Forum: Wissenschaft
Streit mit Skeptikern: Die rabiaten Methoden des Klimaforschers Rahmstorf

Stefan Rahmstorf ist der Bekannteste unter den Top-Klimaforschern Deutschlands - und zugleich der unerbittlichste. Journalisten beklagen Einschüchterungsversuche, Forscher gehen auf Distanz zum Potsdamer Professor. Der Konflikt wird inzwischen in Zeitungen ausgetragen.

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532 12.09.2007, 15:53
1. Klimaveränderung

Warum soll ich diesen Wetterforschern eine Vorhersage für die nächstn 100 Jahren glauben, wenn diese Leute nicht einmal wissen wie das Wetter am nächsten Wochenende wird. Häh?
Also ganz ehrlich diese Wissenschaftler benehmen sich wie die Häscher der Inquisition oder wie die Bolschewiki. "Du glaubst nicht an die Klimakatastrophe ... dann bist Du mein Feind und wirst erledigt!"
Seit "Kathrina" haben die Hurrikans abgenommen und nicht wie vorhergesagt zugenommen.

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MasterMurks 12.09.2007, 16:32
2. Der lauteste hat nicht unbedingt Recht...

Tach zusammen.
Dieser Mensch wirft anderen Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis vor, gibt sich aber selbst wie Rumpelstilzchen getreu dem Motto "Wer am lautesten schreit hat immer Recht!".

Anstatt seine gesamte Energie in die mehr oder weniger leise Zensur nicht mit seiner Meinung konformer Schriften zu stecken sollte er lieber seine Forschung vorantreiben. Gut und wissenschaftlich versteht sich und nicht wie am Stammtisch.
Herzlichst
Christian

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l.augenstein 12.09.2007, 16:40
3. Harte Zeiten erfordern harte Methoden!

Zitat von sysop
Stefan Rahmstorf ist der Bekannteste unter den Top-Klimaforschern Deutschlands - und zugleich der unerbittlichste. Journalisten beklagen Einschüchterungsversuche, Forscher gehen auf Distanz zum Potsdamer Professor. Der Konflikt wird inzwischen in Zeitungen ausgetragen.
Ich kann Herrn Rahmstorf gut verstehen. Wenn man wie er so tief in der Materie steckt und die Zusammenhänge kennt, auch die Folgen daraus erkennen kann, dann ist Igronanz und Ablehnung nicht nur eine persönliche Zumutung sondern auch Irreführung und Beleidigung der Öffentlichkeit.

Wieso seine sehr deutlichen Wort allerdings als "Einschüchterungsversuche" gewertet werden ist nicht klar, handelt es sich doch um "gestandene Reporter, Wissenschaftler und Redaktionen"! Sind die wirklich einschüchterbar?
Oder handelt es sich vielmehr um raffinierte Versuche von Lobbyisten, einen sehr unangenehmen, aber ehrlichen Warner und Rufer in der Wüste unglaubhaft und lächerlich zu machen?

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Knorkator 12.09.2007, 16:43
4. Hochneurotische Debatte

Tach auch,
der Fall Rahmstorf zeigt, welcher sektenhafte Ton inzwischen in der Klimadiskussion Einzug gehalten hat. Längst kann man von einer Klimakirche reden, deren Gläubige ohne die tägliche Verbalgeißelung nicht mehr auskommen. Und wie alle Gurus glauben ihre Anführer an die eigene Unfehlbarkeit und tun alles, um gegen Zweifler vorzugehen. Jedenfalls läuft die ganze Debatte tief im hochneurotischen Bereich ab.
In diesem Sinne,
Tach auch,
Knorkator

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akorny38 12.09.2007, 16:50
5. Milliardengeschäft "Klimaforschung"

Frei nach Mark Twain: "Alle reden über das Wetter aber keiner tut etwas dagegen".
Das Klima wird ja wohl vom Wetter beeinflußt und bestimmt.
Menschlich verursachter CO2 Ausstoß laut Bundesumweltministerium 1,4%(Prozent).
Jeder Regelungstechniker würde bei dieser Regelungs-
möglichkeit glatt die Arbeit verweigern. Aus gutem Grund.
Ein Hochwasser, nehmen wir mal 10 Meter an, oder ein
Hochwasser mit 9,86 Meter, wo ist der Unterschied?
Genau, bei 1,4%!! Soviel zur Steuerungsmöglichkeit
des angeblich das Klima schädigenden Gases CO2.

