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Tiere und Pflanzen: Jede dritte Art in Deutschland ist bedroht
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Kiebitz, Feldlerche, Stör - Tausende heimische Arten sind in ihrem Bestand gefährdet, warnt das Bundesamt für Naturschutz. Hauptursache sind Monokulturen in der Landwirtschaft. Eine der wenigen Erfolgsgeschichten: der Wolf.

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hkubin 20.05.2015, 13:42
1. Biogas

Das sind zu einem nicht unerheblichen Teil die Folgen einer unkontrollierten Energiewende. Wer Biogasanlagen mit Milliarden subventioniert, braucht sich nicht wundern wenn die Monokultur mit Maisfeldern voranschreitet. Wie sagte doch einst Renate Künast. "Die Landwirte sind die Ölscheichs der Zukunft." Dementsprechend sind auch die ökologischen Folgen wie bei der Erdölexploration. Aber einen Vorteil haben ja die Maisfelder zumindest. Der Bestand an Wildschweinen explodiert förmlich.

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Silversurfer2000 20.05.2015, 13:45
2. Kollateralschaden

Der Boom der Biogasanlagen hat zu diesen kilometerlangen öden Maisfeldern geführt. Dazu noch eine zweite Ernte im Frühjahr von halbgereiftem Getreide. Absoluter Wahnsinn.

Die "Energiewende" hat bei uns vor der Haustür zu einem massiven Rückgang von Insekten und Vögeln geführt in den letzten 10 Jahren.

Dazu kommt, dass eigentlich die Bauern einen kleinen Grünstreifen ungespritzt lassen müssten. Machen sie aber nicht mehr - kontrolliert aber offenbar niemand.

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stereopath 20.05.2015, 13:51
3.

Bei Artenschutz denkt man natürlich immer erst an exotische Arten, die man kaum noch zu Gesicht bekommt. Aber es sind die alltäglichen Tiere wie z.B. auch Amseln, deren Bestand immer mehr zurückgeht. Das liegt an dem Schwund an Grünflächen, der immer weiter fortschreitet. Seit jede Gemeinde einen eigenen Gewerbehof ausrufen darf, reiben sich die Bürgermeister die Hände und verwandeln Ackerland in Beton in der Hoffnung auf rentable Umsätze. Eine Wahnsinn der gerade Hochkonjunktur hat.

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chwe 20.05.2015, 13:52
4. Energiewende zu Wasser, Land und Luft

In der Luft werden Voegel und Fledermaeuse von Windkraftanlagen geschreddert, an Land werden hundertausend Hektar Natur gepfluegt fuer Energiepflanzen, in den Waeldern werden sogar die Baumstuempfe aus der Erde gezogen und zu Holzpellets verarbeitet und jedes noch so kleine Gewaesser bekommt ein Wasserkraftwerk dessen Turbinen die Fische und Eier toetet. Macht aber nichts, in dem von Maismonokulturen verseuchtem Wasser lebt bald eh nichts mehr.

Schoenes gruenes Deutschland.

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Reza Rosenbaum 20.05.2015, 13:57
5. Deutscher Umweltschutz

Ich finde das immer sehr interessant, dass Deutsche sich gerne als Erfinder und gluehende Vertreter des Umwelt- und Naturschutzes produzieren, aber wenn man mal sieht wie es in Deutschland aussieht - ojehojeh... Da wird jeder BAer gleich abgeschossen, die meisten Plaene fuer Auswilderungen von Tieren, die jagbar sind, scheitern an den viel zu vielen Jaegern, der Muell wird mit einem Wahnsinnsaufwand erst gewaschen, dann getrennt, und dann doch nur auf irgendwelche Deponien in Osteuropa gekarrt, es gibt zwar Melldetektive, die Nachbarn anschwaerzen, wenn die ihr Papier nicht getrennt haben, aber die grossen Muellverbrennungsanlagen muessen alle Papier zukaufen, damit die Oefen nocht die benoetigten Temperaturen erreichen, die Luft wird mit den unsaeglichen Dieselfahrzeugen mit Feinstaub vollgepumpt bis zum geht nicht mehr, und zum Urlaub geht's mit dem Billigburner in den Sueden. Wie nennt man das gleich? Schizophrenie? Auf der einen Seite wird man in Deutschland angemacht, wenn man beim Zaehne putzen nicht das Wasser ausmacht oder die Spartaste am Klo nicht benutzt, aber auf der anderen Seite rennen die gleichen Leute, die sich als Hueter der Resourcen empfinden in den Discounter und kaufen Hack fuer 99 cent das Kilo. Und glauben, sie waeren die grossen "Umweltschuetzer" weil sie ja ihren Muell trennen usw...

