Forum: Wissenschaft
Sternbild Zentaur: Erstmals Planet mit drei Sonnen fotografiert
DPA / NASA / JPL-Caltech / T. Pyle

Wir kennen nur eine Sonne - aber im Universum gibt es auch ganz andere Konstellationen. Nun haben Astronomen einen Planeten mit drei Zentralgestirnen abgelichtet - Leben dürfte es dort aber kaum geben.

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io_gbg 09.07.2016, 15:37
20. Exotisch?

"Dass es solche exotischen Systeme tatsächlich gibt, wissen Astronomen schon seit Längerem."


Im Wikipedia-Artikel "Doppelstern" heißt es
"Nach heutiger Erkenntnis sind jedoch 60 bis 70 % aller Sterne unserer Milchstraße Teil von Doppel- oder Mehrfachsternsystemen, was mit den physikalischen Bedingungen bei der Sternentstehung zusammenhängt."

Bis zu 70% der Fälle - als exotisch kann ich solche Häufigkeit nicht ansehen.

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knuty 09.07.2016, 16:46
21.

Zitat von io_gbg
"Dass es solche exotischen Systeme tatsächlich gibt, wissen Astronomen schon seit Längerem." Im Wikipedia-Artikel "Doppelstern" heißt es "Nach heutiger Erkenntnis sind jedoch 60 bis 70 % aller Sterne unserer Milchstraße Teil von Doppel- oder Mehrfachsternsystemen, was mit den physikalischen Bedingungen bei der Sternentstehung zusammenhängt." Bis zu 70% der Fälle - als exotisch kann ich solche Häufigkeit nicht ansehen.
Besserwissermodus ON:

exotisch = griechisch εξωτικός exōtikós, lateinisch exoticus, „auswärtig“, „fremdländisch“

und nicht "selten" oder ähnliches. Siehe auch "Exoplanet".

Besserwissermodus OFF

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knuty 09.07.2016, 16:52
22.

Zitat von herbert.wuenstel
Die Überschrift des Artikels ist irreführend. Man hat hier ein System aus drei Sternen fotografiert. Das Foto ist aber aus verschiedenen Aufnahmen zusammengesetzt und damit nicht wirklich zusammen fotografiert. Der Planet wurde nie und nimmer fotografiert, da er zu weit von uns entfernt ist und zu schwach leuchtet. Man weiß von ihm nur durch Helligkeitsschwankungen der Sterne, die er umrundet.
Vielleicht sollten Sie nochmals den Artikel aufrufen und sich auch die Bilderstrecke ansehen:

"Dieses Bild kombiniert Fotos der drei Sterne und des Planeten HD131399Ab. Es ist nach Angaben der Astronomen die erste derartige Aufnahme."

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paul_werner 09.07.2016, 17:38
23. Urknall

Na, dann soll der nicht gerade hellste Stern am hiesigen Forumsfirmament mal ein bisschen ausgeleuchtet werden: beim vermeintlichen "Tohuwabohu" handelt es sich wohl eher um ein "Bohei", das hier gemacht (oder auch nicht) wird. Und was der eifrig gegrüßte Gott ("am siebten Tage ruhte er") bei der Genese der Sternensysteme für eine Rolle gespielt haben soll, wüssten vermutlich nicht einmal Einstein und Galilei zu sagen. Wenn doppelt vorherrschend ist und einfach die Ausnahme, dann darf man über dreifach doch wohl trotzdem staunen. Was genau spricht jetzt dagegen?

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cavete 09.07.2016, 18:53
24. @15.

Vielen Dank fuer Ihre Reaktion auf meinen Beitrag.

"Werfen Sie jetzt den Wissenschaftlern die Irrtümer der Kirche vor? Sie bellen den falschen Baum an."

Es geht darum, daß in beiden "Disziplihnen" auf den Glauben nicht verzichtet werden kann, wenn man gewisse Ueberlegungen anstellt. Das gilt auch fuer Wissenschaffter. Und auch fuer jeden Nichtwissenschaftler.Denn viele Glaubenssaetze aus unserem taeglichen Leben, lassen sich im Zweifell vom Indiewieduum nicht auf wissensschaftliche Weise bestaetigen oder wiederlegen.

