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Thementag Fleisch: Kein Fleisch ist auch keine Lösung
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Haben Sie schon den Festtagsbraten bestellt? Keine Angst, den will Ihnen niemand madig machen. Aber wir müssen uns der Frage stellen: Wie können wir Fleisch nachhaltiger produzieren? Der Themenschwerpunkt auf SPIEGEL ONLINE.

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postbote101 17.12.2018, 13:01
190.

Zitat von barrakuda64
Und für einen "Genuß" ansonsten gesunde Lebewesen vorsätzlich zu töten ist eine Perversion an sich. Am meisten Kopfschütteln lösen bei mir die Argumente aus, dass das Tier artgerecht gehalten wurde und ein schönes Leben hatte. Genau - HATTE - denn am Ende steht genauso das Schlachten. Und gerade wenn ein Tier eine gute Haltung hat, möchte es vielleicht sogar erst recht am Leben bleiben und das Leben genießen. Wer sich auf das Argument zurückzieht "die Natur ist eben so oder der Wolf reißt das Reh", der beweist letztendlich, dass er intellektuell nicht zu den höchstentwickelten Wesen zählt..................oder wie war das: der Mensch steht über dem Tier? Dann aber damit argumentieren, dass Raubtiere auch töten. Im Übrigens töten Raubtiere nur um zu überleben, nicht wie viele Jäger oder Trophäenjäger allgemein, aus Spaß, um einen kranken Trieb auf Kosten Schwächerer auszuleben. Auch kann ich die Prozentangaben nicht nachvollziehen, denn mittlerweile gibt es schon mehr als 10% Vegetarier in der BRD - der niedrige Prozentsatz bezieht sich auf die Veganer, die wirklich (noch) in der Minderheit sind. Wenn der Mensch seine Intelligenz nutzen würde, die Ernährungsgewohnheiten durch offensichtlichen Raubbau (pro kg Fleisch werden 10 kg Getreide und eine Unmenge an Wasser benötigt) auf eine weniger intensive Bewirtschaftung umzustellen, dann wäre viel gewonnen. Aber dazu braucht es Einsicht und keine Trotzreaktionen (ich esse soviel Fleisch wie ich will) und Weitblick. Weitblick war aber immer schon ein Privileg einer Minderheit.................................
Man merkt bei Ihnen sofort, dass Sie kein Fleisch essen.
Sie können mit Tieren sprechen und wissen was ein Vieh fühlt und denkt. Sie sind ein DrDoolitle.

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Olaf Köhler 17.12.2018, 13:01
191.

Zitat von santoku03
Na und? Ich kenne keinen Fleischesser, der behauptet, alles außer Fleisch würde nicht schmecken. Und kein Fleischesser versucht andere zu bekehren. Das Umgekehrte kann man von den eingefleischten Vegetariern und Veganern sagen.
Leider gibt es auf "beiden Seiten" Fanatiker. Und auch unter den Fleischessern gibt es welche, die "bekehren" wollen. Warum nur fällt es uns Menschen so schwer, den anderen so leben zu lassen, wie er mag?

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matteo51 17.12.2018, 13:02
192. "Ja"

Ich esse gerne Fleisch. Fleisch kommt von Tieren. Tiere sind Lebewesen. Solange wir Tiere als Instrumente von PRODUKTION (pfui Teufel, Spon, für diesen Terminus in diesem Kontext) von Fleisch betrachten und sie bestialisch grausam quälen, um dann ihr Fleisch für einen Billigpreis zu essen, wird sich gar nichts ändern.

Dazu kommt ein brutalst gieriger Lobbyismus und eine Frau Klöckner (Landwirtstochter), die sich fassadär hinter ihrem "Drei Wetter Taft - Lächeln" verschanzt und undifferenziert, panzerhaft und mantrös immer nur vom Tierwohl-Siegel spricht und NICHT anfängt, KONKRET unbequem zu werden (-> dort anfangen, wo es wirklkich weh tut...beim Geld).
Erschwert wird diese "Produktion" durch Viele in unserer Gesellschaft, denen das alles a.A. vorbeigeht...denn: solange der Preis stimmt und die Keule auf'm Tisch liegt, ist doch alles ok.
Im Supermarkt an der Kasse muss ich mich oft zurückhalten, um nicht eine Diskussion mit menen Mitkäufern in der Schlange anzuzettlen, die gut, (heisst in diesem Fall: teuer) angezogen, elaboriert sprechend, in der Körperhaltung Spannung und durchaus Überheblichkeit ausstrahlend, billig "produziertes" Fleisch (z..B. von "Ja") in fiesen Kunsstoffbeuteln auf das Laufband legen........ohne Interesse, ohne Reflektion. Wie bitter!

