Forum: Wissenschaft
Treibhausgas-Budget: Wie viel CO2 darf die Menschheit noch ausstoßen?
AP Photo / Martin Meissner

Forscher haben berechnet, wie viel weiteres Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen darf, um die Klimaziele einhalten zu können. Sie zeigen: Der verbleibende Spielraum könnte kleiner sein als gedacht.

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bambata 18.07.2019, 06:18
110.

Ich greife jetzt mal die Zahl von 480 Gt CO2 für die Einhaltung des 1,5°C-Ziels (50:50 Chance) aus dem Artikel auf.

Nach dieser Zahl dürfte - wenn das jeweilige Land / Region alleine auf der Erde wäre - jedes der folgenden Länder so viele Jahre weiter machen, wie bisher (Quellen siehe unten):

China - 1.395 Mio Einw. - CO2-Ausstoss p.a. 12,45 Mrd. Tonnen: 38 Jahre
USA - 330 Mio Einw. - CO2-Ausstoss p.a. 6,67 Mrd. Tonnen: 72 Jahre
EU - 512 Mio Einw. - CO2-Ausstoss p.a. 4,22 Mrd. Tonnen: 114 Jahre

China + USA + EU - CO2-Ausstoss p.a. 23,34 Mrd. Tonnen: 20,5 Jahre

Top-30 Länder - CO2-Ausstoss p.a. 37 Mrd. Tonnen: 13 Jahre
(Top-30 Länder stossen etwa 85% aller globalen CO2-Emissionen aus)

Alle Länder - CO2-Ausstoss p.a. 44 Mrd. Tonnen: 10,9 Jahre

Für den gesamten Planeten bedeutet das: Wir müssen den Basiswert von 44 Gt jedes Jahr um 5% senken, um innerhalb von 20 Jahren auf eine vollständig CO2-freie Lebensweise umzusatteln. Würden wir die Emissionen ab heute um 2,2 Gt p.a. (5% des Basiswertes) senken (jedes Jahr!), würden wir innerhalb der 20 Jahre 465 Gt CO2 ausstossen, also knapp unterhalb der 480 Gt.

Da es vollkommen illusorisch ist, innerhalb von 20 Jahren auf 0 Emissionen zu gelangen. müssen wir innerhalb der kommenden 40 Jahre den Bestand an Bäumen, der gegenwärtig global bei 862 Mrd. Tonnen gebundenem Kohlenstoff (entspricht ca. 3.150 Mrd. Tonnen CO2) liegt, um ca. 15% aufforsten. Dies würde die Menge an CO2, die wir noch ausstossen dürfen (1,5°C-Ziel), von 480 Mrd. Tonnen auf ca. 800 Mrd. Tonnen erhöhen, vorausgesetzt der neue und der alte Wald bleiben stehen (Wuchsdauer des Waldes mal auf ca. 30 Jahre angesetzt).

Dies würde es uns erlauben, den Zeitraum bis zur vollständig CO2-freien Energie-Erzeugung von 20 Jahren (minus 2,2 Gt bzw. minus 5% p.a.) auf ca. 35 Jahre auszudehnen bei einer Reduktion von 2,8% p.a. bezogen auf den Basiswert von 44 Mrd. Tonnen bzw. einer Reduktion von 1,25 Gt p.a. (jedes Jahr!).

Fazit: 35 Jahre bis zur vollständigen Eliminierung von CO2 ist auch noch ziemlich kurz. Ausserdem, 15% des weltweiten Waldbestandes wollen erstmal gepflanzt sein. Das ist ein Monster-Projekt.

Scheitern wird das Ganze aber vermutlich spätestens daran, dass sich die Weltbevölkerung innerhalb dieser 35 Jahre von 7,7 Mrd. Menschen auf rund 10 Mrd. Menschen, also um rund 30%, vermehren wird.

So oder so, ich glaube, man kann jetzt so langsam vom "Besorgt"-Modus in den "Au-Backe"-Modus switchen.

Quelle 1
Quelle 2

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bambata 18.07.2019, 06:21
111.

Zitat von justin_klein1998
Warum denken die Leute immer Wissenschaft sei wie Demokratie, in der es Meinungen gibt? Es gibt Wissenschaftlich absolut überprüfbare Daten, die transparent von jedem Laien gesichtet werden können, die jedem den Beweis für den anthropogenen Klimawandel liefern. Man kann sich natürlich die Fakten so zusammensuchen wie man sie möchte. Durch so einen Kommentar schießen Sie sich in die selbe Ecke wie Donald Trump.
Vielleicht findet er das ja gut mit der selben Ecke ;-)

Soll's geben, auch wenn man's kaum glauben mag.

