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Treibhausgase im Verkehr: Die 50-Millionen-Tonnen-Frage
picture alliance / Robert Schles

Die Regierung streitet über die Klimaschutzziele für den Verkehr. Teurerer Sprit, höhere Dienstwagen-Steuern, mehr Zugtransporte: Experten fordern eine radikale Wende. Doch woher genau sollen die CO2-Einsparungen kommen?

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Freedom of Seech 16.03.2019, 07:30
250. Der Preis ist heiß

Am Ende wird es auf eine Bepreisung von CO2 hinauslaufen (CO2 Steuer) und auf moderne Kernkraft (auch um synthetischen Sprit für LKWs, Vielfahrer und Flugzeuge herzustellen). Das wird teuer, individuelle Mobilität wird es daher nur noch eingeschränkt geben. Ohne Kernkraft wird es noch sehr viel teurer. Derzeit glauben aber viele noch, dass es mit Windkraft/Solar und Geschwindigkeitsbegrenzung klappt. Mal sehen wieviele Jahre es noch dauert bis die Illusion platzt.

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Freedom of Seech 16.03.2019, 07:54
251.

Zitat von Great White Buffaloo
Zweihunderttausendmilliarden letale Dosen? Soviel Seelen wurden nach einigen Religionen/Weltanschauungen noch nicht mal annähernd "erzeugt". Und ein Vielfaches davon soll schon letal sein? Sie sind echt putzig!
@ Litolas. Sie können glücklich sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung Ihnen Glauben schenkt. Ihren theoretischen Zahlenspielen bzw. Horrorzahlen stehen allerdings nüchterne Fakten gegenüber: Die Zahl der durch die Erneuerbare Energie verursachten Todesfälle ist nach wie vor deutlich höher als durch Kernkraft (z.B. banaler Sturz vom Photovoltaik Dach). Das aktuelle Problem sind nicht die Zweihunderttausendmilliarden letalen Dosen durch Kernkraft, das Problem sind vielmehr die Zweihunderttausendmilliarden Hysteriker die im Grunde gar keine Lösung des Klimaproblems wollen sondern sich an ihrer eigenen Hysterie berauschen..

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thequickeningishappening 16.03.2019, 09:32
252. Und warum Der Verbrauch nicht sinkt ?

Durchschnittsleistung von Neuzulassungen 1995 = 95 PS, 2018 = 154 PS (Statista).

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ganzeinfach 16.03.2019, 09:48
253. Individual-Verkehr - künftig noch viel besser

Mit dem Individualverkehr 4.0 wird es fast für jeden Benutzer optimaler: der bestellte Wagen steht (gewärmt/gekühlt) vor der Haustür - man muss nicht mal in die Park-Etage (e-Tanke abhängen) oder auf der Strasse Eis kratzen - NEIN, man muss künftig nicht mal selbst steuern. Schon mal dran gedacht? ganzeinfach

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tueftler 16.03.2019, 09:49
254.

Zitat von Henson
Das sind also 250 Euro pro ca. 5000km bei einem durchschnittlichen Ausstoß. Also 5 Euro pro 100km. Bei 10 Liter Verbrauch also wie eine Preiserhöhung von 50 Cent pro Liter. Das wird also als Maßnahme angedacht, aber nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung, weil das nicht "gesellschaftlich akzeptiert ist"? Ich fühle mich gerade nicht der Gesellschaft zugehörig, wenn ich sowas lese.
Das Problem ist, dass ein Tempolimit bei der heutigen Verkehrssituation nicht die benötigten CO2 Einsparungen bringen wird. Und die 50 Cent pro Liter Treibstoff trotzdem fällig werden. Ein weiteres Problem werden die Mindereinnahmen bei den Kraftstoff Steuern sein, wenn tatsächlich die CO2 Maßnahmen greifen sollten. Der ganze Umbau muss ja immer aufkommensneutral gestaltet werden.

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k.Lauer 16.03.2019, 10:01
255. Weniger Europa ?

Als die EU um die Ostblockstaaten erweitert wurde, hat ein bedeutsamer (deutscher) LKW-Hersteller befunden, dass der LKW-Verkehr in Deutschland um 40% zunimmt und: das bedeutsame Investitionen für die Erhöhung der LKW-Produktionskapazitäten notwendig sind. Was auch erfolgt ist und heute die Autobahnen verstopft.

Weniger Europa - weniger CO2 ?

Solange Schweine aus Deutschland nach Italien zur Parmaschinkenherstellung transportiert werden (und wieder zurück nach Deutschland) und noch vieles mehr (auch die Milch für 60% der italienischen Käseherstellung) soll sich doch niemand wundern, dass der sog. Fortschritt und das freie, weltoffene Europa viel Abgase und Umweltverschmutzung produziert.

Man sehe sich in den Supermärkten mal um, was da an Obst und frischen Gemüse aus der ganzen Welt mit Luftcarriern nach Deutschland eingeflogen wird. Der Preis ist nicht nur das, was der Käufer bezahlt, sondern auch die damit einhergehenden Umweltverschmutzungen und die stehen nirgends wo auf der Rechnung, sind aber von uns allen zu tragen.

Kann da ein Pkw-Fahrer noch ein schlehtes Gewissen haben, wenn er mit 200 km/h übe die Autobahn donnert anstatt mit 130 km/h vorwärts zu schleichen und 2-3 Liter Spit mehr verbraucht? Dafür aber keine Rosen seiner Gattin mitbringt, die aus Kenia oder Israel engeflogen wurden?

