Forum: Wissenschaft
Treibhausgas: Forscher wandeln Kohlendioxid wieder in Kohle um
imago/Rainer Weisflog

Wenn Kohle verbrennt, entsteht Kohlendioxid. Nun ist es Forschern erstmals gelungen, den Vorgang bei Raumtemperatur wieder rückgängig zu machen. Ihre Technik könnte beim Klimaschutz helfen.

Seite 6 von 25
permissiveactionlink 27.02.2019, 19:09
50. Stimmt leider so nicht !

"Außerdem entstehe bei der Reaktion synthetischer Treibstoff, der industriell genutzt werden könne". Leider nein. Wenn man die Reaktion bei höheren Spannungen ablaufen lässt, dann entsteht als Nebenprodukt das hochgiftige Kohlenstoffmonoxidgas, CO. Und dieses lässt sich erst durch Hinzufügen von Wasserstoff zu Synthesegas mischen, aus dem dann synthetische Kraftstoffe gewonnen werden können, wozu aber Temperaturen über 1000°C und hohe Drücke erforderlich sind. All das erfordert weitere zusätzliche Energie, auch für die Bereitstellung des Wasserstoffes, und funktioniert keinesfalls bei Raumtemperatur. Das Ganze erinnert an ein Perpetuum mobile : Selbst wenn die Reaktion zu Kohlenstoff bei Raumtemperatur funktioniert, so muss man in jedem Fall die Energie zuführen, die bei der vollständigen Verbrennung (Oxidation) von Kohlenstoff zu CO2 zuvor frei wurde. Also 32 Millionen Joule pro kg Kohlenstoff, bzw fast 10 kWh pro kg Kohlenstoff. Von einer Schnappsidee zu sprechen, wäre ein Understatement. Das Ganze ist nicht mehr als eine Laborkuriosität. Nur die Tatsache, dass es bei Raumtemperatur in High-Tech-Lösungen mit Cer-Nanopartikel-Katalysatoren funktioniert, beeindruckt mich ganz doll !

Beitrag melden
Baet Adler 27.02.2019, 19:18
51. Mit der erzeugten Kohle

könnte man doch Fertigbauteile für Häuser in Kohledruckern erzeugen und hätte das Problen erledigt wo man die Kohle lagern soll.

Beitrag melden
permissiveactionlink 27.02.2019, 19:23
52. Die einzige gangbare Methode,

um Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu entfernen führt über die Photosynthese, die anschließende Holzernte, und das Vergraben, Sedimentieren der Biomasse (Cellulose, Lignin) unter vollständigem Luftabschluss, was auch unter Wasser z.B. in Mooren geschehen kann, die aber offenbar lieber trockengelegt und in Palmölplantagen umgewandelt werden. Das ist gut für die Haut, obwohl unsere Weibchen neuerdings lieber Kollagen trinken. ;-)

Beitrag melden
rosinenzuechterin 27.02.2019, 19:29
53.

Zitat von hansih
Ich kann es kaum fassen, aber dies ist der Einstieg in die Perpetuum- Mobile- Wirtschaft: Wir erzeugen Strom aus Kohle und aus den lästigen CO2 -Abgasen stellen wir wieder Kohle her, die wir wiederum zur Stromgewinnung einsetzen .. und immer so fort. Der Haken ist nur, dass wir deutlich mehr Energie brauchen, um CO2 wieder in Kohle zu verwandeln. Es soll ja mittlerweile viele Spinner geben, für die Naturgesetze interpretierbare Ansichtssache geworden sind.
Ja, aber das ist ja heute kein Hindernis für beruflichen Erfolg mehr. Als Wissenschaftsskeptiker kann man sogar Präsident der USA werden.

Beitrag melden
fahrgast07 27.02.2019, 19:32
54. Homo Sapiens in Bestform

Also: Erst verdodeln wir sinnlos CO2, z.B. mit der Autobahn-Raserei (ein Tempolimit würde 3 Mio Tonnen pro Jahr sparen!). Und dann holen wir das Zeug aufwändig und teuer wieder aus der Atmosphäre? Der Mensch ist ein merkwürdiges Wesen.

Beitrag melden
Dracul91 27.02.2019, 19:41
55.

Wenn wir irgendwann so viel Solarzellen und Windräder haben, dass am einem windigen Sommertag die Leitungen überhitzen, ist es sicher eine gute Lösung die übrige Energie zu nutzen. Wenn das wirklich massenfähig ist.

Beitrag melden
rrv.vogt 27.02.2019, 19:46
56. Heureka!

Hierbei handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine bahnbrechende Entwicklung auf dem Wege zur direkten Solarenergienutzung durch künstliche Photosynthese, bei der metallisches Chlorophyll zum Einsatz kommt!

