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Tiernahrung: Ist veganes Hundefutter gesund?
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In der Fernsehshow "Die Höhle der Löwen" warben Unternehmer für ein veganes Hundefutter. Aber ist das überhaupt artgerecht? Die Forschung dazu überrascht.

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In Kognito 07.11.2018, 16:48
20. Schon mal verwilderte Hunde-Rudel gesehen!?

Zitat von severus1985
Da der Haushund mit der Natur so gut wie nix mehr zu tun hat, muss man das denke ich nicht so eng sehen. Natürlich ist Fleischfutter aus der Dose oder getrocknete Pellets ja auch nicht. "Natürlich" könnten sich die wenigsten der überzüchteten Hunderassen hier länger als eine Woche draußen am Leben halten. Und natürlich kann ein Hund signalisieren, dass er ein bestimmtes Essen nicht mag.
Sie werden überrascht sein, wie zäh und aggressiv ein "Haushund" werden kann. Steht einem Wolf (keinem "Grün-Kunst-Deutschen") kaum nach. Kleine Edelratten werden sie da aber nicht finden, da die verfrühstückt werden. In solchen Rudeln ist Größe und Masse schon ein Kriterium und die fressen alles, auch oder gerade, bei minus 30°

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ottjen_alldach 07.11.2018, 16:49
21. Man sollte an eines denken

Es ist sicher nicht der ursprüngliche Ernährungsplan für Hunde, sich vegan zu ernähren (wobei man daran denken sollte, dass der Haushund nur noch sehr wenig mit seiner Wildform zu tun hat).
Aber Ernährung aus Dosen und industriellem Tierfutter ist es ganz sicher auch nicht.
Das Industriefutter viele Tiere erst krank macht, ist vielfach nachgewiesen.
Es kommt hier eher darauf an, dem Tier nicht den Abfall aus Industriefutter vorzusetzen. Ob vegan oder nicht, ist zweitrangig. Übrigens sind Hunde keine reinen Carnivoren, wie hier einige Pseudoexperten gern behaupten. Sie fressen auch in "der Natur" durchaus Pflanzen und können sie auch verdauen.

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widower+2 07.11.2018, 16:51
22. Gesundheitsveganer?

Zitat von niska
Ein Tierwohlveganer kann realistisch betrachtet eh keinen Hund halten, da dieses dem Menschen Untertan Sein, dem ursprünglichen Wesen des Tieres widerspricht. Ein Gesundheitsveganer hingegen kann, wenn er sich anstrengt, ja selbst auch mangelfrei über die Runden kommen. Der wird sich genauso für sein Tier anstrengen wie für sein Kind, dass es keine Seefahrerkrankheiten bekommt.
Soll ein Gesundheitsveganer ein Mensch sein, der sich besonders gesund ernähren möchte und sich dann anstrengen muss, um mit viel Mühe und Akribie Mangelerscheinungen zu vermeiden, die er nie hätte, wenn er gelegentlich tierische Produkte zu sich nähme?

Absolut absurd!

Dieser Gesundheitsveganer müsste zudem den veganen Speiseplan für seinen Hund gänzlich anders zusammenstellen als seinen eigenen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Da die Forschungs- und Datenlage zu den Folgen veganer Ernährung bzw. deren korrekter Zusammensetzung für Hunde noch wesentlich dürftiger ist als für Menschen, macht er seinen Hund somit zum "Versuchskaninchen".

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K. Larname 07.11.2018, 16:54
23.

Zitat von vetris_molaud
Der Verdauungstrakt eines Carnivoren lässt sich nicht durch einen veganistischen Glaubensakt in dem eines Wiederkäuers verwandeln. Hunden und Katzen Fleischnahrung vorzuenthalten ist ein Akt der Tierquälerei.
Oder auch ein *weiterer* Akt der Quälerei in der jahrtausende alten Geschichte der Domestizierung. Gemeint ist im Wesentlichen alles rund um Züchtung und Vermenschlichung. Das Tier als Sache. Als Werkzeug, Spielzeug, Statussymbol oder Accessoire.

Ich erinnere mich an eine Kundin in der Aquaristik: "Und wie lange halten die?" (Fische)

Ich hätte kein Problem damit, wenn es seriöse Langzeituntersuchungen gäbe. Wieviele Monate, Jahre ist eine vegane Hundeernährung messbar in Ordnung? Leben diese Tiere kürzer oder länger? Seriöse und repräsentative Langzeituntersuchungen und -messungen.
Ich vermute, dass das nicht der Fall ist und sich veganer Missionierungsdrang nun leider auch auf Tiere/Fleischfresser ausweitet.

