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Sommerzeit und Winterzeit: Wir müssen uns umstellen
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Am Sonntagmorgen um 3 Uhr bekommen wir eine Stunde geschenkt: Womöglich zum letzten Mal gilt dann in Deutschland die Winterzeit. Was sagen Chronobiologen dazu, was Politiker? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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jjcamera 26.10.2018, 11:20
110. Schildbürger

Viele Leute sind scheinbar so naiv, zu denken, immer Sommerzeit bedeute immer Sommer und immer Winterzeit immer Winter!
Spätestens wenn einem klar wird, dass Kinder zum Beispiel in Freiburg bei völliger Dunkelheit in die Schule radeln sollen, wird dieser Blödsinn ein Ende haben - oder man verlegt die Schulzeiten in Deutschland im Winterhalbjahr auf eine Stunde später? Am besten dann auch noch die Öffnungszeiten von Behörden und Ämtern in den südlichen Bundesländern eine Stunde später als in Berlin. Das wäre dann wenigsten ein typisch deutsches Bürokratieungeheuer!

Politik nur noch nach Umfrageergebnissen und 'Sonntagsfragen' zu machen, ist blühender Unsinn, wie wir in Berlin derzeit vorgeführt bekommen. Politik braucht vor allem einen langfristigen Plan, von dem man nicht bei jeder kleinen Umfrageirritation abweicht.

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Rodini 26.10.2018, 11:21
111. Endlich hört das auf

Ich mochte diese Umstellung nie, seit sie eingeführt wurde. Mich nervt es gerade jetzt zur Winterzeit besonders, da ich einen Hund habe, der jetzt ne Stunde früher raus will.
Ob auf Sommer- oder Normalzeit umgestellt wird, ist mir gleich. Allerdings würde ich auf eine europaweit einheitliche Zeit plädieren

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jjcamera 26.10.2018, 11:22
112.

Zitat von diepartei
Es gibt keine Winterzeit - Normalzeit ist der richtige Begriff. Ich frage mich immer wie konnte nur die Menschheit sich entwickeln und so gross werden ohne die Sommerzeit?
Wir sagen "Zeitumstellung", stellen aber nur die Uhren um. Die Zeit bleibt wie sie ist.

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jui1901 26.10.2018, 11:24
113. Mez

Zitat von gero_rudolph@hotmail.com
Es gibt keine Winterzeit. Es gibt die Normalzeit (ausgewählt nach der geographischen Lage) und die Sommerzeit.
Genauso ist es. Die MittelEuropäischeZeit ist die Zeit Deutschlands.
Im Artikel hatte ich den Eindruck, dass Basisgrundwissen fehlt und hemmungslos die selbst favorisierte "Zeit" mit Kraut-und Rüben -Durcheinander verwirbelt wird. Offensichtlich gehört der Wirtschaftsminister auch zu dieser Kategorie der Nichtwissendem.
Klare Linien sind etwas sehr Feines.

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Crom 26.10.2018, 11:24
114.

Zitat von fht
Die von vielen Foristen als "Normal"-Zeit bezeichnete Uhr-Einstellung bedeutet für fast ganz Deutschland (Ausnahme ein/zwei Dörfer bei Görlitz), dass die Uhr der astronomischen Zeit vorausgeht. Westlich der Linie (etwa) Dortmund-Koblenz entspricht die "Sommerzeit" sogar besser den astronomischen Realitäten. Wer es nicht glaubt, stecke einmal einen Stock in die Erde und prüfe, wann der Schatten am kürzesten ist (dann ist es astronomisch gesehen 12:00 Uhr)
Genau andersherum ist es, die westliche Linie weicht noch stärker von der Sommerzeit ab als die östliche. Die Sommerzeit liegt in der Zeitzone der Türkei und Syriens. Näher an der astronomischen Realitäten wäre daher Greenwich Time.

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timtutes01 26.10.2018, 11:24
115. Der Sinn ist ganz einfach

Zitat von urskenner
Früher mag das ganze noch Sinn gemacht haben, heute nicht mehr. Es spricht in der heutigen Zeit nichts, wirklich gar nichts für das Wechseln zwischen SZ und WZ. Macht diesem unnötigen Konstrukt endlich ein Ende und wir haben dann endlich Ruhe im Karton.
Im Winter morgens früher hell und im Sommer abends länger. Genau das ist der Vorteil, den wir JEDEN Tag davon haben. Das war früher so, und das ist heute und in der Zukunft immer noch so.

