Forum: Wissenschaft
Treibhausgase im Verkehr: Die 50-Millionen-Tonnen-Frage
picture alliance / Robert Schles

Die Regierung streitet über die Klimaschutzziele für den Verkehr. Teurerer Sprit, höhere Dienstwagen-Steuern, mehr Zugtransporte: Experten fordern eine radikale Wende. Doch woher genau sollen die CO2-Einsparungen kommen?

Seite 21 von 28
herjemine 14.03.2019, 22:36
200. Oh wie ich Sie verstehe!

Zitat von dagmar1308
(...) selbst wenn ich auf den verspäteten Zug warte oder im Stau sehe. Bei letzterem muss ich nicht permanent aufpassen, dass ich nicht beklaut werde. Der Weg, neue Ausweise, Bankkarte usw. zu besorgen kommt zum Geldverlust dazu. Bahnhöfe wie früher nur mit Fahrkarte und 10 Minuten kostenpflichtige Bahnsteigkarte einführen. (...)
Berufsbedingt musste ich zwischen 2000 und 2010 wöchentlich 2000 Kilometer oder mehr mit der Bahnfahren. Plus Bus und Tram so um 100’000 Kilometer im Jahr, in den zehn Jahren also eine Millionen Kilometer. Mit der Bahn. Und ÖPNV.
Von den Kollegen die mit dem Auto fahren durften haben in der Zeit zwei tödliche Unfälle gehabt. Ein weiter sitzt wegen Autounfalles seit 2006 im Rollstuhl. Wärend keiner von uns in der Bahn vor Langweile oder gar Verspätungen ums Leben kam. Allerings, ja, in den eine Million von Kilometern habe ich tatsächlich mal einen Beutel mit Nagelschneider und Batterieladegerät verloren. Vergessen habe ich ihn. Er wurde nicht geklaut. Seither hasse ich alle selbstbestimmten Frauen, Ausländer, Behinderte, Alte, Jungen, Linksgrünen, Homosexuellen, weil: irgendwer muss ja schuld daran sein dass ein untadliger Mensch wie ich einmal in 10 Jahren was im Zug liegen liess...

Beitrag melden
Nordschwabe 14.03.2019, 22:38
201.

Freier.Buerger, 20:01, Zitat "Die Menschen reden von Untergang und Sintflut seit es sie gibt. Sie kommt auch diesmal nicht." Ja, ich kenne die Geschichte mit dem Hirtenjungen, der ins Dorf rennt und "Wölfe, Wölfe" schreit. Aber wissen Sie auch wie die Geschichte endet?

Beitrag melden
max-mustermann 14.03.2019, 23:16
202.

"Weil das nicht ausreiche, müsse ein erheblicher Preisschock beim Endverbraucher ausgelöst werden: Etwa durch Kraftstoffpreise, die an den CO2-Ausstoß gekoppelt sind"

Nur zu, dann können wir uns schon mal auf Millionen Pendler (vor allem Landbewohner) freuen die ihren Job kündigen und lieber Harzen als nur noch für den Unterhalt eines Autos zu arbeiten.

Beitrag melden
Schartin Mulz 15.03.2019, 00:09
203. Wei soll das gehen?

Wie sollen Bahn und ÖPNV denn so ausgebaut werden,d ass sie einen großen Teil der Autofahrten überflüssig machen?
Wer finanziert denn die ganzen neuen Strecken? Und wie baut man die in Kürze? Wieviel Jahre dauert es, bis auch nur eine einzige Strecke überhaupt nur genehmigt ist? Vom Bau gar nicht zu reden.
Bis dahin, vermutlich für die nächsten 30 Jahre, bleiben von dem ganzen Konzept allein die Belastungen für die Autofahrer. Die diese tragen müssen, da die Alternativen ja nicht bereitstehen.

Beitrag melden
www-professor 15.03.2019, 00:49
204. Doch, doch ...

Zitat von seneca55
Ein schönes Ziel! Aber die Bahn wird keine weiteren Kapazitäten bereitstellen können, die repariert/modernisiert nur die bestehnden Strecken und neue werden innnerhalb von 10 Jahren nicht gebaut (s.a. "S-21" oder BER). Aber man könnte analog dem Schienenstrang die deutschen Autobahnen mit Oberleitungen analog ICE-Strecken versehen, um E-LKWs und Busse damit E-mäßig anzutreiben und so krasse Einsparungen zu erreichen. - 60% der CO2-Produktion im Verkehr stammen heute aus LKW-Transporten - Bei E-Autos wie überhaupt bei E-Mobilität kommt es aberauf die Herkunft der Energie an, die antreibt. wenn bis 2030 40-50% der E-Strom-Produktion aus fossilen Brennstoffen erzeugt werden muß, dann ist der Gewinn auch nur halb so groß wie erhofft. Ein Franzose ist heute schon viel besser als ein Deutscher dran, weil der stat. nur 50% soviel CO2 eines Deutschen pro Kopf und p.a. erzeugt, nämlich nur 5 tons statt 10 tons wegen der franz.Atomkraftwerke und rel. weniger Industrie. Also bitte keine neuen und teuren Schnellschüsse mehr! Alles vernünftig planen und dann realisieren auch weil VRChina und Indien einen jährlichen Zuwachs haben was Deutschland insgesamt pro Jahr emittiert und das verbrieft bis 2035!
Haben Sie es nicht mitbekommen?
Vergangenes Jahr wurde eine neue Bayern-Regierung gewählt. Und da wurde doch wirklich ein wuchtiges Ziel in den Koalitionsvertrag geschrieben: die Bahnstrecken sollen zu mehr als 50% elektrifiziert werden!

