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Tödlicher Hautpilz: Wie Forscher den Feuersalamander retten wollen
DPA

Der Salamanderfresser bedroht den heimischen Feuersalamander - stets verläuft die Pilzerkrankung tödlich. Nun arbeiten Wissenschaftler an einem Rettungsplan. Dafür müssten die Tiere wohl in Gefangenschaft.

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permissiveactionlink 25.04.2017, 13:13
1. Pilzsporen...

verbreiten sich schnell überall hin, auch und besonders an den Schuhen von Forschern und engagierten Umweltschützern, aber auch von Wanderern. Also Vorsicht ! Mit Schuhen, in denen man zuvor durch die Eifel getigert ist, sollte man nicht andere Schutzgebiete aufsuchen. Jedenfalls nicht, ohne die Schuhe vorher gründlich desinfiziert zu haben.

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genutztername 25.04.2017, 13:42
2. Da kann man nur hoffen,

dass die Verteufelung der Terraristik durch PETA und Co. und deren Einwirken in die Politik nicht so weit fortgeschritten sind, dass dann noch genügend versierte Terrarianer vorhanden sind.
Ohne diese und ihre jahrelange Haltungserfahrungen können Erhaltungs- und Zuchtprogramme in großem Stil niemals zielführend umgesetzt werden. Mit dem Wissen, dass nicht nur die Urodelen, sondern viel mehr noch die Anuren weltweit durch den Chitridpilz gefährdet sind, mag man sich ausmalen, was mit dem Ökosytem passiert, wenn eine ganze Klasse (Amphibien) aus dem Tierreich wegbricht.

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zeisig 25.04.2017, 13:59
3. Lurchi muß gerettet werden.

Klar, jedes Lebewesen ist schützenswert. Aber der Feuersalamander ist natürlich schon etwas besonderes. Einem Exemplar dieser Rasse in freier Wildbahn zu begegnen gibt 80 Punkte auf der Skala von 0 - 100 bei der sonntäglichen Wanderung ( 100 Punkte gäbe es für einen Luchs, für einen Hasen gibt es 20 in freier Wildbahn, ein Reh gibt 30, für einen Fuchs gibt 60 Punkte)

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mundusvultdecipi 25.04.2017, 16:21
4. Ein Hautpilz..

Zitat von permissiveactionlink
verbreiten sich schnell überall hin, auch und besonders an den Schuhen von Forschern und engagierten Umweltschützern, aber auch von Wanderern. Also Vorsicht ! Mit Schuhen, in denen man zuvor durch die Eifel getigert ist, sollte man nicht andere Schutzgebiete aufsuchen. Jedenfalls nicht, ohne die Schuhe vorher gründlich desinfiziert zu haben.
..wie Bsal verbreitet sich nicht durch Sporen!

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cassandros 25.04.2017, 17:42
5.

Zitat von mundusvultdecipi
..wie Bsal verbreitet sich nicht durch Sporen!
Die Verbreitung erfolgt durch Zoosporen! Diese sind das infektiöse Stadium.
Lies es nach, in:
Veterinary Resserch (2015); vol. 46: 137 ff.

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permissiveactionlink 25.04.2017, 22:51
6. #2, genutztername

Kein Mensch behauptet, dass alle Terrarianer schwarze Schafe sind. Aber Sie sollten dann bei Ihren Appellen an die Vernunft auch die Größe besitzen darauf hinzuweisen, dass das Problem des drohenden Abgangs der Feuersalamander überhaupt erst durch Terrarianer ausgelöst wurde, durch den Import von Amphibien aus Asien. Ja es stimmt : Es gibt unter den Terrarianern zahlreiche ausgewiesene Experten, deren Sachkunde bewundernswert ist. Das gilt auch für Aquarianer. Aber leider existieren auch Ausnahmen. Man kann sie auf der Reptilienmesse in Hamm kennen lernen, wo jedem Interessenten (mit und ohne Sachkundenachweis) auch eine Brillenschlange, Nashornviper oder Sandrasselotter verkauft wird. Und in der Karibik schwimmen jetzt Millionen Rotfeuerfische, weil so ein Vollpfosten ... Niemand spricht Ihnen ab, ein versierter Terrarianer zu sein, mit besten Absichten. Aber die Probleme, die bei der Erhaltung des Feuersalamanders auf Sie zukommen, sind gewaltig : Alles, was ins Terrarium gelangt, vom Bodenmaterial über Einstreu, Pflanzen, Wasser, Futter, sogar Ihre Hände und Kleidung müssen garantiert frei von Pilzsporen sein. Sind Sie dafür vorbereitet, auch auf die Kosten, die damit verbunden sind ? Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann haben Sie als spezialisierter Laie meinen Segen.

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lupo62 25.04.2017, 23:42
7.

Wie verbreitet sind eigentlich Salamander? Ich habe als Kind welche gesehen und dann nimmermehr. Ist über 50 Jahre her.

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mundusvultdecipi 26.04.2017, 08:40
8. Richtig..

Zitat von cassandros
Die Verbreitung erfolgt durch Zoosporen! Diese sind das infektiöse Stadium. Lies es nach, in: Veterinary Resserch (2015); vol. 46: 137 ff.
..Zoosporen leben im Wasser und werden nicht,wie der Forist behauptet hat,an Gumistiefeln von Naturpark zu Naturpark verbreitet.

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permissiveactionlink 26.04.2017, 10:21
9. #8, mundusvultdecipi

, ergo decipiatur ! Si tacuisses, philosophus mansisses : Offenbar ist Ihnen nicht bekannt oder kurzzeitig entfallen (kann ja mal vorkommen), dass die Töpfchenpilze bzw. Chytridiomycota, zu denen auch die Ordnung Rhizophydiales und die Gattung Batrachochytrium gehören, sich nicht nur über Zoosporen vegetativ im Wasser verbreiten können, sondern sich auch über Gameten sexuell fortpflanzen. Nach der Befruchtung entwickelt sich aus der Zygote meist eine dickwandige, widerstandsfähige Spore, die Trockenheit, große Hitze und Kälte genauso überstehen kann wie den Transport über etliche hundert Kilometer, während sie an Gummistiefeln haftet. Sobald diese Sporen mit einer ihnen genehmen Umgebung in Berührung kommen keimt aus ihnen ein neuer Pilz heraus, der wieder die Haut eines Salamanders befällt. Ich empfehle den Wikipedia-Eintrag zu Töpfchenpilzen zu ersten orientierenden Lektüre.

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