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Studie zu außerirdischem Leben: Die Aliens sind da - was tun Sie nun?
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Der Mensch ist womöglich nicht allein im All. Doch wie reagieren wir, sollte irgendwann außerirdisches Leben gefunden werden? Forscher glauben: positiv.

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Mike1108 17.02.2018, 12:30
40. Daumen drücken

Ich drücke den Aliens die Daumen, daß wir sie nie finden .... Oder wie Calvin von Calvin und Hobbes sagte: Der beste Beweis, daß es intelligentes außerirdisches Leben gibt ist, daß sie noch keinen Kontakt zu uns aufgenommen haben.

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Little_Nemo 17.02.2018, 12:48
41. Ersatzreligion versus Fatalismus

Zitat von narendranar
Intelligente Aliens aus unserer Nachbarschaft werden sicherlich nicht zeitgleich mit uns ihre Intelligenz erworben haben, sondern viel wachscheinlicher 100.000 oder Millionen Jahre weiterentwickelt sein. Und zwar sicherlich nicht nur technologisch, sondern möglw. auch biologisch und in ihrer Evolution des Bewusstseins. Sie beobachten und studieren uns längst, wie wir die Bonobos beobachten. Für sie sind wir höchstens Anwärter intelligenten Lebens, eher gefährliche Zwischenformen mit primitivem und wahnhaftem Selbst-Bewusstsein. Wir stehen auf ihrer Liste der sich selbst bedrohenden Spezien und man isoliert uns, damit wir uns selbst über das Stadium des gewalttätigen wahnhaften Selbst-Bewusstseins entwickeln können. Ein Kontakt mit einer wahrhaft fortschrittlichen Intelligenz wäre für uns ein gewaltiger Schock und eine tiefe Demütigung. Wir müssten möglw. erkennen, dass unsere biologische und geistige Entwicklung nicht nur himmelweit unterlegen wäre, sondern wir diese in absehbaren Zeitskalen auch nicht aufholen könnten. Zu diesem Zweck werden wir wohl noch eine Zeit lang geschützt und isoliert.
Das ist interessant. Wie begründen Sie denn diese eingangs postulierte Wahrscheinlichkeit, dass Aliens aus unserer Nachbarschaft 100.000 oder Millionen Jahre weiterentwickelt sein müssten?

Nicht persönlich nehmen, ich greife Sie hier nur ganz willkürlich heraus, als ein Beispiel dafür, wie außerirdisches Leben in der allgemeinen Diskussion weit überwiegend nur als Projektion eigener Hoffnungen und Sehnsüchte, Frustrationen und Rache-Fantasien in Erscheinung tritt. Da reicht die Spanne der Variabilität fast ausschließlich von den beiden Polen der uns an Intelligenz und Technologie weit überlegenen und somit zwangsläufig friedfertigen (wirklich?) Außerirdischen auf der einen Seite, bis zu den unerbittlichen, blindwütigen Eroberern und Weltenzerstörern (nur wozu?) auf der anderen. Dabei haben wir bislang noch keines einzigen Außerirdischen Existenz nachweisen können, geschweige denn, dass wir irgendwelche unumstößlichen Indizien dafür hätten wie diese geartet sein müssten. Wir können eigentlich fast nur von uns auf sie schließen. Und genau das tun die meisten denn auch ausgiebig und mit Inbrunst.

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ge1234 17.02.2018, 12:51
42. Mikroben im Weltall?

Wer sagt, dass für irgendwelche Ausserirdische nicht wir die Mikroben wären? Davon abgesehen, die Annahme, dass außerirdisches Leben, sofern es denn tatsächlich existieren sollte, die gleiche oder zumindest ähnliche evolutive Entwicklung mit all ihren willkürlichen Einflüssen und zufälligen Veränderungen durchlaufen hat, um sich technisch und intellektuell überhaupt auf einem für eine Kommunikation mit uns unerlässlichem, vergleichbaren oder höherem Niveau zu befinden, ist schon reichlich naiv, wenn nicht sogar ausgesprochen dumm.

