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Studie zu CO2-Emissionen: Forscher verlangen radikales Kohle-Aus
Marcel Kusch/dpa

Die CO2-Emissionen müssen drastisch gesenkt werden, wenn die Klimaziele von Paris noch erreicht werden sollen. Wissenschaftler haben ausgerechnet, was das bedeutet.

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karl-felix 01.07.2019, 18:39
10. Gut

dass wir in Deutschland jetzt so weit sind, dass es preiswerter ist mit EE sauberen Strom zu erzeugen , als mit teurem Kohlestrom die Umwelt weiter zu belasten .
Fotovoltaik und Wind on shore sind in Deutschland die preiswertesten
Arten Strom zu erzeugen , für weitere sinnlose Verbrennung von Kohle zur Stromerzeugung gibt es keinen vernünftigen Grund mehr.
Söder und die Grünen haben Recht : Das kann und muss schneller gehen als bis 2038. Raus aus Kohle und Öl so schnell wie möglich.

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Josh22 01.07.2019, 18:55
11. Wo ist die Logik?

Also CO2 reduzieren ist ohne Frage immer sinnvoll, keine Diskussion. Wenn ich mir aber die Fakten in den beiden Grafiken anschaue, dann ist der Gesamt CO2 Ausstoß von Deutschland, bzw. der EU im Weltvergleich so gering, dass die Frage erlaubt sein muss, ob die grüne Panikmache und die radikalen Forderungen in Deutschland noch logisch sind.
Laut der Grafik hat Gesamteuropa einen Anteil an der Welt CO2 Produktion bis 2070 von gerade 8% . Anderen Quellen nach liegt der Anteil der CO2 Emission von Deutschland jetzt bei 0,26%! Deutschlands CO2 Emission ist stark rückläufig, während die Welt-Emission stark ansteigt.

Also, wir müssen sofort alle Kohlekraftwerke abschalten, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, Milliarden mehr an Steuergeld für eine CO2 Steuer aufbringen, unsere Wirtschaft ruinieren, Hunderttausende Arbeitsplätze vernichten, Dutzende neuer Verbote akzeptieren ......... für eine maximale CO2 Einsparung in der Welt von 0,26%? Wirklich?

Ja, das wird sicher ganz große Auswirkungen auf das Klima haben.... Fakten können so grausam sein. Der entscheidende Hebel für die CO2 Vermeidung liegt ganz offensichtlich nicht in Deutschland. Vorbildwirkung, klar, aber radikale Deindustrialisierung aus grüner Ideologie? Sicher nicht.

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thomas387 01.07.2019, 18:57
12. Harald Lesch hat uns das bereits gesagt ...

und jammert zu Recht, dass nichts passiert. Er schiebt das auf's Kapital und das ganze shareholder-Interesse. Aber die Frage bleibt: Warum leben wir nicht völlig anders? Warum schlingen wir unentwegt Energie in uns hinein, als wären wir ein Schwarzes Loch? Warum glühen wir nicht, warum strahlen wir nicht, warum geben wir nicht Energie ab, statt sie in uns zu verpuffen? Der faktische Bedarf, Essen, Kleidung, Obdach, ist läppisch. Wir aber haben alles dutzendfach und finden eine geheime Freude daran, das, was wir teuer gekauft haben, in Bälde durch Neuanschaffung zu ersetzen. Wir sind so hungrig nach Energie und wenn wir diesen Hunger nicht verstehen und uns davon lösen, sind alle Klimaziele Makulatur.

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markx01 01.07.2019, 18:59
13. Meinung

Wenn man weniger von Energie bzw. fossilen Brennstoffen abhängig wäre, wäre vieles ein bisschen einfacher. Siehe auch FCKW, wo es ja recht schnell eine Einigung zur Vermeidung gab.

Das mit der Energie ist ein bisschen schwieriger, weil das auch das durchschnittliche Konsumverhalten betrifft und damit auch wirtschaftliche Kreisläufe, deren strukturelle Veränderung im laufenden Betrieb weder einfach sind noch ohne Folgen auf unsere Gesellschaft wären.

Bei derartig anstehenden Veränderungen müsste es zunächst mal offenen Konsens über zu gehende Schritte geben, abseits nationaler Interessen. Ist dann auch für die Politik nicht ganz so einfach.

Insofern bleibt vieles auch Flickschusterei.

Gruß

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misterfrank 01.07.2019, 18:59
14. Der Artikel geht an der Wirklichkeit vorbei.

