Forum: Wissenschaft
"Spukhafte Fernwirkung": Und Einstein hatte doch nicht Recht
Imago/ Eibner

In der Quantenphysik beeinflussen sich Teilchen über große Entfernungen hinweg. Das glauben Sie nicht? Dann geht es Ihnen wie Albert Einstein. Doch das Genie lag falsch.

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mhwse 09.02.2017, 13:31
60. die Quantenexperimentatoren halten es traditionell lieber

Zitat von Steffen Gerlach
Ich habe es auch nie verstanden. Was hindert die Physiker daran, die angebliche Gleichzeitigkeit von Zuständen statt dessen ganz konventionell als schlichte Unkenntnis des Zustands zu betrachten? Ein Gedankenexperiment: Ein Roboter legt ein Ei zusammen mit zwei Holzwürfeln in eine Mikrowelle und bestrahlt das Ei mit einer Intensität, die so bemessen ist, dass das Ei mit 50% Wahrscheinlichkeit platzt. Dann verpackt der Roboter die beiden Holzwürfel, die nun beide mit 50% Wahrscheinlichkeit mit Ei bespritzt sind, und zwar beide oder beide nicht, in Päckchen. Ich erhalte die verschlossenen Päckchen. Eins behalte ich, eins schicke ich meinem Onkel Klaus. Dann öffne ich mein Päckchen. Nun die Interpretation: Bis zum Öffnen eines Päckchens haben die Würfel beide Zustände gleichzeitig, bespritzt und nicht. Erst durch das Öffnen wird der Zustand des enthaltenen Würfels festgelegt. Und, man staune, dadurch wird auch der Zustand des anderen Würfels durch eine wundersame Fernwirkung in gleicher Weise festgelegt. Habe ich mein Ei auf den bespritzten Zustand festgelegt, dann gleichzeitig auch das bei Onkel Klaus. Ebenso würde der unbespritzte Zustand übertragen. Was ist in der Quantenphysik anders, so dass dort Sinn hat, was hier offensichtlicher Mumpitz ist?
mit Katzen (die tot und lebendig zu gleich sind ..) -

zweitens wird genau der Zustand was zu übertragen ist erst nach dem Versenden festgelegt.

Das will das Experiment bewiesen - und Ihre Zweifel werden durchaus von allen Beteiligten geteilt ..

Damit eben keiner schummelt/schummeln kann.. (man will an Banken und Militär liefern .. und Geld von denen, um sich später einen noch viel tolleren Quantencomputer basteln zu können ..)

Nutzt man eine unbekannte, weil 600 Jahre alte Zufallsquelle ..

gut man hätte Captain Kirk per Warp 9 hin schicken können und ihm sagen wie er morsen soll - nur der WARP Antrieb ist noch nicht erfunden ..

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Kosmolan 09.02.2017, 13:35
61. Es ist nicht möglich,

Zitat von 200MOTELS
Wir leben in einer Simulation, und damit es zufällig aussieht hat jeder Mensch seine eigenen Variablen. Beispiel: Alle unsere Sinne liefern Sinneseindrücke ins Gehirn. Jeder sinnliche Input wie z.B. Geruch, Optik, Geräusch, Berührung, usw wird dabei angeblich von den Sinnesorganen in Strom umgewandelt und ins Gehirn geschickt. und dort werden alle Ströme in die gefühlte oder vermeindliche Realität umgewandelt. Das bedeutet aber auch dass ein Computer auf einer anderen Welt der älter als 600 Jahre ist diese Ströme simulieren könnte da er ja eine sehr hohe Entwicklungsstufe hat. Wir glauben also nur dass wir uns auf der Erde befinden, und demzufolge sind solche Experimente ein Schritt zur Erkenntnis dass wir nicht sind !
dass ein Computer für Milliarden von Menschen eine Realität erzeugt, die alle Aspekte unseres Lebens abdeckt. Er müsste nicht nur unser Leben, unsere Welt, sondern auch das Universum das wir sehen und erleben simulieren vom größten Stern bis hinunter in die kleinsten Bestandteile der Atome.

Diese Rechenleistung ist einfach unmöglich.

