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Software-Update: So will Boeing die 737 Max sicherer machen
Stephen Brashear / Getty Images / AFP

Nach zwei Abstürzen wegen eines offenbar fehlerhaften Sicherheitssystems bleiben alle Boeing 737 Max weltweit am Boden. Der Hersteller arbeitet fieberhaft an einer Lösung - jetzt wurden erste Details bekannt.

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hermannsmeinung 26.03.2019, 13:08
30. was kostet diese Option?

Das würde mich echt mal interessieren . . . . .

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mimas101 26.03.2019, 13:10
31. Hmm Tja

Das Software-Update wird mit Sicherheit nicht helfen die Konstruktionsmängel des Flugzeugtyps auszugleichen.

Man las ja allerhand und nicht nur über den mörderischen Zeitdruck bei der Planung sondern auch das die Triebwerke derart ungünstig an den Flügeln angeflanscht sind (wenn sie denn überhaupt zum Flieger und seiner Bauweise passen) das es ein erhöhtes Risiko gibt das der Auftrieb zu schwach wird oder ganz abreißt. Deshalb mogelte man ja auch, zunächst unerkannt, dieses M;CAS-System mit rein um die Bugs und Fehler per default nicht auffliegen zu lassen.
Na - so einem Flugzeug möchte ich mich nicht anvertrauen, wer weiß ob ich am Ziel auch heil ankommen werde.

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Gluehweintrinker 26.03.2019, 13:11
32. Sie können einen Flugzeugtyp nicht "vermeiden".

Zitat von Zoroaster1981
Wenn ich das lese, wird mir anders. Niemals werde ich Flüge mit diesem Flugzeugtyp mitmachen. Mal ganz laienhaft Fragen, die ich mir stelle: aufgrund der Konstruktion ist ja immer wieder eine automatische Lagekorrektur notwendig. Wenn der Pilot diese aber nach einmaligem Gegensteuern aufheben kann, wann setzt dann die Lagekorrektur wieder ein? Oder Lagekorrektur ist aufgrund der Sensoren fehlerhaft. Pilot steuert gegen und die SW wird abgeschaltet/deaktiviert. Unter welchen Umständen greift dann die SW wieder ein? Das MCAS wurde ja extra dafür eingesetzt, um eben das Ding stabil fliegen zu können. Wie geht bei sowas dann der Flug weiter? Notlandung? Sensorprüfung? Wahnsinn!
Sagen Sie niemals "nie". Niemand ist in der Lage einen Flugzeugtyp zu vermeiden. Denn dazu sind die internationalen Verquickungen von Fluggesellschaften in Allianzen zu engmaschig. Ich wollte beispielsweise im Mai 2018 von Düsseldorf über Frankfurt nach Seattle, wäre also A319 für den Zubringer und B747 für den Langstreckenteil geflogen. Es kam anders. Wegen widriger Witterung und zahlreicher Versäumnisse am Boden verpassten wir den Flieger in FRA, wurden auf eine B777 von United nach Washington DC umgebucht, durften dort fünf Stunden verweilen und flogen weiter mit einer B737, in der letzten Sitzreihe ohne Rückenlehnenverstellung, auf Mittelpätzen, mit einem Glas Wasser und einem Tütchen Saltbrezeln zur Westküste, wo wir 10 Stunden verspätet eintrafen.

DAS ist die fliegerische Realität. Und was, wenn dann eine 737-max vor der Hütte steht? Dann steigen sie nicht ein, obwohl FAA & Co. diesen Typ wieder zu einem sicheren erklärten, natürlich nach Behebung der bekannten Schwachstellen? Dann viel Spaß beim Buchen eines Alternativfluges, vielleicht mit A320. Den müssten Sie dann selbst bezahlen. Insofern... wie gesagt, Vorsicht mit dem Begriff "niemals"... Aber - am Ende könnten Sie sich immer noch dazu entscheiden, gar nicht zu fliegen und ihr Geld zurück zu verlangen. In meinem Falle meinte Lufthansa übrigens, sie müsse uns sie 2 x 600 EUR nicht erstatten, weil doch das Wetter Schuld gewesen sein. Das sah der Richter anders, denn Witterung verzögerte die Abläufe um gerade mal 30 Minuten, der Rest ging auf schwere Versäumnisse am Boden in Düsseldorf. Seit einer Woche habe ich über 1.700 EUR (zurück) bekommen, inkl. Gerichts- und Anwaltskosten. In diesem Zusammenhang kann ich nur dazu raten, auf seinen Passagierrechten nach EU-Recht zu bestehen. Fluggesellschaften spekulieren darauf, dass man es auf sich beruhen lässt. Mit 2 x 50 EUR für "ein Abendessen" hatten sie zunächst versucht uns abzupseisen.

