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Treibhausgas: Forscher wandeln Kohlendioxid wieder in Kohle um
imago/Rainer Weisflog

Wenn Kohle verbrennt, entsteht Kohlendioxid. Nun ist es Forschern erstmals gelungen, den Vorgang bei Raumtemperatur wieder rückgängig zu machen. Ihre Technik könnte beim Klimaschutz helfen.

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herwescher 27.02.2019, 22:06
90. Die kriegen das daher, wo auch die Kneipen ihr ...

Zitat von oh4fr
Wo kriegen die denn das CO2 in den benötigten großen Mengen her??? In der Luft ist es nur mit einigen hundert ppm vorhanden.
... CO2 herbekommen, um das Bier aus dem Keller zu pumpen:

Aus großen, grauen Druckgasflaschen ...

Na ja: Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Sie werden es wohl vorher noch reinigen ...

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LFritze 27.02.2019, 22:08
91. und der Sinn dahinter ist?

Wenn man der Atmosphäre CO2 entziehen will, kann es hilfreich sein, Wald aufzuforsten. Und zum vorgestellten Versuch der Rekarbonisierung: Ich nehme an, dass dazu mindestens so viel Energie verwendet wird, wie zuvor freigesetzt worden ist - sonst wäre es ja ein Perpetuum Mobile. Das Problem, dass wir den richtigen Energieträger noch nicht gefunden oder gebändigt haben, bleibt also weiterhin bestehen. Mit dem Unterschied, dass am Projekt wieder einige schweinereich werden könnten.

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curiosus_ 27.02.2019, 22:14
92. Es geht nicht darum, woraus...

Zitat von tatsache2011
Wie kommen Sie auf den Unsinn für das Verfahren elektrische Energie aus Kohle oder Kohlenwasserstoffen zu erzeugen? Sie sagen doch selbst, dass das Unsinn ist. Bei meiner PV-Anlage gilt auch der Energieerhaltungssatz. Aus der Sonnenstrahlung wird nicht direkt Wärme auf dem Dach, sondern ein Teil wird in elektrische Energie gewandelt und später bei der Nutzung letztendlich Wärme. Bei dem beschriebenen Verfahren wird Kohle erzeugt und bei der Elektrolyse werden andere Stoffe.
...die Energie zur "Kohleerzeugung" gewonnen wird (das habe ich auch gar nicht geschrieben), es geht darum, dass es Unsinn ist zunächst Kohlenstoff zu CO2 zu verbrennen um hinterher aus CO2 mit mehr Energieaufwand wieder Kohlenstoff zu gewinnen. Im Endeffekt hat man hinterher wieder dasselbe wie vorher (Kohlenstoff) und zusätzlich noch Energie eingesetzt. Hätte man ursprünglich den Kohlenstoff nicht verbrannt hätte man sogar Energie gespart.

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seppfett 27.02.2019, 22:27
93.

Zitat von Augustusrex
und Raumtemperatur? Wie geht das, außer bei Quecksilber?
WIKIPEDIA: "Der Begriff Flüssigmetall wird zur Bezeichnung von Metallen im flüssigen Zustand, aber auch als Produktbezeichnung für Metallpulver-Epoxidharz-Dispersionen (z. B. leitfähige Klebstoffe oder Wärmeleitpaste) verwendet."

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geschwafelablehner 27.02.2019, 23:18
94.

Zitat von ottjen_alldach
Man vebrennt Kohle, um Energie zu "gewinnen", und nimmt dann Energie, um aus dem Abfallprodukt (CO2) wieder Kohle zu machen. Richtig schräg würde es, wenn man dafür Energie aus Kohlkraftwerken nehmen würde .. Womit ich die wissenschaftliche Leistung nicht schmälern wil, aber es ist weniger aufwändig, die fossilen Brennstoffe nicht erst zu verheizen.
'Aber CO2 in Kohle zurückzuverwandeln und im Boden zu vergraben, ist ein bisschen, als würde man Emissionen ungeschehen machen.' - das wäre schräg - man vergräbt den gewonnenen Kohlenstoff, aber buddelt den gleichzeitig irgendwo anders aus der Erde ...
Also wenn das im großen Ausmaß ginge: kann man das zur Kohle/Koks/...-Gewinnung in der Nähe von Windkrafträdern machen, wenn grad mehr Energie gewonnen wird, als gebraucht wird; und damit gleichzeitig Kohleabbau einschränken;
geht es nicht in großen Ausmaß, lohnt es sich nicht, eine CO2-Reduktion damit zu starten (oder darüber zu diskutieren). Wenn man das nur für Spezialbauteile nehmen will, kann man den Kohlenstoff dafür auch sonstwoher nehmen.

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knuty 27.02.2019, 23:39
95.

Zitat von redebrecht
Das ist ja unglaublich. Wer hierbei nur an den Klimawandel denkt und die Kohle vergraben will, muss einen IQ von unter 60 haben. Damit ist Kohle, nicht die Windkraft, nicht die Solarkraft, nicht die Atomkraft, der Energieträger der Zukunft, der unbegrenzt zur Verfügung steht. Ein Perpetuum Mobile, wenn ich mal die "Raumtemperatur" ignoriere. Wenn die Technik wirklich funktioniert, eigentlich zu schön um wahr zu sein, dann kann man so lange Kohle erzeugen, bis der CO2 Gehalt unter einem bestimmten Wert fällt und dann kann man die gewonnen Kohle gleich wieder verbrennen, um das Gleichgewicht zu halten. Da fehlt im Grunde nur noch die Kohleverflüssigung zu Benzin, und wir sparen uns auch die Elektroautos und damit das umgraben von Afrika nach seltenen Erden.
Aus der Kohle könnte man auch Bleistifte machen und die dann an Milchmädchen verkaufen.