Solange dies alles so bleibt - bleibt alles so, wie es war.

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gudi&rudi 17.12.2018, 13:03
193.

Wer dem "Vegetarier" den Begriff "Fleischfresser" gegenüberstellt, dessen Argumentation kann wohl von vorneherein nicht ernst genommen werden. Vegetarismus adelt den "Homo sapiens", Fleischfresser sind Tiere. Danke.

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Olaf Köhler 17.12.2018, 13:04
194.

Zitat von mussich
Wir exportieren Fleisch und halten Schweine in Hochhäusern gefangen. Perverser geht es doch kaum. Die Menschheit hat ihre Menschlichkeit verloren. Wir wäre es mit einem freiwilligen sozialen Jahr im Schlachthof, besonders für unsere Politiker?
Worin sollte denn die Menschlichkeit der Menschheit bestanden haben und wann gab es die jemals?

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MatthiasPetersbach 17.12.2018, 13:05
195.

Zitat von nikaja
Die Fleisch-Fresser haben nicht verstanden, dass Vegetarier kein Fleischsubstitution suchen. ........ Es geht um eine Haltung gegenüber dem Tier; es wird getötet, damit wir es aufessen. Dafür hat es ein anständiges Leben verdient. ........ Leben ist ein Gut, dass es nur einmal gibt und das gilt auch für Tiere. Vielleicht sollte damit im Schulunterricht begonnen werden.
Es wäre schöner, wenn man ohne Beschimpfungen auskäme: Nur weil jemand Fleisch nicht ablehnt, FRISST er nicht.
...........
Ihren Schluß, daß man ein Tier nicht quälen muss, nur weil man es zum Schluß isst, teile ich. Leider liegt das nicht komplett in meiner Hand - nicht zuletzt wegen des Gesetzgebers, der in der Vergangenheit so ziemlich viele funktionierende und tierschonende Tierhaltung- und Verwertung eingeschränkt hat und afür der Quälerei und der Industrie das Wort redet. Für mich unverständlich.
............
Unser gesamtes Leben beruht auf der Tatsache, daß wir wenig bis garkein Augenmerk auf das Tier* und dessen Leben legen. Fleisch essen ist da nur ein direkterer Bezug. Mit "Nicht Fleisch essen" kommen wir aus der Nummer aber auch nicht unbedingt raus. Wahrscheinlich kostet die Herstellung eines E-Autos, eines Händis oder der Konsum von Netflix zehnmal mehr Tiere das Leben als wenn ich eine Kuh essen.

Ich will das nicht relativieren - aber man sollte die Klammer eben auch nicht so eng setzen. Ein wenig weiter - und man ist dann doch eher bei der Wahrheit. Wenn die sich dann auch nicht mehr für den Heiligenschein eignet.

*incl. Mitmensch.

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Olaf Köhler 17.12.2018, 13:06
196.

Zitat von Kurt-C. Hose
Wir haben heute 7,5 Mrd. Menschen. Vor 40 Jahren waren das noch 4,5. Die Deutsche Bevölkerung hat sich jedenfalls nicht rasant vermehrt. Wie wäre es, wenn sich die Länder dieses Themas annehmen, die ihre Bevölkerungsentwicklung nicht im Griff haben? Wieso soll ich Tofu essen, damit Afrikas Bevölkerung sich verdoppeln und der Amerikaner sich nach wie vor doppelt so viel Fleisch einverleiben kann?
Die Deutschen sind zu geizig zum Kinderkriegen: Die kosten zu viel, stören die Lebensplanung und nutzen gar nichts, oder?

