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Staffelfinale: "Game of Thrones", kurz erklärt
HBO/ Sky

Am Sonntagabend läuft die letzte Folge der vorletzten Staffel "Game of Thrones". Die Serie ist ein globales Phänomen, von Bulgarien bis Myanmar. Aber warum eigentlich? Ein Erklärungsversuch.

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Zaunsfeld 27.08.2017, 14:40
30.

Zitat von h.weidmann
Bedeutet das, dass man sich in absehbarer Zeit in den Pausen in der Firma wieder über andere Themen unterhalten kann, z.B. über die real existierenden Schweinereien der Menschheit?
Gehen Sie doch einfach raus, wenn die Kollegen sich unterhalten.

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peter_huebert 27.08.2017, 14:40
31. "so wie" und nicht "weil

Lieber Louis_Driver, lesen Sie den den letzten Absatz des Artikels nochmal: "So wie die echte Menschheit den Klimawandel zwar kommen sieht, aber aufgrund von Machtspielen und Egoismen unfähig scheint, ihm adäquat zu begegnen, so sind die Mächtigen von Westeros zu sehr mit sich selbst, ihren Armeen und Geschlechtsteilen beschäftigt, um den nahenden Untergang ernstzunehmen." "So wie" und nicht "weil". Das macht einen Unterschied. ;-)

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invisibleman 27.08.2017, 14:46
32. Wohl wahr

Zitat von Ossifriese
Die seltenen Perlen wirklich interessanter Menschen und Geschichten kann man an einer Hand abzählen. Der Rest ist Routine.
GoT ist excellent gemacht und sehr kurzweilig.
Richtig begeistert war ich von Fargo1.
Naja, Coen-Brüder eben.

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guiwa 27.08.2017, 14:47
33. Scheint

Zitat von ollis.post
Ich habe nicht eine Folge davon gesehen. Und dabei wird es wohl auch bleiben.
als wären wir da in der Minderheit

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Cochrane 27.08.2017, 14:54
34. Erfolg von GoT

Im Grunde ist wie bei Tolkien oder Frank Herbert alles aus Mythologien abgekupfert. Im Vergleich zu unseren Vorfahren ist unsere Wahrnehmung durch Informationsflut so abgestumpft, daß wir Mythisches nur noch visualisiert wahrnehmen können, anstatt den Atem des Drachen selbst auf einer morgendlichen Herbstwiese wahrzunehmen. In GoT scheitern auch Götter und Glaubenswelten, eben weil sie viel realer sind als unsere für-
blöde-Schafhirten-Religion. Daß der Schreiberling auch noch seine moderne Glaubenswelt mit in die Serie eininterpretiert, diskreditiert die Leistung des Buch-Autors, der Drehbuch-Autoren, der Produzenten und Protagonisten. Sie sind viel besser, weil ehrlicher als unsere aktuellen Glaubensmissionare, wie zB Franziskus oder hier Herr Stöcker. GoT ist eine Erinnerung an unser aller wirkliches Leben vor der Stöckerchen Degeneration aus dem Orient. Als diese nämlich um sich griff, dachten viele, ach seien wir klüger und akzeptieren wir den biblischen/kuranischen Schwachsinn und geben nach. Unsere Vorfahren konnten sich nicht vorstellen, daß wir dadurch heute blöder geworden sind, als sie damals waren. Niemand leugnet irgendeinen ewigen Klimawandel. Nur wie Herr Stöcker im Größenwahn sich die Dornenpeitsche um den Leib zu schlagen und Mea Culpa, mea maxima Culpa zu brüllen, läßt uns zu blöden Schafen werden, anstatt zu denkenden Falken. Und in GoT sind wir Falken, was auch dem Erfolg und auch dem Mißerfolg im dualen Universum des Menschseins entspricht.

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zdiode 27.08.2017, 14:54
35. Da bin ich aber froh

das die vielen Weltverbesserer hier nix zu melden haben....
.... Jeder wie er mag.

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omnium_consensu 27.08.2017, 15:05
36. ...ein einfaches Rezept!

nachdem ich letztens eine Folge der Reihe ertragen musste, erkläre ich mir den Erfolg so: der intellektuelle Anspruch eines Rosamunde Pilcher-Werkes, dargestellt im "so-stelle-ich mir-das düstere-Mittelalter-vor"-Look mit Fantasy-Versatzstücken, gepaart mit viel Sex and Crime (bzw. Gewalt) - fertig ist der Quotenknüller!

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yasieda 27.08.2017, 15:19
37. Sex und Gewalt

Ich muss zwar zugeben, dass ich mittendrin mir mal 2,5 Folgen angesehen haben, aber dann wurde mir auch schon schlecht. Es wird nicht versucht irgendeine "humanistische" Botschaft zu senden. Mit mehr oder weniger gelungenen Sexphantasien und zügellosen Gewaltorgien bedient man sein geistiges Klientel und überlässt es der moralischen Verwesung.

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Newspeak 27.08.2017, 15:21
38. ...

"Wenn es hier eine zentrale Botschaft gibt, dann diese: Die Welt ist grausam. Freut euch, wenn es die richtigen trifft."

Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir geht es auch ohne GoT genauso. Aber wenn man einmal das Oberflaechliche fuer einen Moment verlaesst. Was heisst das denn wirklich?

Wenn ich heute ins Kino gehe, sehe ich Trailer fuer Superheldenfilme, die Leni Riefenstahl zur Ehre gereichen. Soviel protofaschistische Gewaltverherrlichung gab es lange nicht. Das geht weit ueber das Uebliche Gemetzel hinaus, weil ueber die Superheldenstories eine ideologische Unterfuetterung stattfindet. Es geht um den Kampf Gut gegen Boese, es geht darum, wer qua Geburt die Wahrheit kennt und repraesentiert, und Gnade wird keine gegeben, das Boese wird grundsaetzlich vernichtet. Ich weiss nicht, aber mir macht das Sorgen. Ich sehe es auch nicht als die harmlose Popcorn Blockbuster Unterhaltung an, die es vorgibt, zu sein. Das Ganze ist vielmehr das Abbild eines kollektiven Gefuehls, so scheint es mir. Hier werden Dinge vorweggenommen, die diffus schon in der Wirklichkeit angelegt sind. Es gibt Studien nach denen die Brutalitaet von Konflikten mit der Dauer der friedlichen Zeit davor korreliert. Wenn diese Dinge einen grossen Konflikt ankuendigen, sagen wir einen Buergerkrieg in den USA, eine Revolution oder einen Krieg in Europa, dann wird das sehr unschoen werden, um es mal vorsichtig auszudruecken.

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nick_neuer 27.08.2017, 15:27
39. Zweifellos...

Zitat von veritas31
Tut mir leid, aber ich brauche so ein Gedöns nicht. Mein Leben spielt sich nicht vor dem Fernseher ab. Mag ja sein, dass es eine handwerklich gute Serie ist und mag auch sein, dass man damit gut sein Hirn "aushängen" kann aber es gibt wichtigeres. Nächstes Jahr kommt ohnehin die nächste "SuperMegaHammerSerie" und alle werden wie die Lemminge wieder vor der Glotze kleben....Oh man...
Zweifellos gibt es wichtigeres als Unterhaltung. Es gibt auch wichtigeres, als in einem Onlineforum seine Meinung zu etwas beizutragen, von dem man erklärtermaßen keine Ahnung hat. Trotzdem tun Sie es...Oh man...

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