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supergrobi123 27.02.2019, 23:44
96. Herrje!

Zitat von curiosus_
...die Energie zur "Kohleerzeugung" gewonnen wird (das habe ich auch gar nicht geschrieben), es geht darum, dass es Unsinn ist zunächst Kohlenstoff zu CO2 zu verbrennen um hinterher aus CO2 mit mehr Energieaufwand wieder Kohlenstoff zu gewinnen. Im Endeffekt hat man hinterher wieder dasselbe wie vorher (Kohlenstoff) und zusätzlich noch Energie eingesetzt. Hätte man ursprünglich den Kohlenstoff nicht verbrannt hätte man sogar Energie gespart.
Dummerweise haben wir in den letzten 100 Jahren aber Megatonnenweise Öl und Kohle verbrannt und tun es noch immer, da wir uns mit der Umstellung schwer tun!
Das CO2 in der Atmosphäre bedroht nun unseren Planeten!
Das muss da möglichst wieder raus!
Und dafür hat man jetzt eine neue Methode entwickelt.
Was ist denn daran so schwer zu kapieren?
Dass man zu diesem Zwecke parallel natürlich auch auf Kohlekraftwerke verzichten muss, bzw. schon vor 100 Jahren gar nicht erst damit hätte anfangen sollen, haben Sie ganz, ganz prima verstanden. Raten Sie mal, was weltweit von Klimaforschern gefordert und von unserer Regierung jüngst beschlossen wurde!?
Leben Sie unter einem Stein?
Selbstverständlich muss der Anteil der regenerierbaren Energiequellen deutlich nach oben gehen!
Mit der Energie aus Sonne, Wind und Wasser sollten wir die Menschheit dann versorgen können, zudem CO2 aus der Atmosphäre filtern und verbuddeln, bzw. einen Teil davon als Energiereserve für bedeckte und windarme Tage parken.

Wahnsinn, wie schwer sich hier einige tun, diese einfachen Zusammenhänge zu schnallen.
Die einen beömmeln sich über ein "Perteum mobile", obwohl der Sinn und Zweck der Übung rein gar nichts mit Energiegewinnung (sondern wenn überhaupt mit deren Speicherung!!!) zu tun hat.
Und die andern schlaumeiern, dass man das CO2 gar nicht erst in die Luft hätte blasen sollen.
Ach!
Nobelpreisverdächtig!

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knuty 27.02.2019, 23:49
97.

Zitat von tblome
In Australien erfunden. Und wenn sie es dann in Betrieb nehmen merken sie bestimmt irgendwann, dass sie die Kohle da hinten ausgraben, und hier vorne eingraben... Vielleicht kann man dann einfach eine Förderbandstrecke einrichten von der CO2-Verkohlungsanlage direkt zum Kohlebagger. So bleiben auch die Arbeitsplätze in der Kohleförderung erhalten!
Noch viel einfacher wäre es, man würde die ausgebaggerte Kohle gleich wieder eingraben.

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supergrobi123 27.02.2019, 23:51
98. Aufforstung hat ihre Grenzen.

Zitat von LFritze
Wenn man der Atmosphäre CO2 entziehen will, kann es hilfreich sein, Wald aufzuforsten. Und zum vorgestellten Versuch der Rekarbonisierung: Ich nehme an, dass dazu mindestens so viel Energie verwendet wird, wie zuvor freigesetzt worden ist - sonst wäre es ja ein Perpetuum Mobile. Das Problem, dass wir den richtigen Energieträger noch nicht gefunden oder gebändigt haben, bleibt also weiterhin bestehen. Mit dem Unterschied, dass am Projekt wieder einige schweinereich werden könnten.
Ein Stück Wald kann nur quasi so viel Kohlenstoff speichern, wie der Wald Kubikmeter hat.
Dann ist Schluss. Pflanzen sterben ab, verlieren ihr Laub, das wird von Tieren und Mikroben verdaut und letztendlich wieder als CO2 ausgeatmet. Wenn dem Wald keine Biomasse entnommen wird, bleibt die C-Speicherung irgendwann kostant.

Mit einer großen Anlage der Art wie im Artikel beschrieben, könnte man vermutlich schneller und effektiver Kohle erzeugen, die auch noch sehr viel höher konzentriert ist als "Wald" und direkt in irgendein Endlager eingelagert werden könnte. Unter Umständen direkt vor Ort (ein Forist schlug Solaranlagen in der Sahara vor).

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karl-felix 28.02.2019, 00:01
99. Da

Zitat von carstenbittner
eine Möglichkeit, überschüssigen Solar- oder Windstrom zu speichern. Wahrscheinlich aber zu giftig und/oder zu energieaufwendig.
ist es doch einfacher, den Wind- und Solarstrom direkt zu verbrauchen und dafür die Kohle in der Erde zu lassen und nicht zu verbrennen .

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