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haudielandwirtschaft 20.05.2015, 14:05
6. Artensterben fürs Gemeinwohl

Fehlt nicht eine andere ganz wichtige Ursache für das Artensterben? Sollte nicht dringend auch erwähnt werden, dass jeden Tag etwa 70 bis 80 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche drauf gehen für das Gemeinwohl – für Sie alle? Flächen werden zuhauf versiegelt für neue Straßen und für Fahrbahnerweiterungen, damit die Deutschen möglichst staufrei ihre Autos ausfahren können; für Gewerbegebiete und Einkaufsmöglichkeiten draußen vor der Stadt (inkl. der dazugehörigen Infrastruktur). Flächen werden versiegelt, damit möglichst viele Menschen schön draußen im Grünen wohnen können und der nächste Billigflughäfen, von dem aus man preiswert in alle Welt jettet, nie ganz weit weg ist. Etc.

Deutschland wird immer weiter zubetoniert: Darf ich fragen, warum das keine Erwähnung findet? Vielleicht weil die Landwirtschaft mittlerweile für alles und jeden der Sündenbock ist? Nicht dass die Branche nicht ihre Problemzonen hat. Aber die einseitige Berichterstattung und das damit verbundene Bauern-Bashing sind schlicht unterirdisch. Und der Artikel geht in die virtuelle Ablage P.

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Beat Adler 20.05.2015, 14:09
7. Frankreich

In Frankreich wird das Anlegen und Pflegen von Hecken gefoerdert. Dadurch werden grosse Felder in kleinere Einheiten aufgeteilt. Das geschieht natuerlich in land-maschinengerechten Abstaenden. Dadurch hat sich Vieles in Frankreich verbessert. Dass Kopieren dieser Loesung waere wuenschenswert.

In Frankreich ist nicht nur die Landwirtschaft besser, wie in Deutschland. Auch die franzoesische Kultur der Nahrungsmittelproduktion mit ihrer Vielfalt ist besser. Franzosen zahlen fuer Delikatessen aus heimischer Produktion viel mehr, wie deutsche Konsumenten.

Es ist moeglich, wenn die Konsumenten es wuenschen und bezahlen, eine landwirtschaftliche Produktion hinzubekommen, die umweltgerechtER ist.
mfG Beat

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susanb 20.05.2015, 14:43
8.

Nicht zu vergessen ist, neben den Biogasanlagen und Billigslebensmitteln im Supermarkt, der Faktor Nahrungsmittelexporte. Wozu eigentlich ist es notwendig, dass Deutschland massiv industriellen Ackerbau betreibt, während die Armut in den Drittweltländern wächst, weil die dortigen Bauern einfach nicht gegen die Billigsimporte ankommen?
Die komplette Globalisierung ist der völlige Wahnsinn für Mensch, Natur und Tier. Da wird ausgebeutet, was nur geht und dann...? Hey, egal. Darum sollen sich unsere Kinder kümmern!

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r_dawkins 20.05.2015, 14:44
9. @chwe

Zitat von chwe
In der Luft werden Voegel und Fledermaeuse von Windkraftanlagen geschreddert, an Land werden hundertausend Hektar Natur gepfluegt fuer Energiepflanzen, in den Waeldern werden sogar die Baumstuempfe aus der Erde gezogen und zu Holzpellets verarbeitet und jedes noch so kleine Gewaesser bekommt ein Wasserkraftwerk dessen Turbinen die Fische und Eier toetet. Macht aber nichts, in dem von Maismonokulturen verseuchtem Wasser lebt bald eh nichts mehr. Schoenes gruenes Deutschland.
Genau! Und rund um Tschernobyl blüht und grünt die Natur in ungeahntem Ausmaß. Ein richtiges Natur-Paradies. Also war der Super-Gau ja Super-Toll! oder?

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