Forum: Wissenschaft
Strahlender Abfall: Kontrolleure finden Hunderte beschädigte Atommüll-Fässer
DPA

Neuer Ärger mit dem Atommüll: Eine Umfrage unter den Aufsichtsbehörden der Bundesländer hat ergeben, dass viele Hundert Behälter mit strahlendem Abfall beschädigt sind. Künftig wird Deutschland noch mehr radioaktiven Abfall entsorgen müssen.

Seite 20 von 20
peterm8s 19.11.2014, 12:45
190. Unterschied

Zitat von knuty
Sie sind ja lustig! Können Sie schon nicht mehr zwischen 35 und 20 Jahre unterscheiden? Aber egal, was Sie sich da versuchen zurecht zu drehen, 1 kWh Atomstrom von einem neuen AKW kostet 11ct/kWh.
Für 35 Jahre wird zu einem Verkaufspreis von 11 cent aufgetoppt, mit Bau des vorgesehenen zweiten KKW übrigens auf weniger. So weit so richtig. Danach, Laufzeit ist 60 Jahre, hört die Garantie auf, und die Gewinne werden 60/40 geteilt. - Und da erinnere ich doch richtig, dass von gewissen Kreisen die immensen Gewinne der Atommafia, ne Million pro Tag und so, nach Abschreibung betont worden sind.

Wo ich 35 Jahre mit 20 verwechsle??

Beitrag melden
Jan-Christian_Lewitz 19.11.2014, 13:23
191. Es geht um Akzeptanz und sinnvolle Lösungen für Gesellschaftliche Aufgaben

Zitat von keinereiner
Zitat von Jan-Christian_Lewitz;: "Transmutationsreaktor DFR ist kernphysikalisch möglich und wäre dazu sehr ökonomisch" Zum.......
Es geht ja auch um eine gewisse Akzeptanz, damit so ein Projekt nicht nur im Ausland, sondern auch in D verwirklicht werden könnte.

Und für kleine Start-Ups ist es auch schwierig, alles vorzufinanzieren.
Da wäre doch sinnvoll, statt für die Endlagerung von Brennelementen etwas Geld in die Forschung zum Transmutationsreaktor DFR zu investieren. Die Endlagerung ist ja eine Aufgabe der Gesellschaft (des Staates, siehe Atomgesetz, §9a)

Beitrag melden
knuty 19.11.2014, 13:32
192.

"Spaltprodukte mit längeren HWZ werden dem Reaktorkern wieder zugeführt und dort transmutiert in solche, die zur Abklinglagerung gehen."

Das ergibt überhaupt keinen Sinn.
Warum sollten man langlebige Spaltproduktsalze dem Kreislauf zuerst aufwändig entnehmen, wenn man sie anschließend wieder zuführt? Damit sie transmutiert werden? Dann kann man sie doch auch gleich drin lassen.
Und überhaupt: Weshalb sind denn da langlebige Spaltproduktsalze drin, wenn sie angeblich vollständig transmutiert werden? Die dürften doch eigentlich nicht in wesentlicher Menge im Reaktor sein, was ja an anderer Stelle der Beschreibung ja auch behauptet wird und diesen Reaktor deshalb sicherer als andere Typen machen würde.

Mal wird Jod "ausgespült" und im Reaktor zum abklingen gelagert, ein paar Absätze weiter heißt es, das Jod verbleibt im Reaktor und würde dort transmutiert.
Das kurzlebige 131J (HWZ 8 Tage) muss man nicht zum Abklingen lagern und das langlebige 129J (HWZ 16 Mill. Jahre) kann man nicht transmutieren.

Noch abstruser ist es in der Beschreibung wie mit dem kurzlebigen Xenon umgegangen werden soll, dass es ja eigentlich gar nicht im DFR geben dürfte, da es aus dem Zerfall von Spaltprodukten oder dem Einfang von Neutronen gebildet wird, die es ja in diesem Reaktor nicht geben soll, weil sie mal transmutiert würden, mal entnommen würden.
Anscheinend gibt es im DFR doch Xenon, aber warum will man es bei einer HWT von 5 Tagen dem Reaktor entnehmen?

Diese technischen und physikalischen Widersprüche ziehen sich durch die ganze Beschreibung des Reaktors.

Um Thorium oder U238 spalten zu können, braucht man einen Reaktor mit Schnellen Neutronen und einen hohen Neutronenfluss, damit aus diesen Stoffen über Neutroneneinfang und Betazerfälle ein spaltbares Material (233U und/oder 239Pu) entsteht, erbrütet wird und auch gespalten werden kann. Ein hoher Neutronenfluss bedeutet gleichzeitig, dass mehr Pu erbrütet wird als gespalten werden kann. Man kann über den Neutronenfluss zwar versuchen, den Überschuss von Pu möglichst klein zu halten, aber eben nicht ganz vermeiden.
Will man allerdings auch noch langlebige Spaltprodukte transformieren, braucht man wiederum sehr viele Neutronen, die wiederum einen hohen Pu-Überschuss erzeugen.
_____________________

"spätestens nach 300 Jahren ist alles abgeklungen."

Selbst das stimmt nicht. Nach 300 Jahren (10 HWZ) wären von 500 kg immer noch rund 0,5 kg übrig. Auf die Atommüllmenge über die gesamte Laufzeit des Reaktors bezogen wäre nach 600 Jahren immer noch nicht alles abgeklungen.

Beitrag melden
tempus fugit 19.11.2014, 13:50
193. Ach Lewitz,...

Zitat von Jan-Christian_Lewitz
Es geht ja auch um eine gewisse Akzeptanz, damit so ein Projekt nicht nur im Ausland, sondern auch in D verwirklicht werden könnte. Und für kleine Start-Ups ist es auch schwierig, alles vorzufinanzieren. Da wäre doch sinnvoll, statt für die Endlagerung von Brennelementen etwas Geld in die Forschung zum Transmutationsreaktor DFR zu investieren. Die Endlagerung ist ja eine Aufgabe der Gesellschaft (des Staates, siehe Atomgesetz, §9a)
....nach gut 10 Jahren macht EE 30% des DE-Strombedarfs - und kostet deutlich weniger als aus Ihren Fantasie-Fusions-Reaaltoren.

Und das der ganze Nuklearkram nirgends noch 'Akzeptanz'
findet, sollte selbst Ihnen klar sein.

Aber wenn Sie das nicht dürfen, versuchen Sie doch nicht vorzutäuschen, als gäbe es wirklich noch vernunftbegate
Menschen, die nach all dem Mist mit der Atomik noch an diese glauben.
Niemand investiert ohne weitestgehende 'Staatsgarantien'
in diese dümmste, gefährlichste, teuerste und hintefotzigste Technik, Wasser heiss zu machen.

Ausser paar Staaten, die noch gern durch die Hintertür ans Bömble wollen.

Oder glauben SIE, dass Geddafi in Libyen mit all seinem
Öl und Gas mit 'Atommeilern' seinen 'Stormbedarf' decken wollte?

Hatten wir ein Glück, dass aus dem Deal mit Berlusconi und Sarkozy nichts wurde...

Wüstenstaub fliegt bis nach Westeuropa, auch, wenn
da unten ein AKW in die Luft geflogen wäre oder man es
'gefolgen' hätte...

Beitrag melden
Seite 20 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!