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bambata 18.07.2019, 06:28
112.

Zitat von seethereality
Ok - der Erste, der hier die Segel streicht. Religion ist nun mal auch schlecht aus dem Kopf zu bekommen. In dem Youtube Video wird überhaupt nichts behauptet - sondern die vom Deutschen Wetterdienst genutzten Wettermessstationen über Jahre hinweg verglichen. Hier wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr früher genutzte Wetterstationen aus der Natur genommen und in die Nähe von Städten und in die Städte gebaut. Dieses ergab natürlich einem massiven Wegfall des Bezuges von kühleren Standorten und führte damit zu einer vermeintlichen Temperaturerhöhung, da nur noch die schon immer wärmeren Messpunkte verblieben . DAS ist ein Skandal und DAS sind Fakten - und keine Behauptungen, wie aus dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Trauen Sie sich einfach einmal, ihre Religion der church of global warming und ihre Ideologie aussen vor zu lassen - es lohnt sich !!!
Können Sie für die Behauptung, in den letzten Jahrzehnten seien früher genutzte Wetterstationen, die "aus der Natur genommen" und in die Nähe von Städten und in die Städte gebaut wurden, eine belastbare Quelle liefern?

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bambata 18.07.2019, 06:29
113.

Zitat von Grünspahn
Manchmal kann ich es einfach nicht mehr lesen! - Das Klima ändert sich seit es die Erde gibt - und es gab eine Zeit, die hieß Carbon, in der war wesentlich mehr CO2 in der Luft und es war auch wesentlich wärmer als heute. Das CO2 wurde durch Wälder und Meeresorganismen gebunden (Bekannt heute als Kohle und Öl) und damit sank der CO2-Gehalt in der Luft und auch die Temperatur insgesamt. Richtig ist auch, dass es immer schon Temperaturschwankungen im Klima gab, ohne dass es zu der Zeit Menschen gab. Daher gibt es eine natürliche Klimaschwankung (zur Zeit eher in Richtung Warmzeit) und einen Menschen gemachten Effekt durch das Verbrennen von Kohle und Öl (das gebundene CO2 wird wieder freigesetzt) und zusätzlich durch das Abholzen großer Teile der Urwälder vor allem in Asien, Afrika und Südamerika. Den genauen Anteil am derzeitig beobachtbaren Klimawandel, den Mensch beiträgt läßt sich nur sehr ungenau ermitteln, da alle Rechenmodelle auf (teils willkürlichen) Annahmen beruhen. Um den Menschengemachten Anteil zu reduzieren, wäre es sicher sinnvoll den CO2-Ausstoß zu verringern und gleichzeitig die abgeholzten Wälder wieder aufzuforsten. Das ist nur schwierig, da die das stärkste Bevölkerungwachstum mit dort stattfindet. Das zu begrenzen wird sehr schwer werden. Aber egal, wie stark die Temperatur ansteigt, die Erde wird nicht unbewohnbar dadurch! Der Mensch ist die anpassungsfähigste Landsäugetierart! Es wird also noch sehr lange Menschen geben - hört einfach auf, sinnlose Panik zu verbreiten und auch den menschlichen Einfluß auf das Klima zu leugnen. Deutschland hat auch keinen sonderlich großen Einfluß auf das Klima - Streaming verursacht ungefähr die gleichen CO2-Emissionen wie die gesamte deutsche Bevölkerung und kein FFF-Kid wird auf Netflix, YT & Co verzichten wollen. Fun-Fact: Pornostreaming verursacht ungefähr soviel CO2-Ausstoß wie Rumänien. - Nachzulesen in einem Artikel, der letzthin auf heise.de veröffentlicht wurde. Bitcoin & Co verursachen noch viel größere CO2-Emissionen. Wir sollten also nicht nur über Autos schimpfen, sondern generell unseren Internetkonsum (va Crypto-Währungen und Streaming) usw überdenken.
Ich empfehle, den Wandel des Klimas und die Änderungen der Durchschnittstemperaturen in Relation zur jeweiligen Zeitspanne zu setzen. Erst das macht Ausnahmeerscheinungen augenfällig.

https://upload.wikimedia.org/wikiped...mps_G2.svg.png

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:...-Vergleich.png

Quellen der Graphiken:
Wikipedia: Klimageschichte
Wikipedia: Klimawandel

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bambata 18.07.2019, 06:30
114.

