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Suche nach Erdbeben-Warnsystem: Vollmond. Vollmond. Beben?

Die Katastrophe von Haiti konfrontiert die Wissenschaft mit ihrer vielleicht größten Niederlage: Seit mehr als 100 Jahren bemühen sich Forscher darum, Erdbeben korrekt vorhersagen zu können. Mal werden Tiere beobachtet, mal der Mond - jetzt setzen die Experten auf Tiefbohrungen.

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heinrichp 19.01.2010, 08:04
1. Sie suchen eine Nadel im Heuhaufen

Zitat von sysop
Die Katastrophe von Haiti konfrontiert die Wissenschaft mit ihrer vielleicht größten Niederlage: Seit mehr als 100 Jahren bemühen sich Forscher darum, Erdbeben korrekt vorhersagen zu können. Mal werden Tiere beobachtet, mal der Mond - jetzt setzen die Experten auf Tiefbohrungen.
Das die Erde ein Lebewesen ist ist meisten den Wissenschaftler immer noch nicht bewusst. Sie suchen eine Nadel im Heuhaufen, auch der Mensch ist ein Teil des Ganzen.
Das heute vorherrschende naturwissenschaftliche Weltbild lehrt, dass die uns umgebende Natur aus toter Materie besteht. Wir verstehen sie nicht mehr als belebt, sondern als eine Anhäufung von Stoffen und chemischen Prozessen, deren Mechanismen wir zu ergründen versuchen, um sie uns zunutze zu machen.
Wir leugnen vielfach, dass sie eine zutiefst lebendige Dimension hat. Und dies, obwohl nicht nur alle Religionen und Naturvölker, sondern auch die moderne evolutionäre Kosmologie von einer ganz anderen Erfahrung ausgehen: einer Welt nämlich, in der Materie und Leben keinen Gegensatz bilden!
http://die-welt-der-reichen.over-blo...-22108232.html

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craic 19.01.2010, 08:09
2. Gravitationskräfte sind sehr wichtig, aber nicht allein.

Zitat von sysop
Die Katastrophe von Haiti konfrontiert die Wissenschaft mit ihrer vielleicht größten Niederlage: Seit mehr als 100 Jahren bemühen sich Forscher darum, Erdbeben korrekt vorhersagen zu können. Mal werden Tiere beobachtet, mal der Mond - jetzt setzen die Experten auf Tiefbohrungen.
Blöde Formulierung, dieses "ENTWEDER Mond ODER Tiere ODER Tiefbohrungen". -Man muss alles gleichzeitig beobachten.
Im großen Maßstab gesehen ist die Erde ein Flummiball, der täglich durch die Gravitationskräfte von Mond und Sonne kräftig durchgewalkt wird, die Erde verformt sich unter ihrem Einfluss. Am stärksten, wenn die Gravitationskräfte von Sonne und Mond 'In Reihe' wirken, um die Tage herum die wir als 'Vollmond' und 'Neumond' bezeichnen. Ziemlich klar, daß dann die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, daß sich gerade dann die gerade verkantetsten Krustenplattenteile ruckartig entkletten und gegeneinander verschieben werden. Aber das allein bietet natürlich noch keine Vorhersagemöglichkeiten, wenn erstens unbekannt ist WO gerade die Krustenplatten am stärksten verkantet sind, UND wie nah die Spannungen dort an der Bruchgrenze sind.
Alles müsste gleichzeitig beobachtet werden. Erdbebenvorhersagen ALLEIN nach Tidenkalender ODER Tierbeobachtungen ODER Tiefbohrungen kann es nie geben, tut mir leid.

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Idrisu 19.01.2010, 08:27
3. ...

Wieso wird die Tiervorhersage-Theorie nicht weiter verfolgt? Gab es nie den Versuch mal eine zusammengewürfelte Schar an Tieren in verschiedenen "Hot-Spot's" zu halten um diese zu beobachten. Wäre doch ein versuch Wert.

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Wolfgang Jung 19.01.2010, 08:29
4. Hörst du die Regenwürmer husten?

