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Studie zu außerirdischem Leben: Die Aliens sind da - was tun Sie nun?
AFP

Der Mensch ist womöglich nicht allein im All. Doch wie reagieren wir, sollte irgendwann außerirdisches Leben gefunden werden? Forscher glauben: positiv.

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Neandiausdemtal 16.02.2018, 22:41
1. Die Frage kann sich jeder selbst beantworten

Möchte irgendjemand von Typen wie uns entdeckt werden?
Die Frage können amerikanische und afrikanische Ureinwohner wunderbar beantworten,
Und für den umgekehrten Fall, den eines Besuchs bei uns, sind Szenarien wie in "Independence Day" nicht unwahrscheinlich.
Allerdings ohne Happy End.

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larsmach 17.02.2018, 23:19
2. Das Weltall: Wie ein Stein - voller Mikroorganismen...

Selbstverständlich ist das Weltall voller Leben: Abermilliarden Galaxien, jede davon mit Milliarden und sogar Billionen Sonnen...
Trotzdem sind die Abstände irrsinnig groß, und unser Sternenhimmel Millionen bis Milliarden Jahre alt (so lange braucht schließlich das Licht der Sterne zur Erde). Die beobachteten Sterne stehen heute ganz woanders... Und wie alt sind wir? 300.000 Jahre Homo sapiens? Und wie viel dieser Geschichte wurde aufgeschrieben? Wie viel auf Speichersticks abgelegt!? Ein Quentchen "moderne" Zivilisation. Anderswo beginnt wohl gerade eine intelligente Lebensform (somit schlechte Voraussetzung für den baldigen Bau von Radioteleskopen zum Empfang unserer Signale für die nächsten 299.900 Erdenjahre... denn etwa so lange haben die Menschen dafür gebraucht). Intelligente Wesen sind wir heute immerhin, auch wenn praktisch niemand von uns weiß, wie man aus ein paar Drähten usw. Radiowellen erzeugt. Wir sind meist "Fachidioten", die wissen, welchen Bereich eines Touchscreens man berühren muss, um ein Foto zu schießen... Wir leben im Digitalzeitalter und wissen oft nicht einmal, wie ein analoges Telefon mit automatischer Vermittlung funktioniert. Ach, so wird es denen da draußen sicher auch gehen!
Mag auch sein, dass irgendwo mehr Glück bei der Suche nach Nachbarn besteht oder bestanden hat: Zwei Zivilisationen, einigermaßen zeitgleich entstanden, nicht weit voneinander entfernt... die sich gefunden haben.

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lupo62 17.02.2018, 23:34
3.

Nach aktuellen Kenntnisstand wimmelt es in All nur so von Leben, auf Millionen, vielleicht Milliarden Planeten. Eine ganz andere Frage ist, ob sich darunter auch intelligente Wesen befinden. Dass man bisher keinerlei Funkverkehr abgehört hat, ist schon seltsam. Es gibt zwei mögliche Erkärungen:
1. Sie haben etwas anderes, viel Besseres als elektomagnetische Wellen und nutzten diese deshalb nicht mehr.
2. Etwa zu der Zeit, als Rundfunk und Fernsehen in Gebrauch kommen, entdeckt man mit schöner Regelmäßigkeit auch Massenvernichtungswaffen und rottet sich aus oder bombt sich wieder in die Steinzeit.
Möglichkeit zwei scheint um einiges wahrscheinlicher zu sein...

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fvaderno 17.02.2018, 23:41
4. Religion ist auch eine Glaubenssache.

Und die zitierten Forscher wissen auch nicht mehr als wir. Stephen Hawkins wurde ja hier nicht umfassend zitiert. Er kennt sich zumindest in Astrophysik exzellent aus. Er meinte auch, dass wir froh sein sollen, wenn uns andere Lebewesen nicht auffinden. Denn würden sie es tun, wären sie der Menschheit weit, weit voraus und wir würden wahrscheinlich unterworfen werden. Nachlesen kann man das im unter dem Artikel aufgeführten Verzeichnis verwandter Artikel.

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kai-ser210 17.02.2018, 23:45
5. Kulturübergreifende Freude

Wäre wirklich die Mehrheit der Menschen positiv gestimmt über die Nachricht von außerirdischem Leben? Oder nur die "westliche Welt"? Kann mir eher vorstellen, dass in Ländern wie Pakistan, Indien und ähnlich konservativen Ländern großes Chaos wegen so einer Neuigkeit ausbrechen würde. Dort sind ja bestimmt nicht alle Menschen offen für so eine krasse Kertwende in der Glaubenspolitik.