Zitat von redwed11
Alle Wissenschaftler haben vor 25 Jahren behauptet, alle Wälder werden absterben. Das große Waldsterben steht unmittelbar bevor. Alles wissenschaftlich unumstößlich untermauert. Aber was Wunder, alle Wälder sind noch da. Haben sich all die Wissenschaftler mit ihren unumstößlichen Vorhersagen etwa doch geirrt???
Die Nummer mit dem Waldsterben ist ein klitzekleines Bißchen komplizierter, als Sie hier glauben machen wollen (oder möglicherweise tatsächlich selber glauben). Die damalige Sorge war durchaus gerechtfertigt, denn immerhin befand man 1984 gut ein Drittel des Waldes In Westdeutschland für geschädigt (in der damaligen DDR noch weit mehr). Dies führte in der Folge zu substanziellen gesetzlichen Einschränkungen beim mobilitäts- sowie kraftwerksverursachten Schadstoffausstoss wie bspw. der Einbau von Rauchgasentschwefelungsanlagen in Kraftwerken (die Hauptemittenten von Schwefeldioxid), der Abschaltung vieler ostdeutscher Braunkohlekraftwerke nach der Wiedervereinigung, die bis dahin weitgehend ohne Filteranlagen arbeiteten, die Abschaffung von verbleitem Benzin sowie die verpflichtende Einführung von PKW-Katalysatoren und in der Folge zu deutlich weniger saurem Regen, mit einem der Hauptverursacher von geschädigten Bäumen. Allein durch die Kraftwerkabschaltung bzw. -modernisierung fiel der Gesamtausstoß von Schwefeldioxid in Deutschland von zuvor rund 7,5 Mio. Tonnen pro Jahr während der 1970er und frühen 1980er Jahre auf rund 0,5 Mio. Tonnen für die Jahre nach der Jahrtausendwende.

Selbst als 2003 die damalige Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast in Übereinstimmung mit Befunden der europäischen Nachbarn das "Waldsterben" für beendet erklärte, da der Zustand der Wälder sich stabilisiert hatte, gab man noch keine vollständige Entwarnung, weil nach wie vor Teile des Baumbestandes deutliche Schäden aufwiesen und es weiterhin geschädigte Bestände gab und weiterhin gibt. Im Jahr 2000 waren nach dem offiziellen Waldzustandsbericht von Deutschland nur noch rund 35 Prozent aller Waldbäume ohne erkennbare Schäden, im Jahr 2004 waren es nur noch 28 Prozent, während 65 Prozent in die Warnstufe fielen und knapp ein Drittel deutliche Schäden hatten. Die Situation ist auch heute noch nicht besser.

Der Begriff "Waldsterben" als Vorstellung eines sterbenden Gesamt-Waldorganismus ist ein wenig irreführend und suggeriert ein in besonderem Maße emotional behaftetes Thema in Verbindung mit mythischer Aufladung des deutschen Kulturgutes Wald. Vielen gilt es als Synonym für Panikmache, obschon die grundsätzliche damalige Sorge mehr als gerechtfertigt war. Inzwischen wird nicht mehr vom Waldsterben gesprochen, sondern von Waldschäden. Die Wissenschaft ist jedoch die gleiche.

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Andraax 18.07.2019, 07:01
115.

Zitat von seethereality
Ok - der Erste, der hier die Segel streicht. Religion ist nun mal auch schlecht aus dem Kopf zu bekommen. In dem Youtube Video wird überhaupt nichts behauptet - sondern die vom Deutschen Wetterdienst genutzten Wettermessstationen über Jahre hinweg verglichen. Hier wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr früher genutzte Wetterstationen aus der Natur genommen und in die Nähe von Städten und in die Städte gebaut. Dieses ergab natürlich einem massiven Wegfall des Bezuges von kühleren Standorten und führte damit zu einer vermeintlichen Temperaturerhöhung, da nur noch die schon immer wärmeren Messpunkte verblieben . DAS ist ein Skandal und DAS sind Fakten - und keine Behauptungen, wie aus dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Trauen Sie sich einfach einmal, ihre Religion der church of global warming und ihre Ideologie aussen vor zu lassen - es lohnt sich !!!
Wenn man Ihrer Behauptung nachforscht, findet man, dass sie ihren Ursprung in einem russischen Thinktank hat, und längst widerlegt ist: https://www.heise.de/tp/features/Russischer-Bericht-laesst-Klimaskeptiker-von-einem-zweiten-Climategate-sprechen-3383911.html
Jaja, Russland, der Hort der Wahrheit, der uns vor dem bösen westlichen Wissenschaftlern schützt. Haben Sie auch einen Putin-Schrein?

