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Treibhausgase im Verkehr: Die 50-Millionen-Tonnen-Frage
picture alliance / Robert Schles

Die Regierung streitet über die Klimaschutzziele für den Verkehr. Teurerer Sprit, höhere Dienstwagen-Steuern, mehr Zugtransporte: Experten fordern eine radikale Wende. Doch woher genau sollen die CO2-Einsparungen kommen?

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may4th_be_with_u 15.03.2019, 13:02
240.

Zitat von adiosheilewelt
Die klimaziele sind leicht erreichbar: 1. Anstatt immer und überall betrug zu riechen umsich zu immunisieren akzeptieren, dass wir, wenn wir nicht handeln drastische probleme bekommen. Es bracuht kollektive lösungen. 2. Ein großteil der verschmutzung geht auf bequemlichkeit zurück. 30% der fahrten sind fahrten unter 3km. Ein pkw wird durchschnittlich von 1,5 personen genützt. Etwa die hälfte der emissionen geht auf massentierhaltung zurück. Lösung: nur noch wirklich geeignete menschen dürfen auto fahren (35% dann werden auch alle autos voll; ist mithilfe von KIs administratorisch gut machbar), nicht mehr mit dem auto (suv) milch holen fahren etc., nur noch zwei mal pro woche fleisch essen (methan>co2) 3. Wenn man in den supermarkt geht und sieht wie alles in plastik verpackt ist und un die halbe welt geschickt wird... braucht es das? Manchmal ist ja ok aber bei so gut wie allem? Damit cola oder snickers verkauft wird, das für den verbraucher schädlicher ist als so manche droge und bei dem 80% des einkaufpreises auf logistik werbung und aktionäre entfallen? 4. Post. Für manche produkte, für mamche kontakte unabdingbar. Um sich alles nach haise liefern zu lassen: unnötige bequemlichkeit. 5. Ein großteik der jobs die wir haben sind einfach nur völliger schwachsinn. Handuschmuck? Schmicksets für puppen? Noch bessere waffen? Für mehr rendite? Die uns auffrisst? Es gäbe sehr wohl genügend personal un einen großteil des verkehrs auf schienen zu bringen. 6. Wenn wir nicht mit guten bsp voran gehen folgen auch keine entwicklungsländer. =>minimaler wandel hin zum gesünderen leben, der gleichzeitig die macht von konzernen wie nestle und vw bricht, ein bisschen bequemlichkeit aufgeben, wäre vollkommen ausreichend. Glaubt ohr den wirklich machtgeile politiker werden lösungen vorschlagen, die ihre machtbasis, also eure stimmen untergraben wird? Wir müssen was ändern und es ist EINFACH! Durch horrornachrichten wie diese spaltet man nur mehr und erreicht, dass man nichts erreicht (gut dass sich die medien da so gut einspannen lassen). Dabei ist es so einfach.
Es sollen nur noch geeignete Personen Auto fahren und die meisten Jobs sind völliger Schwachsinn?
Ich frage mich da immer, wer das denn entscheidet? Nach welchen Gesichtspunkten?
Oder auch die 'schädlichen' Produkte, die es zu kaufen gibt. Wer definiert was zu dieser Kategorie gehört?
Mit dem Auto einkaufen fahren soll man auch nicht mehr, aber sich die Waren liefern lassen, geht auch nicht, weil zu bequem?

Ganz ehrlich, ich folge gerne Ihren Vorschlägen. Wenn Sie meinen, mein Job ist Schwachsinn, bleibe ich daheim und gehe zu Fuß einkaufen. Ich habe dann ja Zeit für ausgedehnte Spaziergänge. Ich frage mich dann halt nur noch, ob Sie mir auch das Geld zur Verfügung stellen, damit ich mir das leisten kann...?

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Schartin Mulz 15.03.2019, 13:25
241. Eine in erster Linie ideologische Diskussion

