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Spiel im Team: Künstliche Intelligenz schlägt Mensch bei "Quake III Arena"
DeepMind

Forscher haben eine künstliche Intelligenz hunderttausende Male "Quake III Arena" spielen lassen. Am Schluss arbeiteten die Maschinen-Agenten so gut zusammen, dass menschliche Teams kaum eine Chance hatten.

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Kasob 31.05.2019, 12:10
1. Vergleich hinkt.

Ein Algorithmus denkt in Lichtgeschwindigkeit, ein Mensch nicht. Ein Mensch muss Informationen über das Auge aufnehmen, dass Gehirn verarbeitet es und gibt es an die Hand weiter. Ein Algorithmus muss das nicht. Ein Mensch vergisst, ein Algorithmus nicht.

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Ronald Dae 31.05.2019, 12:18
2. Fürchtet euch nicht (es sei denn, ihr seid Gamer :)

Man solle hier nicht glaube, diese Maschinen seien „intelligent“, denn die selben Maschinen können so simple Fragen, wie „Was ist unter dir?“ oder „Glaubst du an Gott?“ nicht beantworten. Soviel zum Attribut „intelligent“ dieser Kisten.

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IanCormac 31.05.2019, 12:37
3. Währenddessen der durchschnittliche KI-Gegner:

"wEr iSt TaKiK?!"
Spieleentwickler schaffen es bis heute nicht einen fordernden Schwierigkeitsgrad zu liefern, ohne die KI von Grund auf zu bevorteilen. Gegner müssen immer größer, stärker oder anderweitig Betrüger sein, um die Spieler nicht zu unterfordern. Immerhin wissen wir jetzt, dass es durchaus möglich wäre, es besser zu machen.

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TommFFM 31.05.2019, 12:44
4. So ziemlich alles unrichtig

Zitat von Kasob
Ein Algorithmus denkt in Lichtgeschwindigkeit, ein Mensch nicht. Ein Mensch muss Informationen über das Auge aufnehmen, dass Gehirn verarbeitet es und gibt es an die Hand weiter. Ein Algorithmus muss das nicht. Ein Mensch vergisst, ein Algorithmus nicht.
"Ein Algorithmus denkt in Lichtgeschwindigkeit, ein Mensch nicht."

Ein Algorithmus denkt nicht. Die Maßeinheit für die Geschwindigkeit von Datenverarbeitung ist nicht "denkt in Lichtgeschwindigkeit" sondern Operationen pro Sekunden. Der derzeit schnellste neuronale Rechner SpiNNaker hat derzeit 1 Millionen CPU Cores, welche
zwei Billionen Operationen pro Sekunde berechnen können. Der Supercomputer bildet damit 2 Millionen Neuronen ab. Das menschliche Gehirn hat etwa 100 Milliarden Neuronen, welche über 100 Billionen Synapsen verschaltet sind. Selbst der beste Supercomputer ist in punkto Rechenleistung dem Hirn unendlich weit unterlegen.


"Ein Mensch muss Informationen über das Auge aufnehmen, dass Gehirn verarbeitet es und gibt es an die Hand weiter. Ein Algorithmus muss das nicht."
Die angesprochene KI muss Informationen über das Bild ("Auge") aufnehmen und verarbeiten. Wie das Gehirn. Anschließend muss diese ausgewertet werden und schließlich die Reaktion ermittelt und an die API ("Hand") geleitet werden.


"Ein Mensch vergisst, ein Algorithmus nicht."

Das Menschliche Hirn priorisiert Daten u.A. über die Intensität und Anzahl der verschalteten Neuronen. "Vergessen" wird nur was unwichtig erscheint. Die KI muss das ebenfalls, ansonsten hätte sie mehr Daten zu verarbeiten als dies Möglich ist und ihre Reaktionszeit läge wohl eher bei Minuten oder Stunden, statt unter einer Sekunde.

