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Sonderbericht des Weltklimarates: Die Welt gerät aus den Fugen - fragt sich nur, wie
DPA

Es ist der wichtigste klimawissenschaftliche Bericht des Jahres: Bei einem Treffen in Südkorea haben Forscher eine neue Bestandsaufnahme zur Erderwärmung vorgelegt. Sie fordern "schnelle und weitreichende" Veränderungen.

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gandhiforever 08.10.2018, 04:29
1. Sanktionen, Boykotte

Es ist doch immer das Gleiche: wirtschaftlich und politisch maechtige Staaten sabotieren schnelle, wirksame Massnahmen, die zum Ziel haben, die Erderwaermung in den Griff zu bekommen

Ein politischer Clown hat sich sogar dazu verstiegen, den Klimawandel als Erfindung der Chinesen hinzustellen.

Sicher, es ist einfacher, kleine Staaten so weit zu bringen, dass sie bereit sind, die laengst ueberfaelligen Schritte in die Wege zu leiten. Und wenn der Druck der Buerger gross genug ist, dann werden manche Regierungen eben auch mitmachen.

Wenn aber die USA , sich der eigenen Macht bewusst, sich quer legen, dann sollte die Staatengemeinschaft sich nicht laenger scheuen, mit Washington Tacheles zu reden. Zwar meinen Trump & Co. der Welt ihren Willen aufzwingen zu koennen, doch wenn die anderen Staaten in ihrer Mehrheit sich dazu durchringen, den schoenen Worten auch die entsprechenden Taten folgen zu lassen, wenn sie auch deutlich machen, dass ein weiteres Sabotieren nicht mehr hingenommen werden wird, dann bleibt den US-Republikanern am Ende auch nichts anderes ueberig, als mitzumachen.

Die USA geben sich stark, sind aber nicht stark verglichen mit einer geeinten Front. Dass die USA es bisher verstanden haben, eine geeinte Front zu verhindern, bedeutet ja noch lange nicht, dass dies in Zukunft auch so sein muss.

Auch dass es immer noch Witzbolde gibt, die menschliches Handeln als Ursache des Klimahandels negieren, sollte nicht ueberraschen, doch sollte man sich nicht von Ignoranten dazu verleiten lassen, nichts zu tun.

Wenn es zu spaet ist (und irgendwann ist es zu spaet) nuetzt alles jammern nichts.

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ulrics 08.10.2018, 04:49
2.

Und trotzdem hat die Bezirksregierung Düsseldorf gerade erst ein neues Kohlekraftwerk in Kalkar erlaubt.

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maxuli 08.10.2018, 06:02
3. nicht nur Klimawandel

Dabei ist die Erderwärmung nur eine der für unsere Zivilisation negativen ökologischen Entwicklungen. Dazu kommt die zunehmende Vermüllung der Meere mit schwerwiegende Auswirkungen auf die Fauna und Flora der Meere. Dazu kommt die zunehmende Vergiftung des Grundwassers mit Nitrat in Ländern mit intensiver Landwirtschaft. Dazu kommt die Verschlechterung der Biodiversität (Artenvielfalt) durch intensive einseitige Land- und Forstwirtschaft. Dazu kommt die weltweite Abnahme des den Pflanzen zur Verfügung stehenden Bodens durch starke Bevölkerungszunahme in den ärmeren Ländern und durch die Zunahme des Bodenbedarfs pro Person in den reicheren Ländern (mehr Wohnfläche und mehr versiegelte Fläche für Fahrzeuge). Dies sind alles globale Probleme, deren Lösung eine globale Solidarität erfordern, um die es durch die größer werdende Zahl von nur national denkenden Machthabern schlecht aussieht. Zu erwähnen seien hier auch die weniger globalen ökologischen Verschlechterungen wie Luftverschmutzung: Smog in den Metropolen besonders der ärmeren Länder und die bei uns stark diskutierten Luftverschmutzung durch Dieselmotoren.
Da wir es noch nicht einmal schaffen, diese kleineren Probleme (z.B. Diesel) in den Griff zu bekommen, sehe ich kaum Chancen zur Lösung der globalen Probleme.
Wir sollten unsere Kinder und Enkel auf eine ungemütliche Zukunft einstellen: weniger Wohlstand und Konsum, mehr soziale Konflikte und Terrorismus, mehr Migration und Kriege.

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haig 08.10.2018, 06:29
4. Und kein Wort über das geliebte Auto??

Ein sehr wichtiger, guter Beitrag der auf alle Titelseiten gehört!
Einzig fehlt mir die Behandlung unserer heiß geliebten Verbrennungsmaschinen? Zum anderen interessiert ihr Anteil. Die nötige, radikale Abschaffung dieser Steinzeittechnik wird unsere Gesellschaft extrem fordern. Anzeichen gibt es genügend.

