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Treibhausgas: Forscher wandeln Kohlendioxid wieder in Kohle um
imago/Rainer Weisflog

Wenn Kohle verbrennt, entsteht Kohlendioxid. Nun ist es Forschern erstmals gelungen, den Vorgang bei Raumtemperatur wieder rückgängig zu machen. Ihre Technik könnte beim Klimaschutz helfen.

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karl-felix 27.02.2019, 18:02
30. Jo

Zitat von spon-facebook-10000403839
Man stelle sich mal vor: Das Verfahren etabliert sich, funktioniert wunderbar. Da wird ja alle so ökobewusst sind werden diese Anlagen nicht nur an emittierenden Schornsteinen installiert. Nein, es werden wie Windräder überall in die Landschaft Anlagen gebaut, um der Luft das böse CO² zu entziehen. Dabei wurde nicht bedacht, dass der gemessene CO² Gehalt der Luft träge ist. Die Folge: wir entziehen der Atmosphäre viel zu viel CO². Aber CO² die ist Grundlage jeden Lebens, denn jede Pflanze braucht CO². Dies wäre ein weiterer Eingriff in die Natur, mit dem wir uns auch die Lebensgrundlage entziehen können.
so gesehen wäre es einfacher, die Kohle einfach in der Erde zu lassen und die Sonne anzuzapfen und die benötigte Energie aus Wärme und Licht zu ziehen .
Die Sonne schickt uns seit Milliarden Jahren ca. 175 PW und wir wissen , dass und wie wir diese Energie nutzen können .
1 Zehntausendstel dieser Energie nutzen , das würde für alle menschlichen Aktivitäten inkl. Autofahren reichen . .

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schlechterwisser 27.02.2019, 18:05
31.

Das flüssige Metall ist Galinistan, eine Legierung aus Gallium, Indium und Zinn, die mit ein wenig Cer versetzt ist. Es ist auch keine heterogene Katalyse, sondern eine Elektrokatalyse.
Hier den Begriff Kohle zu verwenden, finde ich etwas irreführend. Es ist ja keine Stein- oder Braunkohle wie man sie klassisch kennt und die Bezeichnung wird im Paper auch nicht verwendet.

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lostandfound 27.02.2019, 18:15
32. Bei der Oxydation von Kohle wird Energie gewonnen

So arbeiten Kohlekraftwerke. Um den Prozess umzukehren, braucht man mindestens genauso viel Energie. Woher soll die kommen? Aus der Steckdose? Von Kohlekraftwerken?

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jj2005 27.02.2019, 18:17
33. Perpetuum Mobile, genau!

Zitat von gscheidhaferl1
Wenn wir so erzeugte Kohle wieder verbrennen wird ja wieder bei hoher Temperatur nutzbare Energie mit einem hohen Exergiegehalt frei....warum vergraben?
Sie waren ein paar Minuten schneller als ich ;-)

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Fehlerfortpflanzung 27.02.2019, 18:23
34. There is no free lunch

Die Verbrennung von Kohle zu CO2 ist exotherm, Bindungsenergie wird in Wärmeenergie verwandelt.
Wenn man diesen Prozess umkehrt, muss mindestens genau diese Energie, in diesem Fall elektrische Energie, wieder zugeführt werden. M.a.W niedrige Temperatur hin oder her, die Umkehrung der Verbrennung ist nicht umsonst.

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darksystem 27.02.2019, 18:25
35.

Wenn ich das richtig verstanden habe müssen wir, um unsere selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen, der Atmosphäre aktiv CO2 entziehen.

D.h. alle welche hier mosern dass der Kreislauf am Ende Energie kostet oder man lieber CO2 einsparen sollte liegen direkt daneben, denn es geht weder um das eine noch um das andere.

Wer werden der Atmosphäre nicht mit weniger Energie mehr CO2 entziehen (und als Feststoff lagern) können als wir ursprünglich aus der CO2 Produktion gewonnen haben.

Wir könnten aber unter Einsatz von erneuerbaren Energien den angerichteten Schaden durch Kohleverbrennung umkehren. Dadurch "verlieren" wir zwar etwas Energie, aber kommen der Schadensbegrenzung ein ganzes Stück näher.

Mehr Bäume pflanzen ist auf Dauer keine Lösung denn dafür fehlt es schlicht und ergreifend am Platz. Und Platz ist leider eine der Ressourcen welche wohl mit am stärksten limitiert sein dürfte und deren Limit wir heute schon sehr genau kennen.

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tailspin 27.02.2019, 18:25
36. Das ist vollkommen idiotisch

Es ist idiotisch Energie aufzuwenden, um CO2 zuruckzuwandeln, wenn Pflanzen das vollkommen geraeuschlos umsonst machen. Die setzen allerdings beim Verrotten diesen Kohlenstoff wieder frei in Form von CO2. Es handelt sich um einen natuerlichen Kreislauf. Vor 10 Jahren hat es mal eine parlamentarische Anfrage gegeben, wieviel CO2 durch fossile Brennstoffe eigentlich ueber die natuerlichen Emissionen durch Verrottung hinaus emittiert wird Das Ergebnis war 3 %. Das hat man sofort wieder in der Schublade verschwinden lassen, weil mit diesen 3 % extra kann man keine Klimakatastrophe glaubhaft machen.

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burkx 27.02.2019, 18:27
37. regenerative Energie verwenden

Dann darf nur regenerative Energie verwendet werden. Mal sehen, ob ein wald Wald mit einem riesig großen Holzlager (soll ja nicht verrotten, weil dann das CO2 wieder zum Himmel steigt) weniger effektiv wäre als so eine in weiter Zukunft mögliche Kohleherstellungsanlage? Im Wald kann das CO2 auch seit vielen tausend Jahren ganz prima in festen Stoff umgewandelt werden: in Holz. Das darf dann allerdings nur zum Einlagern oder zum Bauen verwendet werden oder zum Holzkohle herstellen (muss noch erforscht werden wie das mit regenerativer Energie geht ohne viel bösen Rauch/Feinstaub..:).
In jedem Falle ist das ganze schon mal ne tolle Erfindung/Entdeckung, allein schon aus chemischer Sicht.
Noch ein lustiger Gedanke: im Umfeld so einer industriellen Kohleherstellungsanlage aus Luft-CO2 werden sich bestimmt viele kreative Firmen ansiedeln, wegen des großen Sauerstoffgehalts der Luft ringsum, vorausgesetzt der entstehende Sauerstoff wird auch in die Umwelt geblasen.
Ein Standort für so eine Anlage fällt mir gleich ein: unser schönes Lausitzer Braunkohlerevier.

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frenchie3 27.02.2019, 18:33
38. @gscheidhaferl1 Warum eingraben?

Weil Sinn der Übung ist das Zeugs aus der Luft zu bekommen, nicht es wieder in den Umlauf zu pusten

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boghog 27.02.2019, 18:34
39. Denkfehler

Alle, die jetzt meinen, dieses Verfahren sei sinnlos, weil ebensoviel Energie (mMn sogar evtl. mehr) Energie aufgewendet werden müsse, um CO2 in Kohle zurückzuverwandeln, wie man ursprünglich gewonnen hat, bedenkt: Wir haben Anlagen für erneuerbare Energien, die zu bestimmten Zeiten mehr Strom liefern, als nachgefragt wird. Da wir diese noch nicht wirklich gut speichern können, wäre so ein Verfahren eine sehr gute Verwendungsmöglichkeit dafür. Natürlich könnte man die entstehende Kohle auch als Energiespeicher sehen, aber das ware wohl nicht im Sinne des Erfinders.

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