Forum: Wissenschaft
Stand der Forschung: Es sieht zwar nicht so aus, aber wir können die Klimakrise noch
Kristi McCluer/ REUTERS

Die Ziele des Pariser Abkommens seien illusorisch, der Untergang der Menschheit nicht mehr zu vermeiden, liest man immer öfter. Defätismus macht sich breit - zu Recht? Ein Blick auf die Fakten.

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Das Pferd 18.09.2019, 18:09
1.

weiß eigentlich jemand, ob das Golf-Bild wirklich so aufgenommen wurde? Harald Lesch hat es auch schon verwendet, spricht eigentlich für eine Prüfung, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen.


- - - - - - Wir gehen davon aus, dass es echt ist. Das Bild wird in einer ganzen Serie von REUTERS angeboten. Es sieht zwar krass aus, wäre es aber nicht echt, hätte REUTERS es nicht im Angebot. Und: Das Bild ist mehreren Kategorien BILD DES JAHRES 2017 geworden! MfG Redaktion Forum

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andre_36 18.09.2019, 18:14
2.

Das ist aus naturwissenschaftlicher Sicht, sicher eine korrekte Darstellung. Aber Politiker entscheiden nicht nach wissenschaftlichen Aspekten, sondern in Hinblick auf Vorteilsgewinn für ihre Parteien und natürlich auch für ihre persönliche Karriere. Daher schließe ich mich den Defätisten an. Es wäre naiv, darauf zu hoffen, dass sich in irgendeinem kapitalistischem Staat die Regierung gegen die Interessen der Industrie- und Wirtschaftskartelle entscheiden würde. Dann hätten wir kaum noch Kriege.

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cosmopolitan75 18.09.2019, 18:25
3. Schleierhaft

Es ist schleierhaft, wie sich der Autor eine Co2-Reduktion auf Null vorstellt. Auch Biosprit stößt bei Verbrennung Co2 aus. Und wir dürfen nicht vergessen, dass bsp. in Brasilien einige der Regenwaldgebiete auch für den Anbau zur Gewinnung von Ethanol geholzt werden (Bio-Sprit).
Wenn überhaupt, dann ließe sich dies nur durch einen raschen Ausbau der Kernenergie erreichen, um so zumindest eine Reduzierung schaffen zu können.

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Ökofred 18.09.2019, 18:33
4. Das ist zu einfach

Zitat von andre_36
Das ist aus naturwissenschaftlicher Sicht, sicher eine korrekte Darstellung. Aber Politiker entscheiden nicht nach wissenschaftlichen Aspekten, sondern in Hinblick auf Vorteilsgewinn für ihre Parteien und natürlich auch für ihre persönliche Karriere. Daher schließe ich mich den Defätisten an. Es wäre naiv, darauf zu hoffen, dass sich in irgendeinem kapitalistischem Staat die Regierung gegen die Interessen der Industrie- und Wirtschaftskartelle entscheiden würde. Dann hätten wir kaum noch Kriege.
Wenn Politik so wäre hätten wir noch den Sauren Regen und man könnte im Rhein nicht schwimmen. Politiker spiegeln erst mal den Wählerwillen, besonders Frau Merkel weiss doch wie das geht. Wenn die Menschen das weitere Anwachsen der Temperatur gemeinsam ablehnen, wird auch die Politik Wege finden.

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textwerker 18.09.2019, 18:34
5. Bequemlichkeit ist der Schlüssel

Wenn es bequemer ist, sich klimaneutral zu verhalten, als die Umwelt zu verschmutzen, können wir das Ziel noch erreichen.

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Ökofred 18.09.2019, 18:35
6. ja ..schon..

Zitat von cosmopolitan75
Es ist schleierhaft, wie sich der Autor eine Co2-Reduktion auf Null vorstellt. Auch Biosprit stößt bei Verbrennung Co2 aus. Und wir dürfen nicht vergessen, dass bsp. in Brasilien einige der Regenwaldgebiete auch für den Anbau zur Gewinnung von Ethanol geholzt werden (Bio-Sprit). Wenn überhaupt, dann ließe sich dies nur durch einen raschen Ausbau der Kernenergie erreichen, um so zumindest eine Reduzierung schaffen zu können.
Biosprit "stößt" nur das CO2 aus, das vorher in den Pflanzen gebunden wurde. Beim fossilen Sprit gilt das in gewisser Weise auch, aber das "vorher" kann viel Mio Jahre her sein.
Biosprit alleine ist dennoch sicher nicht die Lösung.

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dieter-ploetze 18.09.2019, 18:37
7. die hoffnung stirbt zuletzt

das stimmt auch bei der klimaveraenderung. also muss man hoffen, auch wenn es vielleicht gegen die vernunft ist. denn ganz genaues wissen wir nicht. sich hier voellig auf die wissenschaft zu berufen, ist allerdings
schwierig. denn auch die wissenschaft zeichnet verschiedene szenarien. modelle die gestern noch als massstab galten, sind heute ueberholt. gerade jetzt hoeren wir doch, dass manches viel schneller geht als kurz zuvor noch berechnet. z.b., das eis der pole schmilzt viel schneller als angenommen, der permafrostboden taut bereits heute auf, statt, wie vorhergesagt, erst in einigen jahrzehnten. auch die gletscher schwinden schneller als vorher die berechnungen ergaben. das alles sind natuerlich gruende fuer defaetistisches denken, nur darf man dem nicht nachgeben, denn das waere die bankrotterklaerung. und wie sollte man damit zivilisiert weiter leben? ausserdem, wie gesagt, die hoffnung stirbt zuletzt und ohne hoffnung kein leben.

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taglöhner 18.09.2019, 18:41
8.

Defätismus ist schon deshalb unangemessen, weil endlich dringend Vorsorgemaßnahmen für die Folgen ergriffen werden müssen.
In diesem Zusammenhang ist die sonst selten zu lesende Klarstellung wichtig, dass nicht der Untergang, sondern erhebliche Verwerfungen zu erwarten sind.
Wie in allen Umweltdingen denke ich, dass in den Ländern, die unser Wohlstandsniveau oder auch nur ein ähnliches anstreben, der Klima-Leidensdruck noch eine ganze Weile nicht ausreichen wird, auf Entwicklungspotential zu verzichten.
Das Wichtigste für uns freie Länder ist, technologisch und wirtschaftlich die Spitze zu halten und damit die Demokratie über die Runden zu kriegen.

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tzoumaz 18.09.2019, 18:44
9. Herr Rahmsdorf...

die große Mehrheit Ihrer Kollegen ist da anderer Ansicht und ich auch. Das hat nichts mit Defätismus sondern mit Realismus zu tun. Knackpunkt: Sie leugnen die Klima-Krise. Die Krise ist längst da. Es geht darum eine Klimakatastrophe zu verhindern. Führende Wissenschaftler sagen: Selbst wenn wir weltweit sofort alle Emissionen stoppen könnten, würde es eine weitere Erderwärmung geben. Das ist wie bei einem Tanker, der 12 km Bremsweg hat. Beim Klima werden das, wenn überhaupt 50-100 Jahre sein. Vieles ist nicht mehr reversibel etwa das Auftauen der Permafrostböden wodurch das 10-mal schädlichere Methan in die Erd-Atmosphäre gelangt Auch die Wissenschaft sollte sich mal ehrlich machen und Maßnahmen vorschlagen, wie man sich auf die Auswirkungen besser vorbereitet.

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