Das geschieht allefalls durch Abgleich mit tatsaechlichen Beobachtungen im eigenen Lebensumfeld. Also etwa, wenn der Wetterdienst wiederkehrend das Wetter fuer den flogenden Tag korrekt voraussagt. Dann beruht die Vorhersage auf wissenchatlichen Daten und Berechnungen, die ich im Zweifel selbst nur schwer oder gar nicht nachtsvollziehen0h kann, deren Wert, deren Stimmigkeit ich aber mit der Realitaet, dem tatsaechlichen Wettergeschen am naechsten Tag, abgelichen kann.

So gesehen, gewinne ich dann tagtaeglich durch dieses Indiz die wachsende Bestaetigung dafuer, daß die afu Wissenschaft basierenden Aussagen von Meteorologin bei kurzen Vorhersageperioten im wesentlichen verlaesslich sind - und das kann ich dann auch der Wissenschaft, mit meinem "Glauben" daran, zubilligen.

Es gibt also durchshaus Gemeinsamkiten zischen Wissenschaft und Religion. Darum ging es mir freilich nicht, sondern um die Offenheit und Akzeptanz gegenuber andren Sichtweisen, die manchesmal vielleicht auf der Strecke belibt, wenn es so etwas wie einen unterschelligen Druck unter Froschern in ihren Diciplinen gibt, sich einer "herrschenden" Auffaselung scheinbar anschliessen zu muessen.

Zwar gibt es vielleicht keinen wirklichen "Zwang" dazu, aber es besteht dann immer die Gefahr, von der Gehmeinschaf ignoirrt zu werdenn. Und es ist bekanntich ein wesentliches Merkmal wissenschaftlicher Abreit, zu forschen und die gewonnenen Daten auch zu publizieren. Ignoranz in einer derartigen Situation kaeme wohl einer Isolation nahe. Und die Wissenschaft lebt doch bekanntich vom Austaschu untereinanders.

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cavete 09.07.2016, 18:58
25. @15.

Docmen gibt es hier wie dort - im Glauben, wie auch in der Wissenschaft. Und Dogmen bergen stets auch das Potential von Häresie in sich, also den Abfall oder die Veweigerund, die Glaubenssaetze zu akzeptieren und anzuerkennen. Insoweit besteht hier sehr wohl eine Verbindung zur Wissenschaft. Es nennt sich dort nur nicht so.

Man koennte es aber vielleicht als Annalogie betrachten, wenn Wissenschaffter, die sich einem "herrschenden" Glauben nicht fuegen moegen, vielleicht so behandelt werden, wie ich es zuvor skizziert habe. Ich sehe gewisse Parallelen, trotz der unterschiedlichen Zielsetzung beider "Disziplinen". Fehlverhlaten der Kirche in der Vergangenheit geht nicht auf das Konto von Wissenschaftlern.

Damnit verhoehnte man letztlich doch nur Giordano Bruno und Galileo Galilei. Und das waere schlimm. Sie fuehren es selbst aus: "Für wissenschaftliche 'Häretiker' gibt es Nobelpreise." Es scheint also, Sie wissen um meine Argumente und Ausfruehungen. Bekennen Sie sich doch einfach dazu - es ist nur ein kleiner Schritt ... oder duerfen Sie mir nicht zustimmen?

Ich wende mich im Uerdingen nicht gegen Forschung - das waere ja noch schoener. Aber das verhindert nicht, daß man auch mal auf bestimmte Sachverhalte hinweisen kann, die vielleicht diskursionswuerdich erscheinen.Die Forderung, die Forschung einzustellen, koennen Sie meinem Leserbeitrag an keiner Stelle entnehmen, das waere willkuerich.

"Ergebnisoffenene Forschung gibt es NUR in der Wissenschaft - dort aber zuhauf. Der vorliegende Artikel ist ein weiteres Beispiel dafür."