Entweder ihr Beitrag war nicht ernst gemeint oder Sie haben sich zu oft die Matrixtrilogie angesehen.

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doktorbob 09.02.2017, 13:35
62. @HaioForler

...die Frage nach dem Warum kann man letztlich nicht beantworten.
Man landet immer beim Bigbang und da man das Warum bei diesem Ereignis auch
nicht fassen kann bleibt Gott übrig,der ja bekanntermaßen keine Ursache braucht
(was immer das auch bedeuten mag). Kopf kratz...

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schuhks 09.02.2017, 13:36
63. Bellsche Ungleichung

Zitat von Zambi
Einer, der das Beispiel verstanden hat, Ergänzend wäre dann folgendes zu sagen: Es könnte doch sein, dass das Photon oder dual die Lichtwelle noch eine 3., 4., 5., Komponente besitzt, die gar nicht bekannt ist. Erst wenn ich alle Attribute eines Objektes kenne (wer ist sich da aber sicher), kann ich voraussagen wie es sich in allen Situationen verhalten wird.
Genau das wurde ja mit den Experimenten ausgeschlossen. die Richtigkeit der ´Bellschen Ungleichung´ wurde bestätigt, es gibt keine verborgenen Parameter. Das schöne an Photonen ist ja, dass da nur der Spin ist, ´links´oder ´rechts´ rum , sonst nichts, keine Ruhemasse, keine Ladung.

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karin_mainz 09.02.2017, 13:38
64.

Zitat von binismus
Zum jetzigen Zeitpunkt eine solche Behauptung aufzustellen halte ich, zumindest, für verfrüht. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass manche "Wissenschaftler" vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sehen. Denn in der Einfachheit liegt die wahre Genialität. Ich denke halt wie ein Kind. Ich denke wie ... Einstein. Und das fängt damit an, dass die Bezeichnung "Teilchen" schon falsch ist. Und, dass die (Teilchen) schöpferische Energie, (Gott) nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum" handelt. ( Trial and error.) Das Ganze beruht auf der "Erkenntnis der binären Grundlage allen Seins." Der Ausgewogenheit der Gegensätze und somit eines Ganzen. Sie können das Universum an einer Stelle kitzeln und es wird überall, bis in den letzten Winkel gespürt. Weil alle (Teilchen) Energiefelder miteinander in Kontakt stehen. genau so, wie es "ruhende" Energie, wie "aktive" Energie gibt! Alles klar?
Nein, das ist mir zu esoterisch.
Und nein, Einstein hat sicherlich nicht gedacht wie ein Kind.
Auch die Relativitätstheorie wäre "entdeckt" worden, nur etwas später von jemandem Anderen, wenn man sich mit der Geschichte dieser Theorie, insbesondere der mathematischen Grundlagen etwas näher beschäftigt, erkennt man schnell, dass Einstein hier nicht bei Null angefangen hat.
(Was sein Genie in keinster Weise schmälert)

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IB_31 09.02.2017, 13:45
65.

Zitat von Steffen Gerlach
Was ist in der Quantenphysik anders, so dass dort Sinn hat, was hier offensichtlicher Mumpitz ist?
Das was man:

Bellsche Ungleichungnennt.

John Bell zeigte 1964 mathematisch, dass sich bestimmte Quantenkorrelationen – anders als alle anderen Korrelationen im Universum – nicht auf eine lokale Ursache zurückführen lassen.

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schwerpunkt 09.02.2017, 13:48
66.

Zitat von tmhamacher1
Solche Artikel sind immer amüsant, weil etwas gefeiert wird, was zutiefst unerfreulich ist. Einstein hat für eine deterministische Physik gekämpft, weil er erkannt hat, dass das Gegenteil eine Physik ist, die die Dinge nicht bis ins Letzte erklären kann. Jetzt wird immer wieder bestätigt, dass eine deterministische Physik unmöglich ist, also werden wir die Kräfte, die die Dinge im Innersten zusammenhalten, wohl niemals mit kausalen Gesetzen beschreiben können. Deshalb stellt sich die Frage: Warum wird da gejubelt?
Determinismus und Erklärbarkeit sind zwei verschiedene Dinge. Durch die Quantenmechanik wird das Universum bzw. die Physik nicht weniger erklärbar. Im Gegenteil. Die Quantenmechanik lässt sogar sehr vieles erklärbar werden, was in einem vollkommen deterministischem Universum nicht der Fall wäre.
Sogar der Urknall als ursachenlose Wirkung, wird somit erklärbar ohne einen irgendwie gearteten Schöpfer als "Ursache" annehmen zu müssen. Er (der Urknall) wird sogar zwangsläufig.

