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Thementag Fleisch: Kein Fleisch ist auch keine Lösung
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Haben Sie schon den Festtagsbraten bestellt? Keine Angst, den will Ihnen niemand madig machen. Aber wir müssen uns der Frage stellen: Wie können wir Fleisch nachhaltiger produzieren? Der Themenschwerpunkt auf SPIEGEL ONLINE.

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luke_foto 17.12.2018, 10:01
80. .. ich bin raus

Der Artikel ist nur schwer zu ertragen und auf Kommentare wie Veganer essen meinem Essen das Essen weg kann ich verzichten.
Macht was ihr wollt...

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The Restless 17.12.2018, 10:03
81. Im Ernst?

Zitat von TST1998
1. Flächenverbrauch: von den 75% angebliche Nutzung von Agrarflächen für die Tierhaltung sind 70% für nichts anderes zu gebrauchen. Bleiben angbelich 5% welche für Futtermittel umgewidmet wurden. Aber selbst dies stimmt nicht, denn meist handelt es sich beim Futter um Abfallprodukte der Lebensmittelproduktion oder Zwischenfrüchte ind der Furchtfolge zur Bodenerhaltung oder Minderqualitäten, welche nicht zur Lebensmittelproduktion geeignet sind. Es gibt also keine Konkurrenz zwischen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. 2. Tierische Produkte machen weder dick noch krank, sondern im Gegenteil sind sie der Schlüssel zur Heilung. Wir sind als Menschheit seit 2,6 Mio Jahre an eine rein tierische Ernährung angepasst, weshalb es unsinnig ist zu glauben sie könne uns schaden. Ich esse seit 1 Jahr rein Carnivore und alle meine Gesundheitsmarker haben sich dramatisch verbessert, inkl. mein Gewicht auf Idealgewicht. Und dies bei 80% Fettanteil in der Nahrung. 3. Die angeblichen 60 kg Fleischkonsum pro Jahr sind inkl. Knochen und Abfälle. Real essen die Deutschen ca. 40 kg/a. Die Weltbevölkerung hat lediglich noch einen Anteil tierischer Nahrung von 23%. Aus Studien an Urvölkern wissen wir, dass der Minimalanteil für eine sich erfolgreich reproduzierende Gesellschaft 30% betragen muss. Wir essen also viel zu wenig Fleisch, insbesondere Fett und innere Organe. 4. Eine vegane Ernährung ist eine extreme Mangelernährung. Deshalb brechen auch 84% aller Vegetarier und veganer sie innerhalb von 2 Jahren auch wieder ab, sobald sie die massiven Gesundheitsschäden zu spüren bekommen. 5. Die EU importiert lediglich 3,8% der Weltsojaernte und dies nicht aus dem Regenwald. D.h. dass wenn wir kein einziges Stück Fleisch mehr essen würden, sich an dem Raubbau im Regenwald rein garnichts ändert. Aber ihr könnt ja gerne versuchen die chinesische Regierung davon zu Überzeugen, dass der Regenwald schützenswert ist.
Zu 3.: "Aus Studien an Urvölkern wissen wir, dass der Minimalanteil für eine sich erfolgreich reproduzierende Gesellschaft 30% betragen muss. Wir essen also viel zu wenig Fleisch, insbesondere Fett und innere Organe."


Ich habe ein paar Jahre in Südindien gelebt, wo die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung vegetarisch ist. Ich kann Ihnen versichern, dass die sich dennoch recht fleißig reproduzieren ;-)

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dr.schaetzler 17.12.2018, 10:03
82. Die "HAXE DES BÖSEN"?

Carcinogenicity of consumption of red and processed meat‘ war der plakative Titel einer Publikation, von 22 internationalen Experten aus 10 Ländern gemeinsam mit der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon/F im Lancet. Verarbeitetes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch (‚processed meat‘), insbesondere gebraten, gegrillt und nitrosamin-/acrylamid-haltig wurde mit unbehandeltem Schlachtfleisch (rotem Fleisch) in einen Topf geworfen. Peinlich für WHO-IARC-Experten: Sie mussten mit ihren voreiligen Schlussfolgerungen und Warnungen (Lancet Oncol 2015, online 26. Oktober) zurückrudern.
https://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(15)00444-1/fulltext

Verarbeitetes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch erhöht beim Menschen geringfügig das allgegenwärtig altersabhängige Krebsrisiko. Das wissen wir schon lange. Die Gattung Mensch is(s)t allerdings mit ihrem Gebiss, ihrer Beißmuskulatur, ihren Darm-, Verdauungs- und Ausscheidungs-Tätigkeiten „Allesfresser“ (Omnivore): Vergleichbar mit hochentwickelten Primaten ist der Homo sapiens auf eine obst- und vegetabil betonte Mischkost mit Fleisch, Fisch, Geflügel, Getreide und Milch-(Produkten) angewiesen.

