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Sommer in Deutschland: Ausnahme-Hitze oder neuer Dauerzustand?
DPA

Temperaturen über 30 Grad und kaum Regen: Deutschland erlebt derzeit eine hochsommerliche Hitzewelle. Ist das noch normal?

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wrkffm 28.07.2018, 12:41
60.

Zitat von tmayer
Selbstverständlich hat es früher auch Hitzesommer gegeben. Aber die Häufigkeit ist entscheidend. Hier mal eine Auflistung: Hitzesommer 1976, 1983, 1991, 1994, 1995, 2003, 2006, 2010, 2013, 2015, 2018. Merken Sie was?Die Häufigkeit nahm in den letzten 40 Jahren deutlich zu. Der letzte Sommer, der dem statistischen Durchschnitt zu kühl war, war 1997. Das heißt, wir haben seit 21 Jahren nur noch Sommer erlebt, die zu warm waren. Welche Schlüsse können wir daraus ziehen?
"Das heißt, wir haben seit 21 Jahren nur noch Sommer erlebt, die zu warm waren. Welche Schlüsse können wir daraus ziehen?" Natürlich den Schluss, das die anderen Sommer davor einfach kälter waren. Ja... und ?

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StefanXX 28.07.2018, 12:58
61.

Zitat von mens
Bin gespannt ab wieviel Grad Raumtemperatur die Deutschen Firmenleitungen Klimaanlagen spendieren. 38? 40? 42? Bei aller Liebe zum Umweltschutz und Sparerei - Was sich teilweise an unseren Arbeitsplätzen abspielt grenzt an Körperverletzung. Erinnere mich an Tage mit Schwindelanfällen und Konzentrationsstörungen. Trotz müdem Ventilator. Das reicht jetzt schon nicht mehr. Von wann ist diese Regelung? Dann macht die Läden im August dicht - Studien beweisen, dass es mit der Produktivität bei Hitzebelastung eh schlecht bestellt ist. Sonst ist man beim Output und Leistung extrem hinterer - wenn alle wegen Hitze unter den Tischen liegen interessiert es aber niemanden. Bekloppt!
Ahja im August generell dicht machen. Aber ohne Urlaub dafür zu verbrauchen und bei vollem Lohnausgleich natürlich, nehme ich an.

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mustermannfrau 28.07.2018, 13:06
62. Yup!

Zitat von wrkffm
"Das heißt, wir haben seit 21 Jahren nur noch Sommer erlebt, die zu warm waren. Welche Schlüsse können wir daraus ziehen?" Natürlich den Schluss, das die anderen Sommer davor einfach kälter waren. Ja... und ?
Eben ... no problemo!
Ist es eben halt mal ein bisschen wärmer. Wem es zu warm ist, dreht halt ein wenig schneller im Büro – der Fahrtwind kühlt!
;-)
Nur doof, wenn es in den nächsten Jahren die Sommer noch ein Tick wärmer werden, wie prognostiziert. Wenn dann auch die Südregionen Europas zur Wüste werden und nördlich der Alpen mediterranes oder subtropisches Klima herrscht ... dann wandern wir halt alle nach Grönland und Spitzbergen aus, oder wie?

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Andreas-Schindler 28.07.2018, 13:09
63. Heiße Monate gab es schon immer

Was zum Problem beträgt ist der Mensch mit seiner Flächenversiegelung. Früher gab es mehr Grünflächen, auch Bäume die Schatten gespendet haben. Vieles ist Bauprojekten zum Opfer gefallen. Sei es Wohnverdichtung in den Städten. Breitere Fußwege und Radwege für das Mehr an Bewohner. Auf dem Land gibt fast nur begradigte Flüsse und Bäche. Dazu Drainagerohre damit das Regenwasser schneller Abfließen kann.
Das Problem ist schlicht Hausgemacht, wer seine Wälder Abholzt und seine Bäche Begradigt sollte nicht rumjammern wenn das Wasser nun fehlt. Von Wasserkreislauf haben die wenigsten eine Ahnung. Wenn kein Wasser da ist was Verdunstet gibt es weniger Regen.

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litholas 28.07.2018, 13:14
64.

Zitat von Horaschke
Egal, ob der Klimawandel "natürlichen" Ursprungs oder das Werk der Menschheit ist, es ist doch offensichtlich, dass er sich nicht verhindern lässt?! Sollte man sich also nicht besser darauf einstellen und an Vorkehrungen forschen, die unseren Lebensstandard sichern als immer wieder sinn- und nutzlose Abkommen zu verschriften, die eh nicht eingehalten werden/werden können/wollen?!
Wenn wir nichts gegen den menschenverursachten Klimawandel unternehmen, dann wird er beliebig schlimm. Wir haben Material für eine zweite Venusatmosphäre, die in unserer Entfernung zur Sonne über 300 Grad Celsius Oberflächentemperatur hätte - wenn wir dumm genug sind das ganze Zeug freizusetzen.