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matteo51 17.12.2018, 13:06
197.

Zitat von Bruno Bug
Ein Tier selber schlachten. Kein Problem, Warum denn auch. Ich habe auch kein Problem eine Karotte aus dem Boden zu reißen oder einen Salatkopf abzuschneiden. Wenn man letzteres macht fliest sogar weißes Blut. Solange man Tiere einigermaßen vernünftig behandelt, macht es auch überhaupt keinen Unterschied ob die industriell, gleich effizient, oder bei Heidi auf dem Hof gezüchtet werden. Für viele ist ja Effizienz immer was Schlechtes. Warum weiß ich nicht. Die mögen wohl stupide sich wiederholende Arbeiten. Wen es nach denen ginge würden wir auch auf dem Acker ja nichts anrühren, sondern warten bis die Trauben uns in den Mund wachsen. Also so wie das anstrengunslose Grundeinkommen oder Hartz 5 von dem mancher gerne träumt. Und wenn immer mehr Leute auf der Welt immer mehr Fleisch essen wollen, dann wird das mangels Flächen auch von selber so teuer, dass es eben nur noch Sonntags Fleisch gibt. Mir auch recht, nur werden da die gelben Jacken dagegen auf die Straße gehen, weil es genau die sind die das am meisten betrifft wenn die Grünen so gewohnheitsmäßig alles verbieten wollen was irgendwie mit Genuss zu tun hat (außer Joints natürlich). Denn gelb ist nicht gleich grün. Dazu, wenn Schlachthöfe Fenster hätten, wären wir alle Vegetarier. Schön und gut. Und, wenn Abtreibungskliniken wohl auch Fenster hätten?
Krasser Vergleich mit der Abtreibung.
Aber ehrlich, ich hatte schon dies überlegt, dass man den Menschen zeigt, wie es in Schlachthöften abgeht. WAhrscheinlich kann man die Hälfte gleich weiter zurm Traumatherapeuten schicken. Selbst erlebt...

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max-mustermann 17.12.2018, 13:07
198.

Zitat von barrakuda64
Am meisten Kopfschütteln lösen bei mir die Argumente aus, dass das Tier artgerecht gehalten wurde und ein schönes Leben hatte. Genau - HATTE - denn am Ende steht genauso das Schlachten. Und gerade wenn ein Tier eine gute Haltung hat, möchte es vielleicht sogar erst recht am Leben bleiben und das Leben genießen.
Ihnen ist aber schon bewusst das diese Tiere überhaupt nur deshalb existieren weil Menschen sie essen wollen, einzig dafür haben wir sie über Jahrhunderte gezüchtet. Würden jetzt alle Menschen auf einmal Veganer gäbe es morgen auf diesem Planeten (außer den Wildformen) keine Rinder, Schweine, Hühner usw. mehr mangels Bedarf.
Ich finde jedenfalls die Vorstellung von Veganern das Landwirte irgend welche Nutztiere (Kosten und Arbeit inklusive) nur aus Spaß auf ihrem Hof halten würden ziemlich naiv.

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misterknowitall2 17.12.2018, 13:07
199. Na so was.

Zitat von gruffelo
Ich habe selten einen solchen Unfug gelesen, wie Sie ihn hier verbreiten! Man muss wohl leider davon ausgehen, dass Sie keinerlei Erfahrung im Umgang mit Tieren haben. Wenn Sie die hätten, würden sie feststellen, dass die Unterscheidung zwischen "Tier" und "Mensch" auf....
Beruhigen sie sich! Was genau regt sie denn auf? Dazu haben sie ja leider nichts gesagt. Dass ich Tieren menschliche Gefühle abspreche? Dass ich Tiere für Nahrung halte? Dass ich durchaus zwischen Mensch und Tier unterscheide? JA, Tiere sind für mich weniger wert als Menschen. Sie mögen das anders sehen, aber deswegen ist ihre Meinung ja nicht mehr wert als meine.

Intelligenz und Güte? Na, lesen sie mal ihren letzten Satz und dann reden wir noch mal über geschriebenen Unsinn, Intelligenz, Vernunft und falsche Tierliebe.

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