Sein Energiebedarf über Protein, Kohlenhydrat, Fett, Mineralstoffe und Spurenelemente ist wegen der Gehirnentwicklung viel höher als bei anderen Primaten. Der global immer weniger Energie-verbrauchende Lebensstil, mangelnde Anstrengungs- und Aufwands-Kultur bzw. Bewegungsarmut post-industrieller Gesellschaften bei exzessivem Nahrungsmittelüberfluss führt gegenüber Armutsländern zu metabolischer Entgleisung, Diabetes mellitus und wachsendem kardio-pulmonalem bzw. nephro-vaskulären Risiko mit sekundärer Tumorinduktion: Dennoch steigt die Lebenserwartung und deren Abstand selbst gegenüber Armuts- und Schwellenländern immer weiter an.

Das ist der wesentliche Grund für die völlig naiv-empiristisch-heuristische, vorlaute Ableitung eines erhöhten Sterberisikos bei Konsum von rotem Fleisch, wenn man nicht zwischen „processed meat“ und „non-processed meat“ differenzieren will. Wir sterben nicht weil, sondern während wir zu viel rotes Fleisch essen und weil uns der allgemeine Überfluss zu dick macht! Das sogenannte „rote Fleisch“ sieht in Wahrheit blass-grau-braun-rosé aus, wird aber vom Metzger auf Wunsch der Verbraucher extra rot eingefärbt. Es macht statistisch bei normalen Mengen keine Erhöhung des Krebsrisikos… http://news.doccheck.com/de/blog/post/3153-haxe-des-boesen-3-0/

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wuxu 17.12.2018, 10:06
83.

Wir exportieren viel Fleisch. 50 Prozent des weltweiten Schweinefleischs wird in China aufgegessen.

Die Deutschen verbrauchen heute ungefähr so viel Fleisch wie in den 80er Jahren.

Um 1900 aß man um die 45 Kilogramm durchschnittlich. Auf Importe wurden hohe Zölle erhoben, um sich vor Billigfleisch zu schüzten. Da der arme Arbeitshaushalt sich kaum viel Fleisch leisten konnte, kann man aufgrund des durchschnittlichen Verbrauchs vorstellen, dass Fleisch in den reicheren Haushalten nicht nur als Sonntagsbraten auf den Tisch kam, wie oft erzählt wird.

Die Landwirtschaft war um 1900 und in den 80ern des letzten Jahrhunderts nicht so naturfeindlich wie heute.

Schon vor 1,5 Millionen Jahren ernährte sich der Mensch täglich von Fleisch.

Wir sollten den Exporte und Importe mit Zöllen belegen. Die Stinkerei und Umweltschäden auf dem Land müssen ein Ende haben, ohne das wir weniger Fleisch essen.

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rleu 17.12.2018, 10:06
84.

Zitat von ikki6
ist eine Lösung ! Das zeigen zahlreiche Studien, und noch viel wichtiger: Millionen von Menschen im Alltag, die dadurch auch noch gesünder und länger leben.
Na prima, auf Dauer noch mehr Menschen die essen und atmen wollen. Wie soll da jemals CO2 eingespart werden? Arme Umwelt.

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KarlKastor 17.12.2018, 10:08
85.

Zitat von TST1998
1. Flächenverbrauch: von den 75% angebliche Nutzung von Agrarflächen für die Tierhaltung sind 70% für nichts anderes zu gebrauchen. Bleiben angbelich 5% welche für Futtermittel umgewidmet wurden. Aber selbst dies stimmt nicht, denn meist handelt es sich beim Futter um Abfallprodukte der Lebensmittelproduktion oder Zwischenfrüchte ind der Furchtfolge zur Bodenerhaltung oder Minderqualitäten, welche nicht zur Lebensmittelproduktion.....
zu1: Quelle? Das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Mal davon ab, dass man den ganzen mais und das Soja auch so essen könnte ohne an Tiere zuverfüttern, kann man auch statt Mais oder Soja zB Weizen anbauen. Das sind genau die gleichen Klimabedingungen.

zu2: Auch Quatsch. Eine ausgewogene Ernährung ist immer noch am besten. Wo nehmen sie bitte Vitamine und Mineralstoffe her, wenn sie sich nur von Fleisch ernähren?
zu3: Quelle? Ohne Flesich kann man problemlos leben. Man bekommt alle Inhaltsstoffe von Fleisch auch durch andere Lebensmittel. Vegan ist erheblich schwerer, geht aber auch. Man kann abene nicht einfach nur Fleisch weglassen, sondern muss sich Gedanken um die Ernährung machen.
zu5:
3,8% ist verdammt viel. Wir sind ein kleines Land. Das wäre die Fläche Niedersachsens nur für Soja. Wir verfüttern auch jede Menge Mais.
Weiß auch nicht wie sie auf Chna kommen. Die haben nichtmal 4 % der Gesamtsojaernte.