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GMan_78_42 12.09.2007, 16:56
6. Welcher Vorwurf ergeht an Rahmtorf?

Der FAZ.net-Artikel von Rahmstorf ("Deutsche Medien betreiben Desinformation") ist doch sehr sachlich, fair und mit guten Argumenten geschrieben. Wie ich den Artikel verstanden habe, setzt sich Rahmtorf doch nur für argumentative Redlichkeit in der Klimadebatte ein. Und das mit gutem Grund, wenn man die offenbare Unredlichkeit der von Rahmtorf kritisierten "Klimaskeptiker" betrachtet. Ich kann nichts schlechtes daran finden und verstehe nicht, inwieweit Rahmtorf "rabiate Methoden" anwendet.
Was soll dieser Artikel, liebe SPON-Autoren?

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christiane006 12.09.2007, 17:29
7. CO2 Emissionen

Da Herr Rahmstorf in seiner Eigenschaft als Mitglied des wissenschaftlicher Beirates, die Bundesregierung berät, hätte ich nur die Bitte, mehr Redlichkeit in die Debatte einfließen zu lassen.
Der Klimawandel wird zwar allerorten beklagt, die entwickelten Konzepte der Regierung sind allerdings nicht nachvollziehbar.
Die Tatsache, dass Energiekonzerne die Verschmutzungsrechte geschenkt erhalten um sie umgehend den Kunden teuer in Rechnung zu stellen, zeigt nur eins. Dreck ist lukrativ.
Es lohnt sich also Kraftwerke zu bauen, die besonders viel CO2 emittieren.
Zwischen Dreck und Gold kann man hier kaum noch einen Unterschied sehen.
Ich erwarte deshalb von Wissenschaftlern, die sich in der Nähe unserer Regierung aufhalten, dass sie ihren Einfluss dort geltend machen, wo sie etwas verändern können.
Die Meinungsvielfalt in den Gazetten zu hinterfragen, führt nur zu unnötiger Energieverschwendung. Es gibt Wichtigeres zu tun.
Ich nehme jedenfalls niemanden ab, dass er das Klima schützen möchte, wenn er nicht bereit ist, die Klimapolitik unserer Regierung kritisch zu hinterfragen.
Leider beisst man selten die Hand, die einen ernährt.

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tfasbend 12.09.2007, 17:32
8. Immer mal cool bleiben

Erstaunlich, was so passiert. Intelligenten Menschen, Wissenschaftlern, viel zu skeptisch und gut ausgebildet, um an so etwas wie den Herrgott zu glauben, tritt der Schaum vor den Mund, wenn man ihnen nicht ihre Wettervorhersage für 2073 abnimmt. Alles halb so wild: es wird kälter, es wird wärmer, so war es immer, so wird es immer sein. Warum diese Tatsache auf einmal alle möglichen missionarisch gestimmten Seelen in den Bann zieht, soll mal jemand nachvollziehen. Steigt das Wasser, ziehen wir hundert Meter höher. Mir scheint, zwischen Geburt und Tod gibt es wichtigere Dinge, über die man sich die Haare raufen kann.

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PeterTobies 12.09.2007, 17:36
9. Vertragen die Medien keine Kritik?

Nachdem die Rahmstorf-Reichholf-Auseinandersetzung nun in den Zeitungen ausgetragen wird, schreibt der Spiegel zu diesem Thema; und zwar mit einer eindeutig wertenden Überschrift: "die rabiaten Methoden des"...des Professor Rahmstorf.

Wer die Artikel von Rahmstorf in der FAZ und den "Gegenartikel" der Klimaskeptikerfraktion (u.a. Reichholf) genau vergleicht, wird erkennen, WER polemisiert.

Aus meiner Sicht ist dies mitnichten Professor Rahmstorf!

Aufgrund der formulierten Überschrift des Spiegel frage ich mich, ob die Redakteure keine Medienkritik vertragen und auf diese (meinungsbildende) Weise antworten müssen?!

Insgesamt driftet die pressemäßige Inszenierung der Klimadebatte auf eine emotionale Ebene ab. Das mag die Verkaufszahlen steigern, tut aber der wichtigen Diskussion nicht gut.

Ich darf die Fachredaktion bitten, Informationen vor Emotionen zu stellen, vor allem in wissenschaftsorientierten Bereichen.

Ich schreibe diese Zeilen vor dem Hintergrund des Fachjournalismus-Studiums.

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