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Treibhausgas: Forscher wandeln Kohlendioxid wieder in Kohle um
imago/Rainer Weisflog

Wenn Kohle verbrennt, entsteht Kohlendioxid. Nun ist es Forschern erstmals gelungen, den Vorgang bei Raumtemperatur wieder rückgängig zu machen. Ihre Technik könnte beim Klimaschutz helfen.

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knuty 28.02.2019, 15:57
180.

Zitat von litholas
Das Phosphat, das in der Landwirtschaft verbraucht wird, verschwindet nicht einfach - sondern endet im Meerwasser. Demzufolge könnte man es aus Tang gewinnen.
Bevor das Phosphat sich vom Acker ins Meer macht, macht es eine Zwischenstation, wo man es effektiver gewinnen kann:
"HAMBURG WASSER errichtet gemeinsam mit dem Recycling-Dienstleister REMONDIS eine weltweit einmalige Recyclinganlage für Phosphor auf dem Klärwerk Hamburg. 2020 wird die Anlage in Betrieb gehen und jährlich aus rund 20.000 Tonnen Klärschlammasche ca. 7.000 Tonnen hochreine Phosphorsäure zurückgewinnen. "
https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unser-wasser/der-weg-des-wassers/abwasserreinigung/klaerwerk-hamburg/phosphorrueckgewinnung/

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curiosus_ 28.02.2019, 16:04
181. Auf dieses Argument...

Zitat von nasodorek
Natürlich ist das energetisch Quatsch, darum geht es aber nicht. Es geht darum effektiv CO2 aus der Atmosphäre zu extrahieren, weil das da Probleme bereitet. Diese Extraktion darf Energie kosten, weil die Alternative noch teuerer wäre. Und natürlich verwendet man dafür keinen Kohlestrom, sonder im besten Fall Sonnenenergie, so wie das die Pflanzen auch machen.
...bin ich bereits oben eingegangen.

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elcaron 28.02.2019, 16:19
182. Aber die Kohle muss ja auch irgendwo hin.

Man könnte natürlich großzügig Gelände aufgraben, um die Kohle zu verbuddeln, am Tageslicht, quase. Ich nenne das Kohle-Tagelagerung. Es wird sich sicher irgendwo ein Wäldchen finden, das sich dafür abholzen lässt.

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laufer 28.02.2019, 16:20
183.

Zitat von nasodorek
Natürlich ist das energetisch Quatsch, darum geht es aber nicht. Es geht darum effektiv CO2 aus der Atmosphäre zu extrahieren, weil das da Probleme bereitet. Diese Extraktion darf Energie kosten, weil die Alternative noch teuerer wäre. Und natürlich verwendet man dafür keinen Kohlestrom, sonder im besten Fall Sonnenenergie, so wie das die Pflanzen auch machen.
Ist es nicht schlauer dann die Sonnenenergie direkt zu nutzen, anstatt hinterher das CO2 zu entfernen?
Das vorhandene CO2 wird sich, meiner Meinung nach, durch die Aufnahme durch Pflanzen wieder schnell natürlich einpendeln.

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nasodorek 28.02.2019, 16:22
184.

Zitat von curiosus_
...bin ich bereits oben eingegangen.
Das würde nur stimmen, wenn es überall schon möglich wäre das Verbrennen gleichwertig durch Erneuerbare Energien zu ersetzen, dass ist aber nicht der Fall.

Der hier genannte Prozess ist kein Allheilmittel und natürlich ist Vermeidung immer besser als Eindämmung des Schadens, aber jedes Kilo CO2 das nicht in der Atmosphäre ist, ist gut. Es ist egal ob es vermieden oder extrahiert wurde.

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wasita_kueaphet 28.02.2019, 16:34
185. kommentar zu littohas

wenn die Venus 17 kw/mxm abstrahlt aber nur 0,2 kw von der Sonne bekommt, muesste ja nach Ihrer Theorie CO2 16,9 kw/ quadr.m produzieren, wie soll denn das gehen?
hier scheint wohl die Heizung durch Vulkanismus zu arbeiten
also wenn ich Sie richtig verstehe erwaermt sich CO2 auf 450 grad sobald die Sonne draufscheint? also ist doch prima,braucht man nicht mehr zu heizen

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curiosus_ 28.02.2019, 16:37
186. Auch dann ist es sicher...

Zitat von nasodorek
Das würde nur stimmen, wenn es überall schon möglich wäre das Verbrennen gleichwertig durch Erneuerbare Energien zu ersetzen, dass ist aber nicht der Fall. Der hier genannte Prozess ist kein Allheilmittel und natürlich ist Vermeidung immer besser als Eindämmung des Schadens, aber jedes Kilo CO2 das nicht in der Atmosphäre ist, ist gut. Es ist egal ob es vermieden oder extrahiert wurde.
...deutlich effektiver das Geld, das für die Extraktion vorgesehen ist, für die Vermeidung der CO2-Erzeugung zu verwenden. Der Wirkungsgrad (Gramm CO2-Reduktion je eingesetzte Geldeinheit) dürfte dabei drastisch höher liegen. Völlig unabhängig ob es nun überall möglich ist zu substituieren oder nicht.

Es ist eben nicht "egal ob es vermieden oder extrahiert wurde". Es kommt zusätzlich noch auf den Wirkungsgrad an.

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engelerz 28.02.2019, 16:42
187. Wirklich?

Zitat von litholas
Schauen Sie sich die Venus an: Wegen der Bodentemperatur von 460 Grad Celsius kann man berechnen, das jeder Quadratmeter Venusboden fast 17000 Watt abstrahlt. Die Venus bekommt aber nur fast 200 Watt pro Quadratmeter von der Sonne - die einzige Erklärung dafür, dass die Venus trotzdem nicht erkaltet, ist ein enormer Treibhauseffekt des CO2.
Aus 200 Watt kann man, mit ein bisschen CO2 17000 Watt machen? Dann verkauf ich ab jetzt Sprudelflaschen als Kraftwerk.

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Pless1 28.02.2019, 16:42
188.

Zitat von knuty
Wenn es so viel EE-Strom gibt, dass man keine fossilen Brennstoffe mehr benötigt, benötigt man auch kein Verfahren, dass CO2 aus der Atmosphäre holt, denn das passiert dann auf natürlichem Weg.
Nein, das passiert auf natürlichem Wege eben nicht. Das CO2, das beim Aufbau von Biomasse gebunden wird, wird zeitversetzt wieder freigesetzt - durch die natürliche Verrottung. Anders ist das nur bei ziemlich wenigen Ökosystemen, beispielsweise Hochmoore. Wirklich langfristig entzogen wird das CO2 erst durch fossile Einlagerung. Ein Prozess, der nur unter ganz bestimmten Umständen überhaupt stattfindet und dann Jahrmillionen braucht.

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kayakclc 28.02.2019, 16:55
189. Hurra: endlich ein Perpetumobile

Wir verbrennen Biomasse, erzeugen, CO2 und verwenden eine Katalysator aus "flüssigen Metall" (Quecksilber?), erzeugen aus dem nichts Kohlenstoff, denn wir wieder verbrennen..... war da mal was? In der Schulphysik heißt das Konzept energieerhaltung. Wer CO2 aufspalten will bracht Energie, durch Verluste an die umgebung mehr energie als wir durch Verbrennung von Kohlenstoff gewinnen. Super idee, oder jemand hat das was missverstanden.

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