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Rosenhag 17.02.2018, 23:59
6. Außerirdisches wird zensiert

Es gibt keine Außerirdischen. Und wenn welche von uns wüßten möchten sie sicher´nicht Objekt menschlicher Narrative sein, welche immer das sein mögen ;p

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Fuxx81 17.02.2018, 00:00
7. Karten auf den Tisch

Zu wissen, was Sache ist, ist grundsätzlich besser als Ungewissheit. Denn nur, weil wir die Aliens nicht entdecken, heißt das ja nicht, dass sie nicht da sind, und nicht unsere Gehirne fressen wollen ;)

Zu den Wahrscheinlichkeiten: Dass es irgendwo im Universum Leben gibt, kann als sicher angenommen werden. Ob dieses Leben nahe genug bei uns ist, um es irgendwann einmal zu entdecken, ist fraglich und ob dieses Leben dann auch intelligent ist, noch fraglicher. Generell denke ich, dass die Menschheit mit einer solchen Entdeckung gut klarkommen würde. Wäre nicht das erste mal, dass unser Weltbild zurechtgerückt werden würde. Aber was solls: man muss trotzdem weiter zur Arbeit, Einkaufen etc.

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Fuxx81 17.02.2018, 00:10
8. Emergenz

Zitat von larsmach
Intelligente Wesen sind wir heute immerhin, auch wenn praktisch niemand von uns weiß, wie man aus ein paar Drähten usw. Radiowellen erzeugt. Wir sind meist "Fachidioten", die wissen, welchen Bereich eines Touchscreens man berühren muss, um ein Foto zu schießen...
Unsere Technologien sind eben zivilisatorische Leistungen. Kein Mensch allein kann einen funktionierenden Computer aus Rohmaterialien bauen, oder weiß auch nur wie das geht. Aber es gibt eben welche, die wissen wie man Silizium-Wafer herstellt, es gibt welche, die wissen, wie man Leiterplatinen verlötet und welche, die wissen, wie man Software schreibt etc.
Die Menschheit ist eben mehr als die Summe der Menschen. Tatsächlich ist Emergenz also die Entstehung komplexer Systeme aus einfachereren Grundbausteinen ein kosmisches Prinzip, das überall in der Natur anzutreffen ist.

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Little_Nemo 17.02.2018, 00:32
9. Erträumte Wahrscheinlichkeiten die ins Auge gehen können

Angesichts der gigantischen Zahl an Welten da draußen im All erscheint es natürlich zunächst wahrscheinlich, dass es irgendwo im All noch Leben gibt. Zieht man in Betracht welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Leben überhaupt entstehen und sich halten kann, ist die Wahrscheinlichkeit schon weit geringer. Und die Wahrscheinlichkeit für höhere, intelligente Lebensformen ist nochmal um einiges geringer. Ob diese höheren Lebensformen uns dann auch ähnlich sein werden, darüber kann man, glaube ich, letztlich nur spekulieren, wird ihre Physis, Lebens- und Denkweise doch ohne Zweifel von ihren Lebensumständen geprägt sein, die sich von der unseren sehr unterscheiden kann. Und selbst (oder vielleicht sogar gerade) wenn sie uns sehr ähnlich sind, ist es doch fraglich ob sie uns freundlich gesonnen wären, schaffen wir es doch schon auf unserem kleinen blauen Planeten kaum uns einander nicht an die Gurgel zu gehen. Dass außerirdische Zivilisationen mit uns Kontakt aufnehmen, oder wir mit ihnen, erscheint, angesichts der riesigen Entfernungen und des damit verbundenen Zeitaufwands, sehr unwahrscheinlich.

Davon abgesehen würde ein Kontakt zu Außerirdischen Lebensformen etliche bekannte und womöglich auch bislang nicht bekannte Risiken bergen. Beispielsweise könnten außerirdische Mikroorganismen zu Pandemien nie gekannten Ausmaßes führen.

Natürlich fasziniert mich die Vorstellung von außerirdischem Leben oder gar Zivilisationen auch, und ich würde ihnen auch nicht grundsätzlich feindselig gegenüber stehen. Aber man sollte nüchtern und mit Bedacht an die Sache herangehen, denn das Weltall ist nicht wie in Star Wars oder Star Trek, wo man fast jeden Planeten ohne Raumanzug betreten kann und alles nur ein buntes Abenteuer ist. Dort draußen lauern vor allem gewaltige Gefahren, jenseits unserer Erfahrungen und Vorstellungskraft, und es ist derzeit noch völlig unklar ob wir in absehbarer Zeit in der Lage sein werden selbst unseren Nachbarplaneten Mars lebend zu erreichen. Geschweige denn darauf zu überleben.

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