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Sonderbericht des Weltklimarats: Die Klimakrise erreicht die Landwirtschaft
Lya Cattel/ Getty Images

Der Mensch bedroht eine seiner wichtigsten Lebensgrundlagen: Böden, Wälder und damit auch die Landwirtschaft. Der Weltklimarat warnt vor Gefahren für die Lebensmittelversorgung und mahnt zu einem Wandel unserer Ernährung.

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meister_proper 08.08.2019, 11:02
20. Die Expansion unserer Kultur kommt an ihre Grenzen

Ob beim Rohstoffverbrauch, bei den Umweltfolgen, bei der Organisation unserer Gesellschaften - jeder Versuch an einer Stelle etwas zu verbessern hat negative Folgen an anderen Stellen. Wir fahren das ganze System hart am Limit und riskieren permanent den Kollaps. Wenn wir als Menschheit nicht lernen die systemischen Folgen unseres Handelns in unseren Entscheidungen zu berücksichtigen, dann wird ein Zusammenbruch des Gesamtsystems unvermeidlich. Um die erreichten Fortschritte der menschliche Kultur zu bewahren und jedem Menschen dazu Zugang zu verschaffen, bedarf es eines weltweiten strategischen Gesamtkonzeptes, welches weit über nationalstaatliche oder größere regionale politische Überlegungen hinausgeht. Doch wie man z.B. an der deutschen Energiewende sehen kann, sind sehr viele Menschen nicht einmal bereit ein paar Windräder auf dem nächsten Hügelkamm zu akzeptieren, obwohl diese einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Umwelt leisten könnten, die ihnen angeblich so am Herzen liegt. Im täglichen Klein-Klein der Lokalpolitik und nachbarschaftlicher Animositäten geht der Blick für das große ganze leicht verloren.

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MarkusW77 08.08.2019, 11:06
21.

das wird lustig, hier drehen ja schon alle frei, wenn man den 4-6 jährigen das Schweineschnitzel abgewöhnen möchte.

Ich bin klar für weniger Fleisch, nur die Kommunikation darüber der verantwortlichen gegenüber dem "kleinen Mann" muss professioneller werden!

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ingbeti 08.08.2019, 11:08
22. Milchmädchenrechnung

Da wird die (equivalente) CO2 Verursachung bei der Produktion von 1kg Rindfleisch der von 1kg Gemüse gegenüber gestellt. Das ist großer Unsinn. Denn für einen Vergleich kann nur der Nährwert heran gezogen werden, denn der Mensch will sich ja ernähren! So wird von dummen Menschen Meinung gemacht, anstatt vernünftige Daten anzugeben, die eine Aussage haben. Mit solcher dummen Meinungsmache für minderbemittelte Menschen wird lediglich manipuliert. Doch der Zweck Heiligtum nicht die Mittel, das sollten gerade Journalisten beherzigen, wenn sie ernst genommen sein wollen.

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kraftmeier2000 08.08.2019, 11:10
23. Laut

diversen Studien isst jeder Deutsche pro Jahr ca. 60,2KG Fleisch, da frage ich mich als Fleischesser doch, wer mein Fleisch isst, denn wir haben in unserem 2 Personenhaushalt mal durchgerechnet, und kommen mit allem was mit Fleisch zu tun hat auf knapp 200-300g pro Person, und nach den Studien müssten es ca. 1,15KG sein.
Also wer isst mein Fleisch.
Sicher müssen wir noch gewaltig umdenken, und von daher halte ich eine Erhöhung der Fleischpreise für eine Gute Idee, unsere Bedingung allerdings ist, das dieses mehr an Geld nur an Bauern ausgezahlt wird, welche ökologisch und nach Neuland/Demeter Regeln arbeitet. Die Massentierhaltung sollte ganz unterbunden werden. Und Schweine- bzw. Rindermastbetriebe welche Ihre Gülle weitergeben, müssen Nachweisen, das Sie den Boden nicht mehr als zulässig "Düngt". Heißt jeder Tierquäler = Massentierhaltung darf nur so viel Gülle produzieren wie Er auch Rechtskonform "entsorgen" kann, heißt Nachweis von Flächen. Und Gülleimport z. B. aus den Niederlanden sollte bis dahin ganz untersagt werden, die dürfen gerne Ihren eigenen Grund und Boden verseuchen.