Ich weiß - anderes Thema - aber ich denke, ebenso aktuell.

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anders_denker 26.03.2019, 13:12
33. Softwareupdats sind ja der letzte schrei

wird das Flugzeug damit jetzt sicherer und hat dafür einen höheren Verbrauch?

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doskey 26.03.2019, 13:13
34. Man sieht... es geht auch anders?!

...und für diese Erkenntnis (Sicherheitsupdates, anderes Verhalten des MCAS-Systems) mussten über 300 Menschen sterben? Wieso wird Boeing nicht bestraft bzw. verklagt? Ein Unding, wie stark hier die Lobby ist, wir Deutsche haben mit der Autoindustrie ja aber eine ähnlich starke Lobby, das scheint da ähnlich zu sein. Der kleine Michel oder der kleine John (US-Amerikaner) wird bei jeder Gelegenheit bestraft, moniert oder abgemahnt, aber beim grob fahrlässigen Verhalten großer Industriekonzerne wird weggeschaut. Der schon bestehenden Politikverdrossenheit (auch meiner) tut das sicher nicht gut.

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roland51 26.03.2019, 13:23
35.

Zitat von Acer99
Messwerte zweier Sensoren haben nichts mit Redundanz im engeren Sinne zu tun. Redundant sind, um ein einfaches Beispiel zu nennen, die Positionslichter ausgelegt, einfach indem man zwei Leuchtmittel verwendet. Ist eins kaputt, darf man nicht mehr starten, bis es ausgewechselt wurde.
Ich möchte hier jetzt nicht mit Fehlerprobabilistik zu tief einsteigen, aber für den bei sicherheitsrelevanten Systemen hochgefürchteten "common error", also abhängiger Fehler, wurde neben der Redundanzbetrachtung auch die abhängige Fehlerminimierung durch Diversität berücksichtigt. Moderne Auslegungen von kerntechnischen Sicherheitssystemen sind in der Regel 2-fach redundand und 1-fach diversitär realisiert.
Ein Vergleich aus dem privaten Umfeld dazu: Um das Fehlerversagen eines gerissenen Hosengürtels und der Folge heruntergelassene Hose mittels eines noch nicht bekannten "common error" sicher zu beherrschen, wird als Sicherheitsauslegung mit 2 Gürteln 2-fach redundand und einem Hosenträger 1-fach diversitär ein probabilstischer Fehlereintritt von deutlich kleiner 1 E-5 realisiert.
Die von ihnen vorgeschlagene Vorrangschaltung von 3 aus 5 Rechnern stellt sich als sinnfrei dar, da der probabilistische Fehlereintritt ohne Diversitätsbetrachtung nicht mehr wesentlich sinkt, eine Redundanzerhöhung allein bringt für den abhängigen Fehler keinen Sicherheitsgewinn, sondern nur eine Erhöhung von Störmeldungen.

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ddcoe 26.03.2019, 13:24
36. Ist das so?

Was würde denn aus den Zweifeln am gesamten Zulassungsverfahren? Nicht mehr wichtig? Jetzt soll es ein Software Update und ein Lämpchen richten? Mein Vertrauen zumindest ist sehr begrenzt in diese Aktion.

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vogelskipper 26.03.2019, 13:24
37. Wer will damit noch fliegen?

Auch wenn durch Software Update, Sensor Nachrüstung, zusätzliche Schulungen, etc. die Sicherheit angeblich wieder gewährleistet ist, frage ich mich echt, welche Passagiere noch in so einen Flieger stiegen werden? Das wird sicher ein großes Problem für die Airlines, wenn sich der Großteil der Kundschaft weigert in so eine Boeing 737 Max 8 oder 9 zu steigen.

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StorminWolf 26.03.2019, 13:25
38.

Einfach keine Boing mehr benutzen und die flugegesellschaften vor Buchung kontaktieren und fragen welches Flugzeug und welcher Typ genutzt wird. und mitteilen das man nicht Bucht wenn’s ne Boing ist.

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hileute 26.03.2019, 13:26
39. Nicht überzeugend genug

weil sich immer noch nicht mit dem grundlegenden Problem an sich beschäftigt würde. Klassischer fall von aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Daumen runter.

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