Forum: Wissenschaft
Tierschutz: Wenn Mensch und Tiger aufeinander treffen
Vivek R. Sinha/ WWF

Ein Tiger spaziert durch ein Dorf und ein Leopard streift durch Kathmandu: Das kann tödliche Folgen haben, für Tier und Mensch. Die Universität Siegen versucht, beiden Seiten zu helfen.

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kalim.karemi 09.03.2017, 17:44
1. Und Haie schwimmen im Wasser

Was für eine Erkenntnis, das Raubtiere durch die freie Natur ziehen. Dank Überbevölkerung werden die armen Kreaturen letztendlich den kürzeren ziehen. Ein Trauerspiel! Nicht weil ab ünd zu ein Mensch gefressen wird, davon gibt's leider mehr als genug.

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frank_w._abagnale 09.03.2017, 20:41
2. Trennung erforderlich.

Raubtiere gehören nicht in die Nähe von Menschen und deren Nutzvieh. Man muss die Raubtiere ja nicht gleich töten. Man könnte sie alternativ auch betäuben und in Tierparks geben oder so.

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ex_Kamikaze 10.03.2017, 01:55
3. Noch höchstens 20 Jahre,

dann sind in Indien, Indochina und China die Tiger ausgerottet. Es gibt schlicht nichts mehr abzutreten an Lebensräumen von Tier zu Mensch. Dann gibt es nur noch im Fernen Osten Russland (aber nur, wenn die Lage so bleibt wie sie jetzt ist) und vielleicht auf Sumatra ein paar. Der Kaspitiger und die kleinen Unterarten auf Java und auf Bali sind sie ja bereits ausgerottet.
Leoparden haben vielleicht ein paar Jahre (50?) länger, die sind anpassungsfähiger, weiter verbreitet und brauchen etwas weniger Beute.
Der Mensch hat schon jetzt das größte Artensterben der Erdgeschichte ausgelöst - in einer Zeitspanne von kaum 300 Jahren. Wie jeder Unsinn wird auch diese Mission vom Menschen bald abgeschlossen sein.
Unsere eigenen Erfahrungen mit Luchsen und Wölfen zeigen ja schlimmste Seiten - kaum ist ein einziges Schaaf gerissen ruft die ganze Jägerschaft nach Komplettabschuß der mühsam wieder ausgewilderten Bestände. Oder sie werden hinterrücks abgearbeitet wie im bayrischen Wald wo immer wieder Luchspfoten gefunden werden...

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kalim.karemi 10.03.2017, 05:05
4. Alternativ

Zitat von frank_w._abagnale
Raubtiere gehören nicht in die Nähe von Menschen und deren Nutzvieh. Man muss die Raubtiere ja nicht gleich töten. Man könnte sie alternativ auch betäuben und in Tierparks geben oder so.
Reservate schaffen, in denen Menschen und deren Viehzeug nichts zu suchen haben, außer als Futter. Ansonsten finde ich ihre Logik als Fürsprache der Ausrottung. "Man muss ja nich gleich zum Äußersten greifen, betäuben und nach Madagaskar umziehen oder so wäre ja auch eine Alternative"

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Alex2311 10.03.2017, 08:59
5.

Zitat von ex_Kamikaze
Der Mensch hat schon jetzt das größte Artensterben der Erdgeschichte ausgelöst - in einer Zeitspanne von kaum 300 Jahren.
Das passt natürlich in ein ideologisch geladene Weltbild, stimmt aber nicht.
Es sind mehrere Perioden in der Erdgeschichte, wo bis 95% der Arten ausgestorben sind, und der Mensch hatte damit nichts zu tun.
https://de.wikipedia.org/wiki/Massenaussterben

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ex_Kamikaze 10.03.2017, 12:16
6. Nix Ideologie

Zitat von Alex2311
Das passt natürlich in ein ideologisch geladene Weltbild, stimmt aber nicht. Es sind mehrere Perioden in der Erdgeschichte, wo bis 95% der Arten ausgestorben sind, und der Mensch hatte damit nichts zu tun. https://de.wikipedia.org/wiki/Massenaussterben
natürlich hat es Artensterben immer gegeben. Aber normalerweise erstreckt sich ein solches Ereignis über viele tausend Jahre, selbst die Dionsaurier sind nicht in wenigen Jahren ausgestorben.
Deshalb sind Ausmaß und die kurze Zeitspanne diesmal wirklich einzigartig.