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RG30659 31.05.2019, 12:45
5. Das Ende von Putzig

Das liest sich ja erstmal ganz putzig und ist in der Tat kein Maßstab tatsächlicher Intelligenz. Eine solche KI ist derzeit ein “one-trick-pony”. Jedoch ergibt sich hier (nicht zum ersten Mal) eine beunruhigende Perspektive. Autonom agierende Dronen müssen nicht mehr können um einen enormen militärischen Mehrwert zu bieten. Einziger Pferdefuß, der bisher den Einsatz solcher Systeme gebremst hat: Taktische Unterlegenheit gegenüber der menschlichen Komponente eines ferngesteuerten/teilautonomen Systems. Das könnte hiermit passé sein. Demnach besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, das Soldaten bald gegen autonome Maschinen kämpfen. Man muss kein Apokalyptiker sein um das gruselig zu finden.

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BobJo 31.05.2019, 12:47
6. Selbst der stärkste in-game ki war Besser als jeder Mensch

ich kann mich gut an das Game erinnern, habe es seinerzeit viel gespielt und kann sagen dass der normale in-game KI-Gegner auf höchstem Level unschlagbar war. Man wurde gesichtet und war quasie erledigt.
Aus diesen Artikel geht nicht hervor daß es explizit nicht um das Zielvermögen geht. Dafür muss man selbst recherchieren.

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sento 31.05.2019, 12:51
7. Jahre...

450.000 Spiele a 5 Minuten = 37.500h reine Spielzeit in normaler Geschwindigkeit. Die KI wurde wahrscheinlich an 100 Rechnern gleichzeitig eingesetzt, sonst liefe der Versuch noch. Schafft es ein Gamer 10h am Tag an 7 Tagen die Woche zu spielen, so ergeben sich knapp 10 Jahre Trainingszeit. Ohne Unterbrechungen, jeden Tag, immer das gleiche Spiel, da der menschliche Gamer dummerweise seine Intelligenz nicht mit anderen teilen kann, wie dies die KI getan haben wird. Q3 Arena ist seit knapp 20 Jahren (Ende 1999) veröffentlicht, vielleicht gibt es ja einen Menschen, der die letzten 10 Jahre Q3 gespielt hat und somit im Training ist, ich melde mich, wenn ich sie/ihn in meinem Bekanntenkreis gefunden habe. Solange kann man über die Erwartungswahrscheinlichkeit des vorliegenden Ergebnisses dieser Studie sinieren...

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sento 31.05.2019, 12:53
8. Jahre...

450.000 Spiele a 5 Minuten = 37.500h reine Spielzeit in normaler Geschwindigkeit. Die KI wurde wahrscheinlich an 100 Rechnern gleichzeitig eingesetzt, sonst liefe der Versuch noch. Schafft es ein Gamer 10h am Tag an 7 Tagen die Woche zu spielen, so ergeben sich knapp 10 Jahre Trainingszeit. Ohne Unterbrechungen, jeden Tag, immer das gleiche Spiel, da der menschliche Gamer dummerweise seine Intelligenz nicht mit anderen teilen kann, wie dies die KI getan haben wird. Q3 Arena ist seit knapp 20 Jahren (Ende 1999) veröffentlicht, vielleicht gibt es ja einen Menschen, der die letzten 10 Jahre Q3 gespielt hat und somit im Training ist, ich melde mich, wenn ich sie/ihn in meinem Bekanntenkreis gefunden habe. Solange kann man über die Erwartungswahrscheinlichkeit des vorliegenden Ergebnisses dieser Studie sinieren...

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benmartin70 31.05.2019, 12:55
9.

Zitat von Kasob
Ein Algorithmus denkt in Lichtgeschwindigkeit, ein Mensch nicht. Ein Mensch muss Informationen über das Auge aufnehmen, dass Gehirn verarbeitet es und gibt es an die Hand weiter. Ein Algorithmus muss das nicht. Ein Mensch vergisst, ein Algorithmus nicht.
Ein Algorythmus kann nur so schnell "denken" wie es die Technik zulässt und das ist sicher nicht Lichtgeschwindigkeit.
Das kann maximal die Leitungsgeschwindigkeit für elektrische Signale sein......

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