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Tierplage: Neuseeland will Millionen Kaninchen mit Virus töten
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Die Jagd auf Kaninchen hat in Neuseeland Tradition. Doch weil die Tiere zunehmend zur Plage werden, wird nun ein tödliches Virus ausgesetzt - ausgerechnet vor Ostern.

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Meinungsführer 25.03.2018, 00:06
20. Schweinepest

Dieser Lösungsweg ist uns ziemlich nah. Droht doch die Afrikanische Schweinepest von Osteuropa nun auch zu uns zu kommen. Die Unmengen an nicht jagdbaren Wildschweinen in urbanen Gegenden und europas krasseste Massenschweinehaltung in Deutschland würden dann biologisch bekämpft. Von mir aus kann ruhig jemand diese Krankheit einschleppen. Das löst gleich zwei Probleme auf einmal.

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Oberleerer 25.03.2018, 01:29
21.

Das klingt mir alles nach "12 Monkeys".

Was für ein Unsinn, 40% der Population soll umkommen ? Was ist mit den 60% ? Bilden diese dann eine Immunität aus und tragen das Virus fortan in sich? Wie verbreitet sich das Virus? Gibt es Zwischenwirte, die das über die Welt verbreiten können? Wird Neuseeland jetzt unter Quarantäne gestellt?
Wie lange brauchen 60% Karnickel, bis sie die Population wieder auf 100% greammelt haben?

Von den Koreanern hätte ich ganz andere Mittel erwartet. Z.B. automatische Fallen, die per Kamera nur Kaninchen auswählt. Vlt. wäre Kaninchen ein Exportschlager. Dann muß man ich Afrika nicht mehr das Bushmeat essen und mit den Pelzen kann man die Kapuzen der hiesigen Assi-Parkas schmücken, für die sonst in China der Marderhund sein kurzes Leben in der Hölle verbringen muß.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß man in solch einem leeren Land mit Jägern diese Population beherrschen kann.

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Aberlour A ' Bunadh 28.03.2018, 10:29
22. Kuschelfaktoren

Zitat von whitewisent
Man sollte vieleicht noch erwähnen, daß die Ausbreitung des Kaninchens in Neuseeland darum ein Problem darstellt, weil es so gut wie keine natürlichen Feinde hat. Wenn man verwilderte Hunde einmal weglässt. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie moralisch-ethisch man über solche Probleme nachdenkt, wenn sie einen nicht direkt betreffen. Wer jedoch über die Probleme mit Biber, Waschbär, Nutria, Bisam und Mink in Deutschland liest, wird anders denken. Denn es geht eben nicht um den Kuschelfaktor der niedlichen kleinen Säuger, sondern um die Schäden, welche sie für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt haben, und dadurch zur Bedrohung für die Ökologie werden. Interessanterweise steigt darum die Bedeutung unserer Fuchspopulation, welche immer noch eine negative Rolle im Bewußtsein vieler Menschen haben. Die Neuseeländer haben keine Füchse, aber das Virus, also lassen wir sie eigenständig versuchen, ihre Umwelt zu retten.
Wenn man moralisch-ethisch über solche Probleme nachdenkt, müsste man bei Lebewesen, die ein Schmerzempfinden haben, zu anderen Lösungen kommen.
Und was wäre, wenn der Liebe Gott Sie nicht als whitewisent, sondern als neuseeländisches Wildkaninchen das Licht der Welt hätte erblicken lassen? Dann würden Sie jetzt aber hier den "Kuschelfaktor" einfordern. Unabhängig davon, dass die größte Gefahr für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt seit je her von der industriell-mechanisierten Landwirtschaft selbst ausgeht. Überall.

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aliof 31.03.2018, 18:38
23. Es ist dringend geboten, die Tragweite

dieses Freilandexperiments begreifen !!!

Es wird erstmals gezielt eine Untergruppe einer Säugetierspezies (versucht) zu eliminieren. Es wird zwar von dezimieren gesprochen, was wörtlich übrigens „jeden Zehnten töten“ bedeutet.

Und angeblich werden nur 4 mal 10 % angestrebt.
Was aber grundsätzlich keinen Sinn machen würde, wie schon einige andere Co-Kommentatoren angesprochen haben. – Die sich wie Karnickel vermehrenden keinen Gesellen hätten sich binnen weniger Jahre regeneriert.

In Wirklichkeit geht es aber um Ausrottung mittels gezieltem Einsatz von hochspezifischer molekulargenetisch maßgeschneiderter biologischer Kampfstoffe.

Auch wenn dieses Freilandexperiment noch nicht gelingen sollte, stellt es einen markanten Tabubruch dar. – Denn wenn ggf. eine Karnickelart eliminiert werden, während eine andere, genetisch kaum verschieden, weiter mümmeln kann, wird das mit Sicherheit von keinen rassistischen Gruppe der Welt unbemerkt bleiben.

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