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Sommer 2018: So heiß und trocken war es in Ihrer Stadt
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Sonne satt und so gut wie kein Regen: Hier sehen Sie, welche Rekorde der Sommer in Ihrer Region geknackt hat.

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marthaimschnee 16.08.2018, 06:54
1. Besonders trocken war es in Sachsen-Anhalt

wovon in der Liste glücklicherweise keine Stadt vertreten ist, denn das sähe grausam aus. Und als ob April bis Juli praktisch ohne Regen nicht schon schlimm genug wären, wir haben inzwischen Mitte August und obwohl einige Wetterportale die Dürre größtenteils für beendet erklärt haben (da war nicht zufällig Herr Pofalla beteiligt?), hat es im Süden Sachsen-Anhalts auch seit Juli nicht in relevantem Umfang geregnet. Das Maximum am Stück waren ganze 7 l/m³ bei einem Gewitter, als der andere Teile Deutschlands mal wieder im Unwetter versanken. Und insgesamt seit April kommen wir auf nichtmal 20 Liter, wobei jetzt auch das Grundwasser rapide abzunehmen beginnt, weil jeder mit Brunnen natürlich saugt wie blöd. Einzig der Umstand, daß unser Trinkwasser aus der Rappbode kommt und es im Harz immer noch einigermaßen regnet, verhindert, daß es hier komplett zur Wüste wird. Denn das Niederschlagsdefizit ist dieses Jahr zwar ganz extrem, aber auch in den letzten 5 Jahren lagen wir hier meist weit unter dem langjährigen Durchschnitt, selbst im letzten verregneten Sommer hat es nichtmal für normale Regenmengen gerreicht! Wenn ich da als praktisch "gleich um die Ecke" die Werte für Leipzig betrachte, sieht das eigentlich - bis auf die Durchschnittstemperatur - kaum auffällig aus. Insofern repräsentieren ein paar ausgewählte Städte das Elend nicht wirklich aussagekräftig.

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stoffi 16.08.2018, 07:50
2. Ich denke

Das man den niedrigen Wasserstand mit dem Nützlichen verbinden und die Gewässer am Grund reinigen könnte.

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thorusch 16.08.2018, 09:09
3. Letztes Jahr

gabs in Hamburg 287 Regentage, da hat niemand ein Wort drüber verloren. Nun haben wir mal einen anständigen Sommer und gleich ist Katastrophenalarm.

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MagittaW 16.08.2018, 09:14
4. Beweise für den menschengemachten Klimawandel?

Also ich kann mir beliebige Städte ansehen: in den 1980'er Jahren gab es auch so ein extremes Jahr. Auch schon viel früher.
Klar, belastbare Aufzeichnungen gibt es erst seit 130 Jahren - nur unterliegt das Wetter und auch das Klima eben mitunter extremen Schwankungen. Über den Zeitraum von 2000 Jahren gab es in Europa mehrere solcher Klimawandel.
Die Alpen waren bis ca. 500 n.Ch. weitgehend eisfrei. Da gabs keine Gletscher in nennenswertem Umfang.
Dann schwankten die Temperaturen über viele hundert Jahre, bis das dann ab 1700 in einer "kleinen europäischen Eiszeit" gipfelte. Da erreichten die Alpengletscher dann auch ihre größte Ausdehnung.
Seitdem gehen die Gletscher zurück (Gott sei Dank, dass es wärmer wird - sonst hätte es kein Bevölkerungswachstum in Europa gegeben).
Jetzt stellt sich die Frage: kam die Industrielle Revolution WEIL es so kalt war, und neue Rohstoffe zum heizen und zur Energiegewinnung benötigt wurden? Die Wälder waren halt schon abgeholzt...
Die Klimaerwärmung ab 1700 kann ja wohl kaum menschengemacht sein. Letztlich sind Vulkane oder die Sonnenaktivität wesentlich wichtiger für das Weltklima.
Das Weltklima ändert sich seit Jahrmillionen - mit oder ohne Menschen!

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lady_amanda 16.08.2018, 09:20
5. So halb.

Zitat von marthaimschnee
wovon in der Liste glücklicherweise keine Stadt vertreten ist, denn das sähe grausam aus. Und als ob April bis Juli praktisch ohne Regen nicht schon schlimm genug wären, wir haben inzwischen Mitte August und obwohl einige Wetterportale die Dürre größtenteils für beendet erklärt haben (da war nicht zufällig Herr Pofalla beteiligt?), hat es im Süden Sachsen-Anhalts .....
Ich wundere mich ebenfalls, dass keine Städte, wie Erfurt oder Magdeburg erfasst oder in Auswahl sind. Die Panik ist jedoch etwas übertrieben und halbwegs repräsentativ sind die Aussagen durchaus. Nimmt man Göttingen stellt das auch "Sachsen-Anhalt" ganz gut dar. Bei uns im Süden ist es tatsächlich nicht ganz so schlimm.

