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Thementag Fleisch: Kein Fleisch ist auch keine Lösung
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Haben Sie schon den Festtagsbraten bestellt? Keine Angst, den will Ihnen niemand madig machen. Aber wir müssen uns der Frage stellen: Wie können wir Fleisch nachhaltiger produzieren? Der Themenschwerpunkt auf SPIEGEL ONLINE.

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bokrause 17.12.2018, 09:43
60. Magere Böden...

..und Böden in Trockengebieten können kaum für Pflanzenproduktion genutzt werden ohne sie zu schädigen. Traditionell werden solche Gebiete beweidet, da der Mensch die dort wachsenden Pflanzen nicht direkt essen kann. Nur über den Umweg über Wiederkäuer können wir uns die Sonnenenergie nutzbar machen welche dort über die Photosynthese gebunden wird. Diese extensive Weiden produzieren eine hohe Fleischqualität, ganz im Gegensatz zur Intensiv-Mast mit Soja/Mais Mischungen. Für diese werden gute Böden und Wälder geopfert, indem sie mit Glyphosat und Pestiziden vergiftet und gerodet werden und zudem noch mit dem Konzentrat der Ausscheidungen der Tiere (Gülle) bis ins Grundwasser verseucht werden. Insofern kommt es meiner Meinung nach mehr darauf an eine gute Landnutzungsplanung zu machen um an jedem Standort das zu produzieren was nachhaltig verträglich für die Umwelt ist.

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xgilliganx 17.12.2018, 09:44
61.

meine frau und ich sind seit 2014 vegetarier und seit juni 2018 veganer.

heutzutage gibt es keinen vertretbaren grund mehr, fleisch zu konsumieren. denn die menschheit hat heute die mittel und optionen sich fleischlos zu ernähren, es ist gesünder und ressourcenschonender.

vegetarische und vegane ernährung sind fortschritt. fortschritt in der ernährung. genau wie wir in der technik beispielsweise fortschritt erleben und erlebten. fleischkonsum ist stillstand und führt im schlimmsten fall zum rückschritt.

nur ist die gesellschaft noch nicht bereit dazu und vollgestopft mit lobbyismus, der irgendwelche vorgeschobenen gründe indoktrinieren will. fortschritt braucht zeit, mal mehr mal weniger. früher war den menschen das erste automobil auch unheimlich. aber mindestens der vegetarismus, wird zukünftig eine große rolle in der ernährung spielen.

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TontonTombi 17.12.2018, 09:44
62. der arme, arme Spiegel Reporter

ist ja grauenhaft; mit ansehen zu müssen; welche Seelenqualen ein Spiegel-Reporter bei der Schlachtung einer Gans erleiden muss.
Da ich schon als 12-jähriger für Muttern die Hühnchen schlachten musste, verstehe ich jetzt endlich auch, warum ich mit vielen Themen und Thematiken im Spiegel immer weniger anfangen kann. ich lebe noch nicht in deren virtuellen Welt.
Also wünsche ich Euch nur kurz: Viel Spass nach Hamburg, ihr Unglücklichen.

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cerberus66 17.12.2018, 09:45
63. Erzwungener Fleischverzicht = Wohlstandsverlust

Zitat: "Noch bis vor wenigen Jahrzehnten waren Fleischprodukte schlicht zu rar und zu teuer, um sie täglich zu essen."
Je größer also die Möglichkeit ist Fleisch zu konsumieren, desto reicher ist die Gesellschaft. Dementsprechend würde ein staatlich erzwungener Verzicht des Fleischkonsums oder eine staatlich erzwungene Preiserhöhung bei Fleisch als erzwungener Wohlstandsverlust angesehen. Das gesundheitliche Argument zieht hier nicht, denn dazu müsste das Essverhalten grundsätzlich verändert werden. Wenn weniger Fleisch mit mehr Erdnüssen oder Chips kompensiert wird, bringt es gar nichts. Und nicht zuletzt: wenn man in Frankreich wegen einer CO2-Steuer auf die Barrikaden geht, dann möchte ich mir die Folgen eines greifbaren Wohlstandsverlustes durch erzwungenen Verzicht auf Fleischkonsums nicht ausmalen.

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eswirdbesser 17.12.2018, 09:45
64. Fleisch

Ich habe schon lange kein Steak oder so etwas gegessen und ich lebe noch. Ab und zu essen ich Wurst, na, aber ich fahre auf Käse ab. Da es beim Discounter grossteils nur faden industriell erzeugten Käse gibt, kaufe ich im Bioladen. Fleisch ist bedenklich, man sollte kein billiges in einem bestimmten Zeitraum vor sportlichen Wettkämpfen essen, man könnte auf Steroide positiv getestet werden. Und möchte man das Antibiotika noch wirken, führt man sich diese auch nicht täglich per Fleischkonsum zu.