Dass Hunde Vieles mögen steht nicht dafür, dass sie als evolutionäre Fleischfresser tatsächlich und lebenslang auf Fleisch verzichten können.

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olli118 07.11.2018, 16:58
24. Es mag Gründe geben....

Wenn es aus gesundheitlichen Gründen Sinn für das Tier macht, ja klar. Ansonsten finde ich es, mit Verlaub, totalen Humbug. Der Hund ist von Natur aus zwar Allesfresser, aber ernährt sich vorwiegend von tierischer Nahrung. Dass ihm vegane Ernährung nicht schadet ist für mich keinen Grund, meinem Tier eine Philosophie und Ernährungsweise aufzuzwingen, die schlicht und einfach wider seiner Natur ist. Ja, wenn der Hund Hunger hat, frisst er alles.... Ich fange aber doch auch nicht an, einen Pflanzenfresser mit tierischen Produkten zu füttern, weil es "nicht schadet". Man stelle sich vor, was das für einen Aufschrei gäbe..... Zum Respekt vor einem Tier gehört auch ihm wenn irgend möglich seine "Natürlichkeit" zu bewahren.

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widower+2 07.11.2018, 17:07
25. Halbwegs richtig

Zitat von ottjen_alldach
Es kommt hier eher darauf an, dem Tier nicht den Abfall aus Industriefutter vorzusetzen. Ob vegan oder nicht, ist zweitrangig. Übrigens sind Hunde keine reinen Carnivoren, wie hier einige Pseudoexperten gern behaupten. Sie fressen auch in "der Natur" durchaus Pflanzen und können sie auch verdauen.
Hunde sind keine reinen Carnivoren und können pflanzliche Nahrung teilweise verdauen. In der Regel aber nur in zubereiteter (gekochter) Form.

Was Hunde in Deutschland in freier Natur an Pflanzen zu sich nehmen, beschränkt sich auf ganz bestimmte Grassorten, die sie eben NICHT verdauen, sondern fast unverdaut wieder ausscheiden. Und diese fressen sie nicht zur Ernährung, sondern quasi als "Arzneimittel", wenn sie Magen- oder Verdauungsbeschwerden haben.

Kein Hund gräbt zum Beispiel jemals Kartoffeln oder Karotten aus oder pflückt sich einen Maiskolben. Was vorkommen kann ist, dass er nach der Ernte herumliegende Karottenreste frisst, die er aber auch nur mangelhaft verdaut.

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Mr.Marcus 07.11.2018, 17:09
26. Ballaballa

Wer vegan Leben möchte soll das tun, aber bitte nicht Kinder oder Hunde dazu zwingen, die das noch oder nie nicht selbst entscheiden können...!
Völlig Plem plem die Welt

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ovestolz 07.11.2018, 17:10
27. Alles richtig gemacht

Trend erkannt! Günstigere Inhaltsstoffe zum vierfache Preis des herkömmlichen Standards an das Herrchen/Frauchen gebracht. Spitzen Unternehmergeist. Wenn es die "Töle" frisst ist es auch gut, basta.

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niska 07.11.2018, 17:11
28.

Zitat von widower+2
Soll ein Gesundheitsveganer ein Mensch sein, der sich besonders gesund ernähren möchte und sich dann anstrengen muss, um mit viel Mühe und Akribie Mangelerscheinungen zu vermeiden, die er nie hätte, wenn er gelegentlich tierische Produkte zu sich nähme? Absolut absurd! Dieser Gesundheitsveganer müsste zudem den veganen Speiseplan für seinen Hund gänzlich anders zusammenstellen als seinen eigenen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Da die Forschungs- und Datenlage zu den Folgen veganer Ernährung bzw. deren korrekter Zusammensetzung für Hunde noch wesentlich dürftiger ist als für Menschen, macht er seinen Hund somit zum "Versuchskaninchen".
Exakt. Sie beschreiben das m. E. richtig. Logisch ist so ein Verhalten nicht. Und für das Tierwohl, weil zu wenig erforscht, sicher Risiko.

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Augustusrex 07.11.2018, 17:17
29. Unser Hündchen

mit Namen Teddy, ein stark vermischter Foxterriermischling, hat sehr gern Erdbeeren und saure Gurken und rohe Makkaroni gefressen. Vanilleeis stand hoch im Kurs. Für ein Stück Fleisch oder einen möglichst großen Knochen zum stundenlangen Abnagen hat er das alles aber sofort liegen gelassen.

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