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streckengeher 16.08.2018, 09:57
6. Dicht bevölkerte Regionen abbilden

Zitat von lady_amanda
Ich wundere mich ebenfalls, dass keine Städte, wie Erfurt oder Magdeburg erfasst oder in Auswahl sind.
Erfurt ist nicht wirklich groß und liegt in einer dünnbesiedelten Gegend. Es ist schon vernünftig, sich auf aussagekräftige Städte zu konzentrieren, die stark besiedelte Regionen abbilden. Wie Sie selbst sagen, Göttingen tut es für Nord- und Westthüringen auch und Leipzig ist eine sinnvolle Wahl für den mitteldeutschen Raum. Sinnvoller gewesen wäre Chemnitz; Westsachsen war immerhin mal eine eigene Metropolregion und im deutschen Ranking auf Platz 6 (IIRC). Das wird weder von Leipzig noch von Dresden vernünftig abgedeckt.

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r-flection 16.08.2018, 10:00
7.

Zitat von MagittaW
Also ich kann mir beliebige Städte ansehen: in den 1980'er Jahren gab es auch so ein extremes Jahr. Auch schon viel früher. Klar, belastbare Aufzeichnungen gibt es erst seit 130 Jahren - nur unterliegt das Wetter und auch das Klima eben mitunter extremen Schwankungen. Über den Zeitraum von 2000 Jahren gab es in Europa mehrere solcher Klimawandel. Die Alpen waren bis ca. 500 n.Ch. weitgehend ......
Was mich bei Anti-Menschengemachten-Klimawandel-Trollen wie bei Ihnen brennend interessieren würde ist, ob Sie jemand für den Unsinn den Sie hier verzapfen bezahlt? Anders kann man sich solche Beiträge doch gar nicht erklären. Oder sind Sie der lebende Beweis für die Frosch-im-Kochtopf-Theorie die besagt dass der Großteil der Menschheit nicht merkt was geschieht, bis es zu spät ist?

Von den Fakten her sei nur eine Bemerkung gestattet: ja, das Weltklima ändert sich seit Jahrmillionen. Aber schauen Sie sich doch mal bitte die Zeiträume an, in denen früher Veränderungen vonstatten gingen (kann man wissenschaftlich nachvollziehen) und vergleichen Sie diese mit der jetzigen Geschwindigkeit. Vielleicht fällt Ihnen ja etwas auf. Es wäre uns allen zu wünschen.

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kjartan75 16.08.2018, 10:03
8. Falsches Verständnis

Zitat von thorusch
gabs in Hamburg 287 Regentage, da hat niemand ein Wort drüber verloren. Nun haben wir mal einen anständigen Sommer und gleich ist Katastrophenalarm.
Ich glaube, viele hören den Berichten zur Klimaveränderung kaum zu, sondern nehmen nur selektiv Informationen wahr. Die Forscher haben nicht gesagt, dass jedes Jahr nur noch Dürreperioden kommen werden. Vielmehr haben sie gesagt, dass es zu extremeren Phänomen kommen wird, weil einfach durch die Erwärmung der Meere auch mehr Energie abgegeben wird in die Atmosphäre. Das sind schlichte physikalische Gesetze.

Was jedenfalls auch letztes Jahr ein Beleg für eine Veränderung ist, dass wir immer längere recht stabile Wetterlagen haben und das bedeutet eben nicht Sonne satt, sondern, dass (wie letztes Jahr) eine relativ lange Regenphase war bzw. im Winter hat man die Sonne praktisch gar nicht gesehen, aber es fiel auch kaum Regen oder Schnee. Und genau diese langen Phasen führen zu diesen Extremen. Und das lässt sich global beobachten.
Ja, solche längeren Phasen hat es auch früher gegeben, aber mitnichten in der Häufigkeit.
Bedenklich ist übrigens, dass wir La Nina-Jahr haben und global eigentlich im Durchschnitt eher etwas kühlere Temperaturen haben müssten. Aber das ist nicht der Fall und El Nino ist bald wieder im Anmarsch.

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outsider-realist 16.08.2018, 10:19
9. Letztes Jahr

Zitat von thorusch
gabs in Hamburg 287 Regentage, da hat niemand ein Wort drüber verloren. Nun haben wir mal einen anständigen Sommer und gleich ist Katastrophenalarm.
Wie schräg muss man drauf sein, um monatelange Dürre, in der unzählige Pflanzen und Tiere zugrunde gehen, als anständigen Sommer zu bezeichnen?
Ich glaube viele leugnen den Klimawandel, weil sie ihn auch einfach wollen. Egoismus pur.

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