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Sprachforschung: "In Deutschland sterben die Dialekte aus"

Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache Westeuropas, mit diversen regionalen Dialekten. Doch diese Vielfalt hat in Deutschland keine Zukunft - sagt Sprachforscher Stephan Elspaß im Interview.

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TheK79 26.04.2015, 22:46
210.

Sprache wurde einst geschaffen, um Menschen miteinander zu verbinden – heute dient sie oftmals dem genauen Gegenteil…

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Binideppert? 27.04.2015, 23:01
211. Der Sprachforscher...

...sollte noch ein wenig nachsitzen. Eine Brotzeit gibt es nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch daheim oder im Biergarten oder wo auch immer. Zwischen Pfannkuchen und Omelette gibt es einen gewaltigen Unterschied. Und ein Kartoffelbrei hat mit Kartoffelstampf überhaupt nichts zu tun. Und meine Sprache wird weder in Ostbayern noch in Niederbayern gesprochen, sondern in München!

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napu 27.04.2015, 23:10
212. Wer spricht denn heute noch Deutsch?

Deutsch spricht man doch höchstens sporadisch in der Freizeit, z.B. wenn man seine Eltern und Großeltern besucht - oder auf SPON kommentiert. Ein paar Altnazis sprechen natürlich auch noch Deutsch. Aber im Beruf und in der Freizeit spricht man heute doch fast nur noch Englisch.
Ich habe Intensivkurse bei Native Speakern und Logopäden gemacht, um jeglichen deutschen Akzent loszuwerden. Es muss ja nicht sein, dass man beim Englischsprechen wegen eines deutschen Akzents gleich für einen Nazi gehalten wird. Und Deutsch ist nunmal die Sprache der Nazis.

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1234.5 27.04.2015, 23:16
213. Sprache entwickelt sich halt

Das ist auch kein deutsches Phänomen. Genau wie Dialekte entstanden sind verschwinden sie auch wieder. Wie reden ja auch nicht mehr wie im Mittelalter um ein Beispiel zu nennen.

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Fakler 27.04.2015, 23:18
214. Vielfalt

Die Frage ist ob die Welt Vielfalt, oder Identität und Persönlichkeit braucht. Wörter, Ausdrücke stehen auch für Dinge - und wenn es diese nicht mehr gibt, fehlen auch letztere, fehlen auch Persönlichkeit und Identität und die Möglichkeit von Kritik oder kritischen Handeln geht zugrunde.

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postit2012 27.04.2015, 23:35
215. Madonna, wie schön,

Zitat von Putenbuch
finde ich die feindliche Haltung vieler Foristen der eigenen Sprache gegenüber. Als eingeborene Berlinerin .... ...
dass Sie das alles bemerkt haben.

Bei Gelegenheit willkommen zu einem Zwetschgendatschi in Augsburg ;-)

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unsinkbar2 27.04.2015, 23:35
216. Gottseidank

Finde ich gut, dass die Dialekte langsam verschwinden. Lesen und Schreiben ist auch einfacher, wenn man Hochdeutsch kann. Ehrlich gesagt ziehe ich innerlich immer 10-20 IQ-Punkte ab wenn ich jemanden Dialekt sprechen höre. Da schüttelt es mich. Seitenbacher-Werbung..

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vwl_marlene 27.04.2015, 23:40
217.

Zitat von carlitom
Ich habe festgestellt, dass ich und alle, die ich kenne, mit gutem Willen beide Dialekte und jeden anderen sehr wohl verstehen kann. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass in den meisten Fällen der gute Wille oder meinetwegen das feine Gehör fehlt.
Tja, vielleicht. In besagtem Seminar sassen als Betreuer ich (aufgewachsen in Suedwestdeutschland, Lehre in der Naehe von Rosenheim, Mutter aus Norddeutschland, Vater jiddisch-sprechend), ein Bayuware, ein Pfaelzer und ein Westfale. Ich spreche nur Hochdeutsch (und ein paar Fremdsprachen), aber keinen Dialekt. Ich verstehe die Amish in Ohio, die Pennsyvania-Deutsch sprechen. Besagten Studenten aus BW haben wir nicht verstanden. Wir baten, dass er den Vortrag auf Hochdeutsch halten solle. Das war nicht moeglich. Er meinte, dass er stolz auf seinen Dialekt sei und ohnehin kein Hochdeutsch koenne und in der Schule haetten sie denn auch immer Dialekt gesprochen. Und da sehe ich ein Problem: Sprache dient der Kommunkation. Wenn man aber nur Dialekt gelernt hat und die Amtssprache nicht (fliessend) sprechen kann, dann wird es schwierig, wenn man aus seinem Dorf heraus geht. Und ich bin wirklich der Meinung, dass ich verlangen kann, dass im oeffentlichen Raum die Amtssprache bzw. an Universitaeten die betreffende Unterrichtssprache gesprochen wird und nicht etwa ein Dialekt, der nur bedingt oder nur unter grosser Anstrengung von den anderen Nicht-Dialektsprechern verstanden wird.

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vwl_marlene 27.04.2015, 23:44
218.

Zitat von lustigermichel
Leute mit Hochdeutsch im Privaten und auch untereinander im Geschäftsleben sind mir suspekt. Hochdeutsch ist sterilisiert und kalt - so unpersönlich und kompliziert. Ich muss meine bayerischen und schwäbischen Wurzeln nicht verleugnen, warum auch?
Menschen aus der Naehe von Hannover sind Ihnen suspekt?

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helro56 27.04.2015, 23:48
219. schade wäre es, die Dialekte in Deutschland..

zu vermissen! immer wieder konnte ich aufgrund meines
fränkischen ( Nämberch/Färth) begründeten Dialekts,
den ich auch völlig ausschalten kann! immer wieder zu
Diskussionen selbst in Florida befragt wurde , ob dem
dies dem Österreichischem ähnlich ist. Ich hatte sehr
viel Spass dabei und hoffentlich bleibt es dabei!
des soll su bleim wies is, habbter miech verstand'n ?

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