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captain twang 08.08.2019, 11:10
24. Unbequeme Wahrheiten

Und die Politik muss reagieren. Sehe schwarz, dass dass Wahlvolk mitmacht.

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mariakar 08.08.2019, 11:12
25. Wie viel an diesem hohen Fleischverzehr hat

auch damit zu tun, dass die Leute nicht mehr täglich selber kochen? Jeden Tag in der Kantine, in Schnellrestaurants, Tageskarte in den Lokalen usw. die überwiegend Fleisch oder Wurst auf ihren Tellern anbieten. Klar gibt es inzwischen auch Großkantinen, da wird 1 vegetarisches Essen angeboten, aber 3 und 4 mit Fleisch oder Wurst. Umgekehrt müsste es sein, so wie ich noch groß geworden bin. Sonntags gab es Fleisch und wenn was übrig war, gab es das noch einmal am Dienstag, ansosten fleischlos, auch viele süße Hauptgerichte, weil man halt eigenes Obst im Garten hatte. z.B. Griesbrei mit Himbeeren, Pfannkuchen mit Zwetschgenkompott, Aprikosenknödel usw. Viele Hauptgerichte bestanden aus Kartoffeln mit heimischem Gemüse, z.b. Kohl. Der war leider jahrelang verpöhnt, dabei ist das ein Superfood. Lieber kaufen die Leute die wasserintensive Avocado. Die gehört dringend aus dem Verkehr gezogen. 1 Avocado braucht rd. 1000 Liter Wasser. Wenn man bedenkt, dass der Mensch im Schnitt 2 Liter Trinkwasser braucht, könnte er davon 500 Tage abdecken.
Es gibt viele so kleine Stellschrauben. Also fangen wir an. Kleinvieh macht auch Mist. Und daran ist viel Wahres.

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quax1965 08.08.2019, 11:12
26. Wichtige Debatte

die Hauptverursacher sind allerdings in der Energieerzeugung, Verkehr und Heizen zu suchen. Somit sollten zuerst diese Punkte abgearbeitet werden. Ansonsten verlieren sich hier Vegetarier und Fleischkonsumenten in Grundsatz Diskusdionen ohne einen Schritt vorwärts.

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SaveTimE 08.08.2019, 11:13
27. Da scheint etwas in Bewegung...

... der IPCC fordert eine Agrawende....
Wird ja auch Zeit - nach jahrelanger Fixierung auf den Energiesektor.
Wenn aber gesagt wird, daß "Insgesamt sei Klimaschutz auch ein Beitrag zur Umkehr der Landdegradation.", dann wird die eingeschränkte Sicht der 'Experten' deutlich. Anders herum wird ein Schuh draus!! Die Umkehr der Landdegeneration ist der beste Klimaschutz!! Die Böden könnten mehr CO2 speichern als wir emitieren. Und auch noch ertragreicher sein als heute. Nur, wenn wir meinen aus allem 'Gewinn' in Form von Geld und Macht erzeugen zu müssen, klappt das nicht...
Es braucht: Gülle Verbot, Flächenkompostierung, Umbau der Holzwirtschaft, Schwarzerde Produktion, Verkleinerung der Ackerflächen (Hecken und Randstreifen), naturierung von Flussläufen,... Die Liste der Lösungen ist lang, die Kosten überschaubar, da leicht einzupreisen, nur, der Wille fehlt, da all dies dem Dogma des 'freien Marktes' der 'alles zum wohle aller' regelt widerspricht...
Es ist 'das System', das es zu überwinden gilt, dann klappt es auch mit dem 'Klimaschutz'.

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audaxaudax 08.08.2019, 11:13
28. Chinesen, Inder und Afrikaner

haben auch einen Appetit auf Fleisch. Wenn die beginnen richtig Fleisch zu konsumieren gibt es Probleme. Wir Deutschen sollen ein gutes Beispiel sein, sind aber nur 84 Millionen im Vergleich zu 3 Milliarden potentiellen Fleischessern.

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rami.kowalski 08.08.2019, 11:15
29. Vergebliche Augenwischerei

Solange es keine weltweite Beschränkung des Bevölkerungswachstums gibt (1-Kind-Politik), sind alle Empfehlungen des Klimarats fromme Wünsche.

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