Hörst du die Regenwürmer husten (ahem-ahem),
Wenn sie durchs dunkle Erdreich ziehen (ziehen-ziehen),
wie sie sich winden, um zu verschwinden,
auf nimmer-nimmer-Wiedersehen?
Und wo sie waren, da ist ein Loch, (Loch, Loch)
und wenn sie wiederkommen, ist es immer noch (das Loch)!
Hörst du die Regenwürmer husten (ahem-ahem),
Wenn sie durchs dunkle Erdreich ziehen (ziehen-ziehen),
wie sie sich winden, um zu verschwinden,
auf nimmer-nimmer-Wiedersehen.

Ich denke, dieses allseits bekannte Lied ist die Lösung.

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wakaba 19.01.2010, 08:45
5. Knochen werfen, Voodoo?

Zitat von Idrisu
Wieso wird die Tiervorhersage-Theorie nicht weiter verfolgt? Gab es nie den Versuch mal eine zusammengewürfelte Schar an Tieren in verschiedenen "Hot-Spot's" zu halten um diese zu beobachten. Wäre doch ein versuch Wert.
Schwieriger Versuchsaufbau, unscharfe Resultate, viel unwissenschaftliche Interpretation. Versuchen wir doch mit Kaffesatzlesen.

Nö, Erdbebebvorhersage wird nur vorgeschoben um andere und interessantere Phänomene zu finanzieren. Weiss jeder genau das nicht genug Infos beschafft werden können um die Kruste zu simulieren. Statistische Modelle mit Vorhersageschärfe 100 000 Jahre sind heute machbar. San Francisco ist so ein statistisches Modell und da könnte es jederzeit krachen oder eben auch nicht. Kein Geologe würde Jahre in Haiti verbringen wollen - da gehen Sie lieber in den Yellowstone Park, New York, italienische Riviera. Diese Gegenden sind gut untersucht.

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heinrichp 19.01.2010, 09:00
6. Alles ist in ständiger Bewegung

Zitat von sysop
Die Katastrophe von Haiti konfrontiert die Wissenschaft mit ihrer vielleicht größten Niederlage: Seit mehr als 100 Jahren bemühen sich Forscher darum, Erdbeben korrekt vorhersagen zu können. Mal werden Tiere beobachtet, mal der Mond - jetzt setzen die Experten auf Tiefbohrungen.
Alles ist in ständiger Bewegung, auch die Erde, darum wird es sehr schwer sein Erdbeben vorhersagen zu können. Das Problem heute sind die vielen Menschen, man baut Millionstädte in gefährdete Gebiete, auch die Bauweise trägt dazu bei das Menschen umkommen. Die Natur hilft und schon, wenn wir wieder auf sie hören, sie beobachten und beachten. Tiere können das besser als Menschen, weil der Mensch es verlernt hat.
http://die-welt-der-reichen.over-blo...-22108232.html

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guadelup 19.01.2010, 09:16
7. Grubenhund

Nachzutragen wäre, dass der Grubenhund (oder Grubenhunt) ein Wägelchen im Bergbau ist und insbesondere in Österreich ein Synonym für eine Zeitungsente ist, siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Grubenhund_(Zeitung)

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Celegorm 19.01.2010, 09:21
8. ...

Zitat von heinrichp
Wir leugnen vielfach, dass sie eine zutiefst lebendige Dimension hat. Und dies, obwohl nicht nur alle Religionen und Naturvölker, sondern auch die moderne evolutionäre Kosmologie von einer ganz anderen Erfahrung ausgehen: einer Welt nämlich, in der Materie und Leben keinen Gegensatz bilden!
1. Was bitte soll "evolutionäre Kosmologie" sein?
2. Natürlich sind Materie und Leben kein Gegensatz, was auch immer Sie damit meinen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sämtliche Materie lebendig ist.
3. Verschwurbelt-religiöse Naturvolk-Esoterik birgt relativ wenige Erkenntnisse, wenn man mal von einer Demonstration bezüglich der Funktionsweise von Scharlatanerie absieht.

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variofox 19.01.2010, 09:52
9. Eine gewaltige Fördergeld-Schwemme

"Eine gewaltige Fördergeld-Schwemme führte dazu, dass "alles gemessen wurde, was uns einfiel, von Kakerlaken bis zu Hormonen", erinnert sich ein Forscher."

Diesen Satz finde ich toll - und er erinnert irgendwie fatal an das, was heute mit der "Klimaforschung" stattfindet.

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