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Nietzsche 08.10.2018, 06:32
5. Es fehlt etwas

Es wurde auch gesagt, dass technische mittel alleine nicht ausreichen. Auch müsste dringend der Fleischkonsum gesenkt werden. Warum steht das nicht im Artikel? Dahinter steckt nämlich das große, eigentliche Problem. Die Selbstverantwortung. Nicht der Staat soll alles regeln, jeder Einzelne muss sein Verhalte ändern. Auf der ganzen Welt. Daran glaubt doch wohl keiner. Hier wird mit den SUV zum Discounter gefahren um im Sommer massenweise Grillfleisch zu kaufen. Nein, die Klimaziele sind nicht erreichbar.
Macht aber auch nichts. Wie Volker Pisper es so schön ausführte. Das wird in Deutschland das Problem der Moslems, die bis dahin hier herrschen. Und deren Moscheen stehen dann unter Wasser. Ist doch ein tröstlicher Gedanke. Er meinte das natürlich satirisch, ich aber nicht. Daher, alles gut.

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echoanswer 08.10.2018, 06:42
6. Niemand wird etwas ändern

weil der Aktienkurs von heute das einzige Gradmaß ist. Wie sehr etwas getan wird, hat die Bundesregierung gerade bewiesen. Man fördert das Verschrotten funktionierender Autos, statt diese für kleines Geld umzurüsten, man fördert das Verbrennen von Braunkohle und die Misswirtschaft in der Landwirtschaft. Die nächsten zehn Jahre sind wieder nur Lobbyarbeit und Postengeschacher. Aber eines in beruhigend. Der Erde ist das sowas von egal. Sie wird den Menschen entspannt überleben.

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corny2 08.10.2018, 06:45
7. Klimaschutz Stahlindustrie?!?!

Die Stahlindustrie hat einen sehr großen Anteil an den weltweiten bzw. deutschen CO2-Emissionen, siehe https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239490/umfrage/entwicklung-der-co-emissionen-in-der-stahlindustrie/.
Stahl wird bisher immer noch prinzipiell genauso wie vor 2000 Jahren hergestellt - extrem klimaschädlich mit Kohle und CO2-Emissionen. Das hat chemische Gründe (Reduktion des Sauerstoffs im Eisenoxid mit dem Kohlenstoff in der Kohle) und bisher gibt es kein erprobtes Verfahren, das im großen Maßstab industriell verwendet werden kann und Eisenerz ebenfalls reduziert - das noch nicht erprobte Verfahren HYBRIT, bei dem statt Kohlenstoff Wasserstoff verwendet wird, wird erst 2035 einsatzbereit sein laut https://hybritdevelopment.com. Das ist VIEL ZU SPÄT für das Klimaziel 2030. Können die Klimaschutz-Ziele für 2030 noch erreicht werden, wenn die Stahlindustrie weiterhin so klimaschädlich Stahl produziert? Liebe Journalisten, könnt ihr das bitte recherchieren!!!! Das ist GANZ WICHTIG!

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ollydk 08.10.2018, 06:52
8. Schnell muss es gehen

Sehe ich auch so, dass entsprechende Änderungen schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden müssen und z.B. weitreichend auf erneuerbare Energien gesetzt wird. Schnell ist allerdings mit unserer Politik derzeit nichts zu machen und in anderen Ländern sieht es nicht viel besser aus. Und dann ist da auch noch ein gewisser Präsident, der das Ganze für Quatsch hält und lieber auf Kohlekraft & Co. setzt und auch sonst wenig von der Umwelt (z.B. von Nationalparks) hält.

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whitewisent 08.10.2018, 06:54
9.

Leider machen sich die Experten mit solchen Berichten selbst unglaubwürdig. Die Anzahl von 6000 ausgewerteten Studien zeigt ja als Argument, welche "Forschungsindustrie" sich da vor allem mit sich selbst beschäftigt, und abgehoben einzelne Probleme der Welt beachtet.

Das Hauptproblem ist doch die stetig wachsende Weltbevölkerung und deren immer weiter steigende Lebenserwartung durch bessere medizinische Versorgung und ausreichend Nahrung. Das ist Etwas, was die Welt nach 1945 unter Führung der UNO zurecht erkämpft hat. Nur leider paralisieren diese Entwicklungen alle Bemühungen um Veränderungen. Wo es nichtmal Straßen und Kanalisation gibt, wird jedes verfügbare Brennmaterial verwendet, daß zur Verfügung steht. Egal ob man sich und der Nachwelt die Wälder abholzt, die Luft verpestet oder den Wasserhaushalt zerstört. Dort kommen auch diese Apelle nicht an. Denn was nützt es ernsthaft, Ländern wie China und Indien die Verwendung der einheimischen Kohlearten verbieten zu wollen, wenn man gleichzeitig die Alternativen bekämpft? Egal ob Atomkraft oder Wasserkraft, es gibt scheinbar immer westliche Kritiker, die es besser wissen, und auf sowas wie Wind und Sonne setzen. Jeder kann die Kritik am Drei-Schluchten-Projekt nachlesen. Versteht wirklich niemand, wie dieser Dauerbeschuss mit Expertenmeinung in diesen Weltregionen ankommen? Es wirkt vor allem wie eine Verweigerungshaltung, dass die Menschen dort das Lebensniveau des Westens erreichen können. Und das wird darum auch nicht von den Milliarden Menschen beachtet werden, die genau darin und im Überleben ihren Lebensinhalt sehen.

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