Es scheint nun so, dass unter Söder-Führung der Aufbruch ins 20. Jahrhundert startet.
Ach, und das, wo das 21. Jahrhundert schon 20 Jahre alt ist?
Nun, Bayern ist eben traditionsbewusst - und stellt daher auch den Bundesverkehrsminister.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein ...

Beitrag melden
mustermann76 15.03.2019, 05:41
205. Die feststoffbatterie sollte man nicht vergessen

Sobald die Entwicklung von feststoffbatterien weit genug vorangeschritten ist wird der stromer den Benziner verdrängen (vermutlich ab 5 jahren). Die deutsche Automobilindustrie investiert in den nächsten Jahren mehr als 40 Milliarden Euro in elektromobilität. Das macht sie sicher nicht umsonst. Die deutsche politik sollte dies steuerlich fördern. Damit dürfte mittelfristig das Problem darin bestehen ausreichend Ökostrom für die stromer zu produzieren....

Beitrag melden
MarkusW77 15.03.2019, 06:19
206. @crazy-swayzy

Was Sie meinen ist versteuerung des Geldwerten Vorteils, (nicht absetzbarkeit) und die ist zur Zeit schon auf 0,5 % des BLP gesenkt, für Fahrzeuge die mind. 40 km rein elektrisch fahren. Ich glaube auch, das das der beste Weg ist. Den meisten reichen ja 50 km je Weg, und für die 3 Fahrten im Monat größer 50 km, ist der Benziner an Bord.

Beitrag melden
buffbuff 15.03.2019, 06:41
207. und die Konsequenz ist ...

Zitat von bürgemeister
Der gesamte CO2 Austoss des deutschen Verkehrs macht weltweit für den Gesamtaustoss auch durch natürliche Ursachennur einen Fliegenschiss aus. Das Ganze wird nur als Instrument benutzt um neue Produkte zu verkaufen und den Konsumenten finanziell zu schröpfen.
... dass alle Chinesen und Amerikaner und sonstige sofort aufhören müssen, Auto zu fahren, damit wir in Deutschland mit unseren viel zu grossen Autos weiter mit 200 km/h über die Autobahn brettern dürfen.
Ist nicht schwer zu verstehen, dass wir zu viel Trink-Wasser verbrauchen (um unsere Autos zu waschen, um billiges Fleisch zu Grillen zu haben, ...), zu viel Müll produzieren, zu viel Kohlendioxid irreversibel in die Atmosphäre blasen (weil wir zu viel Auto fahren, zu schwere Autos fahren, zu schnell fahren, weil wir uns den Luxus erlauben, mal eben nach Mallorca zu jetten, um uns zu besaufen und der lokalen Bevölkerung auf den Geist zu gehen). Wir leben seit langem über unsere Verhältnisse und jeder einzelne ist gefragt, in Deutschalnd und in China. Leider wird jede Möglichkeit, den Planeten zu retten, von Leuten wie Ihnen torpediert. Die Klugen und Einsichtigen unter der Knute der Egos und Dummen.

Beitrag melden
Bibs1980 15.03.2019, 06:47
208.

Zitat von gm-nk
In diesem Beitrag ist zu erkennen, zu was es führt, wenn Politiker Ziele beschließen ohne sich vorher um realistische Lösungsmöglichkeiten zu kümmern. Wenn das alles umgesetzt wird, wird unsere Wirtschaft darunter sehr leiden und in die Knie gehen. Wollen wir dieses Risiko in Kauf nehmen? Ich nicht. Sollten sich unser Klimademagogen allerdings durchsetzen, werde ich mich in meinen Garten setzen und ein Freudenfeuer abbrennen, weil ich bis zu diesem Zeitpunkt sicherlich im Ruhestand sein werde und von die heute noch benötigte Mobilität nicht mehr so wichtig ist. Ich werde dabei meinen Enkeln davon vorschwärmen, wie schönes noch war als man noch reisen und fahren konnte wie man wollte.
Und ihre Enkel werden sich bei Ihnen sicherlich herzlich bedanken, wenn Ihre Generation trotz besseren Wissens in unverminderter Menge Öl fördert und verbrennt, die Luft verpestet, nichts gegen Plastik im Meer und der Nahrungskette tut, die Böden mit der Gülle aus der Massentierhaltung immer weiter verseucht und weiter die Regenwälder abholzt.

Beitrag melden
Business Ethics 15.03.2019, 06:48
209. Höhere Dienstwagenbesteuerung?

Was für ein Wahnsinn! Durch den geldwerten Vorteil bezahle ich jetzt schon fast EUR 1.000 netto jeden Monat! Dann wird der Dienstwagen eben abgeschafft. Und wenn das alle machen, dann fahren bald keine deutschen Autos mehr auf unseren Straßen...

Beitrag melden
Seite 21 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!