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drunem 17.02.2018, 13:10
43. ...

Außerirdisches Leben halte ich aufgrund der schieren größe des Universums als wahrscheinlicher, als dessen Nichtexistens. Ob intelligent oder nicht? Kann man nicht sagen, bevor es vor einem auftaucht. Auch ist das Universum nicht "alt". Die bisherigen nicht ganz 14 Mrd Jahre sind weniger als ein Wimbernschlag, wenn man dem gegenüber die gesamte Lebensspanne des Universums betrachtet. Das geht nach heutigem Stand in die Billionen Jahre. Es könnte z.B. durchaus sein, daß wir die Ersten sind, womit dann auch klar wäre, daß es noch keinen Kontakt gab (ist nicht mein Gedanke. Siehe Isaac Asimov's "Das Ende der Ewigkeit"). Es ist nicht nur die räumliche Distanz, die ein Finden sehr erschwert. auch die zeitliche Distanz spielt bei solchen Überlegungen eine Rolle. Wer kann schon sicher sagen, daß es intelligentes Leben nicht schon lange vor den Menschen gegeben hat? Wer kann sicher sagen, daß eine Zivilisation sich nicht bereits entwickelt hat und wieder untergegangen ist, bevor es die Erde z.B. überhaupt gab? Aliens könnten schon vor 1, 2, 3, 4 Mrd jahren hier gewesen sein, aber da gab es hier noch nichts wirklich interessantes bezüglich "höherem" Leben (höher entwickeltes Leben gibt es hier auch "erst" seid rund 500 Mio Jahren). Vielleicht kommen sie auch erst in unsere Gegend, wenn wir uns schon längst ins Nirvana gebombt haben oder andersweitig ausgelöscht. Aus menschlicher Sicht halte ich interstellare, ja sogar intergaliktische reisen für Möglich. Die Physik gibt das her! Ist eigentlich nur eine Frage der zur Verfügung stehenden Energie. Warp Antrieb zum Beispiel aus Star Trek. Gar nicht blöd ausgedacht, und theoretisch möglich. Knackpunkt: braucht ein paar mal die Energie der Sonne, die sie in ihrem gesamten Leben umwandelt, um zu funktionieren. Daran hapert es! Nicht an der Möglichkeit an sich. Ein schlicht und einfach falscher Gedanke ist auch zu behaupten "nichts kann schneller sein, als das Licht". Hat weder Einstein behauptet, noch wird das von ernst zu nehmenden Physikern in Frage gestellt. Einstein hat nur behauptet, und mit seinen Relativitätstheorien bewiesen, daß nichts das Unterlichtgeschwindigkeit hat über diese hinaus beschleunigt werden kann. Ist ein gewaltiger Unterschied, wenn man mal darüber nachdenkt. Andere Sterne innerhalb eines Menschenlebens zu erreichen ist heute schon möglich (mit heutigen Möglichkeiten z.B. 40 Jahre Flugzeit zum Alpha Centauri System, Antimaterieantrieb, ca. 4,3 Lichtjahre Distanz), nur halt auch extremst teuer. Ohne "Sinn" will das keiner finanzieren. Neugier alleine reicht da leider nicht, und den ganzen Wissenschaftlern, die sich damit beschäftigen fehlt schlicht und einfach das Geld ihre Gedanken in die Tat umzusetzen.
@hwdtrier: die Naturgesetze sind universell, aber beim Zeitablauf täuschen sie sich. Der ist mitnichten überall im Universum gleich und absolut (Einstein ;)). Gruß

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Little_Nemo 17.02.2018, 13:12
44. Glaubensbekenntnisse

