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Studie zu Erotikfantasien: Der Sex im Kopf
Corbis

Ein Techtelmechtel mit zwei Partnern gleichzeitig oder Sex mit Prostituierten - erstmals haben kanadische Forscher untersucht, wie verbreitet Sexfantasien sind. Demnach gibt es fast nichts mehr, was nicht normal ist.

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alexzzz 31.10.2014, 18:49
1.

Analsex und sowohl, der Wunsch die Partnerin beim Sex mit einem anderen zu beobachten, sollten für jeden nach ein paar Grundvorlesungen Biologie erklärbar sein.
Männchen konkurrieren in der Regel um das Weibchen, da diese mit deutlich weniger Ressourcenaufwand ihre Gene weitergeben können.
Dennoch hat sich als evolutionär stabile Strategie heraus gestellt, dass das Weibchen gewisse Investitionen der Männchen erwarten - Nestbau, Nahrung, Balzen usw.
Da ein Männchen natürlich nur begrenzte Ressourcen hat, und diese bei einem Weibchen getätigt hat, wird es versuchen seine Investitionen zu schützen. Sollte das Weibchen sich mit einem anderen Männchen Paaren und dessen Nachkommen austragen, wären die Investitionen des ersten Männchen vergeblich.
Wird das Männchen Zeuge der Paarung mit dem anderen Männchen ist seine letzte Chance seine Investitionen zu retten, indem es sich
ebenfalls mit dem Weibchen paart -in der Hoffnung, dass die eignen Spermien die erfolgreicheren sind. Es gibt Tierarten, die sogar ihre geschlechtsorgane dazu benutzen Fremdsprache heraus zu schaufeln .eine Fähigkeit, die der Mensch nicht hat. Dem Menschen bleibt die Möglichkeit möglichst schnell und möglichst nah an die Eizellen sein sperma zu bekommen.
Und dazu braucht er eine standhafte Erektion, die natürlich mit sexueller Erregung verbunden ist.
Analsex findet seine Ursache in der ambivalenten Beziehung zwischen sexualtrieb und Bewusstsein, das die Handlungen an aktuelle Geschehnisse anpasst.

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druck_im_topf 31.10.2014, 19:25
2. @alexzzz

Sehr amüsant, sehr amüsant. Ich möchte nicht wissen bei was Sie gerade unterbrochen wurden, aber es gibt sogar Menschen, die Fremdsprachen beherrschen. Und das insbesondere im Beisein fremder Menschen. Dass hierbei vielfach die Zunge verwendet wird, möchte ich Ihnen fast verschämt mitteilen. Einen schönen Tag noch! :-)

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mickeymania 31.10.2014, 19:31
3. Ahja....

Ich hab mal gelernt "Erlaubt ist, was allen Beteiligten gefällt", und das sagt eigentlich alles aus. Wenn man sich an diese Prämisse hält, kann es eigentlich kein "unnormal" geben, auch wenn gewisse gesellschaftliche oder gar kirchlich aufgezwängte Normen gerne was anderes vermitteln möchte.

Und auch die sonstigen Resultate der Studie finde ich nun nicht soo überraschend. Wobei ich mir noch die Frage stelle, ob die Fokussierung der Porno-Industrie speziell auf "Rand"themen wie Seitensprung, Dreier oder auch Anal nun mehr Ursache oder logische Konsequenz mancher Männerphantasien sind.

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lachina 31.10.2014, 19:33
4. über den Satz:

" Insgesamt haben Männer deutlich mehr Fantasien als Frauen und beschreiben diese besonders lebhaft." habe ich erstmal gelacht. Oft reden Frauen nicht so gern über ihre Vorstellungen, weil "Sexbesessenheit" eher als unweiblich und verdorben gilt, aber vielen hilft das "Kopfkino" den ehelichen Schnarchverkehr zu überstehen.

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mrsa 31.10.2014, 20:12
5.

Zitat von lachina
" Insgesamt haben Männer deutlich mehr Fantasien als Frauen und beschreiben diese besonders lebhaft." habe ich erstmal gelacht. Oft reden Frauen nicht so gern über ihre Vorstellungen, weil "Sexbesessenheit" eher als unweiblich und verdorben gilt, aber vielen hilft das "Kopfkino" den ehelichen Schnarchverkehr zu überstehen.
Welch amüsante Vorstellung: beide Partner überstehen den ehelichen Schnarchverkehr nur aufgrund ihres Kopfkinos... und stellen am Ende ihrer Sexualität vielleicht die Gemeinsamkeiten bezüglich der (ehemaligen) Fantasien fest.
Das wäre dumm gelaufen, hätte doch mal die Kommunikation geklappt.

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mrsa 31.10.2014, 20:57
6.

