenn es doch bereits lange fliegt?
Flugfähig war das Modell vorher auch, uneingeschränkt sicher hingegen nicht. Hier muss man klar unterscheiden. Und warum sollte ein Software Update nicht ausreichen, um das Problem zu beheben? Die Alternative wäre ein Hardware Update, welches sich dann auf Komponenten beziehen würde die einwandfrei funktionieren.
Das "Gehirn" des Flugzeuges produziert einen Fehler. Dieser kann nur über ein Software Update behoben werden, womit denn sonst?

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juliuszapfe 27.03.2019, 11:38
106.

Zitat von Zoroaster1981
Wenn ich das lese, wird mir anders. Niemals werde ich Flüge mit diesem Flugzeugtyp mitmachen. Mal ganz laienhaft Fragen, die ich mir stelle: aufgrund der Konstruktion ist ja immer wieder eine automatische Lagekorrektur notwendig. Wenn der Pilot diese aber nach einmaligem Gegensteuern aufheben kann, wann setzt dann die Lagekorrektur wieder ein? Oder Lagekorrektur ist aufgrund der Sensoren fehlerhaft. Pilot steuert gegen und die SW wird abgeschaltet/deaktiviert. Unter welchen Umständen greift dann die SW wieder ein? Das MCAS wurde ja extra dafür eingesetzt, um eben das Ding stabil fliegen zu können. Wie geht bei sowas dann der Flug weiter? Notlandung? Sensorprüfung? Wahnsinn!
Ein Flugzeug muss sowieso während des Fluges steinig getrimmt werden, hinsichtlich des Anstellwinkels, dh. Der Winkel den die Klappen bzw der Schub produziert und wonach sich das Flugzeug neigt. Insofern ist die LageKorrektur einhergehend mit dem trimmen und es besteht da sowieso kein Unterschied. Jedes Flugzeug muss im Flug getrimmt werden, ohne Ausnahme.

MCAS greift, während der Autopilot aktiv ist. Ansonsten brauch man kein MCAS, weil ja der Pilot die Kontrolle hat. MCAS setzt also erst wieder ein, wenn der Autopilot angeschaltet wird. Der Autopilot kann nicht versehentlich deaktiviert werden, dafür ist eine bewusste Handlung von Nöten. Insofern kann man da nicht vergessen, ihn einzuschalten.

Was oft vergessen wird, ist, dass viele Abstürze in der Luftfahrt in Ländern mit geringerer Sicherheits Stufe Mithilfe von Fortbildungen und besserer Ausbildung hätten vermieden werden können. Da sind ganz klar die Airlines gefragt, nicht Boeing.
Der schlecht ausgebildete Pilot muss ja nicht die schwierige Lage verursachen, jedoch kann er dazu beitragen, dass diese sich verschlimmert.

Was Boeing angezogen hat, bleibt natürlich trotzdem Murks.

Ich hoffe ich konnte damit weiterhelfen

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MatthiasPetersbach 27.03.2019, 11:41
107.

Zitat von fritzberg1
Auch für Sie nochmal extra: Der Pilot kann fast alles abschalten wenn es "spinnt". Auch ein Triebwerk und das ist wirklich zum Fliegen notwendig ist. MCAS ist zum Fliegen nicht unbedingt nötig genau wie Ihr ESP im Auto eigentlich nicht zum Fahren nötig ist. Nochmal: Das MCAS greift erst dann ein wenn der Pilot eigentlich schon Mist gebaut hat. Genauso wie ihr ESP erst eingreift wenn sie mit Ihrem Auto in eine etwas unschöne Situation kommen in die Sie nur geraten sind weil sie nicht aufgepasst haben. In 99,9% aller Flüge merkt ein Pilot von MCAS gar nichts (falls dieses ordentlich funktioniert!).
Nun, die Berichte klangen da etwas anders.

Angeblich soll ja der Flieger wegen Diskrepanzen in der Konstruktion (neue Triebwerke, ungünstig angebracht, alte Zelle) nur dank dem MCAS gewisse nicht ungewöhnliche Situationen meistern können.

Wenn das so wäre, wärs blöd.

Aber ich bin da Laie (und geb das -forenuntypisch-auch zu :) ) - ich hab da nur nachgefragt. Man wird sehen, was da rauskommt.

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juliuszapfe 27.03.2019, 11:41
108.

Zitat von m.klagge
und es gibt wahrscheinlich immer noch Flugzeuge, die von Konstrukteuren geplant wurden, die wissen was Physik ist. Und mit einiger Wahrscheinlichkeit sind Designer und Software Ingenieure im Dutzend billiger als ein einziger von diesen Konstrukteuren. Da wir und erst recht Boeing in einer Marktwirtschaft leben kann sich jeder selbst ausrechnen warum der neue Superflieger MAX schon zwei mal 'runtergefallen ist. Und weil Software immer gegen Physik verliert werden die bisherigen Opfer des Profitstrebens nicht die letzten auf diesem Baumuster gewesen sein. Guten Flug!
Das ist doch allgemein gültig. Alles was Software hat, ist fehleranfällig. Das sind Boeing Flugzeuge,aber natürlich auch Airbus Jets, ihr Auto, ihr Handy usw...
Sich vor moderner Technik zu verstecken ist auch nicht der richtige Weg

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juliuszapfe 27.03.2019, 11:45
109.

Zitat von Ronja2009
...ich möchte aber grundsätzlich in gar nichts mehr einsteigen, was von einem Hersteller kommt, bei dem die Kaufleute die technische Machbarkeit, Sicherheit der Passagiere und damit deren Leben auf dem Altar der Profitmaximierung und Aktionärsgewinne opfern, und damit bin ich nicht allein. Der Grund, warum das immer wieder zu Toten führt, ist, dass maximal ein Ingenieur ohne Entscheidungsbefugnis als Bauernopfer ins Gefängnis geht. Die Konsequenz aus fast 400 Toten sollte aber eine Verurteilung der Profitmaximierer wegen Körperverletzung mit Todesfolge und eine entsprechend lange Haftstrafe sowie die Zerschlagung eines Konzerns sein, in dem offenbar eine sehr ungesunde Hierarchie und ein Klima der Ansgt herrschen. Sonst hätte doch einer der technisch Sachverständigen den Mund aufgemacht. So fordert man leider immer wieder Nachahmer heraus, die Tote und Verletzte billigend in Kauf nehmen - es hat ja keine ernsthaften Folgen für sie. Ob dieser Maschinentyp allerdings nochmal fliegt? Das Vertrauen ist zerstört, viele Fluggäste, die nicht absolut müssen, werden freiwillig nicht mehr einsteigen. Das sind absehbare und existenzbedrohende Verluste für die Airlines, die eher in vollem Umfang Schadenersatz fordern dürften, als sich mit Software-Updates zu begnügen.
Tja wie der Markt darauf reagieren wird ist schwierig zu sagen.
Fakt ist aber, dass sich die Aktie schon längst wieder stabilisiert hat. Es gibt einfach kaum Auswahl an Konkurrebzfähigen Fliegen und das Modell wird weiterhin geschätzt. Vielen Personen reicht ein Software Update nicht, allerdings muss man verstehen das im wesentlichen dort das Problem liegt. Wie soll man es sonst lösen?

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