Forum: Wissenschaft
Trockenheit in Deutschland: Die Angst vor der Dürre
Ralf Hirschberger/ dpa

Waldbrände, Ernteausfälle - auch wenn es in den kommenden Tagen regnet, bleiben die Böden in Teilen Deutschlands viel zu trocken. Dabei spielt auch der Klimawandel eine Rolle.

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Pickle__Rick 24.04.2019, 11:57
10.

Zitat von more.bore
... wundert man sich doch, warum man scheinbar lieber über Waldbrandsensoren und mehr Löschhubschrauber nachdenken kann, statt ernsthafte Maßnahmen ergreift, um den menschengemachten Klimawandel nach allen Kräften einzudämmen...
Man denkt nicht lieber sondern auch um Waldbrandsensoren und Löschhubschrauber nach. Man kann ewig über Ursachen und Lösungen mit tollen Theoreien diskutieren. Wenn die Hütte brennt, muss man löschen. Ganz einfach. Wir werden uns sowieso noch viel mehr darauf einstellen müssen die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen bzw. zu beherrschen anstatt so zu tun als könnte man in Westeuropa ganz allein die Welt retten. Nein, man muss nicht die Hände in die Taschen stecken aber realistisch bleiben.

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bunterepublik 24.04.2019, 11:57
11. Der Realität ins Auge sehen....

Das scheinbar Paradoxe ist ja, das ein blockierende Hoch über Nordmitteleuropa den Weg der Tiefs zwischen Alpen und Skandinavien blockiert, die dann über die iberische Halbinsel und Italien in Richtung Griechenland ziehen. Im Mittelmeer regnet es nach längeren dürren Jahren in den Übergangsjahreszeiten seit letztem Jahr immer wieder sehr kräftig, was die dortige Lage etwas entspannen dürfte. Aber: Als es bei uns im Winter "nass" war (Dezember bis März) war es in Oberitalien knochentrocken.

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ALEMANNE2 24.04.2019, 11:58
12. @1 hochsommerlicher Frühling

Letztes Jahr folgte auf einen hochsommerlichen Frühling mit Temperaturen bis an die 30 Grad C Ende April ein Hitze- und Dürresommer, auch ein zu warmer und deutlich zu trockener Herbst. Ich würde mich freuen, wenn wir einen nassen Sommer bekommen würden, aber "Let's hope for the best but expecting the worst…"

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mlarsen 24.04.2019, 11:59
13.

Zitat von more.bore
... wundert man sich doch, warum man scheinbar lieber über Waldbrandsensoren und mehr Löschhubschrauber nachdenken kann, statt ernsthafte Maßnahmen ergreift, um den menschengemachten Klimawandel nach allen Kräften einzudämmen...
In wie weit helfen diese Maßnahmen die anstehenden Waldbrände zu bekämpfen ? Wenn es brennt, dann in den nächsten Monaten. Maßnahmen, die womöglich erst in 50 Jahren wirken, helfen kein Stück weiter.

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Markstein 24.04.2019, 12:02
14. Ja das Klima wandelt sich schon immer

Ja das Klima wandelt sich schon immer. Dass wir es gerne nicht wärmer als 25 Grad haben Sommer mit Schnee zu Weihnachten und Wasser, wenn die Pflanzen anwachsen sollen, spielt dabei nur eine persönliche Rolle, die das Klima aber nicht interessiert.

Übrigens wurden hier vor 10 Jahren noch nasse-kalte Sommer und feucht-warme Winter vorher gesagt ibs. im Norden. Wo sind die eigentlich geblieben? Sind die in das Waldsterben und das Ozonloch eingegangen?

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quark2@mailinator.com 24.04.2019, 12:04
15.

Liegt es am Wetter ? Liegt es an der normalen Streuung des Klimas ? Liegt es am Klimawandel ? Liegt es am menschgemachten Klimawandel ? Und wenn ja, ist es dann zeitweilig oder langfristig ?

Wir hatten letztes Jahr das Phänomen, daß sich die typischen Winde um den Nordpol herum anders ausgebildet haben, als normalerweise und deshalb war es extrem trocken. Wenn sich das noch 2..3 Mal wiederholt, dann hat man einen Grund für Spekulationen. Im Moment scheint es mir unseriös hier mal wieder schnell Schlagworte in Überschriften und Einleitungen zu verteilen, nur weil es gerade nicht regnet. Gerade das Wetter zwischen Frühling und Sommer war eigentlich schon immer etwas unberechenbar.

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ddcoe 24.04.2019, 12:04
16. Ich hoffe zumindest

das die derzeitige Situation dafür sorgt, dass die Regierung endlich ihren Job macht. Ein Klimakabinett, dass nach jahrelanger Untätigkeit jetzt schon anfängt zu denken - das Vertrauen darin ist überschaubar.

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friedrich_eckard 24.04.2019, 12:07
17.

Zitat von varlex
Hmm, prinzipiell würde ich aktuell keine Prognose abgeben, ob die aktuelle Dürre ein Klima- oder ein Wetterphänomen ist. Letztlich hatten wir im April hauptsächlich Ostwind...die sind von Natur aus trocken...
Das ist natürlich wirklich ein vertracktes Thema. Ich kann mich schon aus meiner überschaubaren Lebenszeit an "Wetterausreisser" genug erinnern, und dass bestimmte konkrete Erscheinungen unmittelbar aus dem Klimawandel zu erklären sind wird im Einzelfall so wenig nachweisbar sein wie der direkte kausale Zusammenhang eines Einzelfalles von Lungenkrebstod mit Tabakgenuss, weil nämlich auch lebenslange Nichtraucher Lungekrebs bekommen können - nur deren Risiko ist vielfach geringer. Man sollte deshalb mit der Behauptung von direkten Zusammenhängen konkreter einzelner Wetterscheinungen mit dem Klimawandel sehr vorsichtig und zurückhaltend sein, man schafft sonst nur ohne Not Angriffsflächen für "Klimawandelleugner".

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JaguarCat 24.04.2019, 12:10
18. Natürlich ist es der Klimawandel ...

... wenn der Winter in weiten Teilen Deutschlands ausfällt und die Sommer so trocken sind wie sonst im Mittelmeerraum. Dass der Klimawandel kommen wird, habe ich meinen Kommilitonen übrigens bereits vor 30 Jahren gesagt. Geglaubt hat man es mir nicht.

Inzwischen ist es mir egal geworden. ICH weiß dank einer guten naturwissenschaftlichen Ausbildung, was kommen wird, und kann mich und meine Kinder darauf vorbereiten. Wer hingegen Trumps Heilsleere glaubt ("die Mexikaner und Chinesen sind schuld und wir brauchen höhere Zölle") wird irgendwann böse aufwachen. Selber schuld, wer seriöse Wissenschaft nicht von schmutziger Politik unterscheiden kann.

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allesamt 24.04.2019, 12:15
19.

Vorletzten Sommer hatten wir den nassesten Sommer seit zig Jahren. Allgemein wurde pronostiziert, dass wir nie wieder heiße/trockene Sommer bekämen.
Letzten Sommer hatten wir den trockensten Sommer seit zig Jahren. Was sagt uns das? Dass das Wetter sich nicht nach Vorhersagen richtet.

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