Man erkennt erst mit der Quantenmechanik WAS die Welt im Innersten zusammenhält, eben genau durch den Umstand, dass im Mikrokosmos die Kausalität nicht mehr zwangsläufig ist, eine Wirkung ohne Ursache auftreten kann bzw. sich die Ursache (also die Voraussetzung für die beobachtete Wirkung) aus der Zukunft borgt. Eine Art quantenmechanischer, zinsloser Kredit.

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Knossos 09.02.2017, 13:52
67.

Zitat von protoscorsair
... "Viele Welten Theorie", die vereinfacht sagt: Alle möglichen Ausgänge eines Experiments treten auch ein. Wenn man z.B. eine Münze wirft und Zahl bekommt, entsteht gleichzeitig ein anderen Universum, in der das Ergebnis "Kopf ist" und in beiden Welten lebt der Werfer dann mit dem Ergebbnis weiter (ohne von der anderen Welt zu wissen).
Die soll in Fachkreisen als plausibel gelten. X hoch 120 seit dem Urknall.

Demnach habe ich mich als Jungspunt doch noch überwinden können. Muttern darum anzuhauen, mir für 30 Riesen MS-Aktien zu erstehen. -Wurde dann zum Multimilliardär und trug -wenn nicht zuvor ermordet- zu einer humanistischen Tendenz globaler Lage bei.
Nur, warum zum Teufel, ist die hiesige Version von mir dazu verdammt, offenen Auges mitzuerlebben, wie ganze andere Konsorten Superreicher das galaktische Edelweiß vernichten?

Was sagt die Quantenphysik eigentlich zu Rollentausch? Mein diesbezüglicher Zwillingsbruder hat schließlich mit 35 Jahren Frieden, Freude, Eierkuchen genug erlebt und könnte sich, der Abwechslung und Fairness halber, hier in der Erdenausgabe des Irrsinns entgeistern lassen.

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schwerpunkt 09.02.2017, 13:53
68.

Zitat von doktorbob
...die Frage nach dem Warum kann man letztlich nicht beantworten. Man landet immer beim Bigbang und da man das Warum bei diesem Ereignis auch nicht fassen kann bleibt Gott übrig,der ja bekanntermaßen keine Ursache braucht (was immer das auch bedeuten mag). Kopf kratz...
Weshalb sehen Sie diesen Gott (Schöpfer) als etwas an, das keine Ursache benötigt, aber beim Urknall selbst scheint diese Vorstellung nicht zu funktionieren? Das es diese ursachenlosen Wirkungen bzw. Ereignisse gibt ist sehr gut experimentell dokumentiert. Diese Experimente sind sogar denkbar simpel im Aufbau, weswegen sie schon in der Oberstufe des Gymnasiums durchgeführt werden können (auch wenn viele Physiklehrer sich der Konsequenzen dessen, was sie da vorführen auch nicht immer 100%ig im Klaren sind - "Das ist halt so"). Insofern gibt es u jedem Zeitpunkt unzählig viele kleine Urknälle -- überall um uns herum. Auch wenn wir sie nicht wahrnehmen, da sie in der makroskopischen Suppe, die wir Realität nennen untergehen.

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Johannes60 09.02.2017, 14:00
69. Fernwirkung

Photonen sind ja ohnehin recht merkwürdige "Gesellen". Da sie sich mit Lichtgeschwindigkeit durch den Raum bewegen, ist gemäß Relativitätstheorie in ihrem Eigensystem die Zeit, die sie von Ort A nach Ort B benötigen, Null und die Strecke zwischen A und B ist ebenfalls Null. Was da im System eines Beobachters als Fernwirkung erscheint, ist im System der Photonen alles andere als eine "FERN-Wirkung".

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