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Tödliche autonome Waffen: Diplomaten streiten über Ächtung von Killerrobotern
DPA

Kriegsmaschinen, die eigenständig Ziele wählen und töten - was nach Science-Fiction-Film klingt, ist vielerorts in der Entwicklung. In Genf wollen nun Vertreter aus mehr als 75 Ländern über ein Verbot diskutieren.

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Beat Adler 26.08.2018, 12:33
10. es gibt keinen gerechten Krieg? Wirklich? Der Staerkere gewinnt immer!

Zitat von global.payer
führt gleichzeitig zu einem Gütesiegel der > guten < Waffen, die dann z.B. eine Waffenindustrie erlaubt. Zielführend ist nur die Ächtung des Krieges, es gibt keinen gerechten Krieg. Auch Deutschland als Waffenexporteur macht sich schuldig.
"es gibt keinen gerechten Krieg"? Wirklich? Der Staerkere gewinnt immer! Der Schwaechere unterwirft sich automatisch? Ist es das, was der Beitrag oben ausdruecken wollte?
mfG Beat

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quark2@mailinator.com 26.08.2018, 12:39
11.

Zitat von noalk
Jeder, der an der Entwicklung von KI mitarbeitet, dient damit automatisch dem Fortschritt bei der Entwicklung tötender ("tödlich" ist in diesem Zusammenhang verharmlosend) autonomer Waffen.
Das trifft auf jeden Naturwissenschaftler der Geschichte zu. Ein Mathematiker entwickelt die Schröderschen Gleichungen, ein Physiker nutzt sie für Einsteins Relativitätstheorie, ein Ingenieur nutzt sie um das GPS zu bauen und ein General nutzt das GPS um seine Bombe zu platzieren. Man kann den technologischen Fortschritt nicht aufhalten. Daher müssen wir die Menschen endlich aus dem Mittelalter holen und dahin kommen, uns ethisch korrekt zu verhalten, auch zum eigenen Schaden. Das kann man aber nicht machen, wenn man bei Sport und Spiel immer dem Sieger zujubelt und sich keiner um den Verlierer kümmert. Wer Kinder zu Siegern erziehen will, sorgt für ein grundlegendes Problem. Aber wir sind weit entfernt davon, nicht gewinnen zu wollen, ob nun als Personen oder als Staaten. Und daher denke ich, daß uns die Technologie irgendwann fressen wird, genauer gesagt unser Mißbrauch jener.

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berther 26.08.2018, 12:39
12. Wie lange...

...wird es wohl dauern, bis eine autonome KI durch logischen Vergleich darauf kommt, daß Menschen nicht notwendig für die Existenz der KI, sondern sogar ein Hindernis und eine Bedrohung , ähnlich einem Virus sind.
Fortschritt sollte stets im Bezug auf den Menschen gemacht werden und nicht gegen ihn.

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Titanus 26.08.2018, 12:39
13.

Ist es nicht besser, die eigene Kriegsführung mit autonomen Waffensystemen zu führen? Die Entscheidungen sind zuverlässiger und die Leben der eigenen Soldaten werden geschont. Wieso will Deutschland immer sich selbst beschränken?

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01099 26.08.2018, 12:43
14.

Vielleicht sollten die Damen und Herren mal gemeinsam "Terminator" schauen, denn genau an der Realisierung dieser Vision arbeitet die Menschheit mit Hochdruck. Es ist alles schon da. Was im Film "Skynet" heißt, existiert heute in Form von Google und die Robotik macht große Fortschritte, denn sogar lebendes Gewebe wir mittlerweile schon mit Technologie verknüpft. Man muss wahrlich kein Fantast oder Überängstlicher sein, um zu sehen, wohin die Entwicklung führen wird. Philophisch gesehen strebt der Mensch ja nach Selbstzerstörung, also läuft eigentlich alles nach Plan.

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Beat Adler 26.08.2018, 12:50
15.

Zitat von Zaunsfeld
Nein, das stimmt nicht. Es mag schon bewaffnete Roboter geben. Aber die sind eben noch nicht im regulären Einsatz und sie verfügen auch noch nicht über eine KI, die selbstständig entscheidet, wen sie jetzt erschießt und wen nicht, sondern die Entscheidung, ob am Ende ein Schuss abgegeben wird oder nicht, wird noch immer von einem Menschen getroffen, der entweder daneben steht oder das Ding aus der Ferne überwacht und steuert. An der israelischen Grenze und auch an der koreanischen fährt oder läuft mit Sicherheit noch kein Roboter umher, der selbstständig entscheidet, irgendeine Person zu erschießen und eine andere Person nicht zu erschießen.
"An der israelischen Grenze und auch an der koreanischen fährt oder läuft mit Sicherheit noch kein Roboter umher, der selbstständig entscheidet, irgendeine Person zu erschießen und eine andere Person nicht zu erschießen."