Zitat von fuffel
1. Es gibt durchaus Möglichkeiten, Entfernung auf Null zu rechnen 2. Wir haben keine Ahnung. Unsere gefunden Gesetze beschreiben ganz gut was wir beobachten. Nahe an kosmischen Anomalien dürften sie aber versagen. 3. Ja 4. Nein, das ist eigentlich recht simpel. Der Mix ist bekannt und dürfte sich recht häufig finden lassen. 5. in der Unendlichkeit bedeutet "größer als Null" was? Aber ich denke es geht, anders als in populären Filmen oder in der Auswertung der Stimmungslage um eine generelle Kränkung. Wir sind das ausgewählte Volk. Niemand hier hat sich wirklich von den Göttern emanzipiert. Wir glauben an die Gültigkeit unserer Vorstellung von der Welt. Jeglicher Kontakt wird uns bis ins Mark erschüttern und Alles hinwegfegen was wir als Übereinkunft zwischen uns Menschen als gültig erachtet haben. Das wird kein Spaß.Das wird unsere Suche nach dem Sinn auf eine gänzlich andere Ebene katapultieren. Neue Götter sind kaum ohne neue Regeln zu haben.
1. Welches sind diese Möglichkeiten? Wurmlöcher? Gibt es bislang nur in der Science Fiction (selbst bei Bio-Obst übrigens kaum noch zu finden, was uns auch mal zu Denken geben könnte) und würde Mengen an Energie erfordern von denen wir nicht mal träumen können. Und wenn Sie glauben zu recht behaupten zu können, dass es diese Möglichkeiten gibt, wie können Sie dann sagen, dass wir, Punkt 2, keine Ahnung haben? Sie gehören wohl nicht zu uns?

Und welches sind diese an sich recht simplen Faktoren, die für die Entstehung von Leben notwendig sind? Dass es hier auf der Erde funktioniert steht ja außer Frage, aber dort draußen im All gibt es eine Unmenge an Faktoren, die Leben ausschließen. Wie kann man also mit solcher Sicherheit sagen, dass es "eigentlich recht simpel" sei, bevor man auch nur ein Beispiel für außerirdisches Leben gefunden hat oder die Orte im All näher in Augenschein nehmen konnte, an denen man Möglichkeiten für Leben vermutet? Halten Sie das für wissenschaftlich seriös? Übrigens sind die bloßen Möglichkeiten für Leben ja auch kein Garant dafür, dass Leben entsteht, wenn nichts und niemand diese Möglichkeiten nutzt. Oder geht es Ihnen hier nur darum sich in großer Geste von Religion zu emanzipieren? Da wäre ich gern ganz bei Ihnen. Aber es würde Ihnen hiermit nicht gelingen, denn Sie würden alte Religion nur durch eine neue ersetzen.

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postit2012 17.02.2018, 13:25
45. Es gibt noch ein ganz anderes Problem:

Unsere Antriebstechnik ist ja noch ein wenig lausig und die "SF-Planer", die Menschen in den Weltraum schicken wollen, denken an Mehrgenerationen-Raumschiffe. Das würde bedeuten, dass wir mindestens zwei menschliche Evolutionslinien in Betracht zu ziehen hätten: Die auf der Erde und die auf dem/den Mehrgenerationen-Raumschiff(en).

Bei den recht großen astronomischen Entfernungen taucht die Frage auf, wie sich die Geschwindigkeit von Raumreisen zur Geschwindigkeit der Evolution selber verhält. Es wäre leicht denkbar, dass irgendeine Art von "Kontakt" erst dann stattfindet, wenn der Mensch selber schon zu einer anderen Evolutionsstufe fortgeschritten ist. Wir wären dann sozusagen der Primat, der dem nächsten Modell die Reise bezahlt hat ;-)

Wieso sollten wir das machen?

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hps 17.02.2018, 13:30
46.

Wir können die Frage nicht beantworten, wie viele Zivilisationen es im Universum gibt.
Ebenso wenig können wir die Frage beantworten, was dennn diese Zivilisationen sein könnten.
Auch die Frage nach ihrer Psychologie und Physiologie können wir nicht beantworten.

Wenn wir uns jedoch den Teil des Fermi-Paradoxons ansehen, der fragt: "Wo sind alle diese Zivilisationen?"
Es muss drei Arten von Synchronizität geben, damit wir mögliche fremde Zivilisationen sehen, sie treffen und sie eventuell kontaktieren können.