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frankcrx 18.07.2019, 07:09
116.

Zitat von Ökofred
Der amerikanische Beitrag ist in den letzten 15 Jahren um 25% gesunken (wenn auch auf hohem Niveau), Chinas Emissionen stagnieren (auf niedrigem Niveau). Diese Länder halten ihre Vereinbarungen zumindest ein, Deutschland nicht. Hier sind 5.000 Arbeitsplätze in der Braunkohle unglaublich wichtig viel wichtiger.... Man muss halt Prioritäten setzen.... Deutschland setzt da ein klares Zeichen. In der Windindustrie in DE arbeiten übrigens 160.000 Menschen.
Chinas Emissionen stagnieren auf niedrigem Niveau? Wo haben sie den die Weisheit her?
Der amerikanische beitrag ist um 25% gesunken, der deutsche um 32%.
5000 Arbeitsplätze gegen Stromausfälle? Ich entscheide mich für die 5000 Arbeitsplätze.
Was wir allerdings nicht brauchen sind neue Steuern und Abgaben.
Von daher nochmals mein Appell an alle grünen Politiker und grüne Wähler: Gehen sie mit gutem Beispiel voran und schaffen sie ihre PKWs bis zum Jahresende ab. Dann ist auch der Rest der Bevölkerung bereit sich in den Geldbeutel langen zu lassen. Immer nur fordern und selbst nichts tun ist öde. Mehr, als die Bürger weiter zu schröpfen, fällt diesen Dummschwätzern leider nicht ein.
CO2 Steuer - Nein Danke!

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frankcrx 18.07.2019, 07:21
117.

Zitat von KaWeGoe
Na klingelts ? Sieht so aus als müssten Sie noch mal in die Schule gehen, um auf den Bildungsstand der Demo-Kids zu kommen !
Ja, ist eben so. Im internationalen Vergleich trotzdem Peanuts.

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frankcrx 18.07.2019, 07:30
118.

Zitat von Koana
..... oder sollten sie es anders empfinden? Ich denke die ganz besonders fleißigen Menschen haben kein Problem damit, wenn in den nächsten Jahrzehnten die globale Population sich um 5 - 6 Milliarden Menschen reduziert, ja, ich denke sogar, selbst ein durchschnittlicher Konsumensch in Europa würde eher ein Massensterben begrüßen, als z.B. das Verbot von PKW´s die über 600 kg Leergewicht und mehr als 30 kw Leistung aufweisen, oder ein Verbot von privaten Flugreisen, oder, oder, oder - nein, die Freiheit der Kaufkraft und der Gier, sie sind das Wichtigste im Leben eines Konsumenten. Vernunft ist schlecht für das Geschäft, mit dem Massensterben beginnt das Geschäft von Morgen, doch das ist das Spiel der nächsten Generationen, ich fürchte, es wird wie heute, für die ganz, ganz fleißigen ein großer Spaß, die Anderen?
Wenn man nicht mehr fordern kann als nur Verbote Verbote Verbote sollte man vielleicht mal seine Einstellung überprüfen. Die fleißigen Menschen, so hat man den Eindruck, sind die , die sie ernähren und ihnen ermöglichen ein Dach über dem Kopf zu haben.
Nach ihrer seltsamen Einschätzung sollen wir also alle zurück ins Mittelalter.

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frankcrx 18.07.2019, 07:36
119.

Zitat von Gegen Zensur bei Spon
Das traurige daran ist: SIE haben es kein bisschen kapiert nicht das geringste Dabei ist es ganz simpel: 10 % oder mehr Europas wird unbewohnbar werden Aus Afrika fliehen zwischen 85 und 600 Mio Menschen (zumindest laut Schätzungen) Das leben in Europa wird sich so radikal ändern, jeder zweite oder bestenfalls jeder 10te Bürger wird Asiat oder Afrikaner sein Wir werden auch in Europa Verteilungskriege haben und Hunterttausende von Toten deswegen Aber die uralten greisen Opas sitzen zuhause am Küchentisch und schwadronieren, dass man ja eh nix machen könnte man wäre ja soooo klein
Alles Annahmen die völlig unbewiesen sind. Auf der anderen Seite wird Grönland grün werden und bewohnbar, ebenso großé Teile von Sibirien und Kanada. Kein Problem also die Menschen dorthin zu bringen. 600 Millionen Menschen kann alleine Grönland aufnehmen, weitaus mehr die anderen genannten Länder.
Sie sehen also, nix mit Verteilungskriegen. Nicht immer so schwarz sehen, Veränderungen bieten eben auch neue Chancen.

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