Vor allem diese Pauschalvorwürfe an die Deutschen, an die Autofahrer etc.
Erstens ist das ein globales Problem, kein deutsches. Deutsche sind keine anderen Menschen als andere. Und eine deutsche Lösung allein ändert nichts.
Dann die Vorwürfe an die Autofahrer. Die die Zukunft unserer Kinder zerstören. Unsere Gesellschaft ist auf das Autofahren hin konzipiert. Die meisten Menschen brauchen einfach ein Auto. So wünschenswert ein Umstieg auf ÖPNV auch wäre, dazu müsste der in den meisten Regionen erst einmal ausgebaut werden.
Dazu die ganzen Fantastereien. Von unterirdischem Vekehr, Verlagerung des Gütertransports auf die Schienen etc. Alles im Prinzip richtig und für jede Sontagsrede geignet. Aber wie soll das umgesetzt werden? Wenn das zeitnah realisiert werden soll, und das meint realistisch einen Zeitraum von ca 30 Jahren, wird sich Deutschland für 3 Jahrzehnte in eine Großbaustelle verwandeln. Wer das bezahlen soll und wo die ganzen Firmen/Arbeiter herkommen sollen, lasse ich da mal außen vor.
Dann haben wir die Forderung anch Geschäften und Restaurants vor Ort. Fände ich schön. Aber wer soll das beschließen? Da müssten wir unser System der Freien Marktwirtschaft abschaffen und Planwirtschaft machen.
Und dann kommen die AKW-Fans. Ok, was die Co2-Bilanz angeht, sind die besser als Kohle und Gas. Dafür hinterlassen sie Müll, der noch Jahrhunderte strahlt. Super. Bei den Diesel-Fahrzeugen war das doch genauso. Propagiert, weil sie weniger CO2 ausstoßen, dafür haben wir jetzt das Stickoxid-Problem.
Und der Ladenhüter Tempolimit. Ich habe kein Problem damit, wenn es eingeführt wird. Aber der Effekt wird überschaubar bleiben. Auf wieviel Strecken kann man überhaupt noch mit 180 fahren? Und wieviele tun das wirklich? Das ist doch eine Minderheit. Und jeder weiß, dass sein Auto im Stop and Go in den zahlreichen Staus wesentlich mehr verbraucht und damit auch mehr CO2 ausstößt als auf freier Fahrt auf der Autobahn. Die angeblich möglichen Einsparungen durch ein Tempolimit halte ich für ein Gerücht.

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tueftler 15.03.2019, 14:14
242.

Zitat von Spiegelleserin57
auch die Landwirtschaft muss massiv eingeschränkt werden , das massenhafte Ausbringen von Gülle auf die Felder und die Massentierhaltung. Nicht nur der Bürger wird große Veränderungen erleben sondern auch die Wirtschaft. ABER da die Natur keine Grenzen kennt genauso wie das Wetter muss die Umstellung in GANZ EUROPA erfolgen damit eine Veränderung spürbar wird. Ich bin gespannt wie bei derzeitigen politischen Lage die europäischen Staaten die Ziel verwirklichen wollen. Die Lobbyarbeit der Wirtschaft wird zu Höchstformen auflaufen.
Woher haben Sie denn Ihre Kenntnisse über die Landwirtschaft? Im Gegensatz zum Auto können Sie Ihren Nahrungsbedarf nicht abstellen. Zudem ist gerade die Bio Landwirtschaft auf Gülle und Mist angewiesen. Denn diese darf keinen Mineraldünger verwenden. Oder verlagern wir diese Emissionen nur in andere Länder, indem wir dort Lebensmittel einkaufen und dort die Preise hoch treiben?

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wombie 15.03.2019, 14:14
243.

Zitat von Business Ethics
Was für ein Wahnsinn! Durch den geldwerten Vorteil bezahle ich jetzt schon fast EUR 1.000 netto jeden Monat! Dann wird der Dienstwagen eben abgeschafft. Und wenn das alle machen, dann fahren bald keine deutschen Autos mehr auf unseren Straßen...
Es ist ihre eigene Entscheidung, ob Sie einen Neuwagen für 100000 Euro nutzen wollen. Privat finanziert wird es teurer. Als ich vor dieser Entscheidung stand, habe ich lieber die Gehaltserhöhung genommen, fahre einen günstigen Gebrauchten und setze die eigentlich fast nur beruflich bedingten Fahrten normal ab.

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tueftler 15.03.2019, 14:16
244.

Zitat von krass23
Freie Fahrt für reiche Bürger!
Darauf wird es hinauslaufen.

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tueftler 15.03.2019, 14:20
245.

Zitat von Egon von Trollingen
"Konkret bedeutet das: 2030 müssten 35 Prozent mehr Personen- und 60 Prozent mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden als bisher geplant." Schon allein dieser Satz reicht jedem Kindergartenkind aus, um zu erkennen, dass die Blase platzt. Einzig und allein der kleine Mann die kleine Frau werden im täglichen Leben umso mehr zur Ader gelassen werden.
Ja und die Blase wird genauso platzen, wie mit der Luftreinhaltung. Die Verträge sind längst unterschrieben. Und die daraus abzuleitenden Maßnahmen wird irgendwer einklagen. Unsere Politiker schlafen und wiegen das Volk in gutem Glauben, bis der Stichtag kommt.

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wombie 15.03.2019, 14:33
246.