Wir sollen also einen täglich allen zugute kommenden Vorteil aufgeben, weil ein paar Hobbynörgler und eine Handvoll Pseudoexperten sich an zwei Tagen im Jahr Probleme wegen einer Stunde Verschiebung einbilden? Lächerlich.

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tel33 26.10.2018, 11:24
116. Aha

Zitat von Heliumatmer
Dauerhafte MESZ ist kompletter Unfug, da geht in Hamburg am 31.12.19 die Sonne 9:36, in Worten 6 Minuten nach halb Zehn auf.
Tja und im Sommer mit MEZ wäre dann um 3.50 Uhr Sonnenaufgang.
Also ich weiß zumindest was mich schlaftechnisch mehr aus der Bahn bringen würde. Allen pseudowissenschafltichen Darlegungen zum Trotz.

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latrodectus67 26.10.2018, 11:24
117. Immer wieder

1.te Zeitumstellung: 30. April 1916 - Kaiser Wilhelm II. 1919 abgeschafft.
2.te Zeitumstellung: 1940 - NSDAP.
3.te Zeitumstellung: 1947 - Besatzungszonen. 1949 abgeschafft
4.te Zeitumstellung: 1980 - BRD/DDR. 2019 abgeschafft?

warten wir also darauf, wie die "Eliten" uns die 5.te Zeitumstellung aufs Auge drücken. "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Albert Einstein.

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Galladan 26.10.2018, 11:24
118.

Zitat von Stiller Betrachter
Eines der häufigen Argumente gegen die Umstellung ist die angebliche Belastung durch den "Mini-Jetlag". Komisch nur, dass darüber niemand klagt, der ein Wochenende-trip nach London oder einen Urlaub in der Türkei macht. Meines Erachtens liegt das Hauptproblem darin, dass ein Großteil der Bevölkerung jedes Halbjahr intellektuell überfordert ist mit der Frage: Vor- oder Zurückstellen?
Das mit dem Mini-Jetlag muss bei den Befürwortern der Sommerzeit im Biergarten verabredet worden sein. Es wäre kein Problem mit der Zeitumstellung, wenn man gleichzeitig auch die Zeit verschieben würde wo man aufstehen muss. Nur bleibt der Beginn der Arbeitszeit im Gegensatz zur Zeitverschiebung im Urlaub gleich von der Uhrzeit. Im Türkeiurlaub wird sich einfach noch mal umgedreht und weiter gepennt. Vermutlich wird der Wochenendjetlag dann auch durch weniger Leistungsfähigkeit im Laufe der Woche ausgeglichen. Wir sind ja Spassgesellschaft und Gehalt ist Schmerzensgeld.

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hesseinfranken 26.10.2018, 11:24
119. Loch Ness

Medien haben so Rituale. Früher war es es das Ungeheuer von Loch Ness, das in nachrichtenarmen Zeiten immer wieder in den Medien auftauchte.
Zu Beginn der Sommerferien taucht in Lokalzeitungen immer der Schulhausmeister auf, der sich jetzt um die anstehenden Renovierungen kümmern muss.
Und so haben die Medien seit Jahren ein halbjährlich wiederkehrendes Thema entdeckt, die Zeitumstellung. Immer flankiert mit Bürgerumfragen und Expertenmeinung. Man müsste die gleichen Experten mal Urlaubesreisende befragen lassen, wie ihnen denn die im ein- oder zwei Wochenabstand notwendige Zeitumstellung gesundheitlich zugesetzt hat. Das Ergebnis: ach, das muss halt.
Oder man möge mal im Sommer auf Grillparties die Leute fragen, was sie von der Sommerzeit halten. Das Ergebnis düfte eindeutig sein.
Was lernen wir daraus? Man muss ein vermeintliches Problem nur lange genug zum geeigneten Zeitpunkt in die Köpfe der Leute hämmern, und schon ist es eins.

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