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Suche nach möglichem Leben: "Wir Europäer sollten zur Venus fliegen"
AFP PHOTO / Nasa / JPL / USGS

Wenn Forscher nach Leben außerhalb der Erde suchen, schauen sie zum Mars. Doch der deutsche Raumfahrtkonzern OHB will nun die Venus in den Blick nehmen - auch wenn es dort sehr ungemütlich ist.

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loboloco 06.11.2019, 18:15
1. Mars oder Venus ...

mal abgesehen davon, ich wundere mich warum eine ständige Mondstation mit Weltraumbahnhof nicht der erste [logische] Schritt für weitere Projekte bzw Reisen ist ...?!

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zeichenkette 06.11.2019, 18:22
2. Äh...

Ja, die Venus kann ruhig weiter erforschen. Aber die Atmosphäre ist viel interessanter als die Oberfläche und auch viel leichter zu erreichen. Es gibt Schichten mit sehr erdähnlichem Druck und Temperatur, sogar mit Wasser. Wenn es in der Vergangenheit einmal Leben auf der Venus gegeben haben sollte, ist es viel wahrscheinlicher, dass es in Form von Bakterien und Einzellern in der Atmosphäre überlebt hat (wie es ja auch Bakterien in der Atmosphäre der Erde gibt). Ballons sind da eine einfache Möglichkeit, und wurden auch schon bei russischen Sonden benutzt. Rover dagegen sind ein Riesenaufwand.

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KingTut 06.11.2019, 18:27
3. Offene Fragen

Zwei Fragen werden im Artikel nicht beantwortet:
Wie soll das technische Gerät, sprich Landeroboter, mit den extrem hohen Temperaturen, dem hohen Druck und dem vermuteten Schwefelsäure-Regen zurechtkommen? Das ist eine echte Herausforderung.
Woher will man wissen, dass die Venus einst "auch sehr lebensfreundlich" war?
Was für die Venus spricht, das sind die fast identische Größe und Gravitation im Vergleich zur Erde. Aber was nutzt das, wenn dort höllische Witterungsbedingungen herrschen?
Was außerirdisches Leben betrifft, so können wir natürlich die Möglichkeit nicht ausschließen, dass andernorts Konzeptionen existieren, die wir uns überhaupt nicht vorstellen können. Das bleibt künftigen Forschungsmissionen zu den vielversprechendsten Objekten in unserem Sonnensystem - und irgendwann hoffentlich weit darüber hinaus - vorbehalten.

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jj2005 06.11.2019, 18:40
4. Leben auf der Venus

Zitat von zeichenkette
Wenn es in der Vergangenheit einmal Leben auf der Venus gegeben haben sollte, ist es viel wahrscheinlicher, dass es in Form von Bakterien und Einzellern in der Atmosphäre überlebt hat (wie es ja auch Bakterien in der Atmosphäre der Erde gibt). Ballons sind da eine einfache Möglichkeit, und wurden auch schon bei russischen Sonden benutzt. Rover dagegen sind ein Riesenaufwand.
Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass jemand hier auf einen grossen Batzen Steuergelder scharf ist. Die Atmosphäre besteht zu 96.5% aus CO2, der Rest ist fast ausschliesslich Stickstoff. Diese Mischung ist praktisch inert, da lebt nix.

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Sensør 06.11.2019, 18:49
5. Leben auf der Venus - und wenn schon

Wollen die Wissenschaftler den Bazillen dann die Hand schütteln und ihnen einen Strauß Blumen überreichen? Andere Frage: gibt es auf der Erde gar keine Probleme, für die das Geld wesentlich dringender benötigt wird?

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sabine1969 06.11.2019, 18:55
6.

Klar, erst die erde komplett zerstören und dann den nächsten planeten besiedeln. Der mensch ist mit abstand das dümmste lebewesen.

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noalk 06.11.2019, 18:58
7. Fishing for Subventionen

Der Herr Fuchs sucht anscheinend nach Möglichkeiten, mit seinem Unternehmen Geld zu verdienen. Dafür kann gerne in der Industrie oder bei Privatleuten nach Geldgebern suchen. Die Öffentliche Hand sollte selbige geschlossen halten.

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permissiveactionlink 06.11.2019, 18:59
8. Auf der Venus

gibt es keine Plattentektonik, und deshalb auch keinen geologischen Kohlenstoffzyklus wie auf der Erde. Das Gestein kann nur oberflächlich verwittern, und nimmt dabei CO2 auf. Aber es gibt keine Erosion. Das verwitterte Gestein gelangt auf der Erde über Flüsse ins Meer, und von dort auf den Meeresboden, wo es durch Plattentektonik zu den Subduktionszonen transportiert wird und dort in den Erdmantel abtaucht. Nur hydrothermale vulkanische Aktivität setzt dort das gebundene CO2 wieder frei. Wäre das nicht so, gäbe es auf der Erde kein CO2 mehr und keine Photosynthese, also kein Leben. Die Subduktion nimmt auch Wasser mit in den Erdmantel, wodurch das Volumen der Weltmeere langsam über die Jahrmillionen sinkt. Vielleicht hat die Venus das alles schon hinter sich. Wasser jedenfalls gibt es dort kaum. Und ob Leben bei 92 Bar und 450°C möglich ist ? Der Wasserdruck ist schon in 910 m Meerestiefe so hoch wie der Atmosphärendruck am Boden der Venus. Aber an den Black Smokers der mittelozeanischen Rücken herrschen nicht überall 450°C. Dort können sich Die chemolithoautotrophen Organismen auch kühlere Plätzchen suchen. Auf der Venus geht das nur in großer Höhe über dem Boden, bei deutlich höherer UV-Strahlung verglichen mit der Erde.

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L_P 06.11.2019, 18:59
9. Ersatz-Klima-Religion

Wenn die Menschheit sich nicht mit der Angst vor dem Klima auf ein gemeinsames Ziel (das nicht Entmachtung von Verrätern und Oligarchen heissen soll) einschwören lässt, steht die Eroberung des Weltraums schon als Ersatz bereit.

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