Zitat von alexzzz
Analsex und sowohl, der Wunsch die Partnerin beim Sex mit einem anderen zu beobachten, sollten für jeden nach ein paar Grundvorlesungen Biologie erklärbar sein. Männchen konkurrieren in der Regel um das Weibchen, da diese mit deutlich weniger Ressourcenaufwand ihre Gene weitergeben können. Dennoch hat sich als evolutionär stabile Strategie heraus gestellt, dass das Weibchen gewisse Investitionen der Männchen erwarten - Nestbau, Nahrung, Balzen usw. Da ein Männchen natürlich nur begrenzte Ressourcen hat, und diese bei einem Weibchen getätigt hat, wird es versuchen seine Investitionen zu schützen. Sollte das Weibchen sich mit einem anderen Männchen Paaren und dessen Nachkommen austragen, wären die Investitionen des ersten Männchen vergeblich. Wird das Männchen Zeuge der Paarung mit dem anderen Männchen ist seine letzte Chance seine Investitionen zu retten, indem es sich ebenfalls mit dem Weibchen paart -in der Hoffnung, dass die eignen Spermien die erfolgreicheren sind. Es gibt Tierarten, die sogar ihre geschlechtsorgane dazu benutzen Fremdsprache heraus zu schaufeln .eine Fähigkeit, die der Mensch nicht hat. Dem Menschen bleibt die Möglichkeit möglichst schnell und möglichst nah an die Eizellen sein sperma zu bekommen. Und dazu braucht er eine standhafte Erektion, die natürlich mit sexueller Erregung verbunden ist. Analsex findet seine Ursache in der ambivalenten Beziehung zwischen sexualtrieb und Bewusstsein, das die Handlungen an aktuelle Geschehnisse anpasst.
"Wird das Männchen Zeuge der Paarung mit dem anderen Männchen ist seine letzte Chance seine Investitionen zu retten, indem es sich
ebenfalls mit dem Weibchen paart -in der Hoffnung, dass die eignen Spermien die erfolgreicheren sind."

Der Klassiker ist wohl eher, dem Nebenbuhler eins auf die Mütze zu geben, bevor es zur Besamung der Holden kommt. Alternativ bietet sich heute aber auch ein Vaterschaftstest an (wenngleich dieser wahrscheinlich nicht unbedingt Bestandteil erotischer Fantasien ist).

Im übrigen lernt man im Biologiestudium (wenn auch nicht im Grundstudium), dass die von Ihnen genannte Strategie zur Verdrängung der Spermien anderer Besamer von Arten verfolgt wird, die eine erheblich größere Menge an Ejakulat abgeben. Da sprechen die Biologen aber von Mengen, z.B. beim Eber, von bis zu 0,5l pro Mal (der Eber hat eine "vergleichbare Körpergröße" zu uns). Die spülen die Spermien der Konkurrenz einfach wieder aus.

"Analsex findet seine Ursache in der ambivalenten Beziehung zwischen sexualtrieb und Bewusstsein, das die Handlungen an aktuelle Geschehnisse anpasst."

Hä?

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"Armenhaus" 31.10.2014, 21:19
7. Paarungsverhalten d. D.

Interessant der Begriff "Unterwerfungsfantasien" ???-

Ist diese "Störung" vornehmlich bei Deutschen verlangt,
gefördert oder sogar gewünscht ?! ( Ist vielleicht auch
eine Ursache der geringen Geburten in D bzw. der ca. 20% Prozent d. alleinerziehenden !?!) - Nun, jedenfalls sind beruflich ausgelastete und mit Familie (Ehepartner ,Kindern) gesegnete Menschen vornehmlich
an keinem der beiden Enden von S/M anzutreffen - aber
klar - das EGO- "Kopfkino" ist bei vielen wichtiger als mal ehrlich darüber zu reden - ..-

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brauselimonade 31.10.2014, 23:58
8. Quintessenz?

Ich habe Schwierigkeiten die richtigen Schlüsse aus dem Artikel zu ziehen, vor allem verwirrt mich die Einleitung und die Ausgangsfrage, welche Fantasien unter der Normalbevölkerung unnormal (sic!) sind. Wenn ein Homo sapiens eine sexuelle Neigung hat, die weit verbreitet ist, dann gilt er als gesund und normal, wenn er hingegen eine sexuelle Neigung hat, die nicht weit verbreitet ist, dann gilt er als krank und abartig aber zählt trotzdem zur Normalbevölkerung, oder wie ist der Artikel zu verstehen? Abgesehen von den Logikfehlern im Text halte ich eine pathologische Betrachtungsweise im Bereich normativer Bewertungen von Sexualverhalten vornherein für unangebracht. Was wäre denn gewesen, wenn die Pädophilen bei der Umfrage sich getraut hätten, ihre Neigungen zu gestehen und es hätte sich eine ganz andere Verbreitungsquote unter den Normalos herausgestellt, hätten wir dann unsere ganzen Werturteile über Sexualstraftaten überdenken müssen? Kinderschändung dann nur noch Kavaliersdelikt? Das wäre ja ganz im Sinne eines Volker Becks gewesen.

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filos eleftherias 01.11.2014, 00:54
9. Online-Umfrage...

Und als nächstes werden Bauchtaille und Penisgröße per Online-Umfrage "ermittelt"...trotz aller Anonymität, muss man auch hier, je nach Charakterprofil, eine Beeinflussung durch soziale Erwünschtheit oder Enthemmung annehmen. In der Wahlkabine wählen ja auch beständig mehr Leute rechtsextreme Parteien, als es in Umfragen welche zugeben.

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