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and_one 10.03.2017, 12:33
7. Wir sollten erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren

Der seit vielen Jahren erste frei lebende Bär auf deutschem Boden wurde umgehend erschossen. Mit Wölfen und Luchsen würden viele Menschen hier gerne auch so verfahren. Sogar die einzig freilebende Wisentherde in Deutschland soll füsiliert werden, weil irgendwelche Touris nicht aufgepasst und ihren Hintern offenbar zu nah an ein Wisentkalb geschwungen haben, daraufhin von einer Wisentkuh - ohne schwerwiegende Folgen - ein wenig geschubst wurden.

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dreamrohr2 10.03.2017, 12:42
8.

Zitat von kalim.karemi
Reservate schaffen, in denen Menschen und deren Viehzeug nichts zu suchen haben, außer als Futter. Ansonsten finde ich ihre Logik als Fürsprache der Ausrottung. "Man muss ja nich gleich zum Äußersten greifen, betäuben und nach Madagaskar umziehen oder so wäre ja auch eine Alternative"
eine Alternative wäre es NICHT. Man hat gelernt, dass Tiere welche "umgesiedelt" wurden, vielerorts als Invasive Arten gelten, dort haben sie keine natürlichen Feinde und das geht ins Auge. Also muss man den Tieren, in ihren angestammten Orten auch ein Leben ermöglichen!!
Sicherlich befindet sich Indien im Aufbruch und das was wir mit unseren Wölfen, Bären und Luchsen gemacht haben, nämlich ausrotten, beanspruchen diese Völker für sich auch... was ja eindeutig FALSCH ist.
Man muss einfach die Ausbreitung des Menschen in Tierrevieren vermeiden, bzw. VERHINDERN.
Ohne eine intakte Natur und dazu zählen nun mal auch die wilden Tiere, macht es keinen Sinn. Der Naturkreislauf regelt sich über Jäger und Beute, Pflanzen und Insekten, Symbiosen und Abhängigkeiten.

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schwerpunkt 10.03.2017, 12:45
9.

Zitat von kalim.karemi
Reservate schaffen, in denen Menschen und deren Viehzeug nichts zu suchen haben, außer als Futter. Ansonsten finde ich ihre Logik als Fürsprache der Ausrottung. "Man muss ja nich gleich zum Äußersten greifen, betäuben und nach Madagaskar umziehen oder so wäre ja auch eine Alternative"
Im Endeffekt wäre reservate nichts anderes als Zoos mit großzügigeren Umfang. damit solche Reservate auch "funktionieren" müsste man diese umzäunen. Ansonsten wird es knifflig die Wildtiere dazu zu bringen, auch zuverlässig innerhalb ihrer Reservate zu bleiben.

Wir beobachten hier den "Fluch der bösen Tat", nämlich dem, dass die Menschen immer mehr werden und sich immer weiter in der Fläche ausbreiten. Wirkliche Wildnis wird dazu immer eingeschränkter. Wenn die großen Raubtiere überleben wollen, werden sie immer öfter in durch Menschen besiedeltes Gebiet eindringen ... nach dem der Mensch immer mehr in von Wildtieren besiedeltes Gebiet eingedrungen ist. Dieser Prozess ist auch kaum aufzuhalten.

Entweder wir (als Menschen) arrangieren uns damit, dass somit solche Wildtiere auch in "unserem" gebiet heimisch sind (mit allen Konsequenzen - auch den lebensbedrohlichen) oder wir werden diese uns potentiell gefährlichen Tiere ausrotten.

Derzeit sind wir auf der weiten Schiene unterwegs, was dazu führt, dass wir, wie einige Foristen bereits beschrieben haben, dafür sorgen, dass das radikalste Artensterben der Erdgeschichte begonnen hat. Kein bekanntes, sonstiges Ereignis seit bestehen der Erde, hat in so kurzer Zeit, so viele Arten aussterben lassen, wie unser Wirken als Menschen.
Es begann mit uns das sechste große Artensterben der Erdgeschichte und so wie es aussieht, wird es das radikalste, zumindest was den Zeitraum betrifft, in dem es statt findet. Kein Supervulkan, Asteroid/Komet oder Sauerstoffkatastrophe hat das in den vergangenen 4,5 Milliarden Jahren hat das geschafft.

Mal sehen wie viele Arten übrig bleiben, wenn wir "fertig" sind?

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