1 Die Lebenszeit Synchronität der Zivilisation
Die Lebensdauer einer Zivilisation, der unseren und einer anderen, könnte 1 Million Jahre betragen. Zwei dieser Spannen der Lebensdauer von Zivilisationen müssen während der Dauer des Universums überlappen.

2 Die Distanzsynchronität
Wenn die erste Synchronizität gegeben ist, darf der räumliche Abstand zwischen uns und der anderen kosmischen Zivilisation nicht zu groß sein. Man muss sich ja treffen können oder muss miteinander kommunizieren können.

3 Die kommunikationstechnologische Synchronizität
Wenn die 1. und 2. Synchronisation gegeben sind, muss die technische Entwicklung der beiden Zivilisationen relativ ähnlich sein. Damit die Wahrnehmungsweisen und die Kommunikationsweisen zwischen uns und der anderen Zivilisation überhaupt als solche erkannt werden können.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit der Überschneidung dieser drei Kriterien? Eins-zu-einer-Billion? Eins-zu-einer-Zillion?

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ludwigraible 17.02.2018, 13:34
47. So so, die meisten

Astrophysiker und Astronomen sind sich sicher, dass es ausserirdisches Leben gibt. Ich weiss nicht, ob das dafür die kompetentesten Disziplinen sind. Zuallererst müsste man wenigstens annähernd wissen, wie das Leben entstanden ist (Bildung des ersten replikationsfähigen DNS-Moleküls), bevor man über seine Verteilung im Universum spekuliert. Die Entstehung des Lebens ist ein im Rahmen der exakten Naturwissenschaften unlösbares Problem (Vollmert). Einfach zu sagen: "Temperatur passt und Wasser ist da, also wird's schon auch Leben geben" reicht doch nicht. Wenn's so einfach wäre, müsste sich bei uns auf der Erde doch der Lebensentstehungsprozess dauernd beobachten lassen, die Bedingungen sind ja immer noch ideal. Und selbst wenn es die Aliens gäbe, wir würden es niemals merken.

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kritischergeist 17.02.2018, 13:51
48. Der Mensch ist auch nur ein Alien

Usere Existenz ist der beste Beweis für die Existenz anderer Lebensformen. Es wäre unwahrscheinlich und auch unlogisch wenn wir in unserer Galaxis die einzigen Lebewesen wären. Evolution nach der Geburt von Planeten in habitablen Zonen wird es überall geben. Ob sich das Leben von selbst entwickelt oder schon im Sternenstaub auf die Planeten niederfällt wird man noch klären müssen. Dass die Evolution, lässt man ihr lange genug Zeit, intelligentes Leben hervorbringt ist sicher auch unbestritten. Wie das dann als Alien aussieht sagt uns auch die Logik. Füße zur Mobilität sind erforderlich mit frei beweglichen Armen und komplexen Händen sind notwendig um die zivilisatorischen Leistungen zu vollbringen die der Mensch geschaffen hat. Ein komlexes Gehirn ist erforderlich mit den notwendigen Sensoren für Schall, Licht, Temperatur und Tastsinn. Das setzt dann einen Körper voraus der den Funktion unseres Körpers nicht unähnlich ist.

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deka88 17.02.2018, 14:15
49.

Wer sagt denn eigentlich, dass Außerirdische Zivilisation aus biologischen Lebewesen bestehen muss? Der Mensch ist gerade dabei künstliche Intelligenz immer weiter zu entwickeln, die sich dann sogar von selber immer weiter entwickelt. Für künstliche Lebewesen, die nicht dem biologischen Zerfall unterlegen sind, stellt die Überwindung von Raum und Zeit sicherlich weniger Schwierigkeiten bereit als für Menschen. Ich bin überzeugt, wenn wir eines Tages intelligente! Wesen entdecken, werden es Maschinen sein. Matrix lässt grüßen

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