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MPeter 17.12.2018, 09:47
65. Kindisch

Zitat von richey_edwards
und Bio-Fanatiker werden immer wissen was gut für die anderen und die ganze Welt ist. Mit ihrem missionarischen Eifer sind sie maximal unsympathisch. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit hole ich mir heute ein Bratwurst vom Discounter statt einen Salat. Oder vielleicht doch einen Salat aber dann mit Eiern aus Käfighaltung.
Sorry, Ihr Verhalten ist sehr kindisch und Sie für mich genau so unsympatisch wie manche hier sich selbst kasteienden Veganer/Vegetarier. Wäre schön wenn alle mal einen gesunden Mittelweg finden könnten. Das scheint heutzutage das größte Problem zu sein. Wobei ich natürlich auch schon sagen muss, nirgends stehen in München mehr SUVs als vorm Bioladen. Da denke ich mir halt schon meinen Teil. Das passt alles nicht richtig zusammen.

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bammy 17.12.2018, 09:48
66.

Zitat von Leser161
Die Frage ist nicht wie wir nachhaltiger Fleisch produzieren können. Die Frage ist warum wir allgemeinschädliche Produktionsweisen nicht verhindern. Zum Beispiel prophylaktischen Antibiotikaeinsatz. Oder warum keine Maßnahmen getroffen werden wie beim FCKW. Man hat sich entschieden kein Fleisch mehr zu produzieren. Genauso kann man sich entscheiden eine Obergrenze für das Pro-Kopf in einem Land konsumierte Fleisch festzulegen. PS: Tierleid ist unschön, aber was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Nachhaltigkeit bedeutet das ich keinen Raubbau an natürlichen Ressourcen betreibe. Tierleid ist jedoch eine ethische Komponente. Eine präzisere Diskussion wäre wünschenswert.
Ich denke, das wesentlich mehr Fleisch "produziert wird", bzw. in unseren Supermärkten landet, als wirklich verzehrt wird. Und das teilweise so billig, wie möglich. Da kann sich jeder nachdenkende Menssch ausmalen, wie das zustande kommen kann. Von der Tierhaltung und allerlei chemischer Mast-, Lagerungs- und Aufbereitungtricks. Es ist einfach viel zu viel.

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andreas.loeseke 17.12.2018, 09:48
67. Fleisch macht kreativer

Deutschland zeigt eindeutig, dass eine Rückentwicklung statt findet!
Wir kriegen viele Baustellen nicht mehr fertig, wir verzetteln uns in Bürokratie. Wir haben Arbeitskräftemangel weil sich Mitarbeiter mit der Dokumention Ihrer Arbeit mehr beschäftigen und nicht mehr am eigentlichen Arbeitsplatz tätig sind.
Es könnte auch mit dem geringeren Fleischkonsum zu tun haben!

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KarlKastor 17.12.2018, 09:49
68.

Zitat von dt55929784
Wer sich nicht sicher ist, ob er seinen Fleischkonsum einschränken oder womöglich auch auf Null bringen will, dem würde ich empfehlen: Verzichte mal zwei bis drei Wochen komplett auf Fleisch. Danach geh ins Steakhouse und hau dir ein 300g-Steak rein. Danach fühlst du dich für ein paar Stunden so, als hätte dir jemand in den Bauch geboxt, und zwar so richtig. Vielleicht öffnet das ein wenig die Augen. Wer es nicht schafft, ganz aufzuhören, sollte jedenfalls einschränken. Ein bis zweimal pro Woche würde der Natur schon sehr helfen.
So ein Unfug. Nur weil das bei ihrem Stoffwechsel so ist, soll es bei allen so sein? Ich habe keine probleme Fleisch zu verzehren. Und auch keine Probleme ohne Fleisch.
Der Mensch ist Allesfresser und kommt wunderbar mit Fleischkonsum zurecht.

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sam_trauner 17.12.2018, 09:51
69. Gesundheitsgefahr

Ich interessiere mich nicht für Fleisch, aber ich interessiere mich für die Gesundheit unserer Kinder und unserer Gesellschaft.

Durch Massentierhaltung (auch Bio-Fleisch ist da keine Ausnahme) gelangt Antibiotika in unseren Körper, weil man dies den Tieren prophylaktisch verabreicht.
Durch die Verbreitung von Antibiotika werden diese unwirksam, weil die Bakterien durch den Kontakt mit dem Antibiotikum immun werden (durch natürliche Selektion).

Menschen, die Fleisch konsumieren, bekommen somit Antibiotika verabreicht. Das scheiden sie wieder aus und es gelangt ins Grundwasser. Dort kann es nicht mehr vollständig gefiltert werden.

Ich als Fleischverzichter konsumiere damit indirekt Antibiotika und verliere möglicherweise effektive Antiobiotika (die durch zu starke Nutzung in der Massentierhaltung unwirksam geworden sind). Können wir mal darüber sprechen, dass wir für ein Steak und Salamischeiben die Gesundheit der gesamten Gesellschaft gefährden?

Ich möchte nicht in einer Zeit leben, wo eine einfache Infektion wieder lebensgefährlich ist, weil wir uns durch Fleischkonsum der eigenen Medikamente beraubt haben. Insoweit mache ich dort durchaus Fleischkonsumenten verantwortlich, die lieber genießen, statt sich nachhaltig (auch für die Medikation zukünftiger Generationen) zu ernähren.

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