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Terrorismus und digitale Parallelwelten : Monster, die sich für Helden halten
DPA

Der Massenmörder von Christchurch hat viel mit islamistischen Terroristen gemeinsam. Die Täter von heute finden im Netz Anleitungen und Material zur eigenen Radikalisierung. Die Ideologie ist nur Mittel zum Zweck.

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Sophie99 16.03.2019, 23:08
1.

Danke für den Beitrag. Analyse statt Stimmungsmache. Das brauchen wir wieder öfter.

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Stäffelesrutscher 16.03.2019, 23:18
2.

Jetzt ist die Frage, ob es noch mehr »Gemeinsamkeiten« gibt: Wenn die Täter Moslems waren, wurden weltweit andere Moslems genötigt, dazu Stellung zu nehmen, sich zu distanzieren und so weiter. Dementsprechend müssten jetzt also Vertreter christlicher Kirchen (vermutlich der protestantischen Richtung) und von Rechtsaußenparteien (Gauland, Höcke, Le Pen, Farage usw.) befragt werden, ob sie sich von diesem Terror distanzieren.

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tiropites 16.03.2019, 23:24
3. Geschmacklos

Wohin führt dieser Vergleich? Will man die scheuslichen Taten damit relativieren?

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ketamama 16.03.2019, 23:38
4.

Sehr guter und aufschlussreicher Artikel!

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murimar 16.03.2019, 23:43
5. Die Forenkommentare

In den verschiedenen Foren deutscher Zeitungen muss man als Reaktion vieles an Relativierungen und die unterschiedlichen Gewichtungen islamistischen und anderen Terrors lesen. Das ging keine Stunde nach den Anschlägen los. Bedauern, Mitgefühl, Fehlanzeige. 2/3 der Forenbeiträge (Zeit/FAZ) zu Artikeln über den Anschlag in Christchurch gingen ausschließlich um islamistischen Terror. Das kann man als unausgesprochene Rechtfertigung der Anschläge empfinden.

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botschinski 17.03.2019, 00:23
6. Es gibt keinen Unterschied...

...zwischen den Mördern denen ein islamischer Hintergrund nachgesagt wird und denen, sagen wir ruhig mal, mit christlichem Hintergrund. Wären die jeweiligen Menschen im jeweils anderen Kulturkreis geboren worden, würden sie eben "für" die andere Seite morden. Egal was sie uns mit ihren Bekenntnissen weiss machen wollen, es sind ganz einfach mordlustige Bestien, nichts weiter.

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Zeitwesen 17.03.2019, 00:49
7.

Herr Arno Frank hatte in seinem Artikel lobenswerter Weise auch die Beteiligung der Pressemedien erwähnt, während Sie es so darstellen, als sei das ein reines Internet Problem einiger Chatplattformen, Youtube etc.
Woher kannte denn der "neuseeländische" Attentäter den norwegischen Attentäter auf den er sich bezog?
Der norwegische Terrorist hatte vor seiner Tat Bilder und Manifest etc schön für die Presse bereitgelegt und was machte die Presse?
DIe Bilder wurden bereitwillig abgedruckt inklusive Manifest, der Täter in den Mittelpunkt gerückt, über sein Leben und sein Motiv sinniert, sein Name zelebriert.
Wie übrigens auch schon bei den Schulamokläufern.
Die Presse hat das gemacht was die Täter nach ihrer Tat von ihnen verlangt haben, sie hat sie populär gemacht, in den Mittelpunkt gerückt und da hilft es auch nichts wenn man "böse" oder "pfui" unters Bild schreibt, letztendlich hat man diese Terroristen/Mörder für ihre Tat "belohnt" und sie eben zu "Helden" gemacht.
Der Pressepranger als Wunschbühne.
Eigentlich hätte man zumindest hier in Deutschland nach "Gladbeck" hoffen können, dass sich etwas mehr Moral statt Sensationsgier und Verkaufszahlen durchsetzen müsste.

Erst nachdem man den Terroristen zu Popularität verhalf kamen die Plattformen im Internet und haben aufgrund seiner Popularität über ihn gesprochen.

Den Namen nicht mehr nennen, deren Erklärungen/Manifeste nicht mehr abdrucken, deren Lebenslauf nicht mehr studieren.
Es sind rechtsradikale Terroristen die wehrlose hingemetzelt haben, mehr muss man über solche "Monster" nicht wissen.
Scheiß auf deren Leben. Anonym lassen, wegsperren und gut.
Zeigt die Opfer, zeigt die Hinterbliebenen, setzt euch mit deren Leben auseinander, veröffentlicht deren Manifeste und Lebensläufe, schreibt was für Menschen sie waren, was sie erlebt haben.
Rückt sie in den Mittelpunkt, nicht den Täter.

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thomas.kathmann.58 17.03.2019, 00:56
8. Leider...

macht es sich auch dieser Artikel zu einfach. Natürlich ist es schön Menschen in Gut und Böse aufzuteilen und die die man gar nicht versteht einfach als Monster abzustempeln. Man will ja auch nicht wahr haben dass das Monster in einem jeden von uns steckt.

Und da liegt der Punkt. Man möchte sich einfach nur schnell von den bösen Terroristen abgrenzen und sich einreden dass man selbst und die die man mag niemals zu so etwas fähig wären.

Ich habe gerade den Film über Hannah Arendt gesehen. Wenn wir dieses "Böse" auf dauer besiegen wollen müssen wir uns von den einfachen Stereotypen und er billigen aufteilung der Welt in gute und böse Menschen trennen. Sonst werden wir vielleicht nie fähig sein uns selbst zu reflektieren und rechtzeitig zu bemerken wenn wir dann selbst zum Bösen zu werden drohen.

Und dieser Artikel trägt zu dieser Selbstreflektion leider nicht bei.

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Hochbeet 17.03.2019, 01:11
9. Kaputte Männer

Stets sind es bindungslose junge Männer ohne Identität, die sich als Vollstrecker eines höheren Auftrags fantasieren. Erst dadurch, dass sie andere zerfleischen, erfahren sie das, was sie nie hatten: Wirksamkeit. In rechtsextremen Zirkeln, die voll sind von solchen Untoten, wird die erbärmliche feige Tat hochgejubelt. Das ist toxische Männlichkeit, sie steckt an...

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