Wicki :
``Die künstliche Photosynthese gilt als vielversprechender Baustein einer zukünftigen nachhaltigen Energieversorgung, die mit der Energiewende erreicht werden soll.
Während bei der natürlichen Photosynthese theoretisch maximal 6,7

% des Sonnenlichts chemisch gespeichert werden kann – Werte, die in der Praxis deutlich niedriger ausfallen – bietet die Möglichkeit höherer Wirkungsgrade durch künstliche Photosynthese und somit Vorteile in Bezug auf die zukünftige Energieversorgung.[5] Generell wird davon ausgegangen, dass Anlagen zur künstlichen Photosynthese neben Langzeitstabilität einen Wirkungsgrad von mehr als 10 % aufweisen müssen, um als Alternative in Frage zu kommen.´´

Beitrag melden
tg-berlin 27.02.2019, 19:51
57. Was ein Schwachsinn!

Hört auf, diesen Dreck zu verbrennen, dann müßt ihr den Sch*** auch nicht wieder einsammeln - was ohnehin nie funktionieren wird, sondern nur den Produzenten noch ein paar weitere goldene Jahre sichern soll - und Autofahrern eine Ausrede, um mit angeblich gutem Gewissen weiterhin wie die kleinen Kinder durch die Landschaft rasen zu dürfen. Einfacher ausgedrückt: Laßt Euch nicht für blöd verkaufen! Der Verkehr muß aufhören, wenn eure Kinder nicht in einer Klimahölle zugrunde gehen sollen!

Beitrag melden
Hermes75 27.02.2019, 19:51
58.

Zitat von spon-facebook-10000403839
Man stelle sich mal vor: Das Verfahren etabliert sich, funktioniert wunderbar. Da wird ja alle so ökobewusst sind werden diese Anlagen nicht nur an emittierenden Schornsteinen installiert. Nein, es werden wie Windräder überall in die Landschaft Anlagen gebaut, um der Luft das böse CO² zu entziehen. Dabei wurde nicht bedacht, dass der gemessene CO² Gehalt der Luft träge ist. Die Folge: wir entziehen der Atmosphäre viel zu viel CO². Aber CO² die ist Grundlage jeden Lebens, denn jede Pflanze braucht CO². Dies wäre ein weiterer Eingriff in die Natur, mit dem wir uns auch die Lebensgrundlage entziehen können.
Dann lassen Sie mich ihre Sorgen mit ein paar Fakten zerstreuen.

Die Verbrennung von Kohlenstoff und Sauerstoff setzt pro Mol CO2 eine Energie von 394 KJ frei.
Vorausgesetzt es gäbe einen idealen Prozess, der diesen Vorgang umkehrt, dann müssen wir mindestens 394 KJ/mol CO2 aufwenden (eher mehr, da es keine realen Prozesse 100% Effizienz gibt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid#Gewinnung_und_Darstellung

1 Mol CO2 hat eine Masse von 44,01g. Eine Tonne CO2 enthält also 22722 Mol CO2. Für eine 1 Tonne CO2 müssen also im idealfall mindestens (!) 8,9 GJ Energie aufgewendet werden. Das sind umgerechnet etwa 2,5 MWh. Bei aktuellen Großhandelspreisen von 50€ / MWh kostet also allein der Energieaufwand um eine Tonne CO2 umzuwandeln rund 125€.

Die aktuellen CO2-Emissionen der Menschheit liegen bei rund 35 Mrd. Tonnen / Jahr
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Kohlenstoffdioxidemittenten

Um alleine die Menge an CO2 zu neutralisieren die die Menschheit zusätzlich jedes Jahr emittiert müsste man im Idealfall 87.500 TWh aufwenden. Das ist etwa die Hälfte des gesamten Energiebedarfs der Menschheit!

Beitrag melden
redebrecht 27.02.2019, 19:53
59. Der Stein der Weisen!

Das ist ja unglaublich. Wer hierbei nur an den Klimawandel denkt und die Kohle vergraben will, muss einen IQ von unter 60 haben. Damit ist Kohle, nicht die Windkraft, nicht die Solarkraft, nicht die Atomkraft, der Energieträger der Zukunft, der unbegrenzt zur Verfügung steht. Ein Perpetuum Mobile, wenn ich mal die "Raumtemperatur" ignoriere. Wenn die Technik wirklich funktioniert, eigentlich zu schön um wahr zu sein, dann kann man so lange Kohle erzeugen, bis der CO2 Gehalt unter einem bestimmten Wert fällt und dann kann man die gewonnen Kohle gleich wieder verbrennen, um das Gleichgewicht zu halten. Da fehlt im Grunde nur noch die Kohleverflüssigung zu Benzin, und wir sparen uns auch die Elektroautos und damit das umgraben von Afrika nach seltenen Erden.

Beitrag melden
Seite 6 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!