Zitat von Business Ethics
Was für ein Wahnsinn! Durch den geldwerten Vorteil bezahle ich jetzt schon fast EUR 1.000 netto jeden Monat! Dann wird der Dienstwagen eben abgeschafft. Und wenn das alle machen, dann fahren bald keine deutschen Autos mehr auf unseren Straßen...
verrechnet, das war ja netto, dann müsste ihr Dienstwagen bei 175000 Euro liegen, also eigene Wahl, wenn es Ihnen das wert ist.

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Freier.Buerger 15.03.2019, 15:14
247. Unwissen

Zitat von wombie
verrechnet, das war ja netto, dann müsste ihr Dienstwagen bei 175000 Euro liegen, also eigene Wahl, wenn es Ihnen das wert ist.
Bei 60km Arbeitsweg, was für leitende Angestellte nicht so unüblich ist, reicht schon eine A6 Oberklasselimosine um bei der Pauschalsteuer auf 1000€ zu kommen.

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cindy2009 15.03.2019, 16:28
248. @martin Schulz

"----
Schartin Mulz heute, 13:25 Uhr
241. Eine in erster Linie ideologische Diskussion
Vor allem diese Pauschalvorwürfe an die Deutschen, an die Autofahrer etc. Erstens ist das ein globales Problem, kein deutsches. Deutsche sind keine anderen Menschen als andere. Und eine deutsche Lösung allein ändert nichts----" Es geht nicht um pauschale Vorwürfe, es geht darum , dass jedes Land seinen Beitrag bringen muss. JEDES Land.

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markx01 15.03.2019, 23:00
249. @Schartin Mulz

Zitat:"Erstens ist das ein globales Problem, kein deutsches. Deutsche sind keine anderen Menschen als andere. Und eine deutsche Lösung allein ändert nichts."

Stimmt soweit. Aber es wäre immerhin ein Anfang, weil wir auf der Welt zu den Ländern gehören, die auf globaler Ebene eher eine ungesunde oder übertriebene Lebensweise führen, was Energie und Ressourcenverbrauch angeht.

Es wäre ja auch mal eine Herausforderung, andere Wege zu probieren. Ob nun im Verkehr, in der Arbeitswelt oder der Lebensplanung.

Zitat:"Dann die Vorwürfe an die Autofahrer. Die die Zukunft unserer Kinder zerstören. Unsere Gesellschaft ist auf das Autofahren hin konzipiert. "

Stimme ich soweit auch zu. Aber es ist auch Aufgabe der Politik hier auf breiter Basis für Aufklärung zu sorgen und bestimmten Konzepten Leben einzuhauchen.

Ich glaube schon, dass es in der Bevölkerung eine breite Basis für sinnvolle Umweltkonzepte gibt, wenn man sie ehrlich genug anspricht und in manchen Bereichen vielleicht auch Anschub leistet. (ÖPNV) Was ist eigentlich aus der Initiative "Fahr Bus und Bahn" geworden?

Sogar unabhängig vom viel beschworenen Klimawandel. Es sollte nur nicht einseitig zu Lasten der Konsumenten gehen, mit dem Hinweis auf die Selbstverantwortung. Dazu fehlt dem Normalbürger schlicht der Überblick und die Zeit. Hin und wieder auch das Geld.

Zitat:"Aber wie soll das umgesetzt werden? "

Es wird Zeit brauchen, klar. Alles auf einmal wird gesellschaftlich kaum umsetzbar sein. Es geht wahrscheinlich nur über Kommunikation, über offene Aufklärung, Pilotprojekte usw. usf. Den Stadtverkehr von Berlin von Heute auf Morgen umzustellen, wäre sicherlich recht ambitioniert. Das in kleineren Städten oder Dörfern anzugehen und für Verbesserungen zu sorgen, scheint mir da erfolgversprechender.

Müllvermeidung könnte man relativ schnell umsetzen. (keine Plastiktüten, anderes Verpackungsmaterial, verbessertes Recycling.) Insgesamt mehr Produktqualität, also verbesserte Haltbarkeit. Mehr Gärten. ;)

Das mag es zwar alles bereits geben, aber man muss die Leute mehr mitnehmen und ihnen den finanziellen Zugang dazu auch ermöglichen. Es endet nämlich nicht selten genau auch an dem Punkt.

Man soll konsumieren. Nur das passt eben nicht ins Konzept einer gewissen Nachhaltigkeit. Man soll im Leben mindestens fünf Autos kaufen, ebenso viele Kühlschränke, Waschmaschienen und Toaster. Und noch viel mehr Handys oder Schuhe. So viele Schuhe. ;) (Kleine Übertreibung.)

Gruß

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