Ohne Frage, der ökologische Fußabdruck jedes Europäers ist viel zu groß, auch der von uns Deutschen. Aber, selbst wenn Deutschland morgen komplett klimaneutral wäre, würde dies die Erwärmung der Erde nicht aufhalten. Berlin (3,5 Millionen Einwohner) würde im Ranking der 100 größten Chinesischen Städte nicht vorkommen und das schöne Stuttgart (immerhin die Nr. 6 in der BRD) wäre Nr. 73 in Indien. Wir stellen 1% der Weltbevölkerung und dies sollten wir nicht vergessen. Unsere Aufgabe kann nur sein Technologien zu entwickeln, die einladen schnell CO2 zu verringern (ohne Verbote und ohne wirtschaftlichen Kahlschlag). Wir sollten nicht (nur) freitags für das Klima demonstrieren, sondern jeden Samstag für das Klima forschen. 80% des Stroms in den neuen Länder stammt aus der Kohleverstromung. Ökologisch ist die eine Katastrophe, aber was machen die 30 000 Beschäftigten, wenn morgen das jobtechnisch das Licht ausgeht. Apropos Licht, wo der Strom in der wegfallenden Menge (ohne Kohleverstromung und Kernenergie) herkommen soll, kann mir niemand schlüssig erklären. In den Papieren der Grünen steht dazu auch nichts! Ich bin ganz ehrlich, ich habe keine Lösung! Atomstrom in Tschechien und Frankreich einzukaufen ist eher ziemlich bescheuert. Warum wird in dem Artikel nicht dezidiert der CO2-Ausstoß Deutschlands in einer Grafik im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten dokumentiert. Genau, dann würde auffallen, dass Länder die besser dastehen auch wesentlich mehr auf Kernkraft setzen (welche ich definitiv nicht will!!). Es würde auch auffallen, dass das bevölkerungsreichste Land Europas (Deutschland) nicht am meisten CO2 freisetzt. Ohne Indien, die USA und China sind alle unsere Bemühungen sinnlos! Wir müssen diese Länder für einen Wandel begeistern und die Schwellenländer auch mitnehmen. Das kann nur gelingen, wenn wir uns bei der Energiewende nicht selbst wirtschaftlich zerlegen und unsere Industrie zerstört. Sonst sind wir kein Vorbild!. Wir sind dann vielleicht klimaneutral aber auch pleite.

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conocedor 01.07.2019, 19:09
15. Deutschland muss..., wieder mal die Welt retten

Niklas Höhne, Leiter des New Climate Institute in Köln und Professor für Klimaschutz an der Universität Wageningen (Niederlande), betont, dass Deutschland Technologien voranbringe, um günstigen Strom aus Sonne und Wind zu gewinnen, die dann von anderen genutzt werden könnten. Auch deshalb spiele es eine zentrale Rolle. "Nur wenn Deutschland der Kohleausstieg gelingt, können auch andere Länder davon überzeugt werden, dasselbe zu tun", so Höhne.

Also so wie bei Energiewende und Atomausstieg?
Das galt und gilt bisher ja eher als abschreckendes Beispiel an den Rest der Staaten, wie man es nicht macht.

Dem Herrn Forscher noch mal ins Stammbuch geschrieben:
Es interessiert weder die Welt noch die Weltbevölkerung noch das Weltklima, ob das vergleichsweise winzige Deutschland seinen Kohleausstieg bis 2038 oder 2058 oder überhaupt nicht hinbekommt.
Diese unerschütterliche Hybris, Deutschland müsse vorangehen und dem Planeten als leuchtendes Beispiel zeigen, wie das Klima zu retten sei, ist auch eine sehr spezielle Form deutschen Größenwahns und deutscher Welterlösungsphantasien, die in dieser Form auch nirgendwo sonst zu finden ist.

Das Schaubild mit den Erzeugeranteilen sollte doch eigentlich ausreichen, um von einem medial befeuerten Klimarettungs- und Wo-auch-immer-Sofortausstiegshype mit immer abstruseren und immer dümmeren Verbots- und Bevormundungsideen mal wieder auf den Boden der deutschen und europäischen Realitäten zurückzukehren.

Und vielleicht mal den Fokus auf tatsächliche, gigantische zukünftige CO2-Emmissionen und deren mögliche Verhinderung zu richten: Die nämlich, die durch das exorbitante Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in Asien und Afrika induziert werden.
Kriegt man die nicht in den Griff, kann man sich alle weiteren Maßnahmen zur CO2-Reduktion nämlich auch sparen.

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andil 01.07.2019, 19:10
16. Die Fakten liegen auf dem Tisch

Die Forschung ist sich nahezu einig was getan werden muss nur bei der Umsetzung sieht es anders aus. Der Mensch ist augenscheinlich zu egoistisch das unbedingt notwendiger zu tun. Lasst unsere Ingenieure ihren Job machen und dieses Energiesystem zielstrebig umbauen.

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Barfüsser 01.07.2019, 19:13
17. Dann

sollte man sich besonders nach Asien wenden, wo alleine die Chinesen pro Jahr 1,8 Milliarden Tonnen Kohle verfeuern, während die 80 Millionen Tonnen in Deutschland fast marginal sind, natürlich aber auch irgendwie auf Null gefahren werden müssen.
Bis aber die Chinesen oder Inder drastisch ihren Kohleverbrauch herunter fahren, wird noch viel Zeit ins Land gehen und die heutigen Teilnehmer an der "FridaysForFuture" Demo schon im mittleren Alter sein. Und sie werden die Klimaveränderung mit voller Härte spüren müssen, denn ich bin sicher, der Wandel geht nicht gleichmäßig nach oben vonstatten, sondern er wird sich potenzieren.
Ich sehe sehr pessimistisch in die Zukunft der Menschheit.

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verdad12 01.07.2019, 19:22
18. Zweifellos

eine brauchbare und hilfreiche Politik würden Sie da machen wollen jedoch steht dem auch ein weiteres Konjunktiv entgegen: Sofern Sie denn gewählt würden! Und genau hier an diesem Punkt habe ich Zweifel.

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ott.burgkunstadt 01.07.2019, 19:23
19. Arbeitsplätze

die dabei verloren gehen könnten, weil kein "Manager" mehr vorausdenkend planen kann, werden unsere Regierung daran hindern, irgend etwas Effektives zu unternehmen. Dass der Kohleausstieg kommen muss, ist schließlich erst seit gestern bekannt.Selten waren Unfähigkeit, Unwilligkeit und Ineffizienz eklatanter zu beobachten als in der Klimapolitik.
Sorry, ich habe die Korruption vergessen!

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