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tueftler 16.03.2019, 10:06
256.

Zitat von benmartin70
10km/h ? Ernsthaft? Das ist Ihre Argumentation? Und natürlich wird der Verkehrsfluss UND die Kapizität einer Straße / Autobahn durch geringere Geschwindigkeiten erhöht. das passiert alleine schon durch den dadurch geringeren Sicherheitsabstand. https://www.zukunft-mobilitaet.net/3344/analyse/wie-entstehen-staus-phantomstau/
Das läuft doch bereits. Oder glauben Sie allen Ernstes, dass es auf deutschen Autobahnen keine Tempolimits gibt? Mittlerweile an vielen Orten sogar auf die jeweilige Verkehrssituation anpassbar. Der Rest ist im Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer zu suchen, die in ihrem Egoismus bei dichtem Verkehrsaufkommen glauben bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Spur wechseln zu müssen, bzw beim Spur Wechsel nicht nach hinten schauen oder in zu enge Lücken fahren. Falsch verstandenes Rechtsfahrgebot tut ein übriges. Nur die Kameraden fangen Sie mit einem generellen Tempolimit auch nicht ein.

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k.Lauer 16.03.2019, 10:07
257. weniger Europa ?

Als die EU um die Ostblockstaaten erweitert wurde, hat ein bedeutsamer (deutscher) LKW-Hersteller befunden, dass der LKW-Verkehr in Deutschland um 40% zunimmt und: das bedeutsame Investitionen für die Erhöhung der LKW-Produktionskapazitäten notwendig sind. Was auch erfolgt ist und heute die Autobahnen verstopft.

Weniger Europa - weniger CO2 ?

Solange Schweine aus Deutschland nach Italien zur Parmaschinkenherstellung transportiert werden (und wieder zurück nach Deutschland) und noch vieles mehr (auch die Milch für 60% der italienischen Käseherstellung) soll sich doch niemand wundern, dass der sog. Fortschritt und das freie, weltoffene Europa viel Abgase und Umweltverschmutzung produziert.

Man sehe sich in den Supermärkten mal um, was da an Obst und frischen Gemüse aus der ganzen Welt mit Luftcarriern nach Deutschland eingeflogen wird. Der Preis ist nicht nur das, was der Käufer bezahlt, sondern auch die damit einhergehenden Umweltverschmutzungen und die stehen nirgends wo auf der Rechnung, sind aber von uns allen zu tragen.

Kann da ein Pkw-Fahrer noch ein schlehtes Gewissen haben, wenn er mit 200 km/h übe die Autobahn donnert anstatt mit 130 km/h vorwärts zu schleichen und 2-3 Liter Spit mehr verbraucht? Dafür aber keine Rosen seiner Gattin mitbringt, die aus Kenia oder Israel engeflogen wurden?

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wettersbach 16.03.2019, 10:29
258. Beispiel Ölkrise von 1973/74

Zitat von tueftler
Das Problem ist, dass ein Tempolimit bei der heutigen Verkehrssituation nicht die benötigten CO2 Einsparungen bringen wird. Und die 50 Cent pro Liter Treibstoff trotzdem fällig werden. Ein weiteres Problem werden die Mindereinnahmen bei den Kraftstoff Steuern sein, wenn tatsächlich die CO2 Maßnahmen greifen sollten. Der ganze Umbau muss ja immer aufkommensneutral gestaltet werden.
Kommt auf das Tempolimit an. Fakt ist, dass bei Tempo 110 - 120 der Verkehr flüssiger, gleichmäßiger läuft und damit spritfressende, CO2 produzierende Staus eher vermieden werden. Übrigens gab es schon mal einen Test in dieser Richtung, nämlich bei der ersten Ölkrise von 1973/4, als die OPEC-Ländern den Ölhahn zudrehten. Die Regierung Helmut Schmidt verfügte damals neben einem Sonntagsfahrverbot auch ein vierwöchiges Tempolimit von 100 km/h auf den Autobahnen. Resultat: ein gleichmäßiges Dahingleiten auf allen Spuren. Ich war unterwegs und habe das genossen. Ein echtes Gemeinschaftserlebnis, freilich nur auf Zeit. Als das Öl wieder floss, ging die Raserei weiter. Klar, Tempo 100 ist überzogen, aber Tempo 110-120 wäre durchaus ein Beitrag zu CO2-Einsparung.

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markx01 16.03.2019, 10:48
259. Die beste

oder optimale Reisegeschwindigkeit liegt ohnehin zwischen 120 und 140. Mit ein bisschen defensiver oder vorausschauender Fahrweise kommt man damit recht gut durch den Verkehr und kann abrupte Bremsmanöver weitgehend vermeiden. Fährt also insgesamt auch schonener fürs Auto und die eigenen Nerven. ;)

Alllerdings ist die Verführung bei den aktuellen Leistungsdaten mancher Fahrzeuge schlicht auch zu hoch. Bei einigen Fahrzeugen denkt man ja tatsächlich, dass man bei Tempo 160, 180 noch auf dem heimischen Sofa sitzt und gemütlich einen Kaffee trinkt. Da muss man sich als Fahrer schon enorm unter Kontrolle haben. Immer wieder drosseln.

In solchen Schiffen denkt man bei Tempo 140 immer noch, dass man steht. Für die ist ein Tempolimit natürlich die reinste Qual. Das ist wirtklich nicht leicht. ;)

Gruß

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