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Testosteron, Sex und Fingerlänge: Urmenschen waren männlicher

Wie oft wechseln Männer ihre Sexualpartner? Die Fingerlänge verrät dabei so einiges, denn das Hormon Testosteron hat Einfluss auf das Wachstum.*Jetzt haben Paläoanthropologen den Urmenschen auf die Finger geschaut - und*Erstaunliches über ihr Sozialverhalten herausgefunden.

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harrybr 03.11.2010, 15:20
1. welche Gruppe war das?

In einigen Bevölkerungsgruppen tritt ein großer Längenunterschied gehäuft auf. Bei diesen sind oder waren bis vor Kurzem interessanterweise Partnerschaftsmodelle verbreitet, die nicht auf der klassischen monogamen Paarbindung basieren.

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atomkraftwerk 03.11.2010, 15:32
2. .

Die Stichprobengröße scheint mir doch sehr klein zu sein um damit signifikante Aussagen über die gesamte Population zu machen.

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ReneMeinhardt 03.11.2010, 15:57
3. Sie haben vollkommen Recht

Zitat von atomkraftwerk
Die Stichprobengröße scheint mir doch sehr klein zu sein um damit signifikante Aussagen über die gesamte Population zu machen.
Außerdem bleibt wiedermal außen vor, was die Ursachen für die unterschiedliche Hormonausschüttung ist und damit die Ursache für das Partnerschaftsmodell (oder auch gesellschaftliche Ausprägung des Individuums).
Aber wahrscheinlich wollten sich die Wissenschaftler nicht mit den Leichtgläubigen anlegen :-)

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Riff 03.11.2010, 16:03
4. Der Urmensch zeigt dem Anthropologen "den Finger"

Zitat von sysop
Jetzt haben Paläoanthropologen den Urmenschen auf die Finger geschaut - und*Erstaunliches über ihr Sozialverhalten herausgefunden.
Nix gegen die Paläodisziplinen. Nichts grundsätzliches.
Man sollte aber - um mit einem Exkanzler zu sprechen - die Kirche im Dorfe lassen.
Im alten Rom haben die Auguren aus den Eingeweiden von Fischen und Gänsen die Zukunft "vorhergesagt". Heute sagen die Paläoanthropologen die Vergangenheit aus vergilbten Knochen voraus.
Alles scheint irgendwie schon mal dagewesen zu sein.

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exkeks 03.11.2010, 16:21
5. Anmerkungen

Zitat von atomkraftwerk
Die Stichprobengröße scheint mir doch sehr klein zu sein um damit signifikante Aussagen über die gesamte Population zu machen.
Das ist ein generelles Problem mindestens aller historischen und prähistorischen Disziplinen und muss als Damoklesschwert über neuen "Erkenntnissen" ausgehalten werden. Aber zu diesem Zweck gibt es den sogenannten "wissenschaftlichen Fortschritt", wobei aufgrund neuer Erkenntnisse einstige Aussagen relativiert werden können.

Zitat von ReneMeinhardt
Außerdem bleibt wiedermal außen vor, was die Ursachen für die unterschiedliche Hormonausschüttung ist und damit die Ursache für das Partnerschaftsmodell...
Für die Ursachen sind wohl kaum die Paläoanthropologen, sondern Genforscher zuständig. Dem hier nachgezeichneten Konsekutivzusammenhang würde ich im Übrigen nicht ohne Weiteres folgen. Menschliche Gesellschaften zeichnen sich eben durch ihr Kulturfähigkeit aus und haben damit ein wirksames Mittel gegen scheinbare genetische Determinanten. Leider gibt es aus den betrachteten Epochen einfach zu wenige Überreste - vor allem Paarbestattungen o.ä. wären ja prinzipiell interessant in dieser Frage.

Zitat von Riff
Nix gegen die Paläodisziplinen. Nichts grundsätzliches. Man sollte aber - um mit einem Exkanzler zu sprechen - die Kirche im Dorfe lassen. Im alten Rom haben die Auguren aus den Eingeweiden von Fischen und Gänsen die Zukunft "vorhergesagt". Heute sagen die Paläoanthropologen die Vergangenheit aus vergilbten Knochen voraus. Alles scheint irgendwie schon mal dagewesen zu sein.
Womit sollen sich Paläoanthropologen denn sonst beschäftigen als mit der Vergangenheit und alten Knochen? Die Kirche ist also mitten im Dorf - aber was wollen Sie uns mit Ihrem Posting sagen?

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Riff 03.11.2010, 16:29
6. Mitten im Dorf ist bekanntlich der Dorfteich

Zitat von exkeks
Womit sollen sich Paläoanthropologen denn sonst beschäftigen als mit der Vergangenheit und alten Knochen? Die Kirche ist also mitten im Dorf - aber was wollen Sie uns mit Ihrem Posting sagen?
Sozialverhalten! Aus Knochen das Verhalten des verwesten Knochenbesitzers "herauszukochen" .... das ist schon a bisserl verwegen! Das ist Paläokaffeesatzdeutung.

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maifreuden 03.11.2010, 16:29
7. Wie lang ?

Alles sehr interessant. Aber wie sieht bitte eine durchschnittliche, nicht testosterongesteuerte Hand aus? Sind Zeige- und Ringfinger ungefähr gleich lang oder wie verhält sich das? Ohne diese Info ist der Artikel leider fad, weil doch jeder Mann sofort mal seine Finger vermisst.

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ReneMeinhardt 03.11.2010, 16:41
8. Testosteron und Gene

Zitat von exkeks
Für die Ursachen sind wohl kaum die Paläoanthropologen, sondern Genforscher zuständig. Dem hier nachgezeichneten Konsekutivzusammenhang würde ich im Übrigen nicht ohne Weiteres folgen. Menschliche Gesellschaften zeichnen sich eben durch ihr Kulturfähigkeit aus und haben damit ein wirksames Mittel gegen scheinbare genetische Determinanten.
Und genau das meinte ich mit Leichtgläubigkeit, nämlich dem Glauben verhaftet zu sein, dass die Gene die Allursachen sind. Aber Gott sei Dank relativieren Sie sich ja wieder mit dem Adjektiv scheinbar in bezug auf genetische Determinanten.

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albert schulz 03.11.2010, 16:59
9. scheinbar wissen die was

Der Verfasser hatte wohl schon länger keinen Mittelfinger im Anus und sehnt sich danach. Dabei handelt es sich um ein sehr subjektiv empfundenes persönliches Problem, und dafür ist nun mal nicht das Holozän verantwortlich zu machen. Obwohl nur damals Aufsätze dieser Art in nennenswerter Anzahl gelesen wurden. Wobei es Bildchen waren, die aber semantisch durchaus mit Artikeln aus einem bekannten Hamburger Magazin mithalten können. In der Gosse habe ich nicht nur einmal den Ausdruck gehört: „Hast du den Arsch offen ?“ und genau dieser Ausspruch gewährt uns Ausblicke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, deren habhaft zu werden wir nie hoffen durften.

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