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knuty 28.07.2018, 13:48
65.

Zitat von Andreas-Schindler
Was zum Problem beträgt ist der Mensch mit seiner Flächenversiegelung. Früher gab es mehr Grünflächen, auch Bäume die Schatten gespendet haben. Vieles ist Bauprojekten zum Opfer gefallen. Sei es Wohnverdichtung in den Städten. Breitere Fußwege und Radwege für das Mehr an Bewohner. Auf dem Land gibt fast nur begradigte Flüsse und Bäche. Dazu Drainagerohre damit das Regenwasser schneller Abfließen kann. Das Problem ist schlicht Hausgemacht, wer seine Wälder Abholzt und seine Bäche Begradigt sollte nicht rumjammern wenn das Wasser nun fehlt. Von Wasserkreislauf haben die wenigsten eine Ahnung. Wenn kein Wasser da ist was Verdunstet gibt es weniger Regen.
Es regnet nicht, weil kein Wasser da ist, sondern weil die Luft zu warm ist, als dass die Feuchtigkeit in der Luft zu Wolken kondensieren könnte.

Im übrigen ist die Waldfläche und der Baumbestand in den letzten Jahrzehnten größer geworden.

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Maria--Galeria 28.07.2018, 14:56
66. Wir sollten uns jetzt schon kollektiv schämen

Die Dinos haben es immerhin geschafft als dominante Rasse ein paar Millionen Jahre zu überleben, wir schaffen es mit unserer Zivilisation nicht einmal einhunderttausend Jahre. Die Wärmepumpe der Meere lässt schon nach, der CO2-Gehalt in unserer Luft steigt stetig an (40% mehr), unsere Pole schmelzen uns weg. Mikroreste von Kippen finden sich sogar in dem arktischen Eis, wenn das nicht ein Fingerzeig ist dass wir flächendeckend den Globus verseuchen, leider zu unseren Ungunsten, heraus kommt der Klimawandel. Mag schon etliche Wandel gegeben haben, durch Meteoriteneinschlag, durch Ausbruch eines Supervulkans, aber, summa summarum auch durch viele ungünstige Handlungen füllt sich auch das Kröpfchen und läuft über, heraus kommt der Menschen gemachte Klimawandel. Zwar schwer vorstellbar, da vor unseren Augen alles so weit und groß ist, mittlerweile wissen wir allerdings dass die Erde eine Kugel ist und unsere Atmosphäre begrenzt.

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spon_12 28.07.2018, 16:14
67.

Zitat von wutbürger2010
Rückschluss: Wir befinden uns in einer Phase, in welcher sich der Planet mehr und mehr von der letzten Eiszeit erholt. Vor nicht allzu langer Zeit (weit VOR dem Menschenzeitalter) waren tropische Temperaturen in Europa nicht unüblich. Sogar heutige Eisflächen waren damals dicht bewaldet und eisfrei. Spiegel online hat noch vor weinigen Jahren darüber berichtet: "Grönland war Grünland" http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/800-000-jahre-altes-erbgut-groenland-war-gruenland-a-492626.html
Energieträger sind über Jahrmillion entstanden, durch Wärme und Druck. Diese wird nun vom Menschen, oft ungenutzt, wieder frei(!) gesetzt. Selbtverständlich wirkt sich das auf das Klima aus - was denn sonst?

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Atheist_Crusader 28.07.2018, 16:27
68.

Zitat von panzerknacker 51
Ich habe jahrelang in Nordnigeria gelebt. Dagegen sind die heutigen Temperaturen ein Witz. Also bitte mal wieder runterkommen ...
Ob Sie es glauben oder nicht: Nigeria ist nicht Mitteleuropa. Dort sind andere Temperaturen normal.

Von daher ist dieser Kommentar absolut und vollkommen nutzlos.

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multi_io 28.07.2018, 17:10
69.

Zitat von mwroer
Das immer wieder vergessen wir dass solche Extremsommer auch schon Anfang des 20 Jahrhunderts vorkamen ... 1904, 1911, 1921 ... .und so weiter.
Die waren allesamt wesentlich kälter als dieser Sommer und die Sommer der vergangenen Jahre.

Zitat von
Allerdings leben wir am Ende einer Kaltzeit oder Zwischeneiszeit (je nach dem wie Sie das nennen wollen).
Die endete bereits vor 10000 Jahren.

Zitat von
Der klimatische Normalzustand der Erde ist die Nichteiszeit, die völlige Eisfreiheit der Polargebiete.
Seit mindestens 30 Millionen Jahren nicht mehr. Davor gab es kein Land am Südpol und keinen kälteisolierenden südlichen Zirkumpolarstrom, das ist mit heute überhaupt nicht vergleichbar. Anders ausgedrückt: Für die gegenwärtige Lage der Kontinente auf der Erdoberfläche sind niedrigere Temperaturen und vereiste Pole der zu erwartende Normalzustand.

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