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Streit über Praxisabgabe: Experten fordern fünf Euro Gebühr pro Arztbesuch
dapd

Die Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.

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liquimoly 22.03.2012, 19:14
10. das erfolgreiche US-amerikanische Gesundheitssystem

"Mehrere Studien aus den USA hatten gezeigt, dass dadurch eine deutlich höhere Wirkung erzielt werden konnte."

Dann sollten wir die erfolgreiche Gesundheitspolitik sofort kopieren und genauso himmlische Verhältnisse schaffen wie in den USA!

Was sind das eigentlich für Menschen, die für unser Geld auch noch solche tollen Ideen haben?

Ach ja, natürlich, Politiker!

Ernsthaft: Die Praxisgebühr war eine Schnapsidee, wie so vieles, was in der Schröder-Ära beschlossen wurde! Aber die Praxisgebühr war besonders schnapsig!
Ich erkranke doch nicht seltener, weil´s 10,-€ pro Quartal kostet!

Und mein Chef verzichtet auch nicht auf den Krankenschein, weil mir die 10,-€ zuviel sind.

Anstatt jetzt mit einer "Kontaktgebühr" von 5,-€ noch mit den Beinen zu strampeln, obwohl man sich mit der Quartalsgebühr von 10,-€ schon kopfüber in den Getreidesilo geschmissen hat, sollte der ganze Humbug mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden.

Denn eins steht fest:Die Verwaltungegebühr für jeden 10er dürfte das Doppelte kosten, wahrscheinlich das Fünffache, wenn man die Politikersälare derer umlegt, die ihre "Arbeits-"zeit mit tollen Ideen wie Praxisgebühr und Kontaktgebühr verbringen.

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dasistdiezukunft 22.03.2012, 19:15
11. Meiner Erfahrung nach gehen Menschen, die wirklich

krank sind, sehr ungern zum Arzt und so wenig wie nur grad möglich. - Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man Kassenärzte sowieso bei ernsthaften Erkrankungen vergessen kann. - Wenn ich mich nur von diesen hätte behandeln lassen, wäre ich jetzt schon arbeitsunfähig bzw. in der Klapsmühle, weil man dort behandelt wird, wie der allerletzte Dreck und man gesagt bekommt, es würde einem sowieso nichts fehlen. Ich war heuer schon 14 x bei einem Privatarzt. das muss jetzt ein halbes Jahr vorhalten. - Das ist zwar teuer, aber so kann ich wenigstens einigermaßen meine Arbeitsfähigkeit erhalten. - Sollte ich mal arbeitslos werden, dann wird es sehr düster. - Wir haben kein Gesundheitssystem, sondern ein Krankheitssystem. - Kassenärzte haben keinen Anreiz einen gesund zu machen. Man wird nur als Krankenakte verwaltet. Krankenkassen helfen bei diesem perversen System bestens dazu. Das ganze System ist absolut menschenverachtend.

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BlakesWort 22.03.2012, 19:16
12.

Wer schon einmal etwas von "Verwaltungsaufwand" gehört hat, der weiß, wie unsinnig diese Abgaben sind. Sie erziehen keinen Patienten, sie rauben Ärzten und Arzthelfern nur Zeit, dem Patienten Geld und füttern Angestellte bei den Krankenkassen durch, die diese Gebühren hin- und herverwalten.

Ganz abschaffen wäre sinnvoller. Oder so drastisch erhöhen, dass vor Schreck niemand mehr krank wird oder besser gleich mit Anfang 60 tot umfällt. Wäre gut für die Rentenkassen.

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Spiegelleserin57 22.03.2012, 19:16
13. keine Krankschreibung mehr!

