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Stickoxid-Smog: Bundesregierung gibt Autoherstellern die Schuld
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In vielen deutschen Städten werden die gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxide überschritten. Die Bundesregierung macht dafür die Autohersteller verantwortlich: Würden ihre Dieselautos die Grenzwerte tatsächlich einhalten, wäre die Luft viel besser.

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manni.baum 04.10.2015, 16:11
190. Schuldfrage

die Hersteller, die Regierung, da gibt es noch einen Dritten : der Autokäufer ist gern bereit 1000.- für "infantilen Vorzeige-Schnickschnack" auszugeben aber nicht 200.- für bessere Abgas-Reinigung.

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wurmfortsatz 04.10.2015, 16:34
191.

Verantwortlich sind die Autobauer, die erzeugen mit ihren Fahrzeugen den Dreck. Schuld ist aber die Regierung, die lässt das nämlich zu.

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kasam 04.10.2015, 17:22
192. Sorry, aber die Bunderegierung

ist der Autolobby doch in den Hintern gekrochen und steckt immer noch drin---seit Jahren--was soll das Gerede---jeder weiss es doch---seit Jahren--

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Frau_Enschleger 04.10.2015, 18:14
193. Wie jetzt? Schädliche Abgase?

Herr Fleischhauer hat uns hier doch noch vor wenigen Tagen darüber aufgeklärt dass "PS und Hubraum als entscheidende Kennzahlen [galten], heute zählt statt des Beschleunigungsmoments der Schadstoffausstoß. Dessen Schädlichkeit ist zwar wie im Fall des Feinstaubs eher Glaubenssache denn Gewissheit."
Und jetzt behauptet die Bundesregierung einfach, dass Schadstoffe doch schädlich sind und die Luftqualität beeinflussen? Vielleicht sollte Herr Fleischhauer mal beim Umweltministerium durchklingeln und sie aufklären.
Lang lebe der Smog!

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dani7830 04.10.2015, 18:37
194.

Autohersteller sind Schuld = schuldigen gefunden. Ergebnis = es bleibt alles beim alten. in ein paar Wochen redet kein Mensch mehr darüber. Dann haben wir neue Probleme. über Griechenland redet auch keiner mehr obwohl das Problem immer noch nicht gelöst wurde.

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20jason04 04.10.2015, 19:10
195.

Einfachste Lösung: Verlegung des Auspuffs in den Innenraum des Fahrzeuges. Erzeugt sehr hohe Motivation die selbsterzeugten Abgase atembar zu gestalten. Wäre doch auch ein interessanter Wachstumsmarkt.

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Schnixus 04.10.2015, 19:25
196. Ampelschaltungen

Einen großen Teil der Belastungen gehen mMn auf Ampelschaltungen zurück, welche entweder von Betrunkenen oder geistig Eingeschränkten programmiert worden sein müssen. Auf unserer Hauptstraße z.B. gibt es alle 100m eine Ampel. Drückt nun ein Fußgänger, bekommt dieser spätestens 10s später grün und alles andere muss warten. Dies wiederholt sich dann alle 100m und zur Berufsverkehrzeit geht dann dadurch gar nichts mehr. Ist es denn einem Fußgänger nicht zuzumuten, 1-2 min auf eine Grünphase zu warten??? Was macht mehr Dreck: Der Fußgänger, welcher 1 min auf grün warten muss oder etliche Fahrzeug, die mit laufendem Motor alle 100m an der Ampel stehen und auf grün warten müssen, weil den Fußgängern bei Bedarf sofort auf grün geschaltet werden muss, ohne dass dabei auf einen stetigen Zu- und Abfluss der Fahrzeuge Rücksicht genommen wird. Man kann es mit der Übereglementierung und Überbevorteilung von vermeintlich Schwächeren (Fußgänger/Fahrradfahrer) auch maßlos übertreiben...

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moomendema 04.10.2015, 19:51
197. Niedliches Schauspiel

Wärend die politische Seite von Anfang an wusste, das die neuen EU weiten Abgasnormen nicht eingehalten werden können UND der Diesel einfach viel mehr Steuer pro Fahrzeug abwirft (so viel das sogar der Diesel-Sprit durch geringere Steuerbelastung subventioniert wird), wurden halt einfach die Grenzwerte für Schadstoffausstoß heftig angehoben. Da fängt das Dilemma doch an. Dann merkt man im ehemaligen VAG-Verbund (namentlich VW, Audi) das man die Werte so nicht einhalten kann, weil der Kunde ja ein Auto mit dem bewussten "Wumms von unten" der einem TDI-Diesel ja nun mal zueigen ist, haben möchte. Und keiner hat sich jemals gewundert das ein Fabrikneuer TDI, egal welcher Marke übrigens (also CDI auch) beim beschleunigen auf der Autobahn als erstes eine dicke Wolke aus Ruß produziert? DAS ist die Realität heute. Früher hat man seinen Diesel bei sowas in die Werkstatt gebracht und hat ihn neu einstellen lassen, weil er eben Rußt! Heute in unserer "nach mir die Sintflut" Gesellschaft ist das alles irrelevant. Da geht "Freude am Fahren" über rationales Denken. Weil jeder Auto-Vertriebler instinktiv weiß: "Solange der Kunde beim Gas geben verzückt am Volant grinst, kommen keine Fragen."

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dachauerthomas 04.10.2015, 20:20
198. Schuld ist die Regierung

Wer hat die Gesetze gemacht? Etwa die Automobilhersteller, nein die Regierung. Somit ist es äußerst scheinheilig hier auf die Hersteller zu zeigen, die sich (Ausnahme VW) klar an die Gesetze halten.

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W. v. Ockham 04.10.2015, 20:27
199.

Bin jetzt kein ausgemachter Anhänger der Diesel-Technik, aber das ist schon eine sehr einseitige bis manipulative Darstellung.

Zwar benennt der Artikel die Prognose für die Entwicklung korrekterweise und ausdrücklich in Bezug auf den Straßenverkehr. Wie hoch dessen Anteil aber insgesamt ist, wird nicht erwähnt.

Es gibt Schätzungen, nach denen der vom Menschen gemachte Anteil der Stickoxide irgendwo zwischen 50 und 60% liegt. Nachdem aber so ziemlich jeder Verbrennungsvorgang und auch die Landwirtschaft Stickoxide produziert, dürfte der Anteil der Dieselfahrzeuge (und insbesondere derer, die vom Abgasskandal betroffen sind), eher sehr gering ausfallen.

Hier in meiner näheren Umgebung ist der Verkehr glücklicherweise kein größeres Problem. Falls aber - wie jetzt in dieser Jahreszeit - alle Nachbarn auf Kommando ihre Holzöfen in Betrieb nehmen ("Das ist doch so umweltfreundlich!"), dann kann man kein Fenster mehr offen stehen lassen. Eine echte Zumutung.

Der Dreck, der da entweicht (Stickoxide sind da auch mit dabei und nicht zu knapp), setzt sich bis zum Frühjahr fingerdick auf alle Oberflächen. Gesund ist anders, als Asthmatiker hat man halt verloren. ("Das knistert doch so schön!").

Natürlich fahren hier auch überwiegend Diesel herum ("Das ist ja schon billiger!"), aber das fällt im Vergleich dazu echt nicht ins Gewicht.

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