Ich zweifele nicht daran, daß in großen Teilen der Wissenschaft ergebenistoffen gefroscht wird. In jeder Gruppe, so auch in de Wissenschaft, bilden sich aber meist Hierarchien aus, die auch tentenziell Meingnugen dominieren und praegen moechten. Vielleicht, weil sie eine gewisse Vorliebe dafuer hegen oder,
weil sie sich eine gewisse Autorritaet gegenueber anderen erwoben haben, die sie auch gelegentlich zum Vorschein bringen moechten. Die Gruende sind eher irrerelevant.

Der vorliegende Artikel von "SPON" ist nicht zu beanstanden. Er hat aber mit "ergebnisoffender Forschung" in der Wissenschaft im Kern nichts zu tun. Er berichtet ueber Forschungen und deren Ergebnisse. Und die haben mich zu meinen Anmerkungen bewodenn.

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cavete 09.07.2016, 19:04
26. @ 15.

Meine Frage in diesem Zusammengang: "Denn, was hat sich an den Computersimultantionen geaendert, was man nicht auch schon vorher haette beruecksichtigen koennen?" stellt sich noch immer, meine ich. Nicht als Vrowurf, legichlieg als Anregung.

Man koennte auch formullieren: Warum schliesst man vorn vornerein aus, was sich im Nachhinein dann doch als moeglich erweist? Wie waere es stattessen mit der Aussage gewesen:"Es ist wenig(er) wahrscheinlich, daß eine derartige Umlaufbahn von Planieten im fernen Sonnensystem tatsaechlich moeglich ist."

Wollte ich diese Frage nochmals provokativ schaerfen, dann formulierte ich beisspielweise:"Es ist zwar wenig(er) wahrscheinlich, daß eine derartige Umlaufbahn von Planieten im fernen Sonnensystem tatsaechlich moeglich ist - aber, nicht ausgeschlossen. Wir wissen es nicht, glauben aber, das recht genau einschaetzen zu koennen, weil wir ja Erfahrungen in unserem eigenen Sonnensytem gesammelt haben. Und, so wie es hier bei uns ist, so tickt das Universum."

Betet zur Buße 3 'Sonnensystem Unser'. Und nennen Sie es dann vielleicht Heliozentrik. Zeiten aendern sich eben.

Zugegeben, etwas ketzerisch solch eine Formulierung und vielleicht auch uebelzogen - aber, es verdeutlicht meine Beweggruende, glaube ich, recht anschauich.

Dass d a s aber nicht geschehen ist, es also keinerlei Vorbehalt gab,laesst sich kritisch hirnterfragen und war der Ausloescher fuer meinen Kommentar.

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Rikyu 09.07.2016, 21:38
27.

Lese ich die Forumsbeiträge zu diesem Artikel, dann denke ich mir: Nun ja, Deutschland wird zwar nicht Europameister im Fußball, der Weltmeistertitel im Besserwissen wird den Deutschen aber nicht zu nehmen sein.

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cavete 10.07.2016, 23:07
28. @ 16.

Zitat von AlaskaSaedelaere
Was Sie hier fordern, ist in der Wissenschaft schon lange üblich. Den geozentrischen Blick können Sie manchem Mitmenschen nachsagen, aber nicht den Wissenschaftlern. Schon gar nicht den Astronomen und Astrophysikern.
Ich moechte der Ordnung kurz auf Ihren Beitrag antworten, meine
aber, daß ich das Thema insgesamt in meiner Replik in den Beiträgen 25-27 ausfuehrlich abgehandelt habe.

So, daß hier weitere Ausfuehrungen dazu entbehrlich scheinen.

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naklar261 10.07.2016, 02:25
29. super warm oder?

dieser Planet wird im Sommer sicher richtig warm. Evtl. sollte man darueber nachdenken Strandanlagen und Pools als Touristenmagnet zu erbauen.

sollte es nicht eigendlich heissen Dreigestirn mit Planeten fotographiert?

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