Zitat von sysop
Die Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.
die unnötigen Arztbesuche entstehen in Deutschland besonders durch die Krankschreibungen bei jedem Virusinfekt.
Man kann eine Erkältung auch ohne Arzt kurieren nur für den Arbeitgeber braucht man eine Krankschreibung. entweder ist man krank oder nicht, ob man arbeitsfähig ist weiß wohl jeder auch ohne Arzt.
Im Übrigen kann niemand anderes außer der Patient selbst beurteilen ob er einen Arzt braucht. Es würde mal wider die chronisch Kranken und Ärmsten treffen die einen Arzt brauchen und ihn dann nicht bezahlen können. Wenn man soetwas einführen will muss man die sozial Schwachen besser unterstützen.
Das ganze Berechnungswesen der Kassen sollte transparenter werden und er Patient mal erfahren was der Arzt über ihn abrechnet. Mittlerweile können die mündigen bürger schon erkennen was auf der Rechnung steht. Man gewinnt den Eindruck dass dies gar nicht gewollt ist. Auerdem will man auch wissen was die Kassen in ihrem Leistungskatalog verzeichnet haben. Auch hier gibt es sehr wenig Transparenz. welche Individualleistungen zahlt welche Kasse?

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jujo 22.03.2012, 19:20
14. ....

Zitat von sysop
Die Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.
Ich zahle in Schweden für jeden Arztbesuch,gestaffelt, bei 150 SEK geht es los, (ca 15€) Die Deckelung tritt bei 900 SEK ein, dann ist man ein Jahr frei von der Zahlung. Habe ich zum 1.März das erstemal bezahlt bin ich als bis zum 1.März 2013 Abgabefrei, bei der Apotheke ist die Deckelung bei 1800 SEK, beim Zahnarzt 4000 SEK.
Deutschland ist ein Schlaraffenland!!!!! in dieser Hinsicht.

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Kanzleramt 22.03.2012, 19:23
15. .....

Zitat von sysop
Die Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.
Je öfters man sowas liest, desto mehr bekommt man Lust als Eremit in die Wildnis zu ziehen - mit allen negativen Konsequenzen!

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Ylex 22.03.2012, 19:25
16. Ein bisschen krank sein ist kein Hobby

Fünf Euro pro Arztbesuch würde zwar ein bisschen abschrecken, aber wäre besonders für die sozial Schwachen problematisch. Viel entscheidender ist, dass beide, Arzt und Patient, ihre Einstellung grundsätzlich ändern, und das wird ein langer Prozess, sofern man ihn überhaupt anstoßen will. Die Ärzte müssen lernen, nicht kranke Patienten freundlich, aber entschieden abzuwimmeln, und die Patienten müssen die Disziplin aufbringen, nicht wegen jeder Bagatelle zum Arzt zu gehen - dazu gehört, dass ihnen dokumentiert wird, womit sie behandelt wurden und welchen Kosten sie dadurch verursacht haben. Ein bisschen krank sein, ist kein weitgehend kostenfreies Hobby, das man beim Arzt betreibt.

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deus-Lo-vult 22.03.2012, 19:28
17. ...

Zitat von sysop
Die Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.
Natürlich! Damit die chronisch Kranken, die eh kein Geld haben, noch weniger haben werden!
Was sonst kann man in Deutschland erwarten...

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AmaziR 22.03.2012, 19:43
18. ...

Bekomme ich jetzt die 10€/Arztbesuch der letzten Jahre zurück? Anscheinend ist ja jetzt geklärt, dass die Praxisgebühr Quatsch war. Ich war auch nicht oft beim Arzt und auch nur dann wenn's dringend notwendig war...
Ich denke, dass ein Belohnung angebracht wäre. Zieht eh besser als die Strafe...

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bauklotzstauner 22.03.2012, 19:44
19.

Zitat von sysop
Die Politik streitet noch über die Abschaffung der Praxisgebühr, die Zahlen sprechen für sich: Die Praxisgebühr bringt nichts, die Zahl der unnötigen Arztbesuche bleibt hoch. Gesundheitsökonomen empfehlen eine Lösung, die für die Patienten viel teurer würde - mit fünf Euro pro Arztbesuch wäre man dabei.
Verstehe....

Die Praxisgebühr bringt erwiesenermaßen nichts - also muß sie erhöht werden. Typisch (Gesundheits)Ökonomen! In ihrem Privatisierungswahn gleichen sie Drogenabhängigen, die ständig die Dosis erhöhen, weil keine Wirkung eintritt.

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