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panzerknacker 51 17.12.2018, 10:09
86. Keine Sorge

Zitat von ulmer_optimist
Ja, es wird zu viel Fleisch konsumiert weltweit. Fleisch ist auch ein Zeichen von Wohlstand, daher wird der Konsum eher zu- als abnehmen. Mich wundert nur, dass niemand die eigentlich problemtische Seite der zunehmenden Weltbevölkerung betrachtet. Im Grunde hilft bei......
Die Verhatensweisen des Homo Sapiens nicht nur beim (übermäßigen) Fleischkonsum lassen vermuten, daß es mit der sogenannten Krönung der Schöpfung nicht allzuweit her ist. Wenn diese Spezies sich in Zukunft - ob nah oder fern, das sei dahingestellt - selbstmörderisch abgeschafft hat, kann sich der Planet wieder erholen.

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MatthiasPetersbach 17.12.2018, 10:09
87. nach meinem Geschmack .....

....werden immer zig Themen gemixt, die eher einzeln behandelt werden sollten.

Hier: einmal die industrielle Fleischproduktion und zum zweiten der Aspekt des Anteils des Fleischkonsums - und zum dritten der ethische Aspekt.

Zusätzlich kommen da noch -leider- ziemlich viel Ersatzreligion und Bevormundung und Rechthaberei wegen des als einzig richtigen eigenen Verhaltens ins Spiel.

Vieles ist da überdenkenswert, vieles ist da aber auch schlicht Augenwischerei und Äpfel mit Birnen verglichen.

Ein Supermarkt voll mit 50 Obstsorten aus aller Welt und 20 Metern Joghurt bzw. Schoko-Puddingdarsteller mit Plastiksahne und Kunstmilch obendrauf erscheint mir mehr bedenklich als mein wöchentlicher Gang zur Dorfmetzgerei - die bis vor kurzem noch Rinder aus der näheren Umgebung vom Bauern ohne großen Mastbetrieb schlachtete bzw. Schlachten DURFTE. Was "dank" Gesetzen nicht mehr geht.

Wenn man die negativen Auswirkungen der Großmastbetriebe incl. Futteranbau weltweit usw. -zu Recht - kritisiert, dann sollte man aber nicht den Krautkopf aus dem Nachbargarten, sondern aus der überdüngten Großplantage als Vergleich einbeziehen. Und den durch die Lande gekarrten Joghurt - und den Wein vom Kap.

Ob als Veganer, Vegetarier oder Fleischesser - Es ist wohl mit all diesem möglich, die Welt und die Umwelt und den Mitmensch zu schädigen.

Es ist nicht die Frage, WAS wir tun, sondern WIE wir es tun. IMMER.

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outsider-realist 17.12.2018, 10:11
88. Hohes Ross?

Zitat von MeineMeinung75
Die Vegetarier können gerne mal von ihrem hohen Ross runter kommen! Es gibt absolut nichts, was nicht mit einem Preis kommt. Für den Sojaanbau werden Wälder gerodet, in Peru wird eines der Hauptnahrungsmittel, Quinoa, unbezahlbar weil der Großteil in Reformhäuser der USA und Europa verschifft wird und für die Mandeln in der ach so tollen Alternative für Kuhmilch, die Mandelmilch, wird in trockenen Gegenden das Grundwasser verballert um mehr Ertrag zu bekommen....und gar nicht zu reden von diesen hochgehypten, angeblichen Superfoods, die aus fernen Ländern hergekarrt werden. Da schüttelt es mich.... Lasst uns doch mal klein anfangen alle zusammen: regional, saisonal und mit einer Wertschätzung für die Ware und die Produzenten, was eben beinhaltet, dass Nahrungsmittel einfach eben auch ihren Preis haben und ZB Fleisch - für die die nicht darauf verzichten möchten - in der Konsequenz wieder der Luxus wird, der es sehr lange war.
Also bitte.....der Soja, für den Regenwälder gerodet werden, wird grösstenteils als Viehfutter für die Fleischindustrie verwendet.
Für 1 kg Rindfleisch werden ca 15.500 liter Wasser verbraucht. Für ein Liter Kuhmilch, benötigen Sie ca 100 liter Wasser.
Die die meisten Mandeln kommen aus Monokulturen in Kalifornien
und die haben in der Tat eine schlechte Ökobilanz. Die Mandeln dort stehen übrigens nicht nur für Vegerarier bzw den Milchersatz. Man muss sich halt informieren. Ich selber trinke keine Mandelmilch, sondern ziehe Hafermilch vor. Die hat eine gute Ökobilanz und schmeckt besser auch zum Cafe.
Quinoa ist tatsächlich überflüssig wie sonst was. Verzichte gerne darauf wie viele andere auch.
Nein....ich sitze auf keinem hohen Ross und benehme mich auch nicht so.
Fleischesser reden die ganze Zeit vom lokalen Bauern und regionalen Metzger und merken gar nicht, das es den eigentlich kaum mehr gibt.

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Theophanus 17.12.2018, 10:13
89. Fleisch...

...ist lecker und gesund. Wer irgendetwas senken will, der sollte nicht für maximal verarbeitete Pampe mit Analoggeschmack sein, sondern für Antibabypille und Geburtenkontrolle.

So lange sich die Menschheit ungebremst vermehrt, so lange nützt es genau gar nichts, den veganen Guthelden zu spielen.

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