Sagt wer "mit Sicherheit"? Der Generalstab der betreffenden Laender etwa? Wie glaubwuerdig sind diese Leute?

Ob diese Automaten schon herumfahren und entscheiden, weiss niemand "mit Sicherheit"! Die beiden Staaten schaffen es, Geheimhaltung bei ihren Forschern und Entwicklern, den Angehoerigen ihrer Sicherheitskraefte durchzusetzen! Es geht dort NICHT im Deutschland, wo Der Spiegel und SPON Zugang zu jedem "Geheimpapierchen" hat;-)

Was bekannt ist, ist dass die Forschung und Entwicklung ununterbrochen weiter geht! Darauf ist Verlass!
mfG Beat

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Zaunsfeld 26.08.2018, 13:03
16.

Zitat von Beat Adler
"An der israelischen Grenze und auch an der koreanischen fährt oder läuft mit Sicherheit noch kein Roboter umher, der selbstständig entscheidet, irgendeine Person zu erschießen und eine andere Person nicht zu erschießen." Ob diese Automaten schon herumfahren und entscheiden, weiss niemand "mit Sicherheit"! Die beiden Staaten schaffen es, Geheimhaltung bei ihren Forschern und Entwicklern, den Angehoerigen ihrer Sicherheitskraefte durchzusetzen!
Na Sie scheinen es ja zu wissen. Also dann zählen Sie uns doch bitte mal auf, wie viele Leute an der koranischen und israelischen Grenze schon durch selbsttätig entscheidende Roboter erschossen wurden.

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leierbündchen 26.08.2018, 13:08
17. Krieg nach Regeln ist absurd

Krieg zielt darauf ab, Schaden anzurichten. Durch Vernichtung von Infrastruktur und Menschenleben. Es ist absurd, für solch einen Zustand Regeln aufstellen zu wollen. Die einzige Regel muss lauten: Es dürfen keine Kriege geführt werden.

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mēdèn ágān 26.08.2018, 13:17
18. Primat der menschlichen Entscheidung

Alle die hier von Bedenkenträgern und Abgabe der Verantwortung sprechen, sollten sich die Ereignisse zu Gemüte führen, in deren Verlauf ein russischer Offizier - trotz gegenteiliger Einschätzung der Vorwarnsysteme - nicht auf der roten Knopf für die Einleitung des atomaren Gegenschlags drückte. Er liess in sein Entscheidung menschliche Einschätzung einfliessen, über die die Systeme nicht verfügten. Er wußte, dass er damit seine Karriere höchstwahrscheinlich beendete, so kam es auch. Er verhinderte damit den unbeabsichtigten Ausbruch eines Atomkrieges. - Ein echter Held der Menschheit, vergessen und verarmt.
Auch wenn KI heute gehypet wird, sie “denkt” am Ende nicht in menschlichen Kategorien, Entscheidung von Tragweite dürfen daher nicht autonom von Maschinen getroffen werden, sondern müssen dem Menschen vorbehalten bleiben, der am Ende beurteilen muss, ob er sich der Entscheidung der Maschine anschließt.

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Cugel 26.08.2018, 13:21
19. Robot Wars

Ein starkes Argument für das autonome Fahren ist, dass Algorithmen weniger Fehler machen als Menschen und es daher auf unseren Straßen weniger Unfälle geben wird. Zwar werden auch KIs hin und wieder Unfälle bauen, aber in der Summe halt weniger als menschliche Fahrer. Vielleicht gibt es denselben Effekt ja auch bei den Kampfrobotern? Wie oft kommt es in rein menschlichen Kriegen zu Kollateralschäden und Friendly Fire? Womöglich würden KIs weniger Fehler machen als menschliche Entscheider, die zu jedem Zeitpunkt von allen möglichen emotionalen und physischen Faktoren beeinträchtigt werden.
Und nun überlege ich, was moralischer